Schweiz
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Parteipraesident und Nationalrat Albert Roesti (Bern), und Nationalrat und Kampagnenleiter Thomas Matter (Zuerich), von links, verfolgen Resultate, beim Abstimmungshoeck der SVP Schweiz, am Sonntag, 25 November 2018, in Winterthur. Die Schweiz stimmt heute ueber die Selbstbestimmungsinitiative, Gesetz ueber Sozialversicherungsdetektive und Hornkuh-Initiative ab. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Bittere Niederlage: SVP-Präsident Albert Rösti (links) und Kampagnenleiter Thomas Matter am Abstimmungssonntag.  Bild: KEYSTONE

Diese 6 Grafiken zeigen, weshalb die SVP mit ihrer Initiative abgestürzt ist

Kaum Unterstützung von ausserhalb der SVP, wenig überzeugende Argumente und inhaltlich am Ziel vorbeigeschossen: Das sind die wichtigsten Erkenntnisse der Nachwahlbefragung zur Selbstbestimmungs-Initiative.



Gestern Sonntag führten die Politologen des Gfs Bern erstmals so genannte «Exit Polls» durch. Am Wahlsonntag (sowie kurz davor) wurden dafür online rund 9200 Stimmberechtigte nach den Gründen für ihren Entscheid zur Selbstbestimmungs-Initiative (SBI) befragt. Wir präsentieren die sechs wichtigsten Ergebnisse der Studie

Die SVP konnte (fast) nur die eigenen Wähler überzeugen

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Bild: screenshot gfs.bern

Im eigenen Lager klappte die Mobilisierung gut: 96 Prozent der SVP-Wähler legten ein Ja zur Selbstbestimmungs-Initiative in die Urne. Darüber hinaus konnte die Partei allerdings kaum jemand von der Initiative überzeugen – trotz einer bewusst brav-zurückhaltenden Plakatkampagne, welche auf die politische Mitte schielte. 

Wer die Bilateralen gut findet, war gegen die SBI

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Bild: screenshot gfs.bern

Die Einschätzung des wichtigsten europapolitischen Vertragswerks der Schweiz, der bilateralen Verträge mit der EU, beeinflusste die Haltung zur SBI stark. Wer die bilateralen Verträge in erster Linie als vorteilhaft einschätzt, lehnte die SBI ab. Wer die Bilateralen als nachteilig einschätzt, stimmte ihr zu.

Wer dem Bundesrat vertraut, lehnte die SBI ab

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Bild: screenshot gfs.bern

Auch das Regierungsvertrauen beeinflusste die Haltung zur SBI stark. Wer dem Bundesrat vertraut, lehnte die SBI mit grosser Wahrscheinlichkeit ab. Wer dem Bundesrat hingegen Misstrauen entgegenbringt, der stimmte der Initiative mit grosser Wahrscheinlichkeit zu.

Zwiespältige Bilanz der braven Plakatkampagne

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Bild: screenshot gfs.bern

Die SVP gab sich im Abstimmungskampf alle Mühe, lammfromm zu wirken. Vorbei die Zeiten, in denen sie mit grossen Lettern und aggressiver Bildsprache für ihre Anliegen warb. Die Plakatkampagne kam mit urban wirkenden Models daher, farblich dominierte ein modernes Gelb. Nicht einmal das Parteilogo war zu sehen.

Diese Strategie ging nur halbwegs auf. Zwar stimmte eine knappe Mehrheit jener, welche die Plakate nicht als Werk der SVP erkannten, für die Selbstbestimmungs-Initiative. Doch immerhin 47 Prozent der Befragten, welche die SVP nicht als Urheber der Plakate ausmachen konnten, lehnten die SBI dennoch ab.

Zwiespältig fällt auch die Analyse der Forscher des Gfs Bern aus. Zwar gelang nur sehr wenigen Befragten die Zuordnung nicht, schreiben sie. Bei diesen sei aber nicht auszuschliessen, dass hier «ein Ja auf Basis einer falschen Wahrnehmung erfolgte».

Diese Argumente überzeugten die Gegner und jene die Befürworter

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Bild: screenshot gfs.bern

Die Grafik zeigt alle Argumente, welche gemäss «Exit Poll» einen statistisch signifikanten Einfluss auf das Abstimmungsresultat hatten. Die Länge des Balkens bemisst, wie gross dieser Einfluss war. Orangene Argumente führten eher zu einer Ablehnung, blaue eher zu einer Zustimmung zur SBI.

