Schweiz
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Autistin flüchtet aus Angst vor SBB-Ticket-Kontrolle – und wird hammerhart bestraft

Eine junge Autistin fährt in der S-Bahn fälschlicherweise in der ersten Klasse. Als sie kontrolliert wird, flüchtet sie und wird mit CHF 240.- gebüsst. Erst nach einem Bericht vom «Kassensturz» wollen die SBB den Fall nun neu überprüfen.

19.09.18, 11:24 20.09.18, 08:17


Sonam Y. leidet an Autismus. Sie ist 19-jährig und arbeitet in einer Werkstatt des Vereins Zürcher Eingliederung. Auf dem Rückweg von ihrer Arbeitsstelle wurde ihr Billet kontrolliert. Das Problem: Sie sass in der ersten statt der zweiten Klasse. Die Situation überforderte Sonam und so flüchtete sie vor der Kontrolle. Die SBB schickten ihr daraufhin eine Busse über 240 Franken.

Der «Kassensturz»-Bericht

Ihr Betreuer ist davon überzeugt, dass Sonam nicht böswillig gehandelt habe. Es sei ein nachvollziehbares Verhalten in Stresssituationen wie einem überfüllten Wagen. Ihre Mutter sagt über Sonam, dass sie in ihrer eigenen Welt lebe und Mühe mit dem Sozialverhalten und Kommunizieren hat. 

Die Mutter reagiert auf Busse

Die Mutter der 19-Jährigen wird von der Busse überrascht. Die Tochter habe nie ein Wort darüber verloren. Deswegen rief sie beim SBB-Kundendienst an und informierte sie über Sonams Behinderung – Arztzeugnis inklusive. Die SBB zeigen sich «kulant» und senken die Busse von 240 auf 140 Franken.

Für die Mutter ist das unverständlich, sie fragt also nochmals bei der SBB nach. Der Kundendienst bleibt bei seiner Position und weist darauf hin, dass alle Kunden gleich und zur Selbstkontrolle verpflichtet seien.

Caroline Hess-Klein, Chef-Juristin des Behinderten-Dachverbandes Inclusion Handicap ist der Meinung, dass falls die junge Autistin tatsächlich urteilsunfähig sei, die Zuschläge widerrechtlich seien. 

Sonams Mutter geht's nicht ums Geld, sie hat die Busse bezahlt. Ihr gehe es vielmehr ums Prinzip. Sie gehe damit an die Öffentlichkeit in der Hoffnung, dass die SBB mehr Verständnis für beeinträchtigte Personen aufbringen und ein bisschen sensibler würden.

Reaktion der SBB

Sonams Mutter ging mit dem Fall zu «Kassensturz», dieser fragte noch einmal bei der SBB nach. Und oh Wunder! Sie wollen den Fall noch einmal überprüfen. Aus dem Arztzeugnis sei nicht eindeutig hervorgegangen, dass Sonam urteilsunfähig ist. Dies wurde der Mutter aber nie gesagt. SBB-Sprecher Christian Ginsig sagt, dass es ein Fehler gewesen sei, kein zweites Arztzeugnis eingefordert zu haben. Laut Ginsig werde der Fall geschlossen, wenn dies vorliegen würde. (jaw)

