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Blick auf das Hauptgebaeude der ETH (Eidgenoessische Technische Hochschule) an der Raemistrasse in Zuerich, aufgenommen am 28. April 2004. (KEYSTONE/Gaetan Bally) === ,  === : DIA, Mittelformat]

ETH-Professoren sollen neu Personalführungskurse absolvieren. Bild: KEYSTONE

Nach Mobbing: Nachhilfe für ETH-Professoren in Personalführung



Der neue ETH-Präsident Joël Mesot will sämtliche Professoren der Hochschule in Personalführungskurse schicken. Dies kündigte er in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag» an. Mesot reagiert damit auf Fälle von Mobbing und Machtmissbrauch an der ETH und anderen Unis.

Joel Mesot, neuer Praesident ETH Zuerich, spricht waehrend einer Medienkonferenz, am Mittwoch, 24. Oktober 2018 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Joël Mesot Bild: KEYSTONE

Mit den Kursen könne die Hochschule die Professoren bei der Führung ihrer Gruppen unterstützen, sagte der in Genf geborene Physiker. Solche Kurse habe er zuvor schon als Direktor am Paul-Scherrer-Institut eingeführt. «An der ETH arbeiten hochintelligente Menschen zusammen, Dozierende wie Studierende. Sie alle sind erfolgsgetrieben. Das ist eine Situation, die man gut steuern muss.»

Der 54-Jährige sprach sich gleichzeitig dagegen aus, die Zahl der Doktoranden, die von einem einzigen Professor betreut werden, zu reduzieren. Die ETH-Professoren seien sehr erfolgreich, und würden Anträge für Forschungsprojekte bei der EU oder beim Nationalfonds häufig gewinnen. Entsprechend bauten sie ihre Gruppen von Doktoranden aus. Bei einer Begrenzung fürchtet Mesot die Abwanderung von Talenten an andere Hochschulen.

Mit dem Ruf nach einer besseren Führungsausbildung steht der ETH-Präsident nicht alleine da. Am Freitag diskutierten die Rektoren der Schweizer Universitäten Massnahmen, um die Führungskompetenzen der Professoren zu verbessern.

Im letzten und vorletzten Jahr waren mehrere Fälle von Missständen an Schweizer Universitäten bekannt geworden. Betroffene klagten über Demütigungen, fehlenden Respekt, emotionalen Druck und eine mangelnde Betreuung. Die ETH leitete mehrere Administrativuntersuchungen ein und zog teils personelle Konsequenzen. Betroffen war etwa das Institut für Astronomie in Zürich und das Departement für Biosysteme in Basel. (sda)

Dritter Platz für ETH Lausanne an Hyperloop-Wettbewerb:

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • Clife 13.01.2019 11:02
    Highlight Highlight Als staatliches Institut sollte es ein öffentliches Interesse geben, dass ein Beamter bzw. Lehrbeauftragter möglichst von Natur aus einen...ich sage mal...positiven Charakter hat. Jemand der Jahrelang Mobbing oder Machtmissbrauch ausübt gehört gekündigt und ersetzt. Ansonsten lernen sie ja gar nie wirklich, wie man sich wirklich verhalten sollte. Ist wie bei einem kleinen Kind: Wenn etwas heiss ist und man es ihm sagt hört es nicht zu und lernt es erst, wenn es die heisse Kanne angefasst hat.
  • Sapientia et Virtus 13.01.2019 08:43
    Highlight Highlight Das Problem ist, dass es viele geniale Wissenschaftler hat - darunter auch solche, die ihr Wissen gut vermitteln können -, aber nicht jeder von ihnen ist gut darin, Personal zu führen.
  • phreko 13.01.2019 05:23
    Highlight Highlight Charakter lässt sich doch nicht mit
    meinem kurs ändern...
    • Graviton 13.01.2019 11:05
      Highlight Highlight Stimmt. Man müsste den ganzen wissenschaftlichen Karriereweg anpassen, indem man bei der Berufung von Professoren auch Soft Skills berücksichtigt und nicht nur die Publikationsliste. Schliesslich führen diese Leute dann eine Gruppe von Angestellten. Da zählt nunmal auch Führungskompetenz. Ich bin mir sicher, dass auch die wissenschaftliche Leistung besser ist, wenn die Angestellten nicht die ganze Zeit unter psychischen Problemen leiden.

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