Schweiz
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Bild: Alex Spichale/Schweiz am Wochenende

Wie das berühmteste Wunderkind der Schweiz das Schulsystem ändern will

Wie fördern unsere Schulen Hochbegabte? Viel zu wenig, sagt das berühmteste Wunderkind der Schweiz. Dabei geht Mathe-Genie Maximilian (13) schon nächstes Jahr an die Uni. Ein Besuch bei einem, der das System ändern will.

Yannick Nock / Schweiz am Wochenende



Was geht in einem Kind vor, wenn der Kopf zehn Jahre älter ist als der Körper? Maximilian Janisch war immer besonders, das brach schon aus ihm heraus, bevor er richtig sprechen konnte. Einmal – der Bub war gerade zweieinhalb – versuchte er auf den Zehenspitzen und mit Nuggi im Mund an die Tasten eines Bancomaten zu kommen. Sein Grossvater hatte den PIN vergessen. Er wusste ihn.

Maximilian, kariertes Hemd, zerzaustes Haar, sitzt auf dem Sofa zu Hause in Meierskappel LU und lacht über die väterliche Anekdote. Der 13-Jährige wirkt wie so viele Teenager: etwas unbeholfen, etwas schlaksig, ein bisschen verlegen. Vorbei sind die Zeiten, als er als Neunjähriger anderen Maturanden Nachhilfe in Mathematik gab. Altklug kam das rüber. Ungewollt, aber wie soll es wirken, wenn ein Kind Dinge erklärt, die andere ein Leben lang nicht verstehen?

In der 1. Klasse sollte Maximilian als Hausaufgabe bis 20 zählen, dabei wusste er, was eine Billion ist. Innert weniger Wochen übersprang er mehrere Klassen.

In einem Jahr wird Maximilian offiziell die Universität Zürich besuchen und damit zum jüngsten Studenten der Schweiz. «Das ist der Plan», sagt er. Zuerst will er reden. Darüber, warum die Förderung von hochbegabten Kindern in der Schweiz kaum stattfindet, und über seinen eigenen Kampf für mehr Unterstützung. «Auch wenn meine Aussagen nicht den grössten Impact haben werden, so hoffe ich doch, dass andere Kinder von meinen Erfahrungen profitieren.»

Bis heute ist Maximilian der berühmteste Hochbegabte der Schweiz. Mit einem IQ von 149+ sprengt er die gängige Skala. In der 1. Klasse sollte er als Hausaufgabe bis 20 zählen, dabei wusste er, was eine Billion ist. Innert weniger Wochen übersprang er mehrere Klassen. Mit acht landete er am Gymnasium Immensee. Nur ein Jahr später legte er die Mathematik-Matura mit Bestnoten ab. Eine Leistung, wie es in der Schweiz keine vergleichbare gibt.

Aus dem Hochbegabten wurde ein Medienphänomen

Der Abschluss war zugleich ein Beginn. Aus dem Hochbegabten wurde ein Medienphänomen. Zeitungen, Radio- und TV-Stationen rissen sich um den damals Neunjährigen. Nicht nur in der Schweiz. Deutsche Sender berichteten über ihn, auch die britische BBC und ein japanisches Magazin: Maximilian, das «Genie», das «Wunderkind», der «Mozart der Mathematik». «Das ist arg übertrieben», sagt Maximilian heute und schmunzelt.

Dok-Film über Maximilian Janisch

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Video: YouTube/SRF DOK

Doch der Hype ging nicht spurlos vorbei. Eine Welle der Empörung schwappte über die Familie. «Rabeneltern», hiess es in Dutzenden Briefen und Tausenden Kommentaren. Man solle Maximilian Kind sein lassen, schrieben sie. Sein Platz sei auf dem Spielplatz, nicht hinter einem verstaubten Mathebuch.

«Die grosse Mehrheit der Bevölkerung glaubt, die Kleinen könnten nichts, was für ein Unsinn.»

Maximilians Vater Thomas Drisch

Maximilians Vater Thomas Drisch, ein pensionierter Mathematikprofessor mit grauem Bart, schüttelt den Kopf. «Die grosse Mehrheit der Bevölkerung glaubt, die Kleinen könnten nichts», sagt er, «was für ein Unsinn.» Sein Sohn solle tun, was ihm Spass mache, und das sei nun mal die Mathematik. Ihn stört, dass Maximilian seine Interessen rechtfertigen muss, dass ihn die Menschen lieber bremsen statt fördern. «Hat je einer Roger Federers Vater und Mutter als Rabeneltern bezeichnet?»

Drisch kritisiert, dass es in der Schweiz zwei Dutzend Sportgymnasien und viele Mittelschulen mit Schwerpunkt Musik gibt, doch kein einziges Gymnasium für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik (MINT). «Dabei hängt die Zukunft der Schweiz nicht von der Zahl der Goldmedaillen ab, sondern von der Entwicklung ihrer MINT-Talente.»