Laut den Politologen des Gfs Bern scheiterte die Initiative an drei unterschiedlichen Stossrichtungen: Die Stimmberechtigten wollten sich international nicht isolieren, den Ruf als verlässlicher Handelspartner nicht gefährden und internationale Rekursmöglichkeiten, gerade auch im Menschenrechtsbereich, nicht verlieren. Die Befürworter stimmten der Initiative am ehesten zu, weil sie der SVP grundsätzlich vertrauen und mit ihrem Entscheid Selbstbestimmung zurückgewinnen wollten.

Die Initiative schoss am Ziel vorbei

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Bild: screenshot gfs.bern

Die Stimmbürger wünschen sich ein pragmatisches Beurteilen zwischen internationalem und nationalem Recht. Je nach Situation soll das eine oder das andere gelten: «Zwischen den beiden Rechtssystemen soll je nach Situation entschieden werden.» Purismus in beide Richtungen werde mehrheitlich nicht gewünscht, schreiben die Forscher. Ihr Fazit: «Damit schiesst die Initiative schon im Grundsatz neben dem Ziel vorbei.»

Die Datenbasis

Die Ergebnisse der Nachanalyse des Gfs Bern zur SBI basieren auf einer Befragung von 9281 Stimmberechtigten aus der gesamten Schweiz. Rekrutiert worden sind die Teilnehmenden über die Medienplattformen der SRG sowie aus dem Onlinepanel polittrends.ch des Gfs Bern. Die Repräsentativität der Daten sei durch ein komplexes mehrstufiges Gewichtungsverfahren sichergestellt. Die Befragung fand zwischen zwischen Freitag, 23. November und dem Abstimmungssonntag am 25. November statt. (cbe)

Lukas Golder vom Gfs Bern über die «Exit Polls»

Video: kaltura.com

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38
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38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • fcf1945 26.11.2018 15:42
    Highlight Highlight Naja...eine Partei hat 1/3 und die anderen Streiten sich um 2/3
  • Beggride 26.11.2018 15:24
    Highlight Highlight Jaja die SVP weiss schon, was sie tut, doch wissen die SVP-Wähker auch, mit welchen Interessen und Folgen für sie selbst??
  • JasCar 26.11.2018 14:56
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • Mingo1983 26.11.2018 13:06
    Highlight Highlight abgesehen von der betrügerischen Ausspielung von Fremdbestimmung gegen Selbstbestimmung fragte ich, als ich die Plakate zum ersten Mal sah im ersten Moment: "Öh, ist jetzt die CVP auch noch auf diesen Abschottungszug aufgesprungen?"
  • Don Quijote 26.11.2018 12:31
    Highlight Highlight Ich bin kein Euroturbo und sehe die Bilerateralen als guten und schlechten Mittelweg. Dennoch war ich strikte gegen die SBI, aus guten Gründen.
  • Darth Mihi 26.11.2018 12:09
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  • djangobits 26.11.2018 12:09
    Highlight Highlight Volk 1 : 0 SVP
    Benutzer Bildabspielen
    • Mingo1983 26.11.2018 13:07
      Highlight Highlight gilt nur beim Resultat dieser SBI
  • sazem 26.11.2018 12:03
    Highlight Highlight "SVP weiss was sie tut" - herrliches Argument. In den USA wären dies bestimmt auch alles Trump-Wähler.
  • Ferranya 26.11.2018 12:02
    Highlight Highlight Mein ex ist so ein klassischer svp-wähler (ja, ich weiss, es sind nicht alle so), ohne jegliche ahnung vom thema (sprich, sich nicht selber darüber informiert worum es überhaupt geht) einfach mal ja wählen da es ja von der svp kommt, da kann es ja nur was gutes sein....
    • ARoq 26.11.2018 13:03
      Highlight Highlight Na, du hast ihn ja auch gewählt.
    • Mario Conconi 26.11.2018 15:09
      Highlight Highlight Aber als Sie sich dann informiert hatte, hat Sie ihn auch wieder abgewählt😉
  • banda69 26.11.2018 11:56
    Highlight Highlight Das Argument "Die SVP weiss was sie tut"...

