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Schule - Bildung

Matura und Lehre in der Schweiz: Alle Quoten pro Gemeinde 2026

Stressed student holding head while taking exam in high school classroom. Tired girl showing signs of difficulty during test at secondary school with copy space. Classmates working silently while writ ...
In den Städten haben im Schnitt weniger Jugendliche die Sekundarstufe II abgeschlossen als auf dem Land.Bild: iStockphoto

In diesen Regionen und Quartieren macht fast niemand die Matura

Ob Jugendliche einen Lehr- oder Maturitätsabschluss machen, hängt auch von der Postleitzahl ab. Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen Stadt und Land – und zwischen den Quartieren innerhalb der Städte. Eine Übersicht.
09.06.2026, 11:1709.06.2026, 13:18

Mehr als neun von zehn Jugendlichen (91,7 Prozent) schliessen in der Schweiz bis zum Alter von 25 Jahren eine Lehre oder die Matura ab. Die neue Analyse des Bundesamts für Statistik (BFS), welche auf Daten von Jugendlichen, die zwischen 2010 und 2014 15 Jahre alt wurden, basiert, zeigt aber auch: Es gibt deutliche Unterschiede zwischen Stadt und Land.

Die Lehre und die (Fach-)Maturität gehören zur Sekundarstufe II. In den Städten Zürich und Lugano haben 88 Prozent der Jugendlichen diese Stufe abgeschlossen. In Bern 90 Prozent, in Basel 86 Prozent, in Lausanne 84 Prozent und in Genf 82 Prozent.

Höher ist dieser Wert auf dem Land: In den Regionen Steinen im Kanton Schwyz, Oberkirch im Kanton Luzern oder in Appenzell Innerrhoden schliessen jeweils 98 Prozent die Sekundarstufe II ab. Die tieferen Werte in den Grossstädten erklärt sich das BFS unter anderem mit komplexen sozialen Strukturen und einem höheren Anteil fremdsprachiger Schülerinnen und Schüler.

Grosse Unterschiede gibt es aber nicht nur zwischen Stadt und Land, sondern auch innerhalb der Städte. Im Quartier Sihlfeld Ost in Zürich etwa schliessen nur 74 Prozent der Jugendlichen eine Lehre oder Matura ab. In den Quartieren Oberstrass oder Fluntern hingegen 96 Prozent. In Basel sind es 80 Prozent im Matthäusquartier und 92 Prozent in Bachletten.

Matura: Hohe und tiefe Quoten am selben Ort

Schaut man nur auf die Maturitätsabschlüsse, gibt es ebenfalls deutliche Unterschiede – kantonsintern in der Deutschschweiz und erneut zwischen den städtischen Quartieren. So liegen etwa die Kantone Bern, Zürich, Luzern oder St. Gallen insgesamt deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt, doch die Spanne der Gemeinden innerhalb eines Kantons reicht von unter 20 Prozent bis rund 60 Prozent.

Eindrücklich zeigt sich das Gefälle in der Stadt Bern: In den Quartieren Länggasse, Muesmatt, Stadtbach und Neufeld schliessen 68 Prozent die Matura ab – direkt nebenan im Quartier Bethlehem nur 24 Prozent. Ähnlich ist es in Lausanne zwischen den Quartieren Montoie/Bourdonnette und Montriond/Cour mit 30 respektive 60 Prozent.

In Zürich im Quartier Langstrasse haben 14 Prozent vor dem 25. Lebensjahr die Matura gemacht. Viele Quartiere auf der anderen Seite der Limmat erreichten Quoten von über 70 Prozent.

Einen weiteren Grund für eine tiefe Abschlussquote sieht das BFS bei der sozioökonomischen Situation. Bereits vergangene Studien zeigten, dass es auch vom Einkommen abhängt, ob Jugendliche die Sekundarstufe II abschliessen – oder nicht. Jugendliche aus Haushalten, die zu den 20 Prozent mit dem geringsten Einkommen gehörten, hatten seltener einen Abschluss mit 25 Jahren. Bei Haushalten, die wirtschaftliche Sozialhilfe bezogen, schrumpfte die Quote gar noch deutlicher.

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Die beliebtesten Kommentare
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Scipio Pericules Cardinalis
09.06.2026 11:28registriert Juni 2026
So wie sich der Arbeitsmarkt aktuell entwickelt, fährst du eh besser, wenn du zuerst eine Berufslehre machst statt Matura und Studium.
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Platon
09.06.2026 11:36registriert September 2016
So ein Quatsch! Es hängt nicht von der Postleihzahl ab, es hängt vor allem vom Elternhaus ab. Und Elternhäuser segregieren sich nunmal je nach Bildungsabschluss in unterschiedliche Postleihzahlen.
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Pummelfee
09.06.2026 11:37registriert Mai 2020
Jeder soll gefälligst studieren. Das wird sich irgebdwann rächen. Spätestens, wenn man drei Monate auf einen Handwerker warten muss, wenn das Klo verstopft ist, und Handwerker dann die höheren Löhne haben als Akademiker, weil Handwerker Mangelware sind.
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