Das Verhältnis zu den Medien

Die Förderprogramme, die es heute gibt, würden längst nicht reichen, sagt Drisch. Er will gerade über die Kurse der Integrativen Förderung sprechen (IF), als ihn Maximilian unterbricht. «Sei vorsichtig, was du sagst.» Stille, die beiden schauen sich an – und lachen los. «Ich sage besser nichts», meint der Vater. In früheren Gesprächen sagte er noch: «Das war Müll, eigentlich hätte Maximilian die IF-Lehrerinnen unterrichten müssen.» Aber diesen Kampf will er nicht über die Presse austragen.

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Maximilian und sein Vater im Dok-Film des SRF 2015. Screenshot SRF/Youtube

Ohnehin ist das Verhältnis der Familie zu den Medien gespalten. «Alle wollen zu Maximilian, am besten bis ins Kinderzimmer, und ein Foto schiessen», sagt Drisch, «aber über die Förderung will niemand sprechen.» Dass beide selbst die Hysterie befördern, wenn Maximilian als 11-Jähriger mit dem Vater als Ghostwriter eine Autobiografie veröffentlicht, sieht Drisch nicht. «Es geht nicht um den Hype, es geht immer um die Sache.»

«Maximilian soll es besser haben, deshalb helfe ich.»

Camillo De Lellis, Mathematik-Professor und einst selbst hochbegabtes Kind

Letztlich hat der Hype auch geholfen. Eigentlich wollte Maximilian nach der Mathe-Matura an die ETH Zürich, die Schweizer Elite-Uni schlechthin. Doch kein Neunjähriger darf hierzulande Student sein. Die besten amerikanischen Hochschulen meldeten sich, Harvard kämpfte um das Mathematik-Talent, doch umziehen kam für die Familie nicht infrage. Maximilian sollte nicht aus seinem Umfeld gerissen werden. Die Sache schien gegessen, bis eines Abends das Telefon klingelte.

Michael Hengartner, Rektor der Universität Zürich, war am anderen Ende der Leitung. Er hatte den Rummel um Maximilian verfolgt und bot ihm ein spezielles Programm an. Nicht als Student im Hörsaal, aber als Schüler im Privatunterricht. «Ich bin der Meinung, dass jeder junge Mensch das Anrecht hat, so gefördert zu werden, wie es für ihn am besten ist», sagt Hengartner. Und er hatte den passenden Mentor, einen 40-jährigen Mathematik-Professor, der selbst ein hochbegabtes Kind war. «Ich konnte damals an keinem Förderprogramm teilnehmen», sagt Camillo De Lellis. «Maximilian soll es besser haben, deshalb helfe ich.»

Auf einen wie ihn ist das Schulsystem nicht vorbereitet

Alle zwei Wochen unterrichtet er den 13-Jährigen am Mathematischen Institut der Universität Zürich. «Ich habe nie eine solche Begabung gesehen wie bei ihm», sagt Mentor De Lellis. Maximilian hat bereits einige Prüfungen des Bachelor-Studiums abgelegt, bald erreicht er das Niveau eines Masterstudenten. Angerechnet wurden ihm seine Leistungen nicht. Wieder betritt Maximilian Neuland. Das Schulsystem ist auf einen wie ihn nicht vorbereitet. Gemäss Statuten muss er zuerst in allen Fächern die Matura absolvieren, dafür büffelt er derzeit am Gymnasium Immensee. Englisch und Französisch sind kein Problem, beides spricht er fliessend. Mühe hat er nur in einem Fach. «Also in der Geografie bin ich doch eher schlecht.» Schlecht heisst bei ihm: Note 4.

Damit würde er auf einen Schlag seinen Bachelor machen – mit 15.

Mit dem Abschluss kommen die nächsten Fragen. Was passiert mit all den Prüfungen, die er bereits an der Universität abgelegt und mit Bestnoten bestanden hat? Sind sie wirklich wertlos? «Wir werden eine Lösung finden», verspricht Rektor Hengartner. Sie müsse fair gegenüber Maximilian, aber auch gegenüber allen anderen Studenten sein. Womöglich kann Maximilian die Resultate mündlich zügig bestätigen. Damit würde er auf einen Schlag seinen Bachelor machen – mit 15.

Nächstes Jahr könnte Maximilian im Hörsaal mit Masterstudenten sitzen. Noch immer wird der Kopf älter sein als der Körper. Wo wird das enden? Darf man Grosses von ihm erhoffen? «Jede Erwartung ist unsinnig», sagt sein Vater. Es habe Hochbegabte gegeben, denen nie eine Entdeckung gelang, und weniger begabte, die den Nobelpreis erhielten. Maximilian kümmern solche Gedankenspiele nicht, einzig, wo er neben der Universität Zürich studieren möchte, weiss er schon: in Stanford, Herz des Silicon Valley.

