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Offen gesagt

«Lieber Herr Homoki, schliessen Sie das Opernhaus – sofort ...»

Wegen des Coronavirus soll die Jugend auf Clubs, Konzerte und Fasnacht verzichten. Um die Seniorinnen und Senioren vor der Ausbreitung des Virus zu schützen. Dass diese dann selbst weiter in die Oper gehen, birgt Potential für eine ungute Debatte.



Lieber Herr Homoki

Meine Grossmutter hat am Wochenende Geburtstag, sie wird 99 Jahre alt. Wenn wir sie besuchen im Altersheim, dann spielen wir mit ihr jeweils «Eile mit Weile» und lassen uns von ihr lehrmeistern und versuchen zu mogeln, ohne dass sie es merkt. Aber sie merkt es immer.

Ich weiss nicht, ob Sie auch gerne «Eile mit Weile» spielen oder welche Qualifikationen man als Intendant eines Opernhauses von Weltformat mitbringen muss, aber ich nehme an, dass Sie ein humanistisch gebildeter Mann sind.

Dann kennen Sie bestimmt auch die Geschichte von Menenius Agrippa, der irgendwann im fünften Jahrhundert den Auftrag hatte, die streikenden Plebejer-Infanteristen zurück in den Dienst zu reden, da ansonsten das römische Heer handlungsunfähig und das Weltreich dem sicheren Untergang geweiht gewesen wäre.

Menenius Agrippa überzeugte die geschundenen, einfachen Leute mit einer guten Story. Demnach habe in grauer Vorzeit ein jeder Körperteil seinen eigenen Willen besessen und da habe es auch Streit gegeben, weil die anderen Körperteile den Magen für einen faulen Sack hielten, der sich nur an allem labe, was Hände, Mund und Zähne ihm zuführten. Danach verweigerten sie ihren Dienst und fütterten den Magen nicht mehr. Mit der Konsequenz natürlich, dass bald der ganze Körper verweste.

Vor einer ähnlichen Situation stehen wir nun im Angesicht der Corona-Epidemie. Nur wenn alle Bevölkerungsteile und Institutionen solidarisch mithelfen, ihren Beitrag zur Verlangsamung des Epidemie-Verlaufs beizutragen, kann es gelingen, das Gesundheitswesen vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Und damit auch die Wirtschaft und unser Leben, wie wir es kennen.

Wenn Sie nun das Opernhaus offen halten mit der Begründung, man lasse ja nur noch 900 Leute aufs Mal herein und man könne das kulturelle Leben ja nicht einfach abstellen, dann gehen Sie mit historisch aufgeladenem, klassensymbolischem Beispiel voran und tragen zu einer zerstörerischen Debatte – ähnlich unfruchtbar wie der Streit der Organe – bei.

Denn dann kommen bald die Jungen und sagen: Warum müssen wir auf die Fasnacht und den Ausgang verzichten, um die verletzlichen Seniorinnen und Senioren vor dem Virus zu schützen, während diese weiter jeden Abend schön in die Oper gehen?

Dann kommen die Club-Besitzer und sagen, stimmt, warum eigentlich? Und halten ihre Clubs für nationales und internationales Publikum offen.

Dann kommen die Feministinnen und sagen, sie dächten nicht daran, ihre Riesen-Demonstrationen am Wochenende abzusagen, solange die patriarchal-unterdrückerische Kulturmaschinerie weiterlaufe.

Und dann folgen andere, die, wie die Messebranche und Sportverbände, aus wirtschaftlicher Not mit in die Debatte einsteigen, ob denn diese Verbote von Menschenansammlungen sinnvoll oder gerecht oder zu befolgen seien oder nicht.

Dann ist die Solidarität weg und das verunmöglicht die Arbeit derjenigen, die von Berufs wegen versuchen, eine unkontrollierte Verbreitung des Virus und damit den Ausnahmezustand zu verhindern.

Ich habe mich sehr auf den «Eile mit Weile»-Nachmittag mit unserer Gross- und Urgrossmutter gefreut und sie sich auch, nehm' ich an. Trotzdem werde ich den wohl auslassen, um unsere Gross- und Urgrossmutter und ihre Mitbewohnerinnen und Mitbewohner im Altersheim keiner Gefahr auszusetzen.

