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Studenten an der Universitaet Zuerich, aufgenommen am Freitag, 21. September 2012, in Zuerich. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Der Abstieg der Universität Zürich beruhe aber auf mehreren Faktoren. Bild: KEYSTONE

Böse Überraschung: Uni Zürich stürzt bei Hochschulranking um 30 Plätze ab  



Sieben Schweizer Hochschulen rangieren unter den Top 200 der besten Hochschulen der Welt, wie die neueste Rangliste des Fachmagazins «Times Higher Education» (THE) zeigt. Für die Uni Zürich gab es jedoch eine unschöne Überraschung: Sie büsste 30 Plätze im Vergleich zum Vorjahr ein.

Die Schweizer Hochschulen stehen im weltweiten Vergleich des «THE World University Rankings» gut da: Die ETHs Zürich und Lausanne, sowie die Universitäten Basel, Bern, Genf, Zürich und Lausanne sind unter den besten 200 Hochschulen der Welt. Die Unis Basel, Bern und Genf konnten im Vergleich zum Vorjahr sogar einige Plätze gut machen und landeten auf den Plätzen 95 (zuvor 98), 105 (110) und 130 (137).

ETH Zürich unter den Top Ten

Auch die ETH Zürich kann ihren Platz unter den Top Ten verteidigen, auch wenn sie vom neunten auf den zehnten Platz abgestiegen ist. Sie bleibt damit beste Hochschule Kontinentaleuropas. Besser platzieren konnten sich unter den europäischen Hochschulen nur britische Institutionen, mit der University of Oxford auf Platz eins und der University of Cambridge auf Platz zwei sowie dem Imperial College London auf Platz acht. Ansonsten dominieren US-Hochschulen die vorderen 20 Ränge.

Acht Plätze verlor auch die ETH Lausanne im Vergleich zum Vorjahr und landet neu auf Rang 38. Noch mehr rutschte jedoch die Universität Zürich nach hinten, von Rang 106 auf Rang 136. Dies sei einer schlechteren Bewertung im Bereich Lehre, der 15 Prozent der Gesamtbewertung ausmacht, und einer geringeren Forschungsproduktivität geschuldet, schrieb THE in einer Mitteilung zum neuen Ranking.

Wenige Stimmen zeigen grosse Wirkung

Auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda erklärte THE, die Bewertung der Lehre beruhe auf 10'500 Antworten einer repräsentativen, weltweiten Umfrage zum wahrgenommenen Prestige einer Hochschule in Sachen Lehre. Aufgrund der harten Konkurrenz unter den Top 200 der Hochschulen weltweit könnte ein Unterschied von wenigen Stimmen bereits grosse Auswirkungen auf die Gesamtplatzierung haben.

Der Abstieg der Universität Zürich beruhe aber auf mehreren Faktoren: So habe beispielsweise die Anzahl vergebener Doktortitel pro Bachelor abgenommen. Aber vor allem habe sich die Bewertung der Forschungsproduktivität im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert, also die Anzahl Publikationen pro Forschendem. In Sachen Forschungsreputation und eingeworbenen Forschungsgeldern konnte sich die Uni Zürich hingegen sogar leicht verbessern.

Kein Kommentar der Uni Zürich

Von der Hochschule selbst hiess es auf Anfrage der sda, man nehme das Ranking zur Kenntnis, wolle es aber nicht im Detail kommentieren.

Das THE Ranking umfasst insgesamt eine Liste der 1000 besten Hochschulen aus 77 Ländern. Es beruht auf Leistungsbewertungen in fünf Kernbereichen: Lehre, Forschung, Internationalität der Fakultätsangehörigen, Wissenstransfer in die Industrie, sowie wissenschaftlichem Einfluss, also wie oft die Forschung einer Institution referenziert wird. (whr/sda)

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • chicadeltren 06.09.2017 23:12
    Highlight Highlight Die Lehre an der UZH ist ja echt nicht zu loben, vielfach katastrophal, dennoch simd diese Kriterien absurd. Doktorierende pro Bachelor? WTF? Denke nicht, dass wir besser wären wenn wir den Zugang zum Bachelor-Studium beschränken würden...
    Anzahl Studierende und deren Nationalität sagt ja wohl auch gar nichts über die Qualität aus.
    Generell verwenden diese Rankings viel zu viele quantitative Daten um Qualität zu messen.
  • Schneider Alex 06.09.2017 06:32
    Highlight Highlight
    Ranking: Beliebt, aber oberflächlich und willkürlich!