Gravierende Vorwürfe gegen Heim im Kanton Waadt

Video: srf

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145Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • A_C_Doyle 21.09.2018 08:04
    Highlight Also beim besten willen aber nach der Aussage im Artikel behauptet die Mutter, und ein Arztzeugnis belegt ihre Aussage, das die junge Frau (mit 19 ist man Erwachsen und kein Mädchen) nicht Urteilsfähig sei. Nur schon das ist etwas fragwürdig den selbst proinfirmis schreibt auf ihrer Webseite, das man nur bei schwerstbehinderten oder älteren Leuten mit Demenz von permanenter Urteilsunfähigkeit sprechen kann. Dann stellt sich aber die 2. Frage: wenn sie Urteilsunfähig ist, sollte sie dann wirklich alleine reisen? Ich will jetzt nicht wieder diesen Mitgefühl wischwasch hören, is nur eine Frage.
    5 4 Melden
    • Billy the Kid 21.09.2018 19:52
      Highlight Man kann auch temporär urteilsunfähig sein.
      Und hier handelt es sich genau um so einen Fall.
      Niemand hat behauptet, dass die Person permanent urteilsunfähig sei.
      5 1 Melden
    • demokrit 22.09.2018 11:18
      Highlight Die Urteilsunfähigkeit ist nicht absolut zu verstehen und muss auch nicht alle Bereiche betreffen. Ein Personentransport von A nach B fällt eigentlich sowieso nicht in diesen Bereich. Genau so wenig wie Zähneputzen. Die Handlung kann von einigen Behinderten erlernt werden.
      1 0 Melden
  • Omar Omaruccio 19.09.2018 22:58
    Highlight Personen mit Autismus-Spektrum-Störungen haben es in der Schweiz schwer. Spreche aus eigener Erfahrung, habe einen 20 jährigen Sohn mit Asperger. Da bist du in der Schweiz einfach in der Pampa und kannst nur hoffen, dass du selbst genug Kohle hast und wenig mit Behörden zu tun hast. Kleines Beispiel? Das Strassenverkehrsamt lässt dich nicht direkt zur Theorieprüfung zu, weil du dummerweise die Asperger-Diagnose beim Fragebogen angegeben hast. Du musst erst zu einem Spezialarzt an der Uni auf eigene Kosten (knapp 1300.-).
    32 6 Melden
  • Katzenseekatze 19.09.2018 21:10
    Highlight Die SBB kennen oft einfach keine Grenzen... wie in diesem Fall!
    47 69 Melden
  • Idrisi 19.09.2018 19:59
    Highlight Inzwischen sind die internen Prozesskosten für die SBB im mindestens vierstelligen Bereich angekommen. Dies weil ein Mitarbeiter der sich wohl jeden Tag hunderte von idiotischen Ausreden anhören muss einen betriebswirtschflich falschen Entscheid getroffen hat. Spätestens da hätte die SBB die Übung abbrechen können. Recht haben heisst nicht immer das Rechte tun. Ein zweites Arztzeugnis ist einfach nur Nonsens. Die Rechthaberei der SBB zahlt der Steuerzahler mit.
    80 17 Melden
  • murmel1 19.09.2018 19:52
    Highlight Ich frage mich , was für Mitarbeiter werden für diesen sensiblen Job eingesetzt werden. Sind das Rambos und Türsteher? Jedenfalls geht man so nicht mit Fahrgästen um! Letztens wurde in Zürich ein Fahrgast von einem Bus -Kondukteur spitalreif geschlagen
    23 91 Melden
    • Señor Fistus Maximus 20.09.2018 06:37
      Highlight Und das weisst du woher genau?
      23 4 Melden
  • Nixnutz 19.09.2018 19:21
    Highlight Dann kann Sonam im Grunde genommen wegen ihrer Urteilsunfähigkeit auch kein gültiges Billet kaufen und dürfte folglich gar nicht Zug fahren. Damit ist jetzt auch niemandem geholfen?
    61 41 Melden
    • Billy the Kid 20.09.2018 06:04
      Highlight Autisten sind nur auf gewissen Gebieten (soziale Interaktion) und in gewissen Stressituationen in ihrem Urteilsvermögen eingeschränkt.
      34 3 Melden
  • Partikel 19.09.2018 16:20
    Highlight Ich finde das Mädchen mit einem zusätzlichen Arzttermin für eine Zweitmeinung betreffs Urteilsunfähigkeit zu stressen, auch nicht gerade sensibel ihr gegenüber. Der Fall wurde öffentlich gemacht und die SBB instruiert jetzt hoffentlich ihre Kontrolleure für mehr
    Fingerspitzengefühl. Die Busse ist bezahlt.
    Weiter intervenieren würde ich als ihre Mutter nur, wenn es um mehr ginge.
    49 51 Melden
  • Tempus Fugit 19.09.2018 15:59
    Highlight Irgendwie gewinnt man beim Lesen dieser Geschichte den Eindruck, dass sich alles anders zugetragen hat und vieles überdramatisiert wurde im Nachhinein.
    117 54 Melden
    • Idrisi 19.09.2018 19:37
      Highlight Irgenwie bescleicht mich das Gefühl das dieser Kommentar einach nur aus den Fingern gesogen ist wie dieser auch.
      64 40 Melden
  • desmond_der_mondbaer 19.09.2018 15:54
    Highlight Wie soll das denn der Kontrolleur wissen? Habe schon viel gehört, dass es Idioten gibt die sich absichtlich "behindert" stellen um sich der Ticketkontrolle zu entziehen. Schlussendlich hat der Kontrolleur nach den Vorschriften gehandelt.