Meine Grossmutter würde sich sehr freuen, auch am 100. Geburtstag mit uns «Eile mit Weile» zu spielen und uns beim Mogeln erwischen zu können. Aber die Chancen, dass sie das kann, sinken, wenn Sie Ihren Betrieb aufrechterhalten.

Schliessen Sie deshalb bitte das Opernhaus – sofort.

Mit freundlichen Grüssen

Ihr Maurice Thiriet

Anmerkung: Die Vorstellung des «Nussknackers» musste heute wegen eines Coronavirus-Verdachtsfalls im Ensemble abgesagt werden. Das Publikum hatte sich bereits eingefunden. Alle Informationen zur aktuellen Lage gibt's im Liveticker:

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91
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    Alle Leser-Kommentare
  • Zat 08.03.2020 17:37
    Highlight Highlight Mit Abstand das allerbeste, was ich von Herrn Maurice Thiriet bisher gehört und gelesen habe. Ich hoffe, der Intendant erhält diesen offenen Brief, und seine Stellungnahme wird hier veröffentlicht. Noch besser, die Organisatoren des Opernhauses machen sich endlich Gedanken, und schliessen die Türen! Dann könnten sie Erwähnung finden als gutes Vorbild für ganz viele andere.
  • tcm 07.03.2020 15:52
    Highlight Highlight Warum sind alle Aktikel über die abgesagte Vorstellung des Opernhauses verschwunden?
    Sowohl bei Watson als auch im Tagesanzeiger wurden die Artikel offensichtlich gelöscht; noch bestehende Links gehen ins Nichts.
    • LeserNrX 08.03.2020 16:39
      Highlight Highlight Wahrscheinlich, weil sich der Verdacht um die Virusinfektion nicht bestätigt hat. Falscher Alarm und viel Lärm um nichts..
  • Mat_BL 07.03.2020 13:40
    Highlight Highlight Aktuell auf https://www.opernhaus.ch/

    "Coronavirus - Vorstellungen finden statt"

    Da kann ich einfach nur noch den Kopf schütteln 🤦‍♂️
    Benutzer Bild
  • Nausicaä 07.03.2020 13:01
    Highlight Highlight Ein Glanzstück von Kommentar!
  • Mat_BL 07.03.2020 12:08
    Highlight Highlight Top, Maurice! Danke für den Artikel.
  • Lolita 07.03.2020 11:50
    Highlight Highlight Guter Artikel, danke.
  • The Gap 07.03.2020 11:28
    Highlight Highlight word♥️
  • Marc Oh Polo 07.03.2020 10:52
    Highlight Highlight Beeindruckend, Danke Herr Thiriet!
  • Gummibär 07.03.2020 10:09
    Highlight Highlight Jeder Besucher des Opernhauses wird vom Kanton mit mehr als 300 Franken subventioniert.
    Als Gegenleistung für diesen großzügigen Wohlfühlbeitrag dürfte man etwas freiwillige Sozialverantwortung von den regelmäßigen Empfängern erwarten. Meine ich.
  • 044 508 39 39 het sie gseit 07.03.2020 10:04
    Highlight Highlight Offen lassen aber die Subventionen kürzen wäre besser 😅
  • stadtzuercher 07.03.2020 09:43
    Highlight Highlight Gestern in einem Klub gelesen: Die Veranstalter schimpfen in einem ausgelegten Pamphlet auf die Behörden, dass diese keine Verantwortung übernehmen und die Veranstaltung nicht absagen.
    Gestern in Zeitungen gelesen: Der Cheflobbyist der Bar- und Klubkommission schimpft über Behörden, weil diese Veranstaltungen über 1000 Leute absagen.