Doch zuerst will er das Schweizer Schulsystem verändern. Hochbegabte Kinder sollen – anders als er – nicht abhängig vom Einsatz eines Universitäts-Rektors sein. Talent müsse auf allen Stufen gefördert werden, sagt er. Egal ob am Gymnasium Immensee, an der Universität Zürich oder in Stanford. Ein Wunderkind mit klarem Ziel, ein Wunderkind, das erwachsen wird.

Weil nicht jeder ein Wunderkind ist ... ;)

Diese kreuzfalschen Prüfungsantworten sind so lustig, dass sie die Bestnote verdienen

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  • FastProf -FastNobel-FastSuper 19.04.2017 02:49
    Highlight Highlight Ein Junge; gescheit, schlagfertig, altklug. In seiner Freizeit trekkt er seinem alten Vater und dessen Träumen hinterher.
    Bald kommt die Pubertät. Ohne dass er gleichaltrige Bezugspersonen hätte, mit denen er gemeinsam diesen Wachstumschritt bewältigen könnte. Stattdessen klebt er zwischen Büchern und Professoren.
    Die Schule soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern vor allem eine strukturierte Sozialisierung.
    Das tut sie nie optimal.
    Aber ein virtueller Bubble leistet noch viel weniger.
    Wie nun selektiv Hochbegabten eine stimulierendere Umgebung anbieten, ohne sie zu desozialisieren?
  • Raphfa 17.04.2017 19:59
    Highlight Highlight Es gab die Escuale Moderna von Francisco Ferrer. Der war seiner Zeit weit weit voraus.

    Und unserer wohl immer noch.

    http://www.outlawlegend.at/?legend=17
  • DerTaran 16.04.2017 12:20
    Highlight Highlight Das Schweizer Schulsystem hat nur das Ziel der Industrie und dem Gewerbe durchschnittlich gebildete Auszubildende zur Verfügung zu stellen. Die Gebildeten importiert man lieber.
    Wenn man sich schon nicht um eine angemessene Ausbildung für die Mehrheit der Schüler kümmert, warum soll man sich dann um die Handvoll Hochbegabten kümmern?
    Uebrigens, der Junge will nach Stanford, ein ganz schlechtes Zeichen für den Innovationsstandort Schweiz.
  • Sofia Baffo 16.04.2017 12:17
    Highlight Highlight 3/3 Ein Mathematiker, der sich auch mit Ethik befasst, kann uns vor viel Schaden bewahren! Vielleicht bekommt er dann «nur» den alternativen Nobelpreis, ist aber dafür ein besserer Mensch.
    Diese Stiftung sammelt eine grosse Menge Artikel zum Thema: http://sengifted.org/resources/resource-library/ Wenn man das Archiv gut durchsucht, findet man teilweise sehr interessante, erhellende und vor allem empathische Beiträge (mit Sensibilität und ohne Prahlerei).
  • Sofia Baffo 16.04.2017 12:16
    Highlight Highlight 2/3 Da ihm bis zum erwerbsfähigen Alter noch so viel Zeit bleibt, könnte man ihm auch ein breiteres Programm bieten als nur Mathe. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Zusatzausbildung im Bereich Philosophie? Wenn man so einen Kopf hat, ist eine wirklich breite Allgemeinbildung ein Schatz. Viele wichtige Erkenntnis sind nicht unbedingt auf ein einzelnes Fach begrenzt. Klar, die Zeiten der Universalgenies sind vorbei, aber Interdisziplinarität ist gerade im moralphilosophischen Bereich immer wichtiger, und immer schwieriger zu erreichen, insbesondere für die sogenannten Normalbegabten.
  • Raphfa 16.04.2017 12:14
    Highlight Highlight Mathematikbegabte gibt es viele. Wir brauchen aber vor allem Talente in vielen anderen Gebieten. Darum finde ich es nicht als eine Bereicherung für die Gesellschaft, wenn ein Junge bereits in der ersten Klasse auf eine Billion zählen kann.

    Mathematiker können zudem nicht einmal einen Kreisumfang exakt ausrechnen.

    Da sind mir die Fähigkeiten des Kochs meines Lieblingslokals schon mehr wert.

    Das ist ein ganz ernst gemeinter Kommentar.

