Schweiz
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Bischof Charles Morerod spricht waehrend einer Medienkonferenz ueber die Studie ueber das Institut Marini, am Dienstag, 26. Januar 2016, in Fribourg. Im katholischen Pensionat Marini im Kanton Freiburg sind Kinder von 1929 bis 1955 sexuell missbraucht worden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die Bischof Morerod in Auftrag gegeben hatte. Die Verantwortlichen vertuschten die Vorfaelle. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Der Lausanner Bischof Charles Morerod 2016 bei einer Medienkonferenz über sexuellen Missbrauch im Institut Marini in Fribourg. Bild: KEYSTONE

Westschweizer Priester sollen Charta gegen sexuellen Missbrauch unterzeichnen



Seelsorgende im Bistum Lausanne, Genf und Freiburg sollen eine Charta gegen sexuellen Missbrauch unterzeichnen. In der Charta erklärt das Bistum «Null-Toleranz» gegenüber jeglichen Handlungen, die die sexuelle Integrität einer Person gefährden könnten.

Die Unterzeichnenden sind gehalten, das Vikariat über Missbräuche oder Verdachtsfälle zu informieren, wie die Agentur kath.press am Freitag berichtete. Die Charta ruft Seelsorgerinnen und Seelsorger auf, bei sich selbst auf mögliche Warnsignale zu achten.

Bis wann die Charta unterzeichnet werden muss, soll demnächst geregelt werden. Es ist vorgesehen, dass jede Diözese der Schweiz ein Schutzkonzept aufzieht. Die Diözese St. Gallen verfügt bereits über eines.

Die Westschweizer Charta ähnelt dem St. Galler Konzept. Sie geht aber weiter, indem die Seelsorgenden in der Westschweiz eine persönliche Erklärung unterzeichnen, mit der sie ihre Verantwortung und Mitwirkung bestätigen. (sda)

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  • Kong 17.02.2019 16:35
    Highlight Highlight Mit der Charta wird das Problem nicht angerührt. Eine plakative Aktion die nicht über das falsche Mindset hoher Führungsleute in dem Laden hinwegtäuschen kann. Ich orte das grundlegende Problem nicht bei den vielen tausenden anständigen Seelsorgern an der Front. Sondern beim Umgang mit Vorfällen (die leider geschehen können), der Vertuschungsmentalität der Oberen und den nicht mehr zeitgemässen Zwängen und Vorstellungen. Die zu ändernde Charta nennt sich eigentlich Bibel. Nach 2000 Jh wäre eine Erneuerung wohl möglich...
  • N. Y. P. 16.02.2019 00:06
    Highlight Highlight Die Charta ruft (Seelsorgerinnen und) Seelsorger auf, bei sich selbst auf mögliche Warnsignale zu achten.

    Wenn ihr neben den Ministranten steht und die Hose wird eng..

    ..ja, das wäre jetzt so ein Warnsignal.

    Es wird immer grotesker.
    • lilie 16.02.2019 09:42
      Highlight Highlight @N.Y.P.: Nein, das wäre kein Warnsignal, denn es geht ja um Handlungen, nicht um Körperempfindungen oder -reaktionen.

      Der Ansatz ist soweit gut, er greift einfach noch zu kurz. Die Gläubigen müssten noch involviert und eine neutrale Stelle geschaffen werden, bei der Übergriffe gemeldet werden können.

      Aber davon sind wir wohl noch weit entfernt.
    • N. Y. P. 16.02.2019 15:15
      Highlight Highlight Danke, @lilie.

      Der Satz..

      Die Charta ruft (Seelsorgerinnen und) Seelsorger auf, bei sich selbst auf mögliche Warnsignale zu achten.

      ..ist schon sehr, sehr suboptimal formuliert.

      Eher :

      Die Charta ruft Seelsorgerinnen und Seelsorger auf, im eigenen Umfeld auf mögliche Warnsignale zu achten.


      Die Unterzeichnenden sind gehalten, das Vikariat über Missbräuche oder Verdachtsfälle zu informieren.

      Und das Vikariat meldet den Missbrauch dann der Polizei.

      Ja, tönt alles sehr super.

      Was die letzten 200 Jahre nicht funktionierte, soll jetzt also plötzlich funktionieren..
    • lilie 16.02.2019 15:46
      Highlight Highlight @N.Y.P.: Naja, wenn du so denkst, können sie ja machen, was sie wollen, und du wirst immer zweifeln, dass es etwas bringt.

      Grundsätzlich ist ja der Aufruf zur Selbstkritik gut, nur wird es die falschen treffen.

      Und die Vikare können sich ja wohl kaum selber gegenseitig überwachen, wie soll das gehen?

      Das Beste wäre deshalb, wenn sich die Opfer melden könnten, denn sie sind schliesslich die Betroffenen.
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