Schweiz
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ARCHIV --- ZUR PISA-STUDIE STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Der Lehrer erklaert am 13. Oktober 2005 waehrend des Unterrichts am Gymnasium in Payerne geometrische Verhaeltnisse an der elektronischen Wandtafel. Das Gymnase intercantonal de la Broye, ein Gymnasium fuer die Schueler von Payerne und der umliegenden waadtlaendischen und freiburgischen Ortschaften, ist im Sommer 2005 eroeffnet worden und verfuegt ueber modernste Klassenzimmer, bestueckt mit einer Uniboard-Infrastruktur und elektronischer Wandtafel, also Mac mini, Bildschirm und Beamer. (KEYSTONE/Gaetan Bally) *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Bild: Keystone

Hohe Aussteigerquote

Junge Lehrerinnen und Lehrer bleiben nur kurz im Beruf 

Neue Zahlen zum Berufsausstieg bei Lehrern zeigen, dass eine alarmierend hohe Anzahl nur kurze Zeit im Beruf bleibt. Über 17 Prozent der jungen Lehrerinnen und Lehrer steigen schon im ersten Jahr aus. Die ersten fünf Jahre übersteht nur jeder Zweite.



17,1 Prozent der Lehrpersonen stiegen zwischen den Jahren 2010 und 2011 noch im ersten Berufsjahr aus, wie die «NZZ am Sonntag» unter Berufung auf einen Bericht des Bundesamtes für Statistik (BFS) schreibt. Die gleichen Berechnungen weisen zudem darauf hin, dass 49 Prozent der neuen Lehrkräfte die Schule innerhalb von fünf Jahren nach dem Antritt ihrer Stelle schon wieder verlassen.

Nicht klar ist, warum diese Lehrer nicht mehr unterrichten wollen und ob sie allenfalls zu einem späteren Zeitpunkt eine Rückkehr in den Beruf planen. Problematisch ist die hohe Aussteigerquote vor allem vor dem Hintergrund, dass in der Schweiz eher ein Lehrermangel herrscht.

Der Präsident der Konferenz der Pädagogischen Hochschulen (COHEP) sieht einen Grund darin, dass Frauen im Lehrerberuf in der Mehrheit sind: «In weiblich bestimmten Berufen ist der Ausstieg aus bekannten Gründen höher», sagte Flury der Zeitung.

Traditioneller «Aussteigerberuf»

Der Präsident der Deutschschweizer Konferenz der Erziehungsdirektoren (D-EDK), Christian Amsler, erklärt sich die Zahlen unter anderem damit, dass der Lehrerberuf ein traditioneller «Aussteigerberuf» sei. «Man unterbricht die Lehrtätigkeit und geht auf Weltreise. Oder man bildet sich weiter in einem anderen Bereich - zum Beispiel der Heilpädagogik», sagt er der «NZZ am Sonntag». Ein Wechsel in andere Branchen sei aber nicht mehr so einfach wie auch schon.

Eine professionellere Einführung in den Beruf fordert der Präsident des Lehrerdachverbandes (LCH), Beat W. Zemp: «Dazu braucht es erfahrene Berufsleute, die eine Weiterbildung als Berufseinführungs-Coach gemacht haben und dazu über genügend Zeit verfügen.» (trs)

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