    Made my day! 😂
  • Dominik Treier 26.11.2018 11:50
    Highlight Highlight Schon allein, dass das Argument "SVP weiss was sie tut" bei den JA-Abstimmern am meisten verfing, sollte uns in einem Staat, in dem dem Bürger so viel Verantwortung zur Information und Unabhängigkeit als Souverän gegeben wird, wirklich zu denken geben...
    • Cédric Wermutstropfen 26.11.2018 12:39
      Highlight Highlight Ganz viele andere werden die Meinung vertreten: Die SP, Grünen, FDP, CVP, der Bundesrat, etc. wissen was sie tun. Komischerweise war dieses Gegenargument nicht aufgeführt. Dann gibt es solche, die aus Prinzip gegen die SVP sind. Die Gegner untetscheiden sich da wohl nicht gross. Wenn ich die Kommentarschreiber auf 20-Minuten mit denen auf watson vergleiche, fällt mir kein grosser Unterschied auf. Die einen sind rechte, die anderen linke Polteris. Ein bisschen mehr Selbstreflektion würde manchem hier gut tun.
    • Dominik Treier 26.11.2018 12:46
      Highlight Highlight Und auch hier zeigt sich bei den Up- und Downvoates genau der Wähleranteil der SVP der sich angegriffen zu fühlen scheint... Ich habe nicht ja gestimmt und deswegen auch kaum die Argumentedazu ausgewählt... Ich möchte dass jetzt nicht nur auf SVP-Wähler beziehen, mir wird generell zu oft nach Gefühl abgestimmt, auch wenn man keine Ahnung hat worum es geht... Das Beispiel scheint mir einfach gut weil jeder JA-Stimmer dem ich begegnet bin immer gleich etwas von der EU gelabert hat, auch nachdem man ihm 5 mal zu erklären versucht hat, dass es darum nicht geht...
    • Oh Dae-su 26.11.2018 12:51
      Highlight Highlight Zeigt für mich einfach die Grenzen der direkten Demokratie auf. Man erwartet vom Volk, dass es über komplexe staatspolitische Themen abstimmt, obwohl die meisten Leute weder die Zeit noch die Lust haben, sich umfassend genug zu informieren.
      Persönlich finde ich, dass wenn man etwas nicht versteht, einfach nicht abstimmen oder "nein" stimmen soll. Der Status Quo ist immer besser, als die Annahme von etwas, dessen Konsequenzen man nicht versteht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magnum44 26.11.2018 11:44
    Highlight Highlight Ein wenig beängstigend, dass 96% der SVP-Wähler ihren Führern folgen.
    • Dominik Treier 26.11.2018 12:48
      Highlight Highlight Tja, jetzt ist es 80 Jahre später immerhin nicht nur mer der Führer dem man folgt ohne nachzudenken... Nicht das die SVP schon bei dem Niveau angekommen wäre aber es ist beängstigen wie nah man kommen kann ohne, dass auch nur einer was merkt...
    • dä dingsbums 26.11.2018 13:17
      Highlight Highlight Umgekehrt wäre dann genau so schlimm, dass 97% der SP-Wähler sind ihren Führern gefolgt sind?
    • Dominik Treier 26.11.2018 13:27
      Highlight Highlight Wenn ihr Hauptargument dazu gewesen wäre; "Weil es von der SP ist.", dann ja... Ich habe dieses Argument oben aber nirgends lesen können, auch wenn es solche auch in der Mitte bis links zu geben scheint, aber dieses Argument (Grundsätzlich gegen die SVP) wurde am wenigsten ausgewählt, was doch gewisse Schlüsse zulässt... Aber projezier nur weiter deine Probleme auf andere...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gurgelhals 26.11.2018 11:44
    Highlight Highlight Das meistgenannte Argument der Befürworter sagt ja mal so ziemlich alles über diese Leute aus. Nicht nachdenken und schon gar nicht eine eigene Meinung fassen lautet die Devise, sondern blindlings die Stallorder aus Herrliberg befolgen 😕
    • Magnum44 26.11.2018 11:50
      Highlight Highlight Dito, ich würde so einige Argumente dieser Liste gelten lassen, aber ausgerechnet die top Begründung bestätigt so ziemlich das Klischee des typischen SVP-Wählers...
    • Sauäschnörrli 26.11.2018 11:53
      Highlight Highlight Und das Hauptargument der SVP war doch "Das Volk weiss was es tut". Dann denken wohl beide der andere weiss es, irren jedoch planlos umher.
    • Eine_win_ig 26.11.2018 12:50
      Highlight Highlight Völlig einverstanden. Aber aich das Gegenteil macht mir sorgen... :/
    Weitere Antworten anzeigen
  • tinu32 26.11.2018 11:39
    Highlight Highlight Bei Grafik 6 würden ein paar Zahlen nicht schaden... ;)

Schimpftiraden und Buh-Rufe – Fragerunde mit Sommaruga läuft aus dem Ruder

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