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«Für zunehmende Verdichtung der Sprache»

«#» ist Schweizer Wort des Jahres – «Dichtestress» das Unwort

03.12.2014, 19:3604.12.2014, 12:30

Ein Zeichen ist das Schweizer Wort des Jahres 2014. Eine sechsköpfige Jury unter Leitung von Radio SRF 3 hat das Hashtag-Symbol «#», auch «Gartenhag» genannt, aus weit über 1000 Vorschlägen ausgewählt.

«#» ist seit längerem gebräuchlich in den sozialen Medien und erscheint als Zeichen für zeitgemässe Kommunikation, wie das Schweizer Radio SRF in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt. Für die Jury steht «#» für eine zunehmende Verdichtung, ja Verschlagwortung der Sprache.

Das Symbol stehe auch dafür, dass die Jugend heute rasch auf den Punkt kommt und «dass jeder und jede jederzeit alles mitteilt, auch sehr Privates», heisst es in der Mitteilung. Öffentlich geworden sei im vergangenen Jahr aber auch vieles, das im Grunde niemand habe wissen wollen.

«Wer gleichsam einen Gartenhag um unser Land errichten möchte und in der beschaulichen Schweiz über ‹Dichtestress› klagt, hat noch nie solchen erlebt.»

Unwort des Jahres: «Dichtestress»

Ausserdem krönte die Jury das Unwort des Jahres. In dieser Kategorie machte «Dichtestress» das Rennen. Die Jury schreibt, sie sei des Ausdrucks müde und finde, «wer gleichsam einen Gartenhag um unser Land errichten möchte und in der beschaulichen Schweiz über ‹Dichtestress› klagt, hat noch nie solchen erlebt.»

Den Satz des Jahres haben die Meteorologen in diesem Sommer geprägt: «Es bleibt unbeständig». Dieser Ausdruck gefiel der Jury besonders gut, weil er einen Widerspruch birgt und damit die Grosswetterlage in diesem Land ganz gut charakterisiert, wie es in der Mitteilung heisst.

Die Aktion Schweizer Wort des Jahres wird seit 2003 unter Leitung von SRF 3 durchgeführt. In der Jury sassen in diesem Jahr Martin Suter, Pedro Lenz, Bänz Friedli, Hazel Brugger, Daniel Quaderer und Ursula Schubiger. (sda) 

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5 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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goschi
03.12.2014 20:40registriert Januar 2014
Danke für das "Dichtestress", eine bessere Wahl hätte die Jury nicht treffen können.
Das ist, seit es in Gebrauch gekommen ist zu Beginn dieses Jahres, für mich schon das absolute Unwort.
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