Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Image

Dieses Plakat prangt am Bahnhof in Aarau. bild: zvg

«Absolute Frechheit!» – KV-Werbung macht Handwerker wütend



Ein Werbeplakat der Wirtschaftsschule «HSO» sorgt für Empörung. Besonders dem Verband für Gebäudetechnik «suissetec» stösst es sauer auf: Auf Facebook beschreiben sie die Werbung als «absolute Frechheit».

Auf dem Transparent zu sehen ist ein genervt dreinblickender junger Sanitär. Neben seinem Foto prangt die Frage: «Reif für einen Jobwechsel?» Mit dem Aushang will die HSO junge Menschen für die kaufmännische Berufswelt begeistern.

«Die Werbung geht ganz klar auf unsere Kosten und ist kontraproduktiv», erzürnt sich Martina Bieler, Verantwortliche Online-Kommunikation von «suissetec» und sagt weiter: «Sie schwächt unsere jahrelangen Bemühungen, Nachwuchs für unsere Berufe zu finden und so dem Fachkräftemangel im Baubereich entgegenzuwirken.»

Im Facebookpost der Gebäudetechniker heisst es, dass die Jobs von kaufmännischen Angestellten zunehmend der Digitalisierung zum Opfer fallen. Ganz anders sehe es aus bei Chefmonteuren und Berufen im Installationsbereich.

«Das ist schade»

Mit dem Vorwurf der Gebäudetechniker konfrontiert, antwortet die HSO in einer Stellungnahme: «Es ist selbstverständlich schade, wenn der Verband der Gebäudetechniker sich davon provoziert fühlt – das war nicht die Absicht.» Zudem wolle man mit dem beworbenen Angebot die Interessenten nicht vom Beruf weglocken, sondern sie unterstützen, damit sie in ihrem beruflichen Umfeld weiterkommen. 

Die HSO ist nicht der Meinung, dass der KV-Beruf aussterben wird. «Wir haben Zehntausende KMU in der Schweiz die über Mitarbeiter mit kaufmännischer Erfahrung verfügen – diese Personen werden in den vielen KMU nicht wegrationalisiert – das ist eine Illusion für die Schweiz.»

Plakate bleiben

Ein Rückzug der Plakate sei nicht geplant. «Wir haben für die Kampagne die Slots gebucht und die Plakate werden und wurden so ausgehangen. Nach dieser Kampagne, die bald auslaufen wird, werden wir eine neue starten», heisst es in der Stellungnahme. 

Diese Lehrer-Typen kennen wir alle ...

Play Icon

Video: watson

Mehr zu Lehrer, Bildung und Schule

Die Schule geht wieder los? So viel verdient dein Lehrer – der grosse Lohnreport

Link to Article

Digital Natives? Von wegen! Die Lüge einer Generation

Link to Article

Zu heiss, fiese Fragen: Berufsmaturand klagt (teilweise) erfolgreich gegen schlechte Noten

Link to Article

Die Tessiner haben 10 Wochen Sommerferien – eine Aargauer Gemeinde nicht mal halb so lang

Link to Article

Ja, der Name ist doof: 3 Gründe, warum der «Greentopf» trotzdem eine gute Sache ist

Link to Article

Junge haben wenig Ahnung von Biologie. Aber bist du wirklich schlauer?

Link to Article

Bei MINT-Studiengängen deutlich in Unterzahl: Die Angst der Frauen vor dem Wettbewerb

Link to Article
Alle Artikel anzeigen
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

68
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
68Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lami23 31.08.2017 21:26
    Highlight Highlight Da das KV ja ein dermassen gutes Image hat fürchten sich die Handwerker zu recht :-)
    16 6 Melden
  • Gregor Mathes 31.08.2017 18:23
    Highlight Highlight Irritieren - Ich bin in der Tat irritiert, steht doch da bei diesem Verein Suissetec: Unser Angriff auf die HSO Was soll das, wollt ihr als Bildungshooligens die Leute dort verhauen oder wie? Auf welchem Niveau bewegt man sich da? Wie ein hilfloses kleines Kind, einfah mal dreinhauen. Ich kann mir gut vorstellen das hinter diesem Plakat keine böse Absicht steht irgendeinen Verband anzugreifen. Vermutlich kennt die HSO erst jetzt diesen Verband. Habe fertig.
    9 15 Melden
  • beaker 31.08.2017 17:22
    Highlight Highlight Ich hätte ja gerne was gepostet, was diese Geschichte als kleinstes Übel in einer riesigen Social Justice Bewegung outen würde. Es kann nichts irgendwo aufgestellt / publiziert werden, ohne zuvor 1000 fach durchgecheckt zu werden, welche Minderheit mit einer Opferkarte man jetzt wieder triggern könnte.

