Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Emotionaler SBB-Chef Meyer zum Zugunglück in Baden: «Ich war geschockt»

SBB-Chef Andreas Meyer äussert sich erstmals zum tragischen Unglück am Badener Bahnhof, bei dem vergangene Samstagnacht ein Zugbegleiter ums Leben gekommen ist.

Gerhard Lob, Elia Diehl / ch media



SBB-Chef Andreas Meyer äussert sich emotional zum tragischen Unglück am Badener Bahnhof, bei dem vergangene Samstagnacht ein Zugblegleiter ums Leben kam.

Video: © Gehard Lob, Bellinzona

Bei einem tragischen Arbeitsunfall ist in der Nacht auf Sonntag bei der Zugabfertigung eines Interregios in Baden ein 54-jähriger Chef-Zugbegleiter in der Türe eingeklemmt, mitgeschleift und tödlich verletzt worden.

SBB-Chef Andreas Meyer zeigt sich im Interview am Bahnhof in Bellinzona bestürzt und kämpft mit den Tränen. «Wenn man sich vorstellt, dass ein Kollege vom Zug mitgeschleppt wird», sagt Meyer und seine Stimme versagt beinahe, «das ist wirklich tragisch.»

Wagen wenige Tage zuvor in RevisionGemäss Meyer geht die Unfalluntersuchungsstelle des Bundes (SUST) von einem technischen Defekt an der Türe aus. «Es erstaunt mich, weil der Wagen nur wenige Tage zuvor in der Revision war.» Alle sieben bis zehn Tage finde diese Prüfung statt. Dort werden laut Meyer alle Funktionalitäten des Zuges geprüft, auch die Türschliessung. Weitere Informationen habe er noch nicht, man werde dies aber näher untersuchen müssen.

Meyer hat aber bereits angeordnet, dass umgehend bei allen Zugwagen der betroffenen Art die Türschliessung extra geprüft wird. «Und auch der Abfertigungsprozess wird nochmals genauer angeschaut.» Für Zugpassagiere bestehe nach heutigem Kenntnisstand keine Gefahr.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Chris111 08.08.2019 20:30
    Highlight Highlight Extrem schade, dass der CEO bis jetzt keine Zeit gefunden hat, der Trauerfamilie persönlich zu kondolieren.
    Der Journalist hat zurecht genau diese Frage gestellt. Aus meiner Sicht muss es doch einem CEO ein Anliegen sein dies persönlich zu tun. Das hätte es früher nie gegeben!
  • silvu7i 08.08.2019 20:02
    Highlight Highlight Sehr sympathisch der Andreas Meyer!
    Wie man ihn kennt.
    Jeder andere CEO hätte null Gefühl gezeigt.
  • koks 08.08.2019 17:38
    Highlight Highlight Meyer hat jahrelange Erfahrung darin, Bahnen und Nahverkehr kaputtzusparen. Sichtbar geworden bei seinen Jobs in Deutschland. Ich formuliere es mal so: Todesfälle seiner Untergebenen gehen im mit Sicherheit am A.... vorbei.

Junger Mann greift zwischen Genf und Freiburg zwei Zugpassagiere an und verletzt sie

In einem Intercity-Zug sind am Dienstag in der Westschweiz eine Frau und ein Mann von einem Mann angegriffen und mit einer zerbrochenen Flasche verletzt worden. Der mutmassliche Täter wurde festgenommen.

Der Vorfall ereignete sich am Vormittag in einem Intercity-Zug zwischen Genf und Freiburg, wie die Freiburger Kantonspolizei mitteilte. Nachdem um 10.25 Uhr der Alarm eingegangen war, wurde der Zug in Chénens FR angehalten. Mehrere Polizeipatrouillen und zwei Krankenwagen wurden in das Dorf …

Artikel lesen
Link zum Artikel