Schweiz
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ARCHIV --- ALS VORSCHAU ZUM BEVORSTEHENDEN FAHRPLANWECHSEL DER SBB AM SONNTAG, 10. DEZEMBER 2017, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Eine Frau liest am 27. November 2009 im Bahnhof in Biel, Schweiz, einen Fahrplan der Schweizerischen Bundesbahnen SBB. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Am 9. Dezember lancieren die SBB einen neuen Fahrplan. Bild: KEYSTONE

Der neue SBB-Fahrplan ist da – das musst du wissen

Die SBB haben den neuen Fahrplan vorgestellt. Er gilt ab dem 9. Dezember 2018. Die wichtigsten Änderungen im Überblick.



Die SBB vollziehen am 9. Dezember einen mittelgrossen Fahrplanwechsel. Ganz grosse Veränderungen bleiben aus, aber das Angebot wird schweizweit verfeinert und ausgebaut. Mit dem vermehrten Einsatz von FV-Dosto-Zügen stehen auch mehr Sitzplätze pro Zug zur Verfügung.

Die FV-Dosto-Züge von Bombardier sind zwar schon seit Februar auf dem Streckennetz der SBB im Einsatz, doch ab dem Fahrplanwechsel verkehren sie nun auf der Ost-West-Achse zwischen St. Gallen, Zürich, Bern und Genf-Flughafen. Die Dosto können jeweils nach dem zu erwartenden Passagieraufkommen zusammengestellt werden.

So sieht der neue FV-Dosto aus:

Dabei sind Züge von bis zu 400 Metern Länge mit bis zu 1300 Sitzplätzen möglich. Gegenüber den heute verkehrenden, längsten Doppelstockzügen kann die Sitzplatzzahl um zehn Prozent erhöht werden. FV-Dosto-Züge werden auch als Interregio auf der Strecke zwischen Basel, Zürich, St.Gallen und Chur eingesetzt.

In Nebenverkehrszeiten können die Züge wieder getrennt werden. Dadurch werden unnötige Leerfahrten vermieden sowie Energie und Kosten gespart. Die Dosto-Züge verfügen ausserdem über eine Technik, die schnellere Kurvenfahrten und damit auch eine Verkürzung der Fahrzeiten ermöglicht.

Eine für Montag im Anschluss an die SBB-Medienkonferenz geplante Taufe eines FV-Dosto-Zuges im Bahnhof Olten fiel aus. Grund war ein Personenunfall, der sich mitten im Bahnhof ereignet hatte. Aus Pietätsgründen verzichteten die SBB-Verantwortlichen deshalb auf diese Feierstunde.

Ostschweiz und Zürich profitieren

Ab dem Fahrplanwechsel verkehren während der Hauptverkehrszeiten am Morgen und Abend von Montag bis Freitag zwischen St. Gallen und Zürich neu bis zu vier Fernverkehrszüge pro Stunde und Richtung.

Auch im Regionalverkehr im Raum Zürich und in der Ostschweiz kommt es zu grossen Angebotsverbesserungen. Die Zentralschweiz profitiert neu von einer direkten Verbindung von Luzern über Zürich nach Winterthur.

Auf der Nord-Süd-Achse verkehren die frühen Direktverbindungen von Basel über Luzern durch den Gotthard-Basistunnel nach Locarno neu täglich. In der Westschweiz wird mit der Einführung des Viertelstundentakts zwischen Lancy-Pont-Rouge und Coppet die erste Etappe des Léman Express realisiert.

Im grenzüberschreitenden Personenverkehr werden zehn Zugspaare pro Tag auf der Linie Biel–Delle bis nach Belfort-Montbéliard TGV verlängert. Dort besteht in der Regel Anschluss an den TGV nach Paris, Lyon, Luxembourg oder Marseille.

Ab dem Fahrplanwechsel weiten die SBB zudem weiter ihr Service-Angebot aus. So werden alle Fernverkehrszüge integral von Zugpersonal begleitet. Den Reisenden steht auf allen IC- und EC-Züge von 6.30 bis 21.00 Uhr ein Catering-Angebot zur Verfügung.

«Operation am offenen Herzen»

Der Fahrplan ist aber auch geprägt von temporären Veränderungen. Ursache dafür sind Baustellen, auf denen das SBB-Netz mitten im Betrieb ausgebaut oder saniert wird. Die SBB-Verantwortlichen verglichen diese Arbeiten an der Medienkonferenz vom Montag in Olten mit einer «Operation am offenen Herzen».