    Evtl. sollte sie nicht ganz alleine im Zug reisen, wenn eine simple Billetkontrolle die junge Frau aus dem Konzept bringt..
    211 61 Melden
    • Gulubat 20.09.2018 07:11
      Highlight Vielleicht kurz nach einem Behindertenausweis fragen?

      Keine Ahnung ob’s den für Autismus auch gibt, aber das wär mal meine erste Frage, als superwichtiger Lebensrettender Kontolleur in diesem Fall.
      12 16 Melden
    • desmond_der_mondbaer 20.09.2018 09:43
      Highlight @Gulubat Und wie genau willst du das fragen? Bzw. was für eine Frage stellst du da? "Sind sie Behindert?"; sehe schon den Artikel hier bei Watson vor mir: "Kontrolleur beleidigt Passanten".
      37 6 Melden
    • Gulubat 20.09.2018 11:14
      Highlight Wenn man eine Behinderung als Beleidigung betrachtet, wird’s natürlich schwer.
      5 3 Melden
  • P1erre991 19.09.2018 15:46
    Highlight Ich finde behinderte jeder Art die von der IV anerkannt sind sollten jegliche öffentlichen Einrichtungen inklusive Transportmittel gratis nutzen können und das in jeder Klasse. Busen an behinderte zu verteilen sind grausam und unnötig! Fehlt noch das die SBB solche Leute auch auf Peron stellt wie sie es manchmal mit Jugendlichen machen.
    79 142 Melden
    • Pius C. Bünzli 19.09.2018 17:51
      Highlight Ich finde jeder sollte die ÖV gratis nutzen können. Mal schauen ob ich mehr Blitze abgrasen kann als mein Vorkomentator
      160 16 Melden
    • colorbox 19.09.2018 21:59
      Highlight Schlimmer, wäre Sonam nicht geflüchtet, wäre sie als Autistin der Polizei am nächsten Bahnhof übergeben worden! Ist leider die Realität und schon erlebt.
      11 5 Melden
    • Echo der Zeit 20.09.2018 10:04
      Highlight @colobox: Hab schon Erlebt wie jemand mit einem Traumata - äussert sich in dem Fall, wie eine Starke Demenz - Von der Polizei auseinander genommen wurde, die hielten ihn für ein Obdachlosen Alkoholiker - dabei Merkt man Relativ schnell das da was nicht Stimmt - und man abklärt Bezüglich Wohngruppe/Bezugspersonen usw...
      8 2 Melden
  • wydy 19.09.2018 15:36
    Highlight Hier wird die Situation leider nicht ganz ausführlich erklärt. Der SBB Mitarbeiter musste ja das Bilett der Dame in den Händen halten, sonst hätte er nie die Adresse der Dame ausfindig machen können. Wie war also das Verhalten des Mitarbeiters? Im Gespräch hätte ja herauskommen müssen, dass das Mädchen an Autismus leidet. Ich kann mir gut vorstellen, dass hier von Seiten Billettkontrolle nicht gerade ein nettes und verständnisvolles Verhalten an den Tag gelegt wurde.
    61 114 Melden
    • Aglaya 19.09.2018 19:10
      Highlight Das "Mädchen" ist 19 und damit erwachsen. Vielleicht dachte der Kontrolleur, Drogen seien der Grund für ihr eventuell seltsames Verhalten? Ich kenne keine der beteiligten Personen, daher kann ich nicht beurteilen, wie gut man erkennen konnte, dass bei ihr eine Behinderung/Störung vorlag.
      65 13 Melden
    • BaBa17 19.09.2018 19:56
      Highlight Ich finde dem Zugbeeiter ist nichts vorzuwerfen. Aber nach dem sich die Mutter bei der SBB gemeldet hat und die Situation geschildert hat inkl. Arztzeugnis, wäre es an der SBB die Sachlage abzuklären und entsprechend zu handeln. Das heisst für mich, die Busse stornieren.
      70 6 Melden
  • Randy Orton 19.09.2018 15:29
    Highlight Ich sehe hier kein Fehlverhalten seitens SBB. Dass die Frau die Busse fürs Flüchten vor der Kontrolle nicht bezahlen muss finde ich okay, aber die 140.- fürs Fahren in der ersten Klasse ohne gültigen Fahrschein für die erste Klasse sind gerechtfertigt. Und wenn die Frau nicht urteilsfähig ist, muss man sich fragen, ob sie alleine reisen sollte oder halt einfach ein 1. Klass Ticket kaufen.
    168 89 Melden
    • Flötist 19.09.2018 15:45
      Highlight Genau, eigentlich ist die sachlage doch klar: die urteilsfähige Person, die verantwortlich ist für die junge Frau, ist natürlich haftbar. Sie muss sicherstellen, dass das Billet gültig ist und ansonsten die Konsequenzen tragen.
