Schweiz
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«Mir ist egal, was ihr wählt! Aber wählt bitte trotzdem» – Rapper Gimma im watson-Editorial

Bei «20 Minuten» hat SVP-Chef Toni Brunner das Editorial gekauft, in der watson-Serie #WennMir20minGehörenWürde dürfen alle anderen eines schreiben. Heute ist Gimma dran. «2015. Geld regiert», stellt der Bündner Rapper fest. 

gimma, rapper und radiomoderator



Editorial Gimma

Bild: watson

Mitte September verkaufte «20 Minuten» ihre Titel- und Auftaktseite an die SVP. Parteichef Toni Brunner durfte das erste Editorial in der Geschichte der Gratiszeitung schreiben.

Image

Toni Brunners Editorial in «20 Minuten» vom 16. September 2016.
Bild:watson

Die Werbeaktion löste schweizweit Entrüstung aus. Am meisten bei Donat Kaufmann, der kurzum eine Crowdfunding-Kampagne lancierte, um sich die Titelseite zurückzukaufen und ein Statement gegen Wahlkampf-Klamauk und undurchsichtige Parteifinanzierung zu setzen.

watson dreht den Spiess jetzt um. In der Serie #WennMir20MinGehörenWürde erhalten ausgewählte Promis und Politiker die Plattform, ihr eigenes «20 Minuten»-Editorial zu schreiben. Das erste war vom Initiant der Kampagne selber, BDP-Chef Martin Landolt folgte. 

«Mir langet's!» – Das Projekt

Das Crowdfunding-Projekt «Mir langet's!» entstand als Reaktion auf die von der SVP gekaufte Titelseite der Gratiszeitung «20 Minuten». Am 14. Oktober will der Badener Donat Kaufmann mithilfe von 27'763 5-Franken-Spendern die Titelseite von «20 Minuten» für 138'815 Franken ebenfalls kaufen. Die Namen aller Unterstützer und den Satz «Unsere Aufmerksamkeit könnt ihr kaufen, unsere Stimmen nicht» sollen auf seinem Inserat zu sehen sein.
Das Projekt wurde zu einem grossen Erfolg. Innerhalb von einer Woche war bereits die Hälfte des Projekts finanziert – ein Rekord für die Crowdfunding-Plattform wemakeit.ch. Mehr als 76'000 von insgesamt 138'815 Franken kamen bereits zusammen.
Geld fliesst erst, wenn das Finanzierungsziel erreicht ist. Doch es sieht gut aus: «Gemäss unserer Erfahrung sind 90 Prozent der Projekte, die 30 Prozent des Finanzierungsziels erreichen, erfolgreich», sagt Melina Roshard von wemakeit.ch. (rar)

(rar)

#WennMir20MinGehörenWürde

«Unglaublich!» 138'815 Franken von 11'299 Spendern: Donat kauft «20 Minuten»-Cover

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    Alle Leser-Kommentare
  • Midnight 04.10.2015 22:26
    Highlight Highlight Wahlkampf hin oder her. Ich kann dank Smartvote immer recht "stolz" auf meine Wahl sein (wenn "Stolz" denn die richtige Bezeichnung dafür sein kann). Ich fülle schon seit ich wählen darf immer die leeren Wahlzettel aus und da drauf war wohl noch nie ein Kopf von einem der zahlreichen Plakate drauf, es sei denn der wurde für mich per Smartvote ermittelt. SVPler waren bisher aber noch nie welche dabei, und nach dem ganzen Mist in den letzten Jahren wird das definitiv auch in Zukunft so bleiben!
  • Asmodeus 01.10.2015 12:56
    Highlight Highlight Gimma hat nämlich leider recht. Aktuell stimmen wir nicht darüber ab ob wir in den Hintern ge*****t werden wollen sondern nur über die Geschmacksrichtung der Gleitcreme.

    Gerade deswegen ist es wichtig nicht Parteien sondern gezielt Menschen zu wählen. Parteilose. Politiker die dafür bekannt sind auch einmal GEGEN die eigene Partei zu stimmen.
    Leute deren Interessen sich mit den eigenen Decken.

    Und eventuell sich selbst zur Wahl aufstellen lassen.
  • Mate 01.10.2015 12:47
    Highlight Highlight meine worte gimma. es kann doch echt nicht sein das wahlkampf wie in den usa zu uns kommt. wir wollen leute, die miteinander diskutieren können und nicht beleidigt referenden ankündigen.
  • amade.ch 01.10.2015 11:33
    Highlight Highlight Ziemlich desillusioniert, der gute Herr Gimma. Wieso sollen wir denn noch wählen gehen, wenn die KandidatInnen sowieso nur das Geld vertreten?
    • kunubu 01.10.2015 14:05
      Highlight Highlight Möglichst hohe Stimmbeteiligung bei möglichst wenig Stimmen für die etablierten Politiker. Zeichen setzen.
    • amade.ch 01.10.2015 14:29
      Highlight Highlight Zeichen setzen? Das steht aber nicht im Text von Gimma, oder? Ihm geht es ja vor allem um den Wahlkampf, den er offenbar unausstehlich findet. Er sagt ja am Anfang, dass wir wählen gehen sollen, um am Ende dann zu sagen, dass eigentlich niemand zur Wahl steht, der uns wirklich vertritt. Worin liegt dann unsere Motivation noch?
    • kunubu 01.10.2015 16:57
      Highlight Highlight Nein steht so nicht. Bin ich selber drauf gekommen ;)
      Also geht wählen! Wählt eure Mütter und Väter, eure Schwestern und Brüder, euch selbst oder mich :D
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