    Es führt so weit, dass die Gesellschaft in ein paar Jahren mehrheitlich die Meinung vertritt: "Meinungsfreiheit Ja, aber nur, solange ich damit keinen irritieren könnte".

    Macht da drüber mal einen Beitrag...
    13 5 Melden
  • Lea-Sue 31.08.2017 16:28
    Highlight Highlight Also die HSO hat ihr Ziel erreicht! Volle Aufmerksamkeit, ich finde das Sujet besser als all die Versprechungen "mehr Geld, mehr Erfolg, sichere Karriere" anderer Schulen, hier wird was fast ehrlich auf den Punkt gebracht und trifft ins Herz. Sorry, es ist Werbung! Ich rege mich da mehr über den aufkommenden Sexismus in der Werbung auf als über sowas.
    19 9 Melden
  • Zwingli 31.08.2017 14:12
    Highlight Highlight also ich bin #teamfreizeit ich identifiziere mich ja nicht über meinen Job. mir ist es fast egal wo mein geld herkommt.
    21 6 Melden
    • Laut_bis_10 31.08.2017 16:56
      Highlight Highlight Naja bei 8.5 Stunden pro Tag, sollte es schon etwas erträgliches sein. Bei vielen Jobs steht und fällt diese Erträglichkeit aber meiner Meinung nach mit dem Betriebsklima und nicht mit der Funktion.
      26 0 Melden
  • Rotbeisser 31.08.2017 14:08
    Highlight Highlight Typisch Schweizer: statt Konkurrenz sportlich zu nehmen, wird geschimpft wie ein Gnom hinter seiner Grundstücksmauer.
    Aber das lächerliche Gegrunze hilft nichts.
    Suissetec und Co. würden gescheiter ihren Mitgliedern aufzeigen, wie sie ihre Arbeitsplätze genügend attraktiv für die Arbeitnehmer (statt die Arbeitgeber) machen können:

    ⏺ höhere Löhne
    ⏺ bessere Karrieremöglichkeiten
    ⏺ bessere Weiterbildungsangebote
    ⏺ bessere Familienkompatibilität
    ⏺ mehr Ferien
    ⏺ kürzere Arbeitszeiten
    ⏺ niedrigere Eintrittshürden
    ⏺ bessere Sozialleistungen

    Um nur die augenfälligsten Punkte zu benennen.

    33 11 Melden
  • solani 31.08.2017 13:39
    Highlight Highlight Die, die zufrieden mit ihrem handwerklichen Job sind, werden sich nicht von diesem Plakat beeinflussen lassen.
    Und die, die sich angesprochen fühlen, hatten wahrscheinlich schon selbst die Idee zu wechseln...
    57 0 Melden
  • Nausicaä 31.08.2017 13:10
    Highlight Highlight Es ist doch deppert. Handwerker gegen Büroangestellte, Akademiker gegen Nicht-Akademiker usw.
    Ich mach da manchmal auch mit. Aber haben wir nicht irgendein Problem mit unserem Selbstbewusstsein, wenn wir andere Jobs nicht einfach schätzen können? Wenn wir immer angreifen und unsere Gruppe verteidigen müssen. Irgendwo ist es wohl menschlich, aber ich denke, wir sollten es mal ein bisschen chillen und uns und andere ein bisschen lieber haben.
    Ich nominiere mich auch hiermit gleich selbst für den kitschigsten Kommentar des Tages, aber ist nicht was dran?
    71 1 Melden
    • DanielaK 31.08.2017 22:18
      Highlight Highlight Das ist definitiv überflüssig, ja. Ich bin jedes mal froh, dass ich keinen Bürojob habe wenn ich nur schon meinen privaten Bürokram erledigen muss. Andere sind froh dass sie meine Arbeit nicht machen müssen. Schön ist wenn die Arbeit zum Typ passt und gut ist. Brauchen tuts beide Seiten.
      9 0 Melden
  • Binnennomade 31.08.2017 12:28
    Highlight Highlight Oh, geil, Büezer vs. Bürogummis!