  • Sofia Baffo 16.04.2017 12:14
    Highlight Highlight 1/3 Es ist toll, dass er einen verständnisvollen Mentor gefunden hat. Extrem wichtig finde ich auch, dass man ihm später als Jugendlicher genügend Gelegenheiten bietet, sich vom Elternhaus zu emanzipieren und gegebenenfalls auch eine Rebellionsphase zu geniessen. Die Förderung durch den eigenen Vater, wie es bis jetzt geschah, ist sicher nicht der beste Weg. Homeschooling ist meistens vor allem eine mit hohem Erwartungsdruck gepaarte Indoktrination. Leute, die von den eigenen Eltern unterrichtet wurden, sind für soziale Inkompetenz anfällig (konnte ich viel zu oft beobachten).
  • Das-Malo 16.04.2017 12:05
    Highlight Highlight Ich bin Grundsätzlich sogar der Meinung dass Bildung so gestaltet werden muss, dass sie Spass macht. Dafür muss allerdings das gesamte Schulsystem überdenkt werden
  • dracului 16.04.2017 10:48
    Highlight Highlight Hat irgendjemand zufälligerweise mal die (neuen) Primarschulzeugnisse des Kantons Zürich gesehen? Einerseits verteilen die Schulen neuerdings lose A4-Blätter pro Semester und kein kompaktes Büchlein mehr. Das Benotungssystem ist selbstverständlich mit keinem anderen Kanton und schon gar nicht international abgestimmt. Noch weltfremder ist das Benotungssystem: Pro Sprachfach gibt es eine Hauptnote und 3 Unternoten (verstehen, reden, schreiben) also 4 Noten gesamthaft pro Fach oder 12 Noten für alle 3 Sprachen (D/F/E). Für Mathe und alle Teilgebiete gibt es ... eine (!) einzige Note!
    • Alnothur 16.04.2017 14:46
      Highlight Highlight Gab es hier in Biel schon vor 15 Jahren... Die drei Sprachnoten werden in der Sprach-Gesamtnote zusammengenommen und haben für sich allein null Bedeutung im Gesamtschnitt.
  • Ökonometriker 16.04.2017 08:13
    Highlight Highlight Begabtenförderung ist in der Schweiz extrem schlecht. Ich konnte mit 7 programmieren, baute mit 8 meine erste KI, meine Lehrer konnten mathematisch nicht mithalten.
    Die gesamte obligatorische Schulzeit hindurch war ich aber vollkommen gelangweilt, ständig krank und habe, wie wütende Lehrer berechnet haben, über 50% geschwänzt.
    Erst am Gymnasium, mit 16, hat die Schulleitung gefunden, dass ich trotz Schwänzen immer noch sehr gute Noten hätte und mich an die Uni geschickt.
    Mein Vertrauen in den Staat ist aber dahin. Heute arbeite ich in einer Bank - in der Akademia gibt es zu viel Missgunst.
    • Herbert Anneler 16.04.2017 16:06
      Highlight Highlight Tja, was nützt Intelligenz, wenn man nicht in der Lage ist, selbstverantwortlich etwas Schlaues daraus zu machen? Anders gefragt - ist das, was wir als Intelligenz messen, wirklich auch Intelligenz? Wenn ich deinen Opferrollen-Post lese, habe ich da so meine Zweifel.
    • Ökonometriker 16.04.2017 18:38
      Highlight Highlight @ZH27 - ich entwickle KIs bei Banken, daher ist das schon ok.

      @Herbert Anneler: ich mach eben für mich das Beste draus. In der Wirtschaft kann ich pragmatisch drauf los Forschen, in der Akademia kommt einem ständig die Politik in den Weg.

