Schweiz
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ARCHIV - Pendler steigen am 29. September 2009 abends im Bahnhof Museumsstrasse im Hauptbahnhof Zuerich in eine S-Bahn ein. - 1410 Zuege verkehren taeglich auf dem 380 Kilometer langen Zuercher S-Bahn-Netz und jaehrlich werden 612 Millionen Passagiere befoerdert: Das sind die imposanten Kennzahlen des Zuercher Verkehrsverbunds (ZVV), der unter dem Motto

Beim Gedränge beim Ein- und Aussteigen kommt es oft zu Unfällen.
Bild: KEYSTONE

In Türen einklemmen, sich an Taschen aufhängen, Treppen runterfallen: Das sind die 7 grössten Gefahren für ÖV-Reisende 

Im öffentlichen Verkehr haben sich bei uns in den letzten fünf Jahren 2395 Menschen verletzt. Die meisten Unfälle geschahen wegen Unachtsamkeiten von Reisenden. Viele davon liessen sich einfach verhindern. 



230 schwerere Unfälle gab es letztes Jahr im öffentlichen Verkehr in der Schweiz, 2395 waren es in den vergangenen fünf Jahren insgesamt. Die Zahl der Reisenden stieg zwischen 2013 und 2014 alleine bei den SBB von 1,14 Millionen pro Tag auf 1,18 Millionen pro Tag und wird weiter zunehmen. Mehr Passagiere führen zu mehr Unfällen. Zahlreiche geschehen auf ähnliche (oft banale) Weise. Deshalb musst du diese Gefahren beachten: 

Stürze aus dem Zug

Beim Aussteigen müssen nicht nur Zugreisende vorsichtig sein. Auch bei Tram- und Busreisenden geschehen die meisten Unfälle beim Verlassen des Transportmittels und zwar durch Stolpern zwischen dem Zug, Tram oder Bus und dem Perron. Beim Aussteigen also immer konzentrieren

Hängenbleiben 

Jede und Jeder ist mit der Tasche oder dem Koffer schon einmal hängen geblieben im öffentlichen Verkehr. Solche Situationen führen oft zu Stürzen, die böse enden können. Die Gepäckstücke vor, und nicht neben sich herzuschleppen, hilft

Stolpern beim Einsteigen

Was beim Verlassen von Zügen, Trams und Bussen zu Unfällen führt, ist auch beim Betreten der Fahrzeuge so. Hier gilt: Nicht mit dem Kollegen hinter sich reden, auf die Stufen oder die Lücke konzentrieren

Eingeklemmt in den Türen

Zu versuchen ein-, oder auszusteigen, wenn die Türen bereits schliessen, ist keine gute Idee. Immer wieder werden Passagiere dabei eingeklemmt und verletzt. Es kam vor, dass Passagiere, die die Hand in einer Zugtüre eingeklemmt hatten, über das Perron geschleift wurden. In solchen Situationen immer warten.

Stürze nach abrupten Stopps 

Mehr Verkehr führt zu weniger flüssigem Verkehr. In diesem müssen Bus- und Tram-Chauffeure abrupt stoppen oder beschleunigen. Dabei stürzen stehende Passagiere. Deshalb, wenn möglich, sitzen oder sich irgendwo festhalten. Solche Stürze ereignen sich auch in Zügen, beispielsweise wenn Passagiere die Treppe von Doppelstockzügen herunterstürzen. 

Unfälle unter Drogen und Alkohol 

Zahlreiche Unfälle sind schlicht auf Fehlverhalten von Reisenden zurückzuführen und darunter sind immer wieder solche unter Einfluss von Drogen oder Alkohol. Unüberlegte Handlungen wie das Anlehnen an einen Zug und damit verbundenen schlimme Unfälle sind das Resultat. Unbefugte sollen nie Gleise überqueren.  

Auf Bahnwaggons klettern

Auf Bahnwaggons klettern gehört zwar nicht zu den Situationen, die zu den meisten Unfällen führten, allerdings zu den meisten tödlichen Unfällen. Neun Jugendliche starben in den vergangen fünf Jahren weil sie dies taten. Sie wurden durch Stromschläge getötet. 

ZUR SBB MEDIENKONFERENZ UEBER DEN BAHNUNFALL VOM 20. FEBRUAR 2015 IN RAFZ STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES THEMENBILD ZUR VERFUEGUNG – Derailed train coaches at the site of a train accident in Rafz, canton Zurich, Switzerland, February 20, 2015. The collision between two passenger trains in the early morning left five passengers injured, one of them severely. (KEYSTONE/Ennio Leanza)..