    Das Geweine und heuchlerische Getue der Klubs und dieser obskuren Lobbyorganisation ist einfach unerträglich.
  • casalpablo 07.03.2020 09:36
    Highlight Highlight Nirgends ist das Virus so nah wie im Orchestergraben. Wer denkt eigentlich an die Musikerinnen und Musiker? Wahrscheinlich muss das Opernhaus schon deshalb bald schließen denn die Klarinetten, Posaunen und Trompeten werden bekanntlich durch Atemluft betrieben.
  • mutorintemporibus 07.03.2020 08:35
    Highlight Highlight Neidkultur („Solidarität“) statt Kultur? Statt sich über die Subventionierung angeblich ohnehin unnötiger Kultursparten zu echauffieren: Indem das Opernhaus sich bemüht, unter strikter Einhaltung der behördlichen Auflagen den Betrieb aufrechtzuerhalten, wird auch ein Defizit verringert und werden Arbeitsmöglichkeiten erhalten.
    • Lolita 07.03.2020 11:51
      Highlight Highlight Das bitzli Geld ist im Moment nicht das Thema. Sondern Krankheit und Wirtschaft gesamt.
  • BerriVonHut 07.03.2020 08:34
    Highlight Highlight Oder wir öffnen alles wieder
  • stay-say-think-be DiFfErEnT 07.03.2020 07:41
    Highlight Highlight Sehr gut geschrieben, trifft ins schwarze.
    Ich würde gerne meine Erfahrungen bezg. Opernhaus mitteilen. Zu Zeiten des vorherigen Intendant arbeitete ich in einem Restaurant in der Nähe dieser Kulturstätte. Praktisch jedesmal nach der Oper kamen einige Besucher zu uns zum essen. Das war in der Regel zwischen 23:00-01:00. Das heisst für das Personal, arbeiten bis 01:00-03:00. Derart arrogante und unzufriedene Gäste (inkl. Intendant) wie nach der Oper habe ich sonst nirgens erlebt. Um Mitternacht noch Hummer oder Rindsfilet? Kein Problem. Wertschätzung für die geleistete Arbeit, Negativ. ->
    • edirenaud 07.03.2020 11:42
      Highlight Highlight Dann schliesst doch einfach die Küche ab22:00!
  • PeteZahad 07.03.2020 04:06
    Highlight Highlight Lieber Maurice du hast ja recht, aber der Verweis auf den Live-Ticker wäre nicht nötig gewesen. Den haben wir mit den X Not-Breaking-News-obwohl-nur-Breaking-News-abonniert-Meldungen mittlerweile auch mitbekommen.
  • Butschina 07.03.2020 00:24
    Highlight Highlight Maurice, es scheint als wäre dein Brief erhört worden. Könntest du bitte einen Brief an das SARS-Cov-2 schreiben und es bitten sich zurückzuziehen? Ich wäre froh wenn die Epidemie bald vorbei ist.
    • dickmo 07.03.2020 16:19
      Highlight Highlight Nein, man würde damit suggerieren, dass das Virus ein aktives Wesen ist, das aktiv handlungsfähig ist. Ist es aber nicht. Es ist nur ein Zellklumpen, den wir uns gegenseitig weitergeben. Darum gehts. Das wir das sowenig wie möglich tun. Wenn alle krank werden, sind wir schuld. Nicht das Virus. Darum soll Homoki auch das Opernhaus zu machen.
  • Sapientia et Virtus 07.03.2020 00:13
    Highlight Highlight Mehr Panikmache wäre schwer denkbar. Und mit der Grossmutter lässt sich so herrlich emotional argumentieren. Deutsche Notärzte warnten kürzlich auf ihrem Kongress (1400 Personen) ausdrücklich vor Hysterie. Südkorea mit einer rigorosen Testkampagne und tiefer Dunkelziffer zeigen, dass die Mortalität nur wenig höher ist as bei einer Grippe. Gleiches gilt für die "Diamond Princess".
    • Lolita 07.03.2020 11:53
      Highlight Highlight Die Mortalittät bezieht sich auf die Gesamtbevölkerung, das ist ja das Thema. Ab 50 steigt sie extrem schnell an.
  • pfffffffff 06.03.2020 22:45
    Highlight Highlight heute 19:45: Opernhaus sagt Veranstaltung ab, aus Gründen. Krass, wie schnell aus Fiktion Realität werden kann.
  • hugo stammtamm 06.03.2020 22:07
    Highlight Highlight Der Corona Trinker bin ich ja - immer lustig, heiter - hoppsassa!
  • Alioth 06.03.2020 21:59
    Highlight Highlight Wenn man die Kommentare hier liest, hat man das Gefühl, es geht hier gar nicht um epidemiologische Überlegungen, sondern nur darum, dem Opernhaus eins auszuwischen...
    • Pakart 07.03.2020 00:53
      Highlight Highlight Nein, es geht um das (elitäre) Unterscheiden von Verantwortung. Eigentlich dem Grundübel der heutigen Zeit – im Sinne von „betrifft MICH ja eh‘ nicht unmittelbar, ich bin ja (vermeintlich) safe.
    • Simsalabum 07.03.2020 04:31
      Highlight Highlight Ich bin 30, liebe die Oper, fände es aber überhaupt nicht ok, wenn sie weiter geöffnet hätte. Es ist wirkluch eine Ansammlung von alten Menschen. Auch ich gehe jeweils mit einer 86-Jährigen Frau, deren Mann sie nicht mehr begleiten kann.
    • PaLve! 08.03.2020 01:33
      Highlight Highlight @Sims...
      Ja und? Es ist den alten Menschen ihre Emtscheidung ob sie dort hingehen oder nicht.
      Hast du das Gefühl du seist ein Gott und kannst über diese Entscheiden?
  • grumpygirl 06.03.2020 21:57
    Highlight Highlight Nächstes Jahr dürfen Sie leider nicht mehr mit Ihrer Grossmutter Eile mit Weile spielen, da die obere Altersgrenze bei 99 Jahren liegt :(
  • Dragonlord 06.03.2020 21:56
    Highlight Highlight Ignoranz und Egoismus ist des Virus' Segen.
    Auf Unterhaltung und Kultur kann auch mal verzichtet werden. Wenn dabei auch nur ein Leben verlängert werden kann, hat es sich schon gelohnt.
    Auch wenn zur Risikogruppe wohl nur alte und kranke Menschen gehören, sind diese es doch nicht weniger wert, geschützt zu werden.
    Ich wiederhole mich: Die Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied.
    Ein wenig mehr Solidarität täte unserer Gesellschaft gut.
    Danke für diesen offenen Brief.
  • neutrino 06.03.2020 21:51
    Highlight Highlight Grundsätzlich einverstanden, dass man schliessen muss. Aber sonst spricht Thieriet von "Senioren" und meint dabei offenbar 65 (klassisches Opernpublikum) wie 100jährige - obwohl deren Lebenswelten komplett anders sind.