      Ich sehe mich daher überhaupt nicht als Opfer - sage aber, dass die Grundlagenforschung so einfach nicht mehr attraktiv ist. Das Opfer ist die Zukunft unserer Gesellschaft - und das ist viel tragischer. Jeder Mensch sollte so gefördert werden, dass er mit seinem Potential die Menschheit so gut wie möglich voranbringen kann.
    • Citation Needed 18.04.2017 10:47
      Highlight Highlight Ich war kein Genie, aber in einzelnen Fächern sehr stark. Damals (ist heute anders) richtete man sich aber nach den Schwächsten. Klar konnte ich mich selber beschäftigen - ich hatte mitte der 1. Klasse alle Bücher der Schulbibliothek gelesen und stellte auch sonst manches an - aber eben ausserhalb des Unterrichts. In der Schule galt es stillzusitzen und zu versauern, bis jedeR das hinterletzte Sätzchen dahergebröselt hatte. Ich hatte regelrechte Bauchschmerzen vor Langeweile, durfte aber auch kein eigenes Buch lesen oder still Rätsel lösen. So killt man Motivation nachhaltig..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Daylongultra 16.04.2017 02:23
    Highlight Highlight Das CH Bildungssystem ist sicher für den Schnitt eine gute Sache, allerdings gibt es sicher Defizite für "spezielle" Leute wie Max. Auch ich hatte Probleme in der Schule, obschon ich nicht speziell intelligent, sondern wohl eher auf der anderen Seite angesiedelt bin. Ich passte jedoch kaum in den Raster des Systems, aufgrund meiner Art und Vorgehensweise. als junge kann dies enorm frustrierend sein, jedoch muss man auch sagen das die Lehrer nicht für unkonv.Schüler vorbereitet sind. Auch ich habe heute meinen Bsc, jedoch wünsche ich mir für andere "spezielle" Kinder einen einfacheren Werdegang
  • Karl Müller 15.04.2017 22:47
    Highlight Highlight Ich kann die Probleme der Hochbegabten gut nachvollziehen. Auch ich war in der Schule immer gelangweilt und unkonzentriert, die Lehrer haben mich nicht verstanden, ich war immer vor allen anderen fertig und wusste dann nicht was tun. Okay, gute Noten hatte ich zwar nicht, aber von diesem Detail abgesehen war bei mir alles genau wie bei einem Wunderkind!
    • Dragon Link 16.04.2017 00:15
      Highlight Highlight Sie sind ja äusserst überzeugt von Ihnen selbst
    • Datsyuk * 16.04.2017 09:43
      Highlight Highlight Dragon Link, Karl Müller hat einfach Humor.
  • OkeyKeny 15.04.2017 21:41
    Highlight Highlight Ja gut, Maximilian ist hochbegabt, aber er vermittelt ein falsches Bild von Hochbegabten. "Normale" Hochbegabte, die einfach intelligenter oder talentierter sind als der Durchschnitt, gibt es viel mehr als Leute wie Maximilian, die in einem Bereich extrem stark sind. Aber für diese gilt das gleiche wie für ihn: Das Schulsystem geht überhaupt nicht darauf ein. Aber ich denke auch ganz allgemein gibt's noch viel Luft nach oben in unserem Schulsystem.
    • klatsch 16.04.2017 00:38
      Highlight Highlight Natürlich gibt es noch viel Luft nach oben! Jedoch gleich zum Schluss zu kommen, man gehe nicht auf die Stärken einzelner Schüler ein, ist falsch. An vielen Schulen wird versucht zusätzlich zu Individualisieren - auch bei Hochbegabten. Es ist schlussendlich immer eine Frage der vorhandenen Ressourcen. Und darüber entscheidet die Politik bzw. das Volk.
    • OkeyKeny 16.04.2017 03:20
      Highlight Highlight Ja da hast du vollkommen Recht, da entscheidet die Politik, aber wer sagt, dass sie gut entscheidet? Es ist natürlich von Kanton zu Kanton verschieden, aber das was ich kenne ist nicht gerade erste Sahne.
    • klatsch 16.04.2017 14:21
      Highlight Highlight Ich möchte die Situation nicht schönreden. Es gibt aber etliche Bemühungen in die richtige Richtung.

      Ich habe das Gefühl, dass die "Bildungslobby" nur schwach vertreten ist in der Politik und sich beispielsweise Lehrerverbände zu wenig Gehör verschaffen. Mir kommt es oft so vor, als ob alle über Bildung sprechen und politisieren, nur nicht diejenigen die es wirklich betrifft. Man verlangt gewisse Leistungen von der Volksschule und kritisiert sie. Merkt aber gleichzeitig nicht, dass im Hintergrund gespart wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • hansa 15.04.2017 20:43
    Highlight Highlight Weiss der Maximilian, dass der Dativ dem Genitiv sein Tod ist?
    • DerTaran 16.04.2017 12:21
      Highlight Highlight Ziemlich sicher, ab es wird ihm egal sein.
  • Nuka Cola 15.04.2017 20:30
    Highlight Highlight Ich bin ja dafür, das klassen nicht mehr nach Einschulung geformt werden, sondern nach leistung, und das für jedes Fach einzeln, ist also jemand in Mathe voll gut, dann ist er mit vollguten zusammen, und das Niveau etwa gleich, so dass man schnell voran kommt. Und der Bereich in dem man nicht so gut ist, wie zum Beispiel (bei sehr vielen Leuten eine auf Basis pseudopolitischer Korrektheit aufgedrückte) Fremdsprache, mit anderen ebenfalls weniger guten Schülern hat, für ein ausgeglichenes Erfolgserlebnis. Ausserdem sollten die Fächer Modulartig ab einem gewissen Niveau freiwillig sein.
    • Macke 16.04.2017 10:21
      Highlight Highlight @Django: Das Trennen der SchülerInnen nach Leistung bringt nichts, die Leistungen werden gerade bei "schwächeren" SchülerInnen schlechter. Das kann auch an der Stigmatisierung liegen. Von unten nach oben zu kommen, ist kaum möglich. Schon gar nicht, wenn ein Fach als "uncool" gilt. Und was spricht dagegen, dass stärkere SchülerInnen den schwächeren helfen? War bei mir normal in der Schule, da lernen beide dann gerade noch Sozialkompetenz, die im beruflichen Leben mindestens gleich wichtig wie schulische Leistung ist.
  • Menel 15.04.2017 19:32
    Highlight Highlight «Dabei hängt die Zukunft der Schweiz nicht von der Zahl der Goldmedaillen ab, sondern von der Entwicklung ihrer MINT-Talente.»

