Schweiz
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Illustration zum Thema Schwammerlsuchen / Pilzesuchen / Pilze: Ein Schwammerlsucher beim Abschneiden eines Steinpilzes aufgenommen am Dienstag, 19. August 2014, in Niederoesterreich. In Oesterreich ist das Sammeln von Pilzen auf zwei Kilogramm pro Person und Tag beschraenkt. FOTO: APA/HELMUT FOHRINGER

Wenn du Lust auf Steinpilze hast, gehst du besser in den Wald statt in den Supermarkt. Bild: APA

Warum du im Wald derzeit einfacher Steinpilze findest als im Supermarkt

Sowohl in Filialen der Migros wie auch der Coop sind frische Steinpilze derzeit eine Mangelware. 



Es ist Herbst – es ist Pilzsaison. Läuft dir beim Gedanken an ein frisches Steinpilz-Risotto auch das Wasser im Mund zusammen?

Falls ja, und du auf dem Sprung bist, um frische Steinpilze im Supermarkt zu kaufen, dann HALT. Denn es gibt ein Problem. Steinpilze sind in den Schweizer Supermärkten momentan Mangelware. Grund ist die Trockenheit in vielen Teilen Europas. So auch in jenen Ländern, aus denen Schweizer Detaillisten ihre Steinpilze importieren. Diese bezieht die Migros derzeit aus der Ukraine, die Coop aus Schweden.

«Da derzeit nur sehr wenige frische Steinpilze erhältlich sind, haben wir aktuell nur punktuell frische Steinpilze im Sortiment», schreibt Coop-Sprecherin Alena Kress auf Anfrage.

Ähnlich sieht es bei der Migros aus. Auch führen viele Filialen derzeit keine Steinpilze. Champignons, Kräuterseitlinge, Shiitake seien hingegen bestens verfügbar, schreibt Migros-Sprecherin Anne-Catherine Berrut. Ab wann dies auch wieder bei den Steinpilzen der Fall ist, kann sie nicht sagen. «Für die Verfügbarkeit in den nächsten Wochen wird das Wetter in den Herkunftsgebieten entscheidend sein.»

«Während es in einer Gemeinde sehr viel Pilze haben kann, kann der Wald in der Nachbargemeinde wie leergefegt sein.»

Marionna Schlatter Schmid, Sprecherin der Schweizerischen Vereinigung amtlicher Pilzkontrollorgane

Falls du Glück hast und eine Filiale in deiner Nähe doch Steinpilze im Angebot hat, gibt es einen weiteren Haken. Du musst tiefer als gewöhnlich ins Portemonnaie greifen. Aufgrund der geringen Verfügbarkeit von frischen Steinpilzen seien auch die Einkaufspreise gestiegen, schreibt die Coop-Sprecherin. «Dies wirkt sich auf den Verkaufspreis aus.»

Dies führt dazu, dass du im Wald vermutlich mehr Chancen hast Steinpilze zu finden als im Supermarkt. Das hängt davon ab, wo du auf die Pilzsuche gehst.

Derzeit gibt es in der Schweiz extreme regionale Unterschiede, wie Marionna Schlatter-Schmid von der Schweizerischen Vereinigung amtlicher Pilzkontrollorgane erzählt. «Während es in einer Gemeinde sehr viel Pilze haben kann, kann der Wald in der Nachbargemeinde wie leergefegt sein.» Abhängig ist dies von der jeweiligen Niederschlagsmenge in den letzten Wochen.

In den sozialen Medien findet man Bilder von jenen Pilzsammlern, die an der richtigen Stelle nach Pilzen suchten. Zu ihnen gehört auch ein Meteorologe von MeteoSchweiz, der seinen Steinpilz-Fund stolz auf Twitter präsentiert.

Wer bisher trotz intensiver Suche noch keine Pilze fand, dem macht Schlatter-Schmid Hoffnung. «Zwei, drei Tage Regen und die Pilze spriessen auch in dieser Region aus dem Boden.»