    #popcornmampf
    #teamhandwerker
    55 5 Melden
  • Gutelaunetyp 31.08.2017 12:18
    Highlight Highlight Verstehe die ganze Aufregung nicht. Ich arbeite im kaufmännischen Bereich und muss mir tagtäglich anhören, dass wir einen "Schoggi-Job" haben. Früher hat es mich genervt, dass Bildschirmarbeit oft gleich keine Arbeit wahrgenommen wird, heute lächle ich solche Kommentar lässig weg. Nun kommt ein Plaket einer Handelsschule und die Handwerksbetriebe fürchten fast schon um ihre Existenz, das finde ich ziemlich dünnhäutig..
    32 15 Melden
  • Karl33 31.08.2017 12:09
    Highlight Highlight Und jetzt Universitäten mit der Werbung so:
    "Zu intelligent fürs KV? mach ein Studium."
    91 2 Melden
  • arconite 31.08.2017 12:04
    Highlight Highlight Die beleidigte Reaktion der "suissetec" sagt mir, dass man eine(n) Antwort/Post besser erst nach dem Aufstehen verfasst. Nach einem Mal drüber zu schlafen wäre der "suissetec" vielleicht klar geworden dass es immer Handwerker brauchen wird, und jeder der Freude daran hat, wird nicht wegen solcher Werbung einen Bürojob vorzieht.
    Schade haben Sie es nicht genutzt daraus eine positive Message für den Handwerkerstand zu machen.

    Andererseits hilft es sicher auch dem Handwerker, wenn er versteht wie sein Geschäft funktioniert. Ob er das nun bei der HSO lernen soll, ist wohl ihm überlassen ;).


    18 3 Melden
  • Hiker 31.08.2017 11:14
    Highlight Highlight So so, man kommt also Beruflich nur "weiter" wenn man einen Bürojob annimmt? Wenn sich der Kaufmännische Verband sich da bloss nicht täuscht.
    138 17 Melden
  • Snowy 31.08.2017 11:11
    Highlight Highlight Wie so oft liegt die Wahrheit in der Mitte.

    Wenn wir einen solchen Arbeitskräftemangel haben bez gut ausgebildeten Handwerkern: Warum werden sie dann nicht besser bezahlt?


    Das Argument bezüglich der Wegrationalisierung von klassichen KV-Jobs kann jeder bestätigen der in einem grösseren KMU arbeitet.
    Wer sich nicht spezialisiert hat keine Chance.
    71 6 Melden
    • walsi 31.08.2017 11:31
      Highlight Highlight @Snowy: Gelernte Handwerker sind gut bezahlt, viel besser als so mancher KV Angestellter. Spitzenreiter sind die Maurer mit 5'633.-- × 13 drei Jahre nach der Lehre. Mit einer Weiterbildung zum Bauführer sind Auch 10'000.-- x 13 möglich
      26 3 Melden
    • Johnny Geil 31.08.2017 11:40
      Highlight Highlight Gegenfrage: Bezahlst du einen Drittel mehr, wenn ein Sanitär dein Abfluss entstopft? Den Leuten ist ja schon jetzt alles zu teuer...

      PS: ich bin vom Fach.
      31 2 Melden
    • Snowy 31.08.2017 13:57
      Highlight Highlight @walsi: Das freut mich zu hören, dass die Handwerker besser verdienen als KV-Menschen. Die Frage bleibt, warum es noch immer einen Mangel gibt?
      Offensichtlich ist die Bezahlung noch immer nicht ausreichend?
      8 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • MrHomii 31.08.2017 11:03
    Highlight Highlight Diese Werbung ist doch auf einen bestimmten typ ausgerichtet und zwar auf denjenigen der seine aktuelle berufslage im handwerklichen bereich nicht gut findet. Insofern verstehe ich die kritik an der werbung nicht da in keinsterweise eine berufsrichtung schlecht geredet wird. Die werbung zeigt eine möglichkeit zum branchen wechsel alles andere ist rein interpretiert.
    51 16 Melden
  • Raphael Stein 31.08.2017 10:59
    Highlight Highlight Der Kerl auf dem Bild ist doch bloss ein KV'ler der versucht seine Waschmaschine zu reppen.

