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Die umstrittene Anzeige im Bahnhof Bern. Bild: twitter.com

Kurden werben mit PKK-Chef Öcalan im Bahnhof Bern – Türkei beschwert sich beim EDA 



Im Zusammenhang mit Anzeigen, welche am Montag auf Werbeflächen im Bahnhof Bern zu sehen waren, ist der türkische Botschafter beim Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) vorstellig geworden, wie die Berner Zeitung berichtet.

Stein des Anstosses war ein Bild des Anführers der in der Türkei als Terrororganisation verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK, Abdullah Öcalan. Das Portrait des seit 1999 inhaftierten, 68-jährigen Öcalans, blitzte wiederholt für kurze Zeit auf Werbebildschirmen an den Bahnhöfen in Bern und weiteren Städten wie Basel und Luzern auf. Die Anzeige macht sich für die Freilassung Öcalans stark und ist vom «Kurdischen Kulturverein Bern» unterzeichnet.

Das EDA bestätigte gegenüber der «Berner Zeitung», dass es aufgrund der Aktion am Dienstagnachmittag einen «Gesprächstermin» mit dem türkischen Botschafter gab. EDA-Sprecher George Farago sagte gegenüber der Zeitung vorgängig, man werde die Ergebnisse des Gesprächs nicht kommentieren: «Das EDA wird die Rechtslage in der Schweiz erklären, wie es dies bereits anlässlich von anderen Plakataktionen getan hat.»

Vor einem Jahr intervenierte die pakistanische Botschaft aufgrund der Plakataktion «freies Belutschistan» in Genf beim EDA. Damals wies das Aussenministerium in seiner Antwort auf die in der Schweiz geltende Meinungsäusserungsfreiheit hin. Die SBB sind aufgrund eines Bundesgerichtsurteils dazu verpflichtet, auch politische Anzeigen zu heiklen aussenpolitischen Themen auf ihren Werbeflächen zuzulassen.

Die PKK wird nebst der Türkei auch von den USA und den EU-Staaten als Terrororganisation eingestuft. In der Schweiz hingegen ist sie nicht verboten. In Deutschland ist es seit der Ausweitung des PKK-Verbots im März 2017 untersagt, Porträts von Öcalan in der Öffentlichkeit zu zeigen. (cbe)

Auseinandersetzungen zwischen Kurden und Türken in Bern

Ein unabhängiges Kurdistan? Irakische Kurden jubeln

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • stamm 12.10.2017 22:32
    Highlight Highlight Was soll das? Werbung eines türkischen, inhaftierten Mannes bei uns? Hab ich überhaupt gar kein Verständnis dafür!
  • sven_meye 11.10.2017 15:45
    Highlight Highlight Je gewaltsamer jemand das Verbrechen und den Terror bekämpfen will, desto größer die Wahrscheinlichkeit, daß er an den Ursachen von deren Entstehung beteiligt ist. ~ Gerald Dunkl

    An z.B. einen Enes Sözeri, ich weiss nicht, ob man in der Türkei eine gewisse Seite namens "Wikipedia" kennt ;) Informieren Sie sich über den Kurdenkonflikt in der Türkei. Wundert mich nicht, dass sich die Kurden zur Wehr setzen. Vor allem unter Erdogan, dem neuen Diktator.

    Ein anderer weiser Mann hat mal gesagt: Der Terrorismus ist ein Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen.
  • sven_meye 11.10.2017 15:30
    Highlight Highlight Lieber PKK als AKP^^
  • pedrinho 11.10.2017 14:09
    Highlight Highlight ist ja keine werbung zu wahlen...

    und solange jerman/frau/* fuer irgendeine andere person eine kampagne starten kann sehe ich kein problem.

    Freiheit fuer X & Y, es ist nicht das erste und hoffentlich auch nicht das letzte mal, dass auf im ausland inhaftierte
    aufmerksam gemacht wird. Das dabei korrupte politiker*, verurteilte terroristen* und andere gauner* sind ist der preis der freiheit.
  • NureinBär 11.10.2017 11:47
    Highlight Highlight Biji Serok Apo!!

    In der Türkei wird die Meinungsfreiheit aufs härteste unterdrückt. Es werden Journalisten verhaftet, Demos gesprengt usw...
    Von den Gräueltaten die der Terrorstaat gegen das Kurdische Volk begeht mal abgesehen.
    Wir dürfen in der Schweiz nicht den wünschen eines Terrorstaates der seine Einwohner massakriert nicht nachkommen.
    Sie können meinetwegen gegen das Plakat sein, aber es unterbinden wie sie es in ihrem eigenen Land tun sollte ihnen im Demokratischen Rechtsstaat der Schweiz verboten sein.
    • Der Typ 11.10.2017 13:09
      Highlight Highlight Ich verurteile die Gräueltaten welche gegen die Kurden sind mit aller härte. Aber es ist schon eine Ironie, dass Ihr nach der grossen Unterstützung am Genozid gegen die Armenier plötzlich selber in dieser Position seid?
    • FakeNewsAlarm 11.10.2017 13:36
      Highlight Highlight "Biji Serok Apo!!" Konversationssprache gemäss AGB ist Schriftdeutsch...?
  • sherpa 11.10.2017 11:47
    Highlight Highlight Es gäbe wohl genug Gründe, sich über das Verhalten der Türkei zu beschweren, also bitte zuerst die eigene Nase putzen, bevor man andere kritisiert.
  • Enes Sözeri (1) 11.10.2017 11:22
    Highlight Highlight Eine isis Flagge, oder diese. İch sehe keinen Unterschied. Der Kopf einer terror organisation gehört sicher nicht als plakat iwo in der eu aufgehängt. Wtf....

    • seventhinkingsteps 11.10.2017 12:51
      Highlight Highlight Die PKK kämpft gegen ISIS 🤦‍♂️
    • El Vals del Obrero 11.10.2017 13:30
      Highlight Highlight Frag mal einen Jesiden, was der Unterschied zwischen PKK (oder PKK-Ableger) und IS ist.

      Nur dank den Erstgenannten kann man ihnen überhaupt noch Fragen stellen, während alle anderen weggeschaut haben.

      Allerdings sehe ich die PKK durchaus auch kritisch. Früher haben die auch Anschläge auf Zivilisten verübt. Davon hat sich Öcalan aber schon lange distanziert.
    • MichaelLi 11.10.2017 13:32
      Highlight Highlight zum glück sind wir hier nicht in der eu... oder habe ich da etwas verpast? Gibt es geheime Absprachen zu einem EU Beitritt oder ist die Schweiz bereits Mitglied? (Aluhütchen aufsetzen)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Blitzer, achtung! 11.10.2017 11:20
    Highlight Highlight Herrscher in der Türkei du Problem!? Was machst du mit deinem Einfluss in der Schweiz?? In Europa! Warte, wenn dich mal Tell erwischt, solltest du einmal in die Schweiz reisen:-)
  • Bunnymommy 11.10.2017 11:17
    Highlight Highlight Werbung von einem anderen Land hat doch nichts in der Schweiz zu suchen? Oder sollte Merkel mal ein Plakat von sich selber in der Schweiz aufhängen?

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