      96 36 Melden
    • Caturix 19.09.2018 16:21
      Highlight Geht es noch ? Die Frau arbeitet soll sie den ganzen Tag rumhocken.
      Ich verstehe das ganze Theater um diesen Fall nicht. Sie leidet an Autismus, Arztzeugnis liegt vor SBB soll aufhören sich so dumm anzustellen fertig.
      98 87 Melden
    • TJ Müller 19.09.2018 22:56
      Highlight Nein, schlicht falsch. Es ist in diesem Falle Illegal eine Busse zu verteilen. Im Kassensturzbericht wird dies genau erklärt. Ebenfalls hat die SBB eine Lösung für solche Fälle, ein zentrales Register mit dem Artzzeugniss. Der Fehler liegt bei der bearbeitenden Person, beziehungsweise der AbteilungsleiterIn, welche die Mutter nicht auf diese Möglichkeit aufmerksam gemacht hat.
      15 7 Melden
  • Ninjabonsai 19.09.2018 14:49
    Highlight Ahh ein schweres Thema. Finde ich. Einerseits sehe ich den Punkt der SBB. Für sie ist ein Mehraufwand entstanden. Dem Kontrolleur war vllt nicht bewusst das sie Autistin war. Andererseits ist es auch Verständlich wie Frau Sonam reagiert hat. Im ersten Moment hat die SBB richtig gehandelt. Prinzipiell...Allerdings hätte ich nach erbrachtem Nachweis nur den Zeitaufwand verrechnet oder wäre so kulant gewesen die Rechnung zu stornieren.
    Was aber bleibt: Der/Die Kontrolleurin konnte nicht wissen das sie Autistin ist. Evtl wäre da ein Vermerk auf dem Abo oder so hilfreich.
    93 7 Melden
    • My Senf 19.09.2018 17:11
      Highlight Ja genau Ninjabonsai
      Und dann noch gender und religion uns Sexuelle Orientierung
      Alles aufs abo damit. Dann weiss der Kontrolleur immer Bescheid
      40 77 Melden
    • BaBa17 19.09.2018 20:11
      Highlight @ My Senf
      Nein, den Gender, Religion oder Sexuelle Orientierung ist keine Krankheit, Autismus dagegen schon respek. eine tiefe Entwicklungsstörung. Also ist nicht Vergleichbar m.M.n.
      41 8 Melden
    • TJ Müller 19.09.2018 22:52
      Highlight Im Kassensturzbericht wird auch erklärt, dass dies Möglich ist und man dann in ein zentrales Register aufgenommen wird. Der Fehler liegt ganz klar bei der bearbeitenden Person, welche die Mutter nicht auf dieses Verfahren aufmerksam gemacht hat.
      12 0 Melden
  • Follower 19.09.2018 13:45
    Highlight Man sieht es den Leuten halt nicht an... Das ist schwierig. Aber die Hürden für Behinderte sind manchmal sehr hoch und nicht immer offensichtlich.
    143 6 Melden
  • Blondie 19.09.2018 13:29
    Highlight Ich verstehe durchaus beide Seiten. Aber wer alleine mit dem ÖV unterwegs sein kann, muss bei einem Fehler dafür gerade stehen. Ob dies nun mein dementes Grosi, der verpeilte Pendler, ein Obdachloser, ein Autist oder ich es bin.. Fehler passieren, Bussen müssen von allen bezahlt werden. Die SBB ist ja schon entgegen gekommen, warum also zu den Medien rennen?
    183 55 Melden
    • Hans Franz 19.09.2018 15:30
      Highlight 100% deiner Meinung... Gleichberechtigung ist kein One-Way!
      88 37 Melden
    • Caturix 19.09.2018 16:22
      Highlight Nein die Mutter hätte es gar nicht zahlen müssen. Die SBB kann nur mit der Tochter dann vor Gericht gehen oder sie Betreiben. Beides hat 0 Chance.
      13 73 Melden
    • Echo der Zeit 19.09.2018 18:05
      Highlight Ja genau - dementes Grosi, der verpeilte Pendler, ein Obdachloser - und sie haben Garantiert keine Ahnung was ein Autist ist.
      22 29 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • demokrit 19.09.2018 13:18
    Highlight Bundesbetrieb halt. Aber der Journalist sollte auch nicht schreiben "Sonam Y. leidet an Autismus" bzw. sich informieren. An Autismus kann man nicht leiden. Denn hat man oder eben nicht.
    48 132 Melden
    • no-Name 19.09.2018 13:50
      Highlight Man kann sehr wohl daran Leiden! Z.B. Wenn man Dinge nicht tun kann obwohl man diese an sich tun möchte... (die Lieblingsband im Hallenstadion besuchen, jemandem den man ganz fest mag umarmen, einen Mannschaftssport betreiben...)