    Absolut! Aber wenn man sich die Schulen, vor allem Oberstufe, anschaut, läuft dort nichts. Im BL ist noch nicht mal Lehrplan 21 in den Oberstufen umgesetzt. Wir haben viel zu wenig Informatiker, aber es scheint nicht zu eilen. 🙈
    • Mia_san_mia 15.04.2017 20:18
      Highlight Highlight Wenn interessieren Informatiker usw. Lieber ein Roger Federer als irgend solche Streber.
    • Firefly 15.04.2017 20:41
      Highlight Highlight @Mia, nun, die Informatiker gründen Firmen und stellen Leute an, Federer macht nur Werbung für sich selbst.
    • Nuka Cola 15.04.2017 21:00
      Highlight Highlight Aber Hauptsache es gibt so ne Sportliche Bewertung, die ja voll wichtig ist. Stand Sportunterricht zur Auflockerung zu benutzen solche Sachen wie Rape Skipping benoten.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Macke 15.04.2017 19:22
    Highlight Highlight Kann nicht jedeR einen Hörerschein an einer Uni "lösen" und dann Veranstaltungen besuchen? In Bern wäre das möglich. Ich glaube kaum, dass dies an der ETH und der Uni Zürich nicht auch möglich wäre. Der einzige Unterschied zu einem offiziellen Studium besteht darin, dass man keinen Abschluss erwerben kann. Und da bin ich der Meinung, dass eine Matur Grundvoraussetzung dafür ist und bleiben soll. Laut EDK braucht es für jedes erfolgreiche Studium gute Kenntnisse in Muttersprache UND Mathematik (Bericht zur Studierfähigkeit).
    • SemperFi 16.04.2017 07:02
      Highlight Highlight Der Junge will aber nicht "hören", er will abschliessen.
    • Macke 17.04.2017 06:57
      Highlight Highlight @Semper Fi: Er erfüllt aber die Anforderungen nicht. Und bevor der Aufschrei kommt: Ein Studium ist mehr als das Brillieren in einem Fach. Ein Studium ist heutzutage meist interdisziplinär und gerade in der ETH hast du sehr viele Projekte, die in Start-Ups münden. Möchtest du einen Teenager wirklich dem ganzen wirtschaftlichen Druck aussetzen? Ein Studium ist auf Erwachsene zugeschnitten.
      Und wieso sollte er das Recht haben, etwas abzuschliessen, bei dem er nicht die Anforderungen erfüllt? Er wird ja nicht daran gehindert, seinen Interessen nachzugehen und sich zu bilden.
    • SemperFi 17.04.2017 10:07
      Highlight Highlight @gusg/Macke: Ich sehe Ihre Argumente schon. Ich denke aber dennoch ganz allgemein, dass wir Schweizer ganz gross darin sind, mit Zusatzunterricht und sauteuren Sondersettings die Schwachen und Benachteiligten zu fördern (was ich übrigens wichtig finde) und die Hochbegabten haben einfach "Pech" gehabt und müssen entweder zurückbuchstabieren (wie Sie gusg) oder sollen froh sein, dass er nicht am Lernen gehindert (!) wird. Das ist wohl ein bisschen in unserem Bünzlitum und dem Misstrauen gegenüber Exzellenz begründet.
  • Boogie Lakeland 15.04.2017 18:18
    Highlight Highlight Ich hab den Weg Sek/Lehre/HF gemacht und kenn mich mit Unis und FHs nicht wirklich aus. Deshalb eine Frage:
    So wie ich es verstanden habe ist der Junge in Math ein Genie. Aber wieso sollte er deshalb berechtigt sein an die Uni zu gehen?
    Wir hatten zB einen in der Klasse der schon in der 3. Klasse sämtliche Geschichtsbücher las und weitgehend verstand. Aber er kam nie in den Genuss von einem Studium weil die restlichen Noten nicht fürs Gymnasium reichten.
    Im Sinne der Fairness sollten auch Hochbegabte, im angepassten Rahmen, einen “normalen Weg“ gehen.
    Oder verstehe ich das System falsch?
    • Mia_san_mia 15.04.2017 20:19
      Highlight Highlight so sehe ich das auch.
    • Nuka Cola 15.04.2017 21:02
      Highlight Highlight Ich finde, die hochbegabten sollten aber dort wo ihre Stärke liegt zugang zur Bildung erhalten.
  • Vio Valla 15.04.2017 17:21
    Highlight Highlight Immerhin hat er Eltern, die seine Hochbegabung erkannten und förderten. Es gibt nämlich auch Kinder, die weder von den Eltern und von der Schule sowiso nicht gefördert wurden. Da ist der Frust für alle Beteiligten dann vorprogrammiert. Aber ok, im Leben ist es nicht nur wichtig akademisches Wissen zu besitzen und zu nutzen. Mit Frust umgehen zu können, macht einem fürs Leben auch stärker. Die Welt ist leider nicht rosa, auch nicht für Hochbegabte.
    • Dewar 15.04.2017 18:49
      Highlight Highlight War bei mir so, meine Eltern wurden mehrmals darauf aufmerksam gemacht, dass ich eine Klasse überspringen könnte, aber sie wollten das nicht, da sie befürcheten, dass es zu sozialen Problemen führen könnte, wenn ich dann jünger wäre als alle anderen. Für mich war es aber ok, ich habe dann in der Freizeit halt intensiv musiziert, anstatt schulisch weiter gefördert zu werden. Das ETH Studium habe ich dann ganz "normal" gemacht, nachdem ich noch ein halbes Jahr Reisen war. Klar wäre eine andere Lösung vielleicht noch besser gewesen, aber mir geht es zum Glück sehr gut damit.
  • jjjj 15.04.2017 16:32
    Highlight Highlight Und was will er denn nun ändern?
    Titel nicht beantwortet...
    • Sheez Gagoo 15.04.2017 18:51
      Highlight Highlight Ja, tatsächlich
  • Caturix 15.04.2017 16:14
    Highlight Highlight Ich war gelangweilt und unkonzentriert in der Schule kam einfach ohne lernen immer eine Stufe weiter. Mir wurde aber auch nicht geholfen. Also irgendwie wer nicht dem Durchschnitt entspricht hat Pech ob er begabt ist oder schlecht ist, macht keinen Unterschied.
    • Dimmu 15.04.2017 17:00
      Highlight Highlight ging mir genauso. alles lief immer locker flockig und ohne jeglichen aufwand. und das trotz gewaltigen... nebengeräuschen... ;-)
  • hansa 15.04.2017 15:54
    Highlight Highlight Weiss der Maximilian das der Dativ dem Genitiv sein grösster Feind ist?
    • DomiNope 15.04.2017 18:37
      Highlight Highlight Wusstest du das mit 13?
    • SemperFi 16.04.2017 07:10
      Highlight Highlight Dafür kann Maximilian Infinitesimalrechnung.
  • sheep 15.04.2017 15:49
    Highlight Highlight Weshalb steht im Artikel, dass es kein einziges Gymnasium mit Fokus auf MINT Fächer gibt in der Schweiz? Das mathematisch-naturwissenschaftliche Gymnasium Rämibühl in Zürich hat sich doch genau darauf ausgerichtet?
  • chabacha 15.04.2017 15:24
    Highlight Highlight Über Förderung darf man in der Tat diskutieren. Der Entscheid der ETH nur Studierende zuzulassen, die entweder die Matura haben, oder aber eine Aufnahmeprüfung (nicht nur Mathematik) bestanden haben, halte ich jedoch für sehr richtig.
    Auch gilt zu bedenken, dass Leute, die grosses erreicht haben, eher nicht einseitig "hochbegabt" sind, sondern kreativ, unnachgiebig, kritisch usw.. Solche Leute zu fördern, bringt bestimmt viel mehr, dafür sind sie schwieriger zu identifizieren.
  • andre63 15.04.2017 15:19
    Highlight Highlight aussergewöhnliches wird in der schweiz mit argusaugen verfolgt.
    wieso auch? toll dieser junge mann!
    wenn seine leidenschaft und sein talent die marhematik ist, sollte man ihn unbedingt fördern.
    diese "sondersetting" wäre wenigstens sinnvoll 😊
  • Töfflifahrer 15.04.2017 15:14
    Highlight Highlight Damüssen aber erst eingige Behördenvertreter ihr selbstgefälliges Gehabe ablegen.
  • pamayer 15.04.2017 14:48
    Highlight Highlight Für echte Wunder ist die Schweiz doch etwas zu klein...
    • ls@latela.ch 15.04.2017 19:26
      Highlight Highlight er ist ja (m. W.) auch Deutscher *duck und weg*
  • Toerpe Zwerg 15.04.2017 14:13
    Highlight Highlight Hier liegt tatsächlich vieles im Argen. Für jede Benachteiligung gibt es Sonderförderung und Einzelunterricht und auf die Schwächsten wird jederzeit auch durch Ausbremsen ganzer Klassenzüge Rücksicht genommen.