    Wir brauchen alle.

    Ein möglicher Kommentar wie:

    "Viel Glück beim Handwerker abwerben. Das wird schwierig"

    Wäre etwas cooler gewesen, statt gleich einen auf Beleidigt zu machen.
    60 4 Melden
  • Patrick Felder 31.08.2017 10:51
    Highlight Highlight Bei allem Respekt für die Berufslehre (habe selbst eine abgeschlossene Berufslehre), aber: Das Geheule erinnert an die Armee. Ist es wirklich ziviel verlangt, dass der Markt auch dann zu gelten hat, wenn der Arbeitnehmer profieren soll? Ist der Beruf nicht attraktiv, tut was dafür das sich etwas ändert. Und nicht, indem die Alternativen schlechter dastehen.
    41 12 Melden
  • Denk nach 31.08.2017 10:50
    Highlight Highlight Ich habe schon wesentlich intelligentere und vor allem lustigere Werbung gesehen.
    65 7 Melden
  • Weezlee 31.08.2017 10:36
    Highlight Highlight ich bin zur zeit nur ein aarmseeliger handwercker, wie ihr an meinen tippfehlern wohl leicht bemerkt habt. aber meine frage, lernt man an der hso nur die basics der neuen nespressomaschiene oder auch profianwendungen wie entkalken und so? und wie siehts mit erstehilfeleistungen bei schnittverletzungen an briefpapier und so? würde mich wundernehmen, bevor ich mich bewerbe..?
    74 69 Melden
  • stromer89 31.08.2017 10:33
    Highlight Highlight Wozu die Aufregung! Ich bin zwar keine Sanitiärinstallateur dafür Elektromonteuer. Aber ich kann den heutigen Job (Projektleiter) nur Dank meiner Weiterbildung zum technischen Kaufmann machen. Das sollte jedem selber überlassen sein wie er seine Zukunft gestaltet. Und zu Wissen wie die Wirtschaft funktioniert und so Zeugs, kann wirklich nicht schaden.
    70 4 Melden
    • Roman h 31.08.2017 18:32
      Highlight Highlight Stimme Ihnen zu. Die besten sind doch Leute, die eine Berufslehre gemacht haben und dann eine Weiterbildung.
      Man kennt beide Seiten. Ich als Handwerker finde das Plakat gut. Mir ist es lieber wenn Leute studieren, die wissen, was arbeiten ist.
      Leute, die immer nur in der Schule waren, werden meiner Meinung nach nie so gut sein wie jemand, der 3-5 Jahre gearbeitet hat.
      8 1 Melden
  • Whitchface 31.08.2017 10:11
    Highlight Highlight Jaja, Hauptsache die Kaufleute am Schluss des Posts noch als "Bürogummis" verunglimpfen. Sagt viel über das eigene Niveau aus.
    67 20 Melden
  • Charlie Brown 31.08.2017 10:06
    Highlight Highlight Mich wundert nur, dass hier in den Kommentaren noch niemand nach dem BGE gerufen hat. Das folgt doch sonst immer bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit.
    34 4 Melden
    • yoh 31.08.2017 10:51
      Highlight Highlight Bin zwar starker Befürworter des BGE aber dein Kommentar hat mit gerade ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert, merci😄
      31 1 Melden
    • Meitschi 31.08.2017 10:58
      Highlight Highlight Der einzige unpassende Kommentar hier ist deiner.
      6 33 Melden
  • Ökonometriker 31.08.2017 10:02
    Highlight Highlight Würde ich eine Lehre machen, dann ganz klar etwas handwerkliches. Das ist eine Fähigkeit die man auch privat gut einsetzen kann und die klar Wert schafft. Auch ein eigenes Geschäft lässt sich gut gründen.

