Schweiz
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Die Arbeitsabläufe der Zugbegleiter sind laut den SBB sicher. Allerdings wurden bisher fünf Türen mit defektem Einklemmschutz entdeckt.

Bild: KEYSTONE

SBB entdecken über 500 Mängel bei Türen



Die SBB haben seit der Einführung der Sonderkontrolle am 12. August insgesamt 512 Mängel bei 384 kontrollierten Zügen und 1536 Türen entdeckt. Der grosse Teil davon wirke sich nicht auf die Funktion der Türen aus und sei nicht sicherheitsrelevant, gaben die SBB am Freitag vor den Medien bekannt.

66 Mal sei beim Einklemmschutz ein Mangel in der Funktionsweise erkannt worden, wobei sieben nicht funktioniert hätten. Alle Mängel würden so schnell wie möglich behoben, heisst es. Die Sonderkontrolle soll am kommenden Mittwoch abgeschlossen sein.

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat am Freitag eine Reihe von Massnahmen angeordnet, um die Sicherheit der EW IV-Wagen zu gewährleisten. Eine defekte Türe hatte Anfang August zum Tod eines Zugbegleiters geführt.

SBB wollen BAV wöchentlich Bericht erstatten

Die SBB wollen das Bundesamt für Verkehr (BAV) wöchentlich über den Stand der Arbeiten im Sicherheitsbereich informieren. Dies versicherte Toni Häne, Leiter Personenverkehr, am Freitag vor den Medien in Bern.

Die vom BAV angeordneten Massnahmen seien von den SBB in den letzten drei Wochen grossmehrheitlich bereits initiiert worden, sagte Häne. «Wir werden die Türen umbauen, so dass sie sicherer werden.» Nach seinen Angaben werden die Einheitswagen IV (EW IV) noch bis in die 2030-er Jahre hinein rollen.

«Die Anordnungen des BAV ergänzen unsere Massnahmen, sie machen Sinn», erklärte SBB-CEO Andres Meyer an der Medienkonferenz. Die Sicherheit gehöre zu den drei «Topzielen» des Konzerns.

«Der tragische Unfall steckt uns immer noch tief in den Knochen», sagte der CEO. «Aber die Bahn muss weiter funktionieren.» Und es müsse auch gesagt werden: «Die Eisenbahn ist das sicherste Transportmittel.»

(oli/sda)

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • HerbertBert 24.08.2019 13:06
    Highlight Highlight "Die Sicherheit gehöre zu den drei «Topzielen» des Konzerns."

    Ziel eindeutig nicht erreicht. Was für Konsequenzen hat das für CEO Meyer? Keine.
  • Schönbächler 24.08.2019 03:24
    Highlight Highlight Es wird an sicherheit gespart damit das Management und die Elite ihren Wohlstand noch weiter Ausbauen können. Ich sage weg mit denen und auch ein verfahren eröffnen. Sie haben mit ihrem handeln die sicherheit der Gesellschaft in kauf genommen.
  • nikolas1971 23.08.2019 19:37
    Highlight Highlight Es wurde, und wird weiter gespart, beim Unterhalt. Die jetzt getroffenen Massnahmen, Sonderkontrollen usw... Sind nur Augenwischerei... Nichts ändert sich...
  • Alphonse Graf Zwickmühle 23.08.2019 19:34
    Highlight Highlight Das sicherste Verkehrsmittel hin oder her und blablabla, macht alles den schrecklichen Tod des Mitarbeiters nicht wieder gut.
  • Meyer Andrej 23.08.2019 19:33
    Highlight Highlight Immer wieder lustig wie dieser Typ auf dem Bild mit der Sicherheitsbrille schön Management tauglich den UIC Schalter betätigt. Abgesehen davon, dass dies so von fast keinem Zugbegleiter so gehandhabt wird, jedenfalls kann ich aus dem Führerstand meistens das nicht so beobachten, wie macht dieser Meyerjünger die Kontrolle, ob keiner beim Schliessen eingeklemmt wird? Lächerlich!
  • Lord_Curdin 23.08.2019 19:25
    Highlight Highlight Also ca jeder 55igster Wagen hat eine defekte Tür, die nicht funktioniert. Ich rede höchstwarscheinlich von einer Mehrheit der User, das der Titel unglücklich gewählt ist, und viele etwas nahe an Clickbait rankommt
    • Judith I 23.08.2019 21:25
      Highlight Highlight Wie rechnest du um auf jeden 55. Wagen zu kommen?

      Im Artikel wird von Zügen und Türen geschrieben, von Wagen habe ich nichts gelesen.

      Meine Überschlagsrechnung ist eher jede 3te Tür hat einen Mangel (kleiner oder grösserer Natur).
  • Ruefe 23.08.2019 19:06
    Highlight Highlight "Entdeckt", denke diese Mängel waren dem Personal an der Front bekannt, aber die sind halt beim Kader aufgelaufen mit den Meldungen...
    • Meyer Andrej 23.08.2019 19:12
      Highlight Highlight Genau, Interesse gleich null! Das Management ist nur mit sich beschäftigt und die Pressesprecher verpacken alles in tolle Communiqués.
  • Töfflifahrer 23.08.2019 17:47
    Highlight Highlight Wurde denn wirklich nur um Kosten zu sparen bei der Wartung und der Kontrolle des Rollmaterials derart zurückgefahren? Und der Bund als Eigner akzeptiert dies?
    Ich kann das einfach nicht fassen.
    • Victor Paulsen 24.08.2019 00:36
      Highlight Highlight Nicht nur Geld, sondern auch Zeit. Die Züge müssen im Normalbetrieb fahren können und deswegen kann man sich keine längeren Aussetzer für Wartungen im Fahrpl
    • Victor Paulsen 24.08.2019 14:13
      Highlight Highlight Damit möchte ich die Tragik des Unfalls nicht abstreiten

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