    Für Personen um die 100 (oder auch Schwerkranke) schauen (nach meiner persönlichen Erfahrung) kaum mehr Jahre oder Monate in die Zukunft. Da geht es (richtigerweise) drum, den Moment zu leben und von Tag zu Tag zu leben. Da kann sich die Sinnhaftigkeit monatelanger Quarantäne schon stellen. Und das Corona-Virus wird nicht in paar Tagen oder Wochen einfach so verschwinden..

  • Lug 06.03.2020 21:39
    Highlight Highlight Ein Schmaus das zu lesen, Bravo!
  • Motiv 06.03.2020 21:16
    Highlight Highlight Guter offener Brief! Dass das Opernhaus nicht schliessen muss, zeigt auch, wie willkürlich die Massnahmen der Behörden sind. Dass man etwas unternimmt finde ich gut - nur sollte man dabei beide Augen offen halten und nicht auf einem blind sein.
    • bokl 06.03.2020 21:25
      Highlight Highlight Warum willkürlich? Auch Eishockeyspiele vor 900 Zuschauern im HaSta wären möglich.
    • Lolita 07.03.2020 11:56
      Highlight Highlight Nicht willkürlich, verboten war über 1000, 150 bis 1000 je nach Kanton, Selbstverantwortung, Einzelfall.
      Meiner Meinung nach ein Fehlentscheid der Leiter des Opernhauses.
      Obwohl ich weiss, da gabs einige eingeflogene Sängerinnen, also ein Riesenaufwand, der dahinter steckt, nicht zu vergleichen mit einer Party.
  • ströfzgi 06.03.2020 21:16
    Highlight Highlight Bitte auch keine Fasnachtschüechli im Altersheim essen. Könnte sich ja eine engagierte Mitarbeiterin an einer u1000 Fasnacht angesteckt haben.