    KV ist kein Abschluss, sondern ein solides Fundament auf welches man bauen kann - ein Grundstock für das lebenslange Lernen.
    45 16 Melden
    • Fly Boy Tschoko 31.08.2017 10:42
      Highlight Highlight Das KV ist kein Abschluss? Du hast jo wohl auch keine Ahnung vom KV.
      22 65 Melden
    • Lami23 31.08.2017 21:27
      Highlight Highlight Zum Glück denken nicht alle KVs so, sonst hätte man niemanden für die Bürojobs der "unteren Etage".
      2 0 Melden
    • Ökonometriker 31.08.2017 23:26
      Highlight Highlight @Lami23 auch in der "unteren Etage" machen heute die meisten KVler Weiterbildungen um sich zu spezialisieren. Die einen spezialisieren sich auf Technik, andere auf Buchhaltung, andere auf bestimmte Geschäftsprozesse oder Verkauf oder Einkauf - das KV ist eine super Grundlage, aber man die KV-Profile unterscheiden sich stark.
      1 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spiessvogel 31.08.2017 09:56
    Highlight Highlight Auf dem Inserat einer HWS las ich den bemerkenswerten Satz "Auf dem Königsweg ist unser Ausbildungsangebot das Sahnehäubchen auf dem I". Das Plakat der HSO zielt in die gleiche Richtung. Es sagt mehr aus über die Absender als über die Adressaten. Vielleicht ist auf den Plakaten der nächsten HSO-Kampagne zu lesen: "Die Löhne werden oben im Büro gemacht. In der Werstatt unten wird gearbeitet."
    47 4 Melden
  • whatthepuck 31.08.2017 09:50
    Highlight Highlight Nur weil die HSO sagt, dass die KV-Jobs nicht wegfallen, heisst das nicht, dass sie es nicht dennoch tun. Die Digitalisierung ist kein Wunschkonzert der HSO. Gerade weil zehntausende auf diesem Gebiet arbeiten, ist die Wahrscheinlichkeit noch viel grösser, dass einige davon der Digitalisierung zum Opfer fallen werden.

    Ob Gebäudetechniker die richtige Alternative ist, da wäre ich mir andrerseits auch nicht so sicher. Es kann ja nicht jeder Chefmonteur werden.

    Wer für die Zukunft gut aufgestellt sein will, der lernt heute das Programmieren. Überall wird programmiert werden müssen in Zukunft.
    26 8 Melden
    • dmark 31.08.2017 14:48
      Highlight Highlight Jepp, richtig. Habe gerade mal wieder einen Abfluss neu programmiert.
      10 0 Melden
  • BossAC 31.08.2017 09:46
    Highlight Highlight Will ja niemanden zu nahe treten, aber verstehe nicht wieso es so viel Werbung für das KV braucht. Genug Lernende gibt es ja und gerade die Unentschlossenen wird es immer anziehen.
    43 3 Melden
  • The oder ich 31.08.2017 09:38
    Highlight Highlight Pikant an der Werbung ist ja noch, dass das weitgehend wertlose "Handelsdiplom VSH" - ein nur von privaten Handelsschulen gegenseitig "anerkanntes" Schulabschluss-Zertifikat - beworben wird. Die kaufmännische Praxis, die beim eidgenössisch anerkannten kaufmännischen Fähigkeitszeugnis integriert ist, fehlt dabei völlig.
    147 2 Melden
  • Guzmaniac 31.08.2017 09:36
    Highlight Highlight Zuerst herumheulen und dann mit "Den Bürogummis zeigen wir den Meister!" noch bedepperter zurückschiessen.

    Also heult nicht herum ;o)

    72 47 Melden
  • Jein 31.08.2017 09:33
    Highlight Highlight Einerseits ist es übertrieben von Suissetec um so empört auf eine blosse Werbung zu reagieren, andererseits geht die Behauptung der HSO, wonach der kaufmännische Bereich hierzulande nicht an der Digitalisierung und Automatisierung leiden wird, entgegen zahlreichen Studien zum Thema.