      Dochdoch... der Leidensdruck kann schon vorhanden sein. Viele suchen deswegen auch Hilfe, was sie ja noch cht tun würden, litten sie nicht darunter.

      Ist schon etwas mehr als Haare auf den Zehen, die man hat oder nicht.
      69 4 Melden
    • Aglaya 19.09.2018 13:59
      Highlight Natürlich kann man an/unter Autismus leiden, wenn er einen Leidensdruck erzeugt. Nur weil man Autist ist, leidet man allerdings nicht zwingend darunter.
      58 4 Melden
    • demokrit 19.09.2018 14:51
      Highlight Ein Leidensdruck entsteht, wenn sich etwas Einschneidendes im Leben verändert (Krankheit). Autismus gehört nicht dazu. Den hat man von früh auf und man kennt gar nichts anderes.
      8 65 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • no-Name 19.09.2018 13:14
    Highlight Fraglich ist wirklich am ende ob sie urteilsfähig ist und eine erste von einer zweiten Klasse unterscheiden kann. Autismus bedeutet nicht zwingend keine Verantwortung übernehmen zu können. Es ist aber klar eine Erklärung und in diesem Fall auch eine Entschuldigung für das davonrennen. Insofern hat die SBB nicht grundfalsch gehandelt. Die Bringpflicht ist meines Erachtens gerechtfertigt.

    Es ist nicht so, dass eine Behinderung alles kathegorisch entschuldigt. Mitunter gibt es sogar richtig fiese Behinderte...

    Es wäre nicht fair und diskriminierend dies zu negieren.
    122 5 Melden
    • balzercomp 19.09.2018 14:19
      Highlight Sie haben ein Attest eingereicht. Wenn es die SBB nicht versteht, hätte sie nachfragen müssen. Das haben sie offensichtlich nicht getan.
      38 20 Melden
    • Hans Franz 19.09.2018 15:34
      Highlight Darf Sie den mit dem Attest alleine Zug fahren?... Denke nicht das Sie mit dem Attest alles entschuldigen kann!!