Nicht eingerechnet in der nationalen Ereignisdatenbank (NEDB) des BAV sind Bahnsuizide und grosse Zugkollisionen. 
Bild: KEYSTONE

Mit 2395 Verletzten in den letzten fünf Jahren ist laut der «Sonntagszeitung» ein Unfall-Rekord im öffentlichen Verkehr erreicht worden. Diese Zahl, die auf der nationalen Ereignisdatenbank des Bundesamt für Verkehr (BAV) basiert, ist vor allem auf leichte Verletzungen zurückzuführen. Bei den schweren Unfällen sind die Zahlen stabil, gar leicht rückläufig. Gemäss dem Bericht nahmen die Personenunfälle bei den SBB um 50 Prozent zu. Reto Schärli, SBB-Mediensprecher, sagt, die Zahl müsse in Relation zur Anzahl Reisenden gesetzt werden. Pro Jahr reisten über 430 Millionen Menschen mit den SBB. Die absolute Zahl der Unfälle sei im Verhältnis auf so tiefem Niveau, dass eine geringe Zunahme einen starken Anstieg in Prozent zur Folge habe.

Dort, wo die SBB direkten Einfluss haben, setzen sie alles daran, die Sicherheit zu verbessern. Dazu gehören diese Massnahmen: 

Infrastruktur und Rollmaterial

Die SBB setzt vermehrt moderne Züge mit ebenerdigem Einstieg ein. Zudem werden die Perrons an den Bahnhöfen erhöht.

Prävention 

Kinder und Jugendliche werden mit Informations- und Präventionsveranstaltungen in den öffentlichen Schulen und im Schul- und Erlebniszug SBB auf mögliche Gefahren hingewiesen und auf sicheres Verhalten im Bahnzugang geschult.

Reisende werden durch den Flyer «Sicher Unterwegs» auf die Risiken des Aufspringens auf einen fahrenden Zug aufmerksam gemacht. Für Senioren gibt es entsprechende Schulungen. 

Perrons werden auch bei Bussen und Trams erhöht, wie BAV-Sprecherin Olivia Ebinger zu watson sagt. «Wir gehen davon aus, dass dies dazu beiträgt, Unfälle beim Ein- und Aussteigen zu reduzieren.» Das BAV prüft allgemein und bei sämtlichen Transportunternehmen ob weitere Massnahmen zur Sicherheit angezeigt sind. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • HelloWorld 22.09.2015 09:37
    Highlight Highlight Ist Nummer 4 überhaupt möglich?
    Ich dachte die Fahrzeuge können sich bei nicht vollständig geschlossenen Türen gar nicht erst in Bewegung setzen.
  • Edwin Schwab 22.09.2015 03:25
    Highlight Highlight Man sollte wohl in der Unterschule allen ein paar Mal dieses Video zeigen von einem der den Darwin-Award knapp verpasst hat:
    https://www.ted.com/talks/bj_miller_what_really_matters_at_the_end_of_life
  • dracului 21.09.2015 21:42
    Highlight Highlight Mir scheint, dass gewisse Busfahrer einfach ohne jegliches Feingefühl und wenig vorausschauend fahren (in Zürich). Durch das abwechselnde Durchtreten der Bremse mit anschliessendem Vollgas kommt es gerne zu Stürzen, wenn man sich nicht mit beiden Händen irgendwo festklammern kann. Ganz zu schweigen von den älteren Leuten, die mindestens 2 Haltestellen zu früh ihren Rollator in Richtung Türe bewegen müssen.
  • shivertrip 21.09.2015 20:01
    Highlight Highlight Wer das Gefühl hat, er müsse auf einen Wagon klettern hat den Darwin Award einfach verdient.
  • who cares? 21.09.2015 18:07
    Highlight Highlight Ich habe mir auch schon fast das Genick gebrochen auf einer Treppe oder habe mich im Bus hingelegt, aber für etwas hat man ja Reflexe.
  • Matrixx 21.09.2015 17:36
    Highlight Highlight Für Punkt 1 und 3 gibt es in London die Durchsage "Mind the Cap" (Achte auf die Lücke [zwischen U-Bahn und Perron]). Als "Neuling" etwas nervig, macht aber durchaus Sinn.
    Sowas könnte man bei uns auch einführen.

    "Mind the Cap" ist übrigens in London so Kult, dass man diverse Souvenirs mit diesem Spruch kaufen kann.
    • Herr Noergler 21.09.2015 18:15
      Highlight Highlight Es heisst "Mind the gap". Ansonsten müssten die Leute auf ihre Kappen achten. Und T-Shirts mit "Mind the cap" wären vermutlich auch kein Renner.
    • Matrixx 21.09.2015 18:41
      Highlight Highlight Herr Noergler, nörgeln Sie hier doch nicht so rum, ist doch nur ein Schreibfehler 😉
    • Herr Noergler 21.09.2015 19:28
      Highlight Highlight Ich kann nicht anders... ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • traumastronaut 21.09.2015 16:56
    Highlight Highlight Nicht zu vergessen, das Anschlagen des Kopfes an den (selten zur Gepäckablage genutzten) Stangen an der Decke...
    • Matrixx 21.09.2015 17:38
      Highlight Highlight Oder in Doppelstöckigen Wagen an der Decke. Die sind selten höher als 1.90m...
    • The Destiny // Team Telegram 22.09.2015 01:49
      Highlight Highlight @Matrixx, sie ist höher als 190....also ich in der mitte des Flurs...

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