    Die Automatisierung wird in der Schweiz aufgrund hoher Löhne sogar stärker vorangetrieben, und betrifft besonders stark nicht physische Routinearbeiten im mittleren Qualifikationsbereich, also den KV-Bereich.
    76 1 Melden
  • Kengru 31.08.2017 09:33
    Highlight Highlight Das bild hat nicht ganz unrecht, jeder hat die Freiheit seine Berufswahl im nachhinein zu entscheiden. Man sagt ja: "Man ist nie zu Alt für eine Lehre."
    33 4 Melden
    • Meitschi 31.08.2017 11:04
      Highlight Highlight Genau. Die Werbung würde ja genausogut umgekehrt funktionieren: Ein gelangweilter "Bürogummi", der für eine handwerkliche Lehre angeworben wird. DAS wäre seitens suissetec eine kreative Reaktion gewesen!
      24 2 Melden
  • Linus Luchs 31.08.2017 09:26
    Highlight Highlight Öffentliche Verlogenheit ist voll im Trend, die Politik macht es täglich vor. Man wolle mit dem beworbenen Angebot die Interessenten nicht vom Beruf weglocken, behauptet die HSO, und auf dem Plakat steht: "Reif für einen Jobwechsel?" – mit dem Foto eines Handwerkers. Der Plan der Marketing-Verantwortlichen bei der HSO kann nicht offensichtlicher sein.
    44 9 Melden
  • Thinkdeeper 31.08.2017 09:19
    Highlight Highlight Das Handwerker sich gerne über Kleinigkeiten aufregen ist bekannt.
    Die Reaktion deutet auf ein niedriges Selbstbewusstsein dieser Unternehmer hin, welche ungern in die Ausbildung und Fortkommen der Ressourcen (Mitarbeiter) investieren und selbstzerfleischede Preiskämpfe austragen.Dies dürfte der Grund für traditionell niedrige Löhne und Gehaltsstrukturen sein.
    23 71 Melden
    • Martin68 31.08.2017 10:49
      Highlight Highlight Das niedrige Selbstbewusstsein kommt auch von solchen Plakaten oder wesshalb denken wir sofort, dass der mit Krawatte inteligenter ist als der in der Überhose?
      27 3 Melden
    • Balikc 31.08.2017 13:33
      Highlight Highlight Zum Thema "selbstzerfleischede Preiskämpfe":
      Die Preise bestimmt in der Baubranche leider nicht der Unternehmer, sondern der Markt.
      Z.B. muss bei Aufträgen der öffentlichen Hand zwingend das billigste (ich schreibe absichtlich nicht "das günstigste") Angebot berücksichtigt werden und ab einer gewissen Summe muss europaweit ausgeschrieben werden.
      Private Bauherren denken in der Regel nicht anders.
      11 1 Melden
  • Zeit_Genosse 31.08.2017 09:18
    Highlight Highlight Das KV ist nur noch eine Transferausbildung. Viele heutige KV-Jobs wird es auch nicht mehr bei den KMU geben. Die digitale Entwicklung und smarte Software sprechen eine eindeutige Sprache. Gerade KMU müssen effektiv und effizient handeln. Da nehmen sie gescheiter einen Mediamatiker als einen KVler. Das KV ist ein Durchlauf. Man muss dann noch eine Spezialisierung machen. Also, der frustrierte Sanitäter auf dem Plakat bildet sich z.B. als Mediamatiker oder Informatiker aus und rationalisiert den Allround-KVler weg.
    40 4 Melden
    • BoomBap 31.08.2017 10:01
      Highlight Highlight Find ich eine gute Idee. So kann der Sanitäter bei Bedarf das Beatmungsgerät umprogrammieren oder ein Softwareupdate am Herzschrittmacher selber durchführen. 😉
      12 0 Melden
    • The Hat Guy 31.08.2017 10:17
      Highlight Highlight Der Mediamatiker wird es aber sehr schwer haben sich durchzusetzen, da er einerseits zu wenig bekannt ist und niemand so recht weiss, was diese Ausbildung beinhaltet. Zudem versucht er ein breites Spektrum abzudecken, ohne klare Spezialisierung auf einem bestimmten Gebiet.
      11 0 Melden
    • Hierundjetzt 31.08.2017 10:37
      Highlight Highlight Spannend, ein Mitarbeiter aus dem Bereich Websitengestaltung macht dann auch noch die Buchhaltung, stellt das Personal ein, führt die Administration und geht Kunden akquirieren? Wow, 1 EFZ für alles. Wer hätte das gedacht....