Railway tracks and Lake Zug to the right between Walchwil, canton of Zug, and Goldau, canton of Schwyz, pictured amidst a green hilly landscape from a train travelling from Zurich to Bellinzona, in the canton of Ticino, via the Gotthard mountain route, Switzerland, on June 27, 2016. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Hier wird gebaut: Die Strecke zwischen Walchwil und Goldau. Bild: KEYSTONE

Die grösste dieser Baustelle betrifft der Doppelspurausbau auf Ostseite des Zugersees, wo normalerweise der Zugsverkehr zwischen Zürich/Zug und dem Gotthard abgewickelt wird. Zwischen Mitte 2019 und Ende 2020 müssen deshalb sämtliche Züge via Rotkreuz beziehungsweise die Westseite geführt werden, was die Reisezeit teilweise bis zu 15 Minuten verlängert.

Damit die Betriebsstabilität während der Hauptverkehrszeiten möglichst wenig beeinträchtigt wird, verlängern die SBB die nächtlichen Zeitfenster für die Bau- und Unterhaltsarbeiten. Im neuen Fahrplan wird das Angebot auf den Strecken Lausanne–Genf-Flughafen und und Lausanne–Brig von Sonntag bis Donnerstag in den Randstunden mit geringerem Passagieraufkommen ab 20 Uhr reduziert.

Investitionen von mehreren 100 Millionen Franken

Die SBB investieren zudem laufend in ihre Züge. Aktuell modernisiert sie für über 300 Millionen Franken die gesamte IC 2000-Flotte und startet die Aufwertung der 43 Interregio-Doppelstockzüge (IR-Dosto) für rund 20 Millionen Franken.

Auch in die Instandhaltung der Züge investieren die SBB zusätzlich mehrere hundert Millionen Franken. Zusätzlich werden in den kommenden Jahren rund 250 Millionen Franken in den Ausbau der Instandhaltungsanlagen und damit in zusätzliche Industriearbeitsplätze und den Standort Schweiz gesteckt. (sda/mlu)


Hier findest du alle Änderungen nach Regionen gruppiert.

Ganz so schnell sind die Züge der SBB noch nicht:

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Video: srf

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • skofmel79 19.11.2018 21:55
    Highlight Highlight Mag nicht mehr mit dem GA immer vorwiegend ZH region finanzieren sorry...wo bleiben region bern, solothurn, aargau?
  • Maon 19.11.2018 20:30
    Highlight Highlight Schade, dass der neue RE nach Belfort nicht erwähnt wird.
    Die Reaktivierung dieser Strecke und der neue Anschluss an den TGV bringt der Region Délemont/Biel gute neue Verbindungen nach Frankreich.
    • Gsnosn. 19.11.2018 20:40
      Highlight Highlight Die Verbindung freue ich mich
  • JonnyB 19.11.2018 17:43
    Highlight Highlight Die neien Züge sind meiner Meinung nach eine grosse Zumutung bezüglich Komfort. Sehr eng die Sitzplätze, kaum Beinfreiheit...
  • Matthiah Süppi 19.11.2018 14:02
    Highlight Highlight Leider gibts auch viele verlierer in der Ostschweiz. :(
    • Posersalami 19.11.2018 15:10
      Highlight Highlight Die SBB macht den Fahrplan so, dass möglichst viele eine Verbesserung bekommen. Das es dabei mitunter auch ein paar Verlierer gibt ist schade, aber nicht zu vermeiden.

      Wo klemmts denn aktuell?
    • illoOminated 19.11.2018 15:21
      Highlight Highlight @Olaf! Nice one! 😂
      (und das schreibe/sage ich als Thurgauo^^)
    • riqqo 19.11.2018 15:35
      Highlight Highlight Beim ÖV darf halt nicht jeder seinen Senf dazugeben…
    Weitere Antworten anzeigen

«Der Zug stellt einfach ab»: So leiden die Lokführer unter den SBB-Pannen-Doppelstöckern

Zwar rollen die neuen SBB-Intercitys seit dem 9. Dezember auf Nebenstrecken. Dies aber alles andere als zuverlässig. Die Stimmung beim Zugpersonal ist angespannt. 

Es ist ein Bähnler-Schrecken ohne Ende: Seit dem 9. Dezember 2018 verkehren zwar die ersten Doppelstöcker-Intercitys (FV-Dosto) des Herstellers Bombardier fahrplanmässig als Interregio zwischen Chur, St.Gallen, Zürich und Basel. 

Wegen Türstörungen, Softwareproblemen, Fehlern beim Passagierinfosystem sowie den Klimaanlagen kommt es aber immer wieder zu Zugsausfällen. Dies obschon die Züge eigentlich bereits vor fünf Jahren hätten abgeliefert werden sollen. 

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