    Für die sehr starken und sowieso für die Hochbegabten tut man ... nichts. Es gibt in der Volksschule eine starke Tendenz zur Nivellierung nach unten. Besser ein bescheidenes Niveau, dafür dasselbe für Alle. Wir verschenken uns damit viel Talent.
    • Flying Zebra 15.04.2017 15:29
      Highlight Highlight Das Problem sind wohl eher die vielen Sparmassnahmen während gleichzeitig die Ansprüche bezüglich der Differenzierung steigen..
    • Alnothur 15.04.2017 15:51
      Highlight Highlight Hat was - "mein Kind ist zu dum für diesen Unterrichtsstoff, also sollte das niemand haben. Noten abschaffen, allen unabhängig der Fähigkeiten dasselbe beibringen, sonst fühl ich mich benachteiligt!"
    • who cares? 15.04.2017 17:55
      Highlight Highlight @AlteSchachtel Also was ich in Primar und Sek gelernt habe ist absolutes Allgemeinwissen (fehlerfrei Deutsch sprechen, einige logische mathematisch Zusammenhänge erkennen können, Basiswissen zu Geschichte und Geografie, erste Fremdsprachenkenntnisse weil das nur schwerer wird mit dem Alter) und das sollte jeder beherrschen, aich wenn er "nur" handwerklich begabt ist.
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  • Ophelia Sky 15.04.2017 14:03
    Highlight Highlight Nur weil jemand in einem Bereich überdurchschnittlich ist, heisst das doch nicht, dass man die Schule nicht besuchen muss. Er braucht die Allgemeinbildung genau so wie jeder Andere! Oder soll er in seiner eigenen Welt leben ohne jegliche Ahnung vom Rest der Welt? Ich finde es gut erhält er im Mathematik-Bereich eine Sonderbehandlung. Aber nicht in allen anderen Bereichen.
    • phreko 15.04.2017 15:32
      Highlight Highlight Naja, die Sprachen hat er schon mal erledigt. Wieviel kann denn ein Durchschnittsschweizer?
    • Saraina 15.04.2017 17:34
      Highlight Highlight Kit Armstrong jedenfalls hat davon profitiert, dass er nicht den Weg durch öde, langweilende Schuljahre nehmen musste - und hat mit 25 deutlich bessere Allgemeinbildung als ein Durchschnittsbürger. Und Ahnung vom Rest der Welt hat der Amerikaner auch, nachdem er in London und Paris studierte, ein halbes Dutzend Sprachen fliessend spricht, und mit Klavierkonzerten um die Welt tourt. Es gibt nun mal Ausnahmegehirne.
  • Passierschein A38 15.04.2017 13:59
    Highlight Highlight Das Problem bei unserem Schulsystem ist:

