Schweiz
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«Ein ‹Nein› reicht nicht» – Frauen, prügelt euch!

Schweden führt die Einwilligungspflicht beim Sex ein. In der Schweiz reicht nicht mal ein «Nein», um sich vor einer Vergewaltigung zu schützen.

21.12.17, 05:12 21.12.17, 15:26

rebecca wyss / Aargauer Zeitung



«Ich schäme und ärgere mich bis heute. Über mich selbst vor allem», sagt Claudia, die ihren Nachnamen für sich behalten möchte. «Ich hätte Nein sagen sollen. Aber ich hab's nicht geschafft, ich war wie erstarrt.» Die zierliche, aber grosse Frau hatte sich noch nie übertölpeln lassen. Von keinem. Bis auf jenen Abend, an dem sie an der Geburtstagsparty einer Freundin diesen einen Mann kennen lernte. Die beiden unterhielten sich stundenlang. Irgendwann nahm er sie an der Hand und führte sie ins Badezimmer. Wortlos. Er küsste sie, sie küsste ihn zurück. «Ich fand es reizvoll, wie Teenager auf dem Klo herumzuknutschen.» Die Küsse wurden heftiger. Und plötzlich ging alles ganz schnell.

Augenblicke später zog er seine Hose hoch und verliess das Badezimmer. Sie blieb unten ohne am Boden liegen. «Ich war aufgewühlt. Es kam mir vor, als würde er sich über mich hermachen. Mich benutzen. Sein Geschäft verrichten. Und was machte ich?» Sie liess es über sich ergehen. Und er? «Er machte einfach. Es interessierte ihn nicht, wie es mir ging.»

Heute steht in Vergewaltigungsfällen oft Aussage gegen Aussage. bild: shutterstock

Solche Fälle hat die schwedische Regierung mit einem weltweit einmaligen Gesetz im Visier. Ab dem 1. Januar 2018 soll ein Mann, wie Claudia ihm begegnete, vor dem Akt das Einverständnis der Sexualpartnerin einholen müssen. Sie kann ihre Einwilligung mündlich geben. Oder diffuser: durch Handlungen, die eine Einwilligung signalisieren.

«Viele wissen nicht, dass ein einfaches ‹Nein› vor Gericht nicht reicht.»

Ein für beide Seiten deutliches Ja reicht also, damit der Sexualpartner später nicht wegen Vergewaltigung belangt werden kann. Heute gilt in Schweden, dass eine Frau «Nein» sagen oder den Mann nonverbal zurückweisen muss, wenn sie später eine Straftat geltend machen will.

Das «Einverständnis-Gesetz» soll nicht nur Frauen zugutekommen. Es gilt für alle Formen von Sexualität, bei der zwei Menschen zusammenkommen: Ehepaare, One-Night-Stands, Gruppensex oder gleichgeschlechtliche Beziehungen.

Breite Skepsis in der Schweiz

In der Schweiz ist man davon weit entfernt. Per Gesetz gilt nur als Vergewaltigung, wenn das Opfer weiblich ist. Zudem muss der Täter mit dem Penis in die Vagina eingedrungen sein. Dafür muss er Gewalt angewendet, die Frau unter psychischen Druck gesetzt oder sie zum Widerstand unfähig gemacht haben.

In der Praxis haben Frauen oft einen schweren Stand, wie die Rechtsanwältin Birgit Rösli, die Betroffene vor Gericht vertritt, sagt. «Oft kommen Täter davon, weil das Opfer nicht körperlich Widerstand geleistet hat.» Zwar sagten die Frauen deutlich «Nein», gingen dann aber nicht weiter. «Viele wissen nicht, dass ein einfaches ‹Nein› vor Gericht oft nicht reicht.»

Würde ein Gesetz wie in Schweden Abhilfe schaffen? «Bei mir wäre der Abend vielleicht anders ausgegangen», sagt Claudia, die Betroffene. Sie sei überrumpelt worden. «Hätte er sich Zeit genommen, um mich zu fragen, hätte ich sehr wahrscheinlich ‹Nein› gesagt.» Für ihn wäre dann die Schwelle, weiterzumachen, höher gewesen, glaubt sie.

Bei Experten, die in ihrer täglichen Arbeit mit Opfern von sexueller Gewalt zu tun haben, stösst die Regelung auf Skepsis. Es gebe Situationen, in denen Frauen sich nicht trauten, sich zu verweigern, sagt die Rechtsanwältin Brigit Rösli. «Wenn sie Angst haben, dass der Mann ihnen danach noch mehr Schaden zufüge.»

Umfrage

Wie in Schweden: Braucht es eine Einwilligungspflicht für Sex?

1,480 Votes zu: Wie in Schweden: Braucht es eine Einwilligungspflicht für Sex?

  • 41%Ja
  • 59%Nein

Für Mirjam Della Betta, Psychologin von der Frauenberatung Sexuelle Gewalt, steht fest: «Die Knackpunkte bei Vergewaltigungsfällen vor Gericht würden bestehen bleiben.» Heute muss eine Frau eine Vergewaltigung beweisen können. Bei der Einvernahme würde nach wie vor Aussage gegen Aussage stehen. «Ein mündliches ‹Ja› lässt sich genauso wenig beweisen wie ein ‹Nein›», sagt sie.