    Mo, besser innehalten als ums verrecken mitreden wollen.
    • Eine_win_ig 06.03.2020 21:26
      Highlight Highlight Hä? Was haben Fasnachtschüechli mit Fasnachtsbesuchern gemeinsam, wenn die Thematik die Verbreitung eins Virus ist?
    • Lightning makes you Impotent (LMYI) 07.03.2020 08:03
      Highlight Highlight Danke für deinen Kommentar! Kann diese Hysterie nicht mehr hören. Niemand wird gezwungen das Opernhaus zu besuchen.
  • Momos 06.03.2020 21:04
    Highlight Highlight Meine Worte.... hat mich übrigens bei dem Swiss Music Award auch geärgert....
  • Sherlockonwhatson 06.03.2020 21:00
    Highlight Highlight Erinnert mich an Manni Matters Lied Zündhölzli.
  • Dora da Exploda 06.03.2020 20:44
    Highlight Highlight Frage mich ohnehin schon seit beginn warum ich nicht Hockey schauen darf, um eine verschwindend kleine Risikogruppe zu schützen, die sich eh schon eigenverantwortlich vor anderen Gefahren schützen muss...
    • Frau_Was 06.03.2020 23:12
      Highlight Highlight Wollte kein Herz geben. Verschwindend kleine Gruppe? Es sind nicht nur 99-100 Jährige gefährdet, sondern ab 65 steigt die Wahrscheinlichkeit für einen schwereren Verlauf rasant - das gilt aber auch für den 25jährigen mit Diabetes, das 11-jährige Kind mit Krebs und die 37-jährige mit Asthma... diese Leute sind also entbehrlich? Weniger wichtig, als dein Hockey? Sagst du das auch dem Sohn eines immunsupprimierten Vaters?

      Hockey kannst du auch nächste Saison wieder schauen. Oder sonst empfehl ich dir die NHL, die spielen ja noch...
    • Dora da Exploda 07.03.2020 10:03
      Highlight Highlight Stand jetzt sind 0.0025% der CH-Bevölkerung erkrankt, wovon wiederum nur 0.5% verstorben ist.

      Ich denke es sind und waren weitaus grössere Gefahren für diese Risikogruppe vorhanden, wegen denen man aber nicht so ein Theater veranstaltet.
    • Lolita 07.03.2020 11:57
      Highlight Highlight Tatsächlich steigt es bereits ab 50 rasant an.
  • Spargel 06.03.2020 20:43
    Highlight Highlight Und ich muss wegen des Virus darauf verzichten, meinen Vater mit schwerer Lungenkrankheit, zu umarmen bevor ich das Land für 3 Monate verlassen werde, weil ich an exponierten Orten beruflich sein musste. Hätte ich gewusst, das es soweit kommen könnte, ich würde alles anders machen. Danke für den Text Herr Thiriet
    • PaLve! 08.03.2020 01:25
      Highlight Highlight Fu alleine bist Schuld, umarmst du deinen Vater nicht, such keinen Sündenbock dafür!
  • Dopamin 06.03.2020 20:09
    Highlight Highlight The show must go on...
  • Sauäschnörrli 06.03.2020 20:01
    Highlight Highlight Haltet euch einfach an die Vorgaben von Bund, Kanton und Gemeinde und gut ist. Egal ob Blocher, Thiriet, Blunschi oder Thiriet.
    • Sauäschnörrli 06.03.2020 20:33
      Highlight Highlight Das eine Thiriet hätte her Homoki gegolten. 😇
    • Waldorf 06.03.2020 20:35
      Highlight Highlight Und Thieriet nicht vergessen!
  • Sheez Gagoo 06.03.2020 19:56
    Highlight Highlight Ok, boomer...
    • Coffeetime ☕ 06.03.2020 22:21
      Highlight Highlight 🤦🏻‍♀️ also den kannst du gleich wieder einstecken, weil er nicht gerade von Reflektion zeugt....
    • Pakart 07.03.2020 01:01
      Highlight Highlight @ coffeetime: SEHR treffend 👍!
    • 獅鳥 lionbird 08.03.2020 09:35
      Highlight Highlight @coffeetime Reflexion
  • Raphael Stein 06.03.2020 19:51
    Highlight Highlight Wegen den 21 Besuchern schliessen?
  • Else 06.03.2020 19:40
    Highlight Highlight Maurice Thiriet, ich war seit den kurzen Hosen im Büro nicht mehr so einig mit Ihnen wie jetzt. Bravo!
  • weissauchnicht 06.03.2020 19:38
    Highlight Highlight Lieber Herr Thiriet,
    Lassen Sie um Himmels Willen Ihre Grossmutter entscheiden, ob sie mit Ihnen Eile mit Weile spielen möchte, und bevormunden Sie sie nicht. Solange sie geistig fit genug ist, Ihre Mogeleien aufzudecken, ist sie auch in der Lage zu entscheiden, ob sie Einsamkeit den geselligen Spielnachmittagen mit Ihnen vorzieht, oder das Risiko einer Infektion durch Verzicht auf Körperkontakt bei der Begrüssung reduziert.
    Alte Leute, die möglicherweise nahe ihres Lebensendes sind, von ihren Angehörigen abzuschotten, ist einer humanistischen Gesellschaft unwürdig, Coronavirus hin oder her.
    • dr. flöckli 06.03.2020 19:54
      Highlight Highlight Geht ja nicht nur um die Gtossmutter, sondern um alle BewohnerInnen des Altersheims 💁‍♂️
    • S. S. 06.03.2020 19:57
      Highlight Highlight "Alte Leute, die möglicherweise nahe ihres Lebensendes sind, von ihren Angehörigen abzuschotten, ist einer humanistischen Gesellschaft unwürdig, Coronavirus hin oder her."

