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Die Übergriffe sollen während fast acht Jahren in Dutzenden von Ferienlagern in der Westschweiz stattgefunden haben (Symbolbild). Bild: shutterstock

Genfer Caritas-Lagerleiter vergriff sich an jungen Mädchen



In Genf ist ein 35-jähriger Leiter von Ferienlagern der Caritas wegen Verdacht auf sexuelle Handlungen mit rund zwanzig minderjährigen Mädchen im Alter zwischen vier und zwölf Jahren festgenommen worden. Der Pädophile filmte seine Handlungen teilweise auch und verbreitete sie im Darknet.

Der Sprecher der Genfer Staatsanwaltschaft, Henri Della Casa, bestätigte am Dienstag auf Anfrage entsprechende Berichte der Westschweizer Tageszeitungen «Tribune de Genève» und «24 Heures». Gemäss den Medienberichten arbeitete der Pädophile zwischen 2011 und 2018 als Leiter von Jugendferienlagern für Caritas Jeunesse Genf.

Der Mann wurde bereits im Februar 2018 festgenommen. Gegen ihn läuft ein Strafverfahren. Ausserdem wurde ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gegeben. Der Mann ist laut den Medienberichten geständig.

Der heute 35-Jährige wird sich wegen des Verdachts auf sexuelle Handlungen mit rund 20 minderjährigen Mädchen im Alter zwischen vier und zwölf Jahren verantworten müssen. Die Übergriffe sollen während fast acht Jahren in Dutzenden von Ferienlagern in den Kantonen Genf, Wallis, im Vallée de Joux VD und in Frankreich stattgefunden haben. Die Opfer wurden unsittlich berührt und teilweise auch gefilmt.

Die Filme wurden in pädophilen Netzwerken im Darknet verbreitet. Die Machenschaften kamen dank einer Zeugenaussage einer jungen Lagerteilnehmerin ans Licht. Caritas Jeunesse kündigte an, eng mit Polizei und Justiz zusammenarbeiten zu wollen und das Präventions- und Überwachungsdispositiv in allen Ferienlagern zu verstärken. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • tychi 08.01.2019 17:23
    Highlight Highlight Und wieder eine christliche Organisation, in der Leiter Kinder sexuell misbrauchen. Und parallel sammelt die EDU (Christen-Fundi-Partei) Unterschriften dagegen, dass LGBT-Leute für Diskriminierung besser geschützt werden. Sie begründen es mit ihren verleumderischen Argument, man dürfe dann Homosexualität nicht mit Pädophilie gleichsetzen.
    Liebe Christen, es wird Zeit das ihr kräftig über die Bücher geht und Farbe bekennt: Steht ihr für Hass, Diskriminierung und sexuellen Missbrauch? Oder für Liebe, Anstand und Respekt gegenüber dem Mitmenschen?
    • Trasher2 08.01.2019 23:35
      Highlight Highlight LiebeR Tychi

      Ich bin Christ, sogar bekennender Katholik. Ich habe Freunde und Bekannte die LGBT sind und ich schätze sie sehr. Ich finde es schade, dass einige Exponenten meiner Kirche Homosexualität als Sünde verurteilen und argumentiere in Diskussionen in denen es um dieses Thema geht immer wieder für mehr Toleranz und Akzeptanz.

      Ich finde aber, mit deiner Äusserung pauschalisierst und diskriminierst du mich als Christ genau gleich, wie du es zum Thema LGBT selbst nicht gerne hast.
  • häxxebäse 08.01.2019 15:49
    Highlight Highlight Im alter von 4..... ich will nur noch kotzen
    ...........
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 08.01.2019 16:05
      Highlight Highlight Da bin ich schon längst drüber.
      Mir fallen nicht einmal mehr passende Flüche ein.
      Ich bin einfach nur noch geschockt.
  • Rhabarber 08.01.2019 15:08
    Highlight Highlight Ich will keine Gläubigen bashen. Aber im Zusammenhang mit den christlichen Religionen ist sexueller Missbrauch seit Jahren das erste, was einem einfällt, wenn man irgendwo "christlich" hört oder liest.
    • Wander Kern 08.01.2019 17:08
      Highlight Highlight Dir vielleicht.
    • Knäckebrot 08.01.2019 18:12
      Highlight Highlight Beruflich habe ich am Rande mit Missbrauchsgeschichten zu tun. Daher habe ich einen gewissen Blick in das Thema, aber natürlich nur aus der Froschperspektive: Bei Christen (div. Denom.) ist für mich nichts auffällig.
      Weil Christen besondere Ansprüche an sexuelle Ethik haben, sind dann solche Fälle aber besonders beissend.
      Katholische Kirche ist für mich besonders auffällig und ich kenne auch persönlich Opfer (nicht beruflich).

      Wenn in säkularen Heimen etwas geschieht, kommt es wahrscheinlich weniger an die Öffentlichkeit und wird von den Opfern auch weniger mit der Institution verbunden
    • Rhabarber 08.01.2019 18:21
      Highlight Highlight Es geht darum, was man von christlichen Religionen die letzten Jahre in der Öffentlichkeit und in den Medien mitbekommen hat. Das formt ein Bild in den Köpfen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • who cares? 08.01.2019 14:51
    Highlight Highlight Und was gibt es jetzt? 16 Monate bedingt, 4 unbedingt, aufgeschoben zugunsten einer ambulanten Behandlung? Das wäre meine Prognose.
    • Wander Kern 08.01.2019 17:10
      Highlight Highlight Du hasts nicht so mit dem Strafgesetz, oder?
  • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 08.01.2019 13:58
    Highlight Highlight Als ehemaliger J&S-Leiter kommen mir bei solchen berichten einfach nur noch die Tränen. 😢
    Wir sind Leiter der Gruppe, sowie auch Freund und Vertrauter für die Kinder.
    Nein, solche Vorfälle machen mich sprachlos und tun mir unvorstellbar im Herzen weh.
    Mag dieser Kerl noch ein interessantes Leben im Knast haben.
    • Zingarro96 08.01.2019 15:00
      Highlight Highlight Du sprichst mir aus dem Herzen🙈
    • El Vals del Obrero 08.01.2019 16:00
      Highlight Highlight Ausserdem führt das auch dazu, dass sowas alle Männer unter Generalverdacht stellt und sie deswegen lieber auf solches Engagement verzichten.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 08.01.2019 16:34
      Highlight Highlight Leider. 😥
      Ich bin zwar schon länger nicht mehr dabei. Aber es war eine extrem schöne Zeit.
      Die Kinder der eigenen Gruppe aufwachsen zu sehen, und sie dann ins Leiter-Team aufzunehmen.
      Was mir ganz besonders geblieben ist, als wir meinen "Kindern" erklärt haben, dass man gewissen Blödsinn nicht zu offensichtlich machen darf. Da kam dann der Spruch, wir sind nicht blöd, das haben wir schon lange bemerkt. 😅
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