      Die SBB hat ja den Attest zur Kenntniss genommen und deshalb die Busse herabgsetzt
      42 10 Melden
    • no-Name 19.09.2018 17:22
      Highlight Balzercomp:

      Aus dem Attest war lediglich ihre Mühe mit den Sozialkontakten ersichtlich. Und die SBB ist nicht in der Holpflicht sondern bei einem Verstoss muss man (oder Vertreter) beweisen, dass man diesen nicht versteht.(Bringpflicht)
      28 2 Melden
  • Ragnar E. Rhett 19.09.2018 12:57
    Highlight shame you sbb
    27 143 Melden
    • niklausb 19.09.2018 16:01
      Highlight On fehlt und nein die SBB hat recht.
      41 8 Melden
    • Albert J. Katzenellenbogen 19.09.2018 16:26
      Highlight Wieso? Entschuldigt ein ärztlicher Attest jegliches Verhalten? Oder anders gefragt, ist es zumutbar die Betroffene alleine im Zug reisen zu lassen, wenn sie einerseits nicht einschätzen kann für welche Klasse ihr Billett gültig ist und andererseits nicht mit Kontrollen umgehen kann?
      Ich sehe kein Problem und finde es bedenklich, dass Leute immer gleich ins Fernsehen gehen und alles 'anprangern'.

      Ausserdem:

      *shame ON you
      40 13 Melden
    • real donald trump 19.09.2018 16:29
      Highlight shame on* you
      15 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • WalterWhiteDies 19.09.2018 12:49
    Highlight Typisch SBB... hauptsache einkassieren
    33 148 Melden
  • TheRabbit 19.09.2018 12:36
    Highlight Der Mediensprecher der SBB hat sich mit seinen Aussagen zum Autismus selber entlarvt.
    Arztzeugnis: "Frühkindlicher Autismus"
    SBB-Sprecher: "Wir wissen ja nicht wielange dieser Zustand anhält. Das Zeugnis ist für uns nicht verständlich."