    Für alles und jedes gibt es heute Ranglisten: Für Schulen, Standortattraktivität, Immobilienpreise, etc.. Kriterien und Gewichtung werden von den Publizisten der Rankings willkürlich festgelegt. Ein grosser Teil der Leserschaft glaubt an die Objektivität solcher Ranglisten und die Politik meint, aufgrund der beim Wahlvolk erzeugten Empörung wegen eines tiefen Ranglistenplatzes subito reagieren zu müssen. Wer die Rankings aber auf ihren Aussagegehalt etwas näher untersucht, sieht bald, wie oberflächlich solche Einstufungen sind.
  • Grundi72 05.09.2017 20:40
    Highlight Highlight Kein Wunder wenn ich mir einige der heutigen Abgänger anschaue..!
  • SJ_California 05.09.2017 17:49
    Highlight Highlight Wie repräsentativ war denn diese Umfrage? Bewertet jeder nur seine "eigene" Hochschule? Das wäre ja per se schon subjektiv und bei nur 10'500 (weltweit!, d.h. nicht einmal ein Promille der Weltbevölkerung) befragten Personen wenig aussagekräftig.
  • Hans Jürg 05.09.2017 17:20
    Highlight Highlight Dass die Uni um 30 Plätze angerutscht ist, liegt an der Entlassung von Mörgeli.





    Ohne diese Entlassung wäre sie nämlich mindestens 50 Ränge angestürzt.
  • Posersalami 05.09.2017 17:12
    Highlight Highlight "Anzahl Publikationen pro Forschendem."

    Uh ja das ist natürlich furchtbar! Es zählt natürlich nicht der Inhalt eines Papers sondern nur, dass möglichst viel Papera produziert werden. So geht Forschung! NICHT
    • atomschlaf 05.09.2017 17:31
      Highlight Highlight Forschung vielleicht nicht, aber das heutige Hochschulwesen... erinnert irgendwie an die Bologna-Punktejagd...
    • loplop717 05.09.2017 17:49
      Highlight Highlight Auch zu sagen das dies die besten Unis sind ist falsch. Sie publizieren vieleicht am meisten, aber das hat so ziemlich nichts damit zu tun wie viel man als Student lernt.
    • Posersalami 05.09.2017 18:36
      Highlight Highlight Ja atomschlaf, das ist leider das Ergebnis der Durchökonomiesierung des Schulwesens.
  • Walter F. Sobchak 05.09.2017 17:08
    Highlight Highlight liegt vermutlich dran, dass ich die Uni Züri verlassen habe. Sorry Leute.
  • Normi 05.09.2017 16:59
    Highlight Highlight Hat das mit Horizon2020 oder Erasmus zu tun ?
    • Hierundjetzt 05.09.2017 21:36
      Highlight Highlight Nein, nicht ganz. Es liegt daran, dass die Berufslehre neu akademisiert wurde und die UZH sich weigert anzzerkennen, das die Erde flach ist.
    • Bijouxly 05.09.2017 22:01
      Highlight Highlight Nein
    • piedone lo sbirro 06.09.2017 14:39
      Highlight Highlight @R. Peter

      für forschung und hochschulen ist die teilnahme an horizon2020 (sowie erasmus) zentral um international mithalten zu können. mit horizon2020 fliessen auch eu-gelder in schweizer forschung.

      sie und ihre SVP wollten mit der MEI die schweizer forschung und hochschulen abschotten.
      die jetzige umsetzung der MEI hat dies korrigiert.

      ihr scheinheiliges "nein" können sie sich sparen - stehen sie zum schaden den sie mit ihrem "ja" zur MEI dem forschungs-und bildungsplatz schweiz anrichten wollten!
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