    Beim "Normalschüler" (mittlere 80%) wird grausam gespart, da werden Stunden gekürzt und Wahlfächer gestrichen!

    Trotzdem wird das Schulsystem immer teurer...

    Wenn wir nun für die 20% am Rande der Leistungsskala noch mehr Geld ausgeben, wird einfach in der Mitte mehr gespart - oder die ganze Sache wird teurer!
    • phreko 15.04.2017 15:34
      Highlight Highlight Der ist hart, aber da wird viel Geld zurück fliessen....

      Dass gespart wird ist eine getrennte Frage. Aber die Mehrheit hält Bildung sowieso für einen unnötigen Luxus. 2 Hände reichen für "qualifizierte" Arbeit.
  • who cares? 15.04.2017 13:57
    Highlight Highlight Ach ja, und darüber wie er das Schulsystem konkret ändern will steht irgendwie nicht im Artikel... Irrführender Titel
  • who cares? 15.04.2017 13:55
    Highlight Highlight Sehr interessant der Junge. Gesellschaftlich gsehen gibt es zwei Seiten:
    - soll man wirklich soviel Aufwand für einen sehr sehr kleinen Anteil der Bevölkerung reinstecken? Was rechtfertigt eine Sonderbehandlung?
    - Vielleicht sind genau solche Menschen wie Maximilian, die wichtige Entdeckungen für die Menschheit machen. Das darf man doch nicht einfach versickern lassen.

    Ich tendiere ja eher zum zweiten. Auch kann ich mir vorstellen, dasm Maximilian schnell gelangweilt oder sogar depressiv werden könnte durch Unterforderung. Lasst ihn an die Uni/ETH!
  • Nuka Cola 15.04.2017 13:53
    Highlight Highlight Drischs Kritik find ich absolut top und auf den Punkt gebracht.

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