    Wikipedia: "Aufgrund ihrer Einschränkungen benötigen die meisten Autisten eine lebenslange Hilfe und Unterstützung."
    83 53 Melden
    • Echo der Zeit 19.09.2018 18:09
      Highlight Und die Autisten so - immer diese Normal Behinderten. Wir sind alle Sozial Behindert - die Frage nur - wie stehen wir dazu.
      10 1 Melden
  • Remo Robbiani 19.09.2018 12:29
    Highlight In diesem Fall bin ich voll auf der Seite der kundin. Ist für mich auch ok dass sie zu den Medien ging. Da gibt es andere Beispiele wo sich Leute damit nur lächerlich machen.
    52 87 Melden
  • MatzeTatze 19.09.2018 12:20
    Highlight Die sbb hat ja bereits kulanz gezeigt. Die sache in die medien zu schleppen finde ich ziemlich übertrieben. Es braucht klare linien für alle, egal ob schwarz oder weis, beeinträchtigt oder nicht. Ansonsten würde ich mir für das 5min-zu-früh-grosi nachträgliche kulanz mit rückerstattung wünschen! https://m.20min.ch/schweiz/zuerich/story/100-franken-busse-wegen-verfruehtem-einsteigen-28279977
    83 61 Melden
    • Sauäschnörrli 19.09.2018 12:56
      Highlight Nur kann das Grosi die Uhr lesen.
      44 21 Melden
    • Ninjabonsai 19.09.2018 14:56
      Highlight Habe den Artikel zur Grosi gelesen. Meines Erachtens hat die ZVV völlig zurecht gehandelt. Der Vorfall wurde vom Kontrolleur am 8.65 eingetragen. Das heißt aber nicht das sie direkt nur 4 min zu früh im Bus war. Vllt ist sie auch schon seit 15 min gefahren oder so. Sie selber sagt "ungefähr". Aber 8.30 oder 8.45 ist nicht 9.00. Und wenn die ZVV ein Auge zugedrückt hätte wäre es vllt nächstes mal 8.15 Uhr gewesen und dann 8.00. Irgendwo ist halt die Grenze und die ist, wie das Billet sagt, 9.00 Uhr!
      31 2 Melden
    • TJ Müller 19.09.2018 22:58
      Highlight Nein, schlicht falsch. Es ist in diesem Falle Illegal eine Busse zu verteilen. Im Kassensturzbericht wird dies genau erklärt. Ebenfalls hat die SBB eine Lösung für solche Fälle, ein zentrales Register mit dem Artzzeugniss. Der Fehler liegt bei der bearbeitenden Person, beziehungsweise der AbteilungsleiterIn, welche die Mutter nicht auf diese Möglichkeit aufmerksam gemacht hat.
      1 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • BigE 19.09.2018 12:09
    Highlight Wenn die junge Dame wirklich urteilsunfähig ist, sollte sie vielleicht nicht alleine reisen?
    571 427 Melden
    • Electric Elefant 19.09.2018 12:37
      Highlight Wenn Du null Ahnung hast wie Integration von Behinderten funktioniert, sollte man vielleicht keine Kommentare schreiben?
      147 110 Melden
    • Sauäschnörrli 19.09.2018 12:44
      Highlight Dann würde sie wohl nicht mehr arbeiten.
      73 11 Melden
    • Lisaa 19.09.2018 13:00
      Highlight Wiso... sie kann ja alleine reisen. Möchtest du also einem menschen seine selbstständigkeit nehmen nur wegen einem vorfall? Du bist also der meinung dass geistig beeinträchtigte menschen nicht das recht haben sich alleine fortzubewegen.
      63 28 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gravitation 19.09.2018 12:08
    Highlight Ich war einmal Zeuge bei unserem regionale ÖV anbieter (Busbetrieb) wie sie einen für mich offensichtlich Demenz erkrankten älteren Herren gebüst haben. Da ich unter anderem mit Menschen mit einer Demenz Erkrankung arbeite, machte ich die Kontrolleure darauf aufmerksam. Die für mich etwas lapidare Antwort war „ Bei uns werden alle Menschen gleich behandelt“. Eine andere Situation ein über 90 Jahre alter blinder Mann war mit seiner Freundin im Bus unterwegs, sie hat zunächst ihm geholfen sich hinzusetzen und wollte danach die Tickets entwerten im selben Moment kam eine Kontrolle 100 Fr. Buss!🤨
    82 13 Melden
  • Füdlifingerfritz 19.09.2018 12:04
    Highlight "Sonams Mutter geht's nicht ums Geld" - Solche Vermutung sollte man als Journalist unterlassen. Der Satz müsste unbedingt in indirekter Rede stehen. Die Meinung/Einschätzung des Schreibers ist hier nicht relevant.
    "Und oh Wunder..." Dieser unprofessionelle "Satz" unterstreicht die tendezöise Absicht des Artikels. Der Autor/die Autorin hat eine klare Haltung zu der Geschichte und teilt die beiden Parteien in "armes Opfer" und "böser Täter ein". Allein schon rein handwerklich ein schwacher Artikel.
    90 24 Melden
  • Adi E. 19.09.2018 11:53
    Highlight Aber mal nur so gefragt. Wenn Sie urteilsunfähig ist, sollte Sie dann alleine Zug fahren? Ich hätte Angst um meine Tochter...
    52 55 Melden
  • Bivio 19.09.2018 11:50
    Highlight Immer heisst es von Seiten Behindertenverbände, dass Menschen mit Behinderung gleich behandelt werden möchten. Ich finde das absolut ok und verständlich. Jedoch muss man dann auch mit den negativen Konsequenzen einer Gleichbehandlung leben können.
    690 579 Melden
    • Petitsuisse 19.09.2018 12:23
      Highlight Naja Gleichbehandlung im Rahmen der Möglichkeiten. Da muss man Augenmass und Fingerspitzengefühl haben.
      103 15 Melden
    • kupus@kombajn 19.09.2018 12:32
      Highlight Die Aussage, dass Behinderte gleich behandelt werden möchten, ist wohl kaum so gemeint.
      90 46 Melden
    • Neruda 19.09.2018 12:40
      Highlight Du weisst ganz genau, was mit gleich behandeln gemeint ist...
      73 14 Melden
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  • ThePower 19.09.2018 11:48
    Highlight Ich liebe die Aussage: "Es geht mir nicht ums Geld, sondern ums Prinzip".