      Absolut! Die Abschottung ist für manche wohl noch schlimmer als eine Erkrankung.
    • Silent_Revolution 06.03.2020 20:38
      Highlight Highlight In den Altersheimen die ich kenne geht es auch nicht um humanistische Werte oder ein menschenwürdiges Dasein, sondern um Profit.
      Die 99jährige Oma soll gefälligst noch 2-3 Jahre Tabletten fressen können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • NathanBiel 06.03.2020 19:26
    Highlight Highlight Genau so ist es!
  • magnet1c 06.03.2020 19:22
    Highlight Highlight Ist das wirklich so ? Falls ja, wäre es erneut eine spannende Geschichte und verstörende Tatsache in der Angelegenheit der subventionierten Opernhäusern und Theater.
  • atorator 06.03.2020 19:09
    Highlight Highlight Mo, danke.
  • Bero 06.03.2020 19:09
    Highlight Highlight Dankeschön! Dem gibt es nix hinzuzufügen. Bloss Dankeschön!
  • So oder so 06.03.2020 19:03
    Highlight Highlight Was bekommt das Opernhaus pro Jahr an Subventionen ?
    • homo sapiens melior 06.03.2020 19:07
    • Caculetta 06.03.2020 19:15
      Highlight Highlight Ich habe die Zahl von 80 Mio/Jahr im Kopf. Lasse mich aber gerne eines besseren belehren!
    • w'ever 06.03.2020 19:17
      Highlight Highlight @so oder so
      wie hoch ist die auslastung des opernhauses?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Philippe Bachmann 06.03.2020 18:58
    Highlight Highlight Verstehe das Problem respektive den Einwand von Maurice Thiriet in diesem Falle nicht. Es gibt ein gesetzliches Verbot für Veranstaltungen > 1'000 Partizipanten - warum sollte das Opernhaus seine Veranstaltungen saussen lassen wenn dies < 1'000 sind und alle gesetzlichen Vorlagen eingehalten werden?
    • dickmo 06.03.2020 19:58
      Highlight Highlight Wegen der Symbolhaftigkeit. Steht doch da.
    • Asho 06.03.2020 20:05
      Highlight Highlight Hat watson sein Grossraumbüro auch geschlossen?
    • Philippe Bachmann 06.03.2020 20:24
      Highlight Highlight Dann müssten sich viele Dinge auf dieser Welt noch ändern - rein "symbolisch" natürlich.
  • pfffffffff 06.03.2020 18:57
    Highlight Highlight Dem ist nicht hinbeizufügen!
    • glointhegreat 06.03.2020 22:08
      Highlight Highlight Dann füg doch nichts hinzu.... 🙄

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