Schweiz
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Menschen gedenken dem verstorbenen SBB - Zugbegleiter  im Zuercher Hauptbahnhof am Freitag, 9. August 2019, (KEYSTONE/Walter Bieri)

Einige SBB-Mitarbeiter bei der Schweigeminute für ihren verstorbenen Kollegen am Zürcher Hauptbahnhof. Bild: KEYSTONE

Hupkonzert und Schweigeminute am Zürcher HB für getöteten Zugchef



Mehrere hundert Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen haben am Freitagmittag im Zürcher Hauptbahnhof des verunfallten Zugchefs gedacht. Kurz vor 13 Uhr setzten mehrere Lokomotiven zu einem ohrenbetäubenden Hupkonzert an.

Die SBB-Mitarbeitenden unterstützten die Lokomotivführer mit ihren Trillerpfeifen. Nach dem Pfeif- und Hupkonzert wurde es für einen Moment still. Mitarbeitende unterschrieben in das Kondolenzbuch, das in der Bahnhofshalle aufgelegt wurde, daneben Grabkerzen und ein Bild des getöteten Zugchefs.

Ein Arbeitskollege schilderte den Verstorbenen in einer kurzen Rede als ruhigen und besonnenen Kollegen, der immer einen trockenen Spruch auf den Lippen gehabt habe. «Es ist eine schreckliche Tragödie. Wir werden ihn vermissen.»

Giorgio Tuti, Präsident der Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV, würdigte den Verstorbenen als «wichtige Bezugsperson für viele Kolleginnen und Kollegen.»

Giorgio Tuti, Praesident SEV, spricht waehrend der 296. SGB-Delegiertenversammlung, am Freitag, 25. Mai 2018 in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Giorgio Tuti würdigte den Verstorbenen (Archivbild). Bild: KEYSTONE

In der Türe eingeklemmt

Beim tragischen Arbeitsunfall vom vergangenen Wochenende in Baden AG wurde ein 54-jähriger Zugchef bei der Abfertigung eines Interregios in der Türe eingeklemmt und mitgerissen. Die Unfallursache wird derzeit von der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) untersucht.

Im Vordergrund steht ein technischer Defekt, bei dem das Einklemmschutzsystem der Türe versagt hat. Insgesamt sind in der Schweiz 493 Wagen des betreffenden Typs EW IV im Einsatz.

Pfeifkonzert waehrend einer Schweigeminute fuer den verstorbenen SBB - Zugbegleiter  im Zuercher Hauptbahnhof am Freitag, 9. August 2019, (KEYSTONE/Walter Bieri)

Ehre dem Toten – mit der SBB Trillerpfeife. Bild: KEYSTONE

Nun werden sämtliche Wagen im Rahmen der regulären Kontrollen überprüft. Reguläre Kontrollen werden bei den SBB im Abstand von sieben bis zehn Tagen durchgeführt. Diese Wagen nun alle aus dem Verkehr zu ziehen, kommt für die SBB jedoch nicht in Frage. Ohne diese Wagen des Typs EW IV könnte der Bahnbetrieb nicht mehr gewährleistet werden.

Man wolle zuerst den Sust-Bericht abwarten, sagte Toni Häne, Leiter Personenverkehr, am Freitag vor den Medien in der Zürcher Bahnhofshalle. (sda)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Inri 09.08.2019 20:18
    Highlight Highlight Warum in Zurich und nicht in Baden?
  • Beat-Galli 09.08.2019 18:31
    Highlight Highlight Bei uns orangen ( Baudienste ) kommen Anschuldigungen, die Suche nach Regelverstössen, Sust, und Androhungen für die übrigen, dass wir vorsichtiger sein sollen.

    Bei den anderen kommen medial wirksame Trauerfeiern.

    Zum kotzen diese mehrklassige Gesellschaft bei und um die SBB.



  • Name_nicht_relevant 09.08.2019 18:28
    Highlight Highlight Es ist immer wieder tragisch wie viele Menschen ihr Leben verliehren bei der Arbeit, leider wird nich jeder so verabschiedet wie Bruno. Finde es aber an der Zeit mehr für diese Gefahren zu tun und sich mehr anzuhören was die Mitarbeiter bemängeln. Ruhe in Frieden Bruno und mein Mitefühl den Angehörigen.
    An die Pendler, bitte werft keinen Müll mehr auf das Gleis, es müssen Menschen da runter um es aufzuräumen und so ein Zug hat nun mal zu langen Bremsweg, die armen Lockführer & Mitarbeiter,sind auch nur Menschen. Kümmert euch umeinander und Respektiert deren Jobs, es könnte dein Bekannter sein.

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