2018 wird wohl ein Steinpilz-Jahr

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Video: srf/SDA SRF

 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Orest Shvadchak 17.09.2018 07:09
    Highlight Highlight ACHTUNG im ersten Pilz Video wurden mindestens 3 sehr Gipftige Pilze angezeigt. Was soll das? Bitte unbedingt löschen!
    • swisskiss 17.09.2018 19:56
      Highlight Highlight Orest Shvadchak: Wo sind da giftige Pilze? Düsterer Röhrling, Eierschwamm, Flockenstieliger Hexenröhrling, Maronenröhrling Steinpilz.

      Alle essbar. Flockenstielige Hexe ist roh giftig und muss gut durchgekocht werden. Ein hervoragender Pilz, der es locker mit Steinis aufnehmen kann.
  • Real John Doe 16.09.2018 13:38
    Highlight Highlight es wäre noch angebracht auf pilz-sammel- sperrfristen die es bei uns gibt hinzuweisen!
    • swisskiss 17.09.2018 00:45
      Highlight Highlight Real John Doe: Vielleicht meinen Link anklicken, bei dem alle kantonale Sperrzeiten aufgeführt sind.
  • arpa 16.09.2018 12:34
    Highlight Highlight Lecker -_-
    Benutzer Bild
  • Gegu 15.09.2018 23:41
    Highlight Highlight 👍🏽
    Benutzer Bild
  • BoJack Horseman 15.09.2018 22:48
    Highlight Highlight Hab Pilze für meinen Risotto im Wald gepflückt und jetzt spricht meine regenbogengefärbte Katze in Latein mit mir während ich aufm fliegenden Teppich durchs Haus düse.. oh, was ist denn das für ein Licht hier...

    Danke Watson!

  • Wasmeinschdenndu? 15.09.2018 21:01
    Highlight Highlight Dank Artikeln wie diesem werden nun hunderte Schlaumeier in den Wäldern herumtrampeln und irgendwelche Pilze sammeln, die so aussehen wie auf den Bildern aus dem Internet. Einige werden anschliessend das toxikologische Institut anrufen und die andern eine Busse kassieren weil sie nicht wissen dass es fürs Pilzesammeln regeln gibt.
    Ade merci!
    • jjjj 15.09.2018 22:07
      Highlight Highlight Mimimi
    • a-minoro 16.09.2018 00:17
      Highlight Highlight Das hat nichts mit "Mimimi" zu tun, sondern ist leider Realität. Von Schonzeiten und erlaubten Sammelmengen haben die Pilzlisuchenden Hippsterlis aus der Stadt doch keinen blassen Schimmer.
  • Maenu 15.09.2018 20:07
    Highlight Highlight Hmmm
    Benutzer Bild
  • Borki 15.09.2018 19:24
    Highlight Highlight In den Gebirgskantonen lohnt es sich, beim Sammeln etwas oranges zu tragen. Hochwildjagd... 😉
  • swisskiss 15.09.2018 19:01
    Highlight Highlight Ostschweiz Toggenburg, Appenzell, Zürich Wälder über 700 m, Schwarzwald, Voralberg, teilweise Bündnerland, teilweise Berner Oberland, Jura absolutes Röhrlingsjahr.

    Fast nur Steinpilze, Hexenröhrlinge, Krause Glucken, Parasole. Alles wärmeliebende Pilze, die nach Trockenphasen zuerst wachsen. Gibt Gebiete, in denen man in einer Stunde locker 5 bis 10 kg Steinpilze sammlen könnte. Könnte! Da in der Schweiz strenge Sammelbeschränkungen gelten.
    Kantonal geregelt und überall verschieden:
    http://www.vapko.ch/index.php/de/der-pilzschutz/kantonale-und-kommunale-pilzsammelbestimmungen
  • Bär73 15.09.2018 18:57
    Highlight Highlight Ich kaufe sowieso nie Pilze. Wachsen genügend bei uns.
    Zudem wenn schon vergiften dann selbst..
    .
    .
    .
    ..... (war ein Scherz...ich kenne mich bestens aus mit Pilzen) 😉😂

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Ich habe Servicemitarbeitende aus Restaurants, Bistros und Kneipen gefragt, was sie im Gastro-Alltag am meisten nervt. Nachfolgend 23 passiv-aggressive Antwort-Kärtchen für Kellner/innen. Ausdrucken, ausschneiden und den unliebsamen Gästen wortlos in die Hand drücken. Weil wenn schon Kunden verlieren, dann wenigstens mit Stil.

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