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Mailand-Reisende aufgepasst: Die Astoro-Flotte der SBB ist derzeit stark reduziert

Aktuell können sechs Astoro-Züge nicht eingesetzt werden. Die Federn in den Drehgestellen weisen nicht die geforderte Dauerfestigkeit auf und müssen ersetzt werden. 



Zwei gekuppelte Astoro-Züge. (Bild: SBB)

Zwei gekuppelte Astoro-Züge. (Bild: SBB)

Die Verfügbarkeit der internationalen Astoro-Flotte der SBB ist derzeit stark reduziert. Aufgrund von fehlerhaft produzierten Federn stehen zurzeit vier von total 19 Fahrzeugen nicht zur Verfügung. Zwei weitere Astoro-Züge befinden sich in der Revision, wie die SBB am Mittwoch in einer Medienmitteilung schreiben. 

Die Astoro werden für den internationalen Verkehr zwischen Frankfurt–Basel–Mailand, Zürich–Mailand–Venedig und Genf–Mailand eingesetzt.

Angespannte Situation

Bis zum Austausch aller betroffenen Federn bleibt die Situation über die nächsten zwei bis drei Monate «angespannt», heisst es in der Medienmitteilung.  Die SBB bedauere diese Situation und entschuldigt sich für mögliche Unannehmlichkeiten. 

So kann es vorkommen, dass an Stelle von zwei gekuppelten Astoro-Zügen nur ein einzelner Zug eingesetzt werden kann und damit deutlich weniger Sitzplätze zur Verfügung stehen. Alternative Zugverbindungen für den nationalen Verkehr finden Fahrgäste im Onlinefahrplan www.sbb.ch/fahrplan.

Kein Sicherheitsrisiko

Die Federn in den Drehgestellen der ersten acht Astoro der zweiten Serie weisen nicht die geforderte Dauerfestigkeit auf und brechen daher frühzeitig. Der Hersteller übernimmt die Garantie und hat eine geprüfte Ersatzlösung bereitgestellt. 

Die betroffenen Federn müssen durch neue ersetzt werden. Bei gebrochenen Federn besteht kein Sicherheitsrisiko – das Fahrzeug muss jedoch ausgesetzt werden. Die SBB hat die Federn zusammen mit dem Hersteller überprüft und tauscht die defekten Federn laufend aus.

Nicht betroffen von diesem Problem sind die Astoro-Fahrzeuge der ersten Serie sowie auch die letzten vier produzierten Fahrzeuge der zweiten Serie. Auch Trenitalia verfügt über eine Flotte von sieben nahezu baugleichen ETR 610, welche in der Schweiz eingesetzt werden. Diese sind nicht von den fehlerhaften Federn betroffen.

Aufwändige Arbeiten

Für den Tausch der Federn müssen die Drehgestelle der Fahrzeuge aus- und wieder eingebaut werden. Dieser Prozess ist aufwändig. Trotz rascher Reaktion, kann die SBB nicht verhindern, dass es aktuell auf der Nord-Süd-Achse in Richtung Mailand zu Angebotseinschränkungen kommt. 

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Video: srf/SDA SRF

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16Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • peeti 26.09.2018 16:45
    Highlight Highlight Anstatt nur die Federn lieber gleich alle Astoro-Züge ersetzen. Selten in einem so schlecht konzipierten Zug gesessen.
    • Fabio74 26.09.2018 17:31
      Highlight Highlight Was ist am ETR 610 denn so schlecht?
  • Ralph Schwegler 26.09.2018 15:30
    Highlight Highlight die SBB hat im Moment unglaublich viele Baustellen und Pannen. Die Sommerferien sind längst vorbei, und trotzdem vergeht kein Tag ohne schlechte Nachricht 😳

    Wann haben wir wieder eine zuverlässige Dienstleistung?
    • leu84 26.09.2018 16:17
      Highlight Highlight Was kann eine Bahn dafür (ausser wenn Quantität vor Qualität), wenn ein Lieferant schlechte Teile produziert?
    • 7immi 26.09.2018 17:09
      Highlight Highlight @leu
      das frage ich mich auch. die sbb kauften die züge, die federn wurden bei einem zulieferer von alstom hergestellt und an alstom verkauft. die sbb haben damit nichts zu tun und hätten auch keinen einfluss nehmen können.
    • Astrogator 26.09.2018 17:13
      Highlight Highlight Noch lange nicht, die Probleme durch den Sparkurs beim Rollmaterial beginnen jetzt durchzuschlagen. Bis der Wartungsrückstand aufgeholt ist werden Jahre vergehen.

      Geschichte wiederholt sich...
      https://bit.ly/2QZN8JW
    Weitere Antworten anzeigen
  • El Vals del Obrero 26.09.2018 15:02
    Highlight Highlight Früher, als die Züge aus "dummen" Einzelwagen bestanden, die an eine unabhängige Lok gekuppelt wurden, gab es solche Probleme kaum.

    Zwar musste in Chiasso die Lok gewechselt werden und die Reisezeit war darum 15 Minuten länger. Aber dafür war das zuverlässig und wenn ein einzelner Wagen einen Defekt hat, stand nicht gleich ein ganzer Zug still. Und da die (UIC-genormten) Wagen in ganz Europa verkehren konnten, war viel mehr Flexibilität möglich, als heute, wo spezielle fixe Züge nur für spezielle Strecken gebaut werden.
    • osaliven 26.09.2018 15:58
      Highlight Highlight Naja nur das es dann damals vorkam das die Lok einfach nicht vorhanden war weil sie blöderweise noch in Zürich stand. Oder in Miland stand die neue Lok nicht parat. Hat alles vor und Nachteile. Ausserdem ist hier ein Problem an allen Drehgestellen. Es kann auch gerade so gut sein, das bei Einzelwagen einer bestimmten Serie das gleiche Problem auftritt,dann müssten auch alle einzel Wagen in die Werkstadt
    • HabbyHab 26.09.2018 16:27
      Highlight Highlight Die Kosten für einen Triebzug sind im Allgemeinen viel tiefer als die für Lok(s)+Wagen. Und es werden nur selten spezielle Züge für spezielle Strecken gebaut. Klar, Züge sind meist für den Einsatz auf bestimmten Strecken gedacht, aber können auch anderswo eingesetzt werden.
  • desmond_der_mondbaer 26.09.2018 15:00
    Highlight Highlight Am Besten bei den reduzierten Zugskompositionen die 1. Klasse öffnen und für alle zugänglich machen. Dies würde die ganze Sache sicherlich einwenig entschärfen..
    • News ohne blabla #haha 26.09.2018 16:45
      Highlight Highlight Nichts da, ich will die 1. Klasse so haben wie sie ist. Ruhig, nicht stinkend und mit ausreichend Platz
    • Bama 26.09.2018 17:27
      Highlight Highlight Ich war in einem dieser reduzierten Züge und Passagier mit Reservation aus der zweiten Klasse wurden in die erste Klasse platziert.
  • Joe Smith 26.09.2018 14:56
    Highlight Highlight Bis zum Austausch der Federn bleibt die Situation angespannt. Ich liebe diese versteckten Wortspiele.

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