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Die Daemmerung bricht herein ueber der ETH Kuppel, am Montag, 11. Oktober 2010 in Zuerich. Im Hintergrund das Lochergut. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Bild: KEYSTONE

ETH-Doktoranden in Basel üben am meisten Kritik an ihren Professoren

19.05.18, 18:59


Von den Mobbingvorwürfen an der ETH Zürich besonders betroffen ist der Ableger in Basel. Doktorierende am Departement für Biosysteme werfen Professoren Machtmissbrauch vor. Es geht unter anderem um Arbeitszeiten, nicht gewährte Ferien und den Lohn als Druckmittel.

In der jüngst bekannt gewordenen Umfrage unter Doktorandinnen und Doktoranden der ETH hat der Basler Ableger am schlechtesten abgeschnitten. Darüber hat am Samstagabend das «Regionaljournal Basel Baselland» von Radio SRF berichtet. 43 Prozent der Antwortenden gaben an, Machtmissbrauch durch Professoren erlebt zu haben. Insgesamt gab jeder Vierte der Doktorierenden der ETZ Zürich an, sich ausgenützt zu fühlen.

Ferien nicht gewährt

Man habe am Basler Departement für Biosysteme mit 20 Professoren und 300 Angestellten über die Beratungskanäle Kritik vernommen, sagte Martin Roszkowski in der Sendung. Roszkowski ist Präsident der Mittelbauvereinigung, welche die Umfrage im vergangenen Herbst durchgeführt hat. Die Deutlichkeit der Kritik habe ihn jedoch überrascht.

Als Probleme nannten die Doktorandinnen und Doktoranden laut Roszkowski unter anderem Arbeit am Wochenende oder lange Arbeitszeiten sowie nicht oder nur unter Bedingungen gewährte Ferien. Zudem sei der Lohn als Druckmittel verwendet worden.

Mit Rektorin diskutieren

ETH-Rektorin Sarah Springman sagte gegenüber dem Regionaljournal, die Hochschule werde so bald wie möglich Massnahmen ergreifen: «Die Ergebnisse werden departementsintern diskutiert und dann auch mit mir als Rektorin.» Sobald klar sei, welche Gründe sich hinter dem überdurchschnittlich schlechten Abschneiden des Basler Departements verbergen, werde man geeignete Massnahmen treffen.

Die Mittelbauvereinigung hatte alle der momentan 4100 Doktorierenden der ETH kontaktiert. Gut ein Drittel nahm an der Umfrage teil. (sda)

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Brikne, 20.7.2017
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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ökonometriker 20.05.2018 03:37
    Highlight Man muss ja nicht zu den schlechten Arbeitsbedingungen bei den Unis arbeiten, sondern kann auch extern doktorieren. Dann hat man sogar noch Arbeitserfahrung und findet im Anschluss einfach eine Stelle, wenn man keinen PostDoc machen will.
    3 16 Melden
  • brooklyn94 19.05.2018 21:27
    Highlight welch überraschung doktoranden machen überzeiten. das ist kein geheimnis und daraus wird auch nie eins gemacht. erst recht in der biologie wo es halt vorkommen kann das man das experiment am wochenende weiterführen muss weil die zellkultur nicht auf sich warten lässt.
    18 34 Melden
    • Bowell 19.05.2018 23:15
      Highlight und deshalb ists ok, oder was willst Du damit sagen?
      12 4 Melden
    • brooklyn94 20.05.2018 15:08
      Highlight nein, aber ein doktorat machst du in der regel für dich selbst, willst du dass es gut wird dann investierst du mehr zeit, denn schlussendlich wird es deine ganze akademische karriere bestimmen. es kommt aber auch auf die professoren an.
      manche pushen ja und erlauben einem zum teil nicht ferien wann man will, aber das kann man auch schon vorher in erfahrung bringen wenn man sich rumhört. andere sind eher leger, sie helfen dir aber es juckt sie nicht ob du täglich ausschläft weil deine arbeit darunter leiden wird und nicht ihre..
      2 1 Melden

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