      Das ich aber die Arbeit an der Website locker auslagern oder günstiger im Ausland herstellen kann, Dein Beruf somit eine reine Zwischenlösung ist, dass ist Dir nicht in den Sinn gekommen?
      12 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bijouxly 31.08.2017 09:18
    Highlight Highlight Das ist echt ein bisschen geschmacklos...
    23 7 Melden
  • ujay 31.08.2017 09:18
    Highlight Highlight Kuenstliche Entruestung wieder mal....soll wohl darueber hinwegtaeusche, dass Swisstec mit ihren Bemuehungen die Zielgruppe einfach zuwenig anspricht. Sollten vielleicht ihr Konzept mal ueberdenken, statt auf andere zu zeigen.
    21 16 Melden
  • Charlie B. 31.08.2017 09:18
    Highlight Highlight Fail.
    11 1 Melden
  • ste77 31.08.2017 09:14
    Highlight Highlight Als hätte es nicht sowieso schon mehr als genügend KV Lehrabgänger....
    50 2 Melden
  • HAL9000 31.08.2017 09:13
    Highlight Highlight YAY, lokal Plakatwerbung gezahlt und damit schweizweit Medienaufmerksamkeit erlangt.
    Gott ich liebe Marketing =D
    60 3 Melden
  • riqqo 31.08.2017 09:06
    Highlight Highlight Haben ja beide das Ziel erreicht: Medienpräsenz.
    Aber merke: Büezer fürs KV bewerben = nicht okay. Andere als Bürogummis zu bezeichnen = okay.
    48 8 Melden
  • Normi 31.08.2017 09:04
    Highlight Highlight Ja ja ich arbeite in einem Unternehmen das KV Berufe mittels Automationen ersetzt... ,😎
    25 3 Melden
    • Hierundjetzt 31.08.2017 10:37
      Highlight Highlight Archivare und Empfang?
      3 1 Melden
    • Normi 31.08.2017 11:46
      Highlight Highlight Beides
      4 1 Melden
  • boardhead 31.08.2017 09:02
    Highlight Highlight das problem liegt darin, dass in der heutigen zeit die weiterbildungsindustrie eine millionen industrie geworden ist. es herscht ein überangebot an weiterbildungen und institutionen, die dies anbieten. habe selber div. weiterbildungen besucht und es wurde beim informationsanlas immer darüber geredet, dass die kosten die schule gerade so knapp selbsttragend sind. blabla.......abzockerei! aber was will man in einer gesellschaft, wo diplome mehr wert sind als erfahrung, mitdenken und loyalität zum arbeitgeber?!
    54 0 Melden
  • vanushka 31.08.2017 09:00
    Highlight Highlight Ach herrje, da sehen wir mal wieder: uns Schweizern geht es viiiiel zu gut🙄 und es ist doch so, Dass es beide braucht: die Sesselfurzer (bin selbst so eine) und auch die Büetzer. Grundsätzlich können wir alle froh sein, wenn wir einen Job haben. Künftig werden immer mehr Stellen gestrichen - seis im Büro, auf dem Bau, an der Kasse oder wo auch immer. Habt euch lieb liebe Leute, die Welt ist schon so grausam genug 💔
    53 0 Melden
  • CASSIO 31.08.2017 08:50
    Highlight Highlight zumal viele kv stellen in zukunft verschwinden werden....
    17 8 Melden

Warum die schlechtesten Gymi-Schüler häufig Akademiker-Kinder sind

Ein Fall aus dem Kanton Obwalden hat die Diskussion über die Chancengleichheit im Schweizer Bildungssystem neu entfacht. Bildungsökonom Stefan Wolter sagt im Interview, warum das Langzeitgymnasium der Chancengleichheit schadet und weshalb er dem «Doping-Mittel» der Nachhilfe kritisch gegenübersteht.

Herr Wolter, wer kommt heute eher ins Gymnasium: ein intelligentes Kind oder ein reiches Kind?Stefan Wolter: Ein sehr intelligentes Kind hat in der Regel gute Chancen, ins Gymnasium zu kommen – ungeachtet seiner sozialen Herkunft. In vielen Fällen spielt das Elternhaus aber tatsächlich eine Rolle, wobei es mehr um den Bildungshintergrund der Eltern geht und weniger um ihre finanziellen Möglichkeiten. Tatsache ist: Kinder von Akademikern schaffen den Übertritt ins Gymnasium eher als Kinder …

Artikel lesen
Link to Article