Schweiz
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Andreas Passannante, Instandhaltungstechniker SBB, praesentiert den Einklemmschutz anlaesslich eines Point de Presse zur Sicherheit von Zugtueren nach einem toedlichem Unfall eines Chef-Kundenbegleiters am 4. August, aufgenommen am Mittwoch 14. August 2019 in der SBB Serviceanlage Herdern in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Bei 69 kontrollierten Türen funktionierte der Einklemmschutz nicht richtig. Bild: KEYSTONE

Nach tödlichem Unfall: SBB finden bei jeder dritten Türe einen Mangel

Die SBB haben die Sonderkontrollen aller Einheitswagen IV abgeschlossen. Bei 69 Türen hat der Einklemmschutz nicht richtig funktioniert. Es gibt weitere Mängel.



Der Unfall schockierte die ÖV-Schweiz: Anfang August wurde in Baden AG ein Zugbegleiter von einer Türe eingeklemmt, mitgeschleift und tödlich verletzt.

Nach dem tragischen Unglück liess die SBB die Türen aller 458 Einheitswagen IV, eines Rückgrats der Fernverkehrs-Flotte, auf Mängel überprüfen. Nun ist das Ausmass der Tür-Misere bekannt:

Die SBB untersuchen einen Vorfall am Bahnhof Morges VD, bei dem ein Zug zu spät anhielt und die Fahrgäste zwischen zwei Geleisen aussteigen mussten. (Symbolbild)

Die Einheitswagen IV sind ein Rückgrat der Fernverkehrs-Flotte. Bild: KEYSTONE

Sämtliche sicherheitsrelevanten Mängel seien umgehend behoben oder die Türen gesperrt worden. «Somit ist sichergestellt, dass keine Türen mit einem Mangel am Einklemmschutz eingesetzt werden», teilten die SBB am Donnerstagmittag mit.

Noch sind aber nicht wirklich alle Züge kontrolliert worden. 90 Steuerwagen des Typs IC-Bt4 und 232 EuroCity-Wagen verfügten über modernere, aber ähnliche Türsysteme. Deshalb würden die SBB bei diesen Wagentypen bis Ende Oktober 2019 ebenfalls Sonderkontrollen durchführen, teilen die Bundesbahnen weiter mit. Die restliche Flotte verfüge über modernere Türsysteme mit zusätzlichen Sicherheitselementen.

(amü)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Meyer Andrej 29.08.2019 22:03
    Highlight Highlight Aufgrund der momentan bezettelten Türen und der spürbaren Nervosität kann man darauf schliessen, dass mehr sicherheitsrelevante Mängel entdeckt wurden wie man nun kommuniziert. Nur so weit kommunizieren wie Notwendigkeit besteht, das ist unglaubwürdig!
  • Vecchia 29.08.2019 17:54
    Highlight Highlight tja, in der Regel braucht es Personal um Mängel zu erkennen und zu reparieren. Der Super-Ceo hat sich wohl gedacht, dass er mit Sparmassnahmen beim Personal auch günstiger fährt beim Unterhalt der Züge....
  • Triple 29.08.2019 14:57
    Highlight Highlight Krass, als Eigentümer einer Immobilie muss ich mindestens 4 mal im Jahr den Aufzug inkl. Einklemmschutz der Türe kontrollieren lassen. Beim Bund herrschen wohl andere Standards...
    • Butschina 29.08.2019 17:19
      Highlight Highlight Das Problem bei solchen Dingen ist oft, dass man nichts von dem Fehler weiss und bei den regelmässigen Kontrollen die durchgeführt wurden nicht spezifisch danach sucht. So tragisch es ist, Fehler kommen oft erst nach einem solchen Unglück raus. Das ist bei Flugzeugen, Autos, Zügen und weiteren Dingen so. Falls ein Problem allerdings bekannt war und es wurde dennoch nicht danach gesucht sieht es anders aus. Darauf deutet für mich bisher aber nichts hin. Mehr bezahlen will dann doch niemand fürs Bahnfahren. Ich denke sowas wird es leider immer mal wieder geben.
    • roger_dodger 29.08.2019 18:37
      Highlight Highlight @Butschina
      Das der Einklemmschutz Probleme verursacht hat man sehr wohl gewusst, BLS und co. haben diesen bei Ihren Wagen ja ersetzt. Bei der SBB hat man gemäss Watson Artikel darauf verzichtet da man von einer eingeschränkten Einsatzdauer ausging. An Sicherheit zu sparen ist immer eine dumme Idee.
    • Meyer Andrej 29.08.2019 22:04
      Highlight Highlight @ Butschina. Falsch die Türproblematik ist allseits bekannt, keine Märchen erzählen!
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