    Doch, es geht ums Geld. Gebt es doch zu ;-)
    91 187 Melden
    • jimknopf 19.09.2018 11:58
      Highlight Wieso? Sie hat die Busse ja bereits bezahlt?
      144 17 Melden
    • Ivan Knezevic 19.09.2018 12:18
      Highlight Wenn es bei Dir so ist, bedeutet das nicht, dass auch Andere so empfinden. ;-)
      46 5 Melden
    • balzercomp 19.09.2018 14:02
      Highlight @ jimknopf: Vermutlich weil sonst die Intrum AG mit ihren, zumindest fragwürdigen, Methoden gekommen wäre. Wenn sie es nicht schon ist. Das ging für mich aus dem TV-Beitrag nicht hervor.
      8 6 Melden
  • Ironiker 19.09.2018 11:47
    Highlight Wie wäre es mit einem gratis 1. Klass Upgrade für Menschen mit entsprechender Behinderung?

    #Service Public
    #Solidaritätszuschlag
    #Bundesbetrieb
    78 173 Melden
    • nukular 19.09.2018 12:04
      Highlight Dann will ich, wenn ich kopfschmerzen hab, auch ein gratis update in die 1.klasse....sorry aber irgendwo muss man ja eine grenze setzen...
      49 43 Melden
    • Gzuz187ers 19.09.2018 12:14
      Highlight Affirmative Action bringt auch nichts.
      15 4 Melden
    • Petitsuisse 19.09.2018 12:24
      Highlight Fände ich okay, super Idee
      11 27 Melden
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  • chnobli1896 19.09.2018 11:43
    Highlight Es ist traurig, dass man heutzutage ohne mediale Aufmerksamkeit von vielen Unternehmen nicht mehr ernst genommen wird.
    745 94 Melden
    • SpikeCH 19.09.2018 12:38
      Highlight Es ist traurig, wie viele Kunden und Konsumenten Unternehmen regelrecht mit "den Medien" erpressen um Ihren, oft völlig unberechtigten Willen, durchzusetzen.

      Wenn Sie einmal in einer Kundendienst-Abteilung die "Kassensturz"-Strichli Liste anschauen, sehen Sie was ich meine..

      Die heutigen Medien, insbesondere solche der reisserischen Kategorie spielen sich gerne als "Retter, Vertreter und Rächer" der "Opfer" in unserer Gesellschaft auf.

      manchmal hat man eben einfach Pech gehabt. Wir sollten schleunigst lernen damit wieder ohne Grossmedienzirkus umzugehen.
      81 32 Melden
    • HLeon 19.09.2018 12:56
      Highlight Schon gut so, dass insbesondere Grossunternehmen regelmässig von ihrem hohen Ross auf den Boden der Tatsachen geholt werden. Recht steht immer noch über Macht.
      16 15 Melden
    • Electric Elefant 19.09.2018 13:24
      Highlight SpikeCh: In dem Fall wurde es ohne Medien versucht - hat nicht geholfen! Und dies obwohl die Busse nicht rechtens ist... Gesetze gelten auch für die SBB!

      Offenbar braucht's mittlerweile Mediendruck schon nur damit sich gewisse Firmen an die geltenden Gesetze halten ..
      24 19 Melden
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  • sherpa 19.09.2018 11:37
    Highlight und wenn man dann noch die Antworten des SBB-Sprechers im Kassensturz anhört, bekommt man zu spüren, wie die Bahn in einigen Fällen (nicht bei allen!) es mit dem vielgepriesenen Service in Wirklichkeit meint. Von Menschlichkeit und Gspüri in diesem Fall ist das Unternehmen weit entfernt, auch wenn es rechtlich wohl nichts auszusetzen gibt.
    22 32 Melden
    • balzercomp 19.09.2018 13:40
      Highlight Er hat sich und sein Unternehmen nur blamiert. Mehrfach hat er davon gesprochen, dass die SBB Fehler gemacht hat, aber die Konsequenzen aus den Fehlern wollen sie nicht ziehen.
      10 9 Melden
    • Electric Elefant 19.09.2018 14:11
      Highlight Klar gibt es rechtlich was auszusetzen... Was die SBB gemacht hat (Busse an eine wie im ärztlichen Zeugniss steht, nicht urteilsfähige Person), ist auch rechtlich nicht gestützt. Da kann dieser dumbe Mediensprecher noch lange von Kulanz reden - das hat nix mit Kulanz zu tun, wenn die SBB eine offensichtlich widerrechtliche Busse wieder zurücknimmt...
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Warum FDP-Nationalrat Fluri zum Flüchtlingsretter wird

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