Sich wehren lernen

Für Männer könnte ein solches Gesetz aber auch Vorteile haben. Mit einem routinemässigen Abfragen könnten sie sich absichern. Eigentlich. Bei der Organisation Männer.ch winkt man aber ab: «Damit steht jeder Mensch, der den Partner vergisst zu fragen, gleich unter Verdacht», sagt der Medienverantwortliche Nicolas Zogg. Generell sei das ein «Misstrauensvotum» den Männern gegenüber. «Sinnvoller ist es, wenn an den Schulen die Sensibilität für solche Themen gefördert wird. Und Jungs nicht eine als männlich geltende Durchsetzungsfähigkeit antrainiert wird.»

Der Umgang mit Sexualität müsse offen thematisiert werden. Claudia hat den Mann nie angezeigt. «Ich dachte immer, ich sei selbst schuld. Ich habe ihm nicht deutlich genug signalisiert, dass ich nicht will.»

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127Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bluetooth 21.12.2017 18:07
    Highlight Braucht man jetzt die Bewilligung vom Staat um Sex zu haben?
    Oder was heisst das genau? Dass jeder Sex ohne zuerst zu fragen, eine Vergewaltigung ist und jeder Sex mit Einverständnis keine Vergewaltigung ist.
    Beim Ehepaar, das spontan dominanten Sex hat, sind beide strafbar.
    Der böse Onkel, der die junge unsichere Nichte psychisch manipuliert Ja zu sagen, ist dagegen vom Gesetz her geschützt und unantastbar?
    Die Schuldgefühle beim Opfer werden nicht verschwinden, sondern einfach neu "Ich hätte nicht Ja sagen dürfen" heissen.
    Und was heisst bitte "Einverständnis signalizieren".
    14 7 Melden
  • Bruno Wüthrich 21.12.2017 12:49
    Highlight Ich frage mich, was gewesen wäre, wenn sich der Mann nach dem Sex liebevoll um sie gekümmert hätte. Das hat er nicht. Und das spricht nicht für ihn.

    Daraus wird aber aus einvernehmlichem Sex noch keine Vergewaltigung. Übrigens: Es geht auch uns Männern so, dass wir mal Sex haben, wo wir uns hinterher sagen, da hätten wir lieber nein sagen sollen.

    Was das Gesetz in Schweden taugt, wird sich weisen müssen. Es zum vornherein als Humbug abzutun, liegt mir fern. Aber das von der Autorin gebrachte Beispiel ist hanebüchen. Völlig daneben. Da schadet sie der Debatte mehr, als sie ihr nützt.
    56 8 Melden
  • BananaJoe 21.12.2017 12:39
    Highlight Liebe Frauen UND Männer.

    falls ihr keinen Sex wollt, sagt das dem Gegenüber klar und deutlich.
    Macht nicht mit und heult danach rum.
    Sagt lieber einmal zuviel nein, aber sagt es!
    Sowas wie im Text beschrieben ist für mich unverständlich. Wenn man nicht nein sagt, ist man selber schuld wenn man erst im nachhinein bemerkt dass man eigendlich nicht wollte.
    44 16 Melden
  • Vio Valla 21.12.2017 11:05
    Highlight Ich glaube, der Typ hatte keine Ahnung, dass sie eigentlich gar nicht wollte. Ich hatte in jungen Jahren auch mal ein ähnliches Erlebnis. Eigentlich ging mir es zu schnell und im Nachhinein fühlte es sich nicht gut an. Aber dafür kann er ja nichts und ich habe aus dieser Erfahrung auch gelernt, selber etwas vorsichtiger zu sein und mehr in mich hinein zu horchen und bei einer Unsicherheit rechtzeitig Stop zu sagen. Seit da habe ich nie mehr ein solches Problem gehabt.

    Und dieses Gesetz halte ich für übertrieben und schütz schlussendlich auch vor solchen Dingen nicht.
    95 4 Melden
  • andrew1 21.12.2017 10:59
    Highlight Die gefahr von missbrauch ist mit dem neuen gesetz gross. Hat man z.b mit einer dame einen ons und man meldet sich nicht mehr und Madame hat sich mehr erhofft kommt man dann hintenrum man habe nie ausdrücklich ja gesagt. Eine retourkutsche fürs abservieren. Gibt ja schon heute viele rache-anschuldigungen. Habe erst kürzlich einen bericht gelesen wo der ex-freund der vergewaltigung bezichtigt wurde. Darauf hin wurden ihm reifen zerstochen, eingebrochen, verprügelt, bedroht.... Am schluss wurde er auf ganzer linie freigesprochen und die anschuldigungen waren erfunden. Gefährliche selbstjustiz.
    70 16 Melden
  • Tropfnase 21.12.2017 10:49
    Highlight Wohl etwas naiv? Sich mit einem fremden Mann in der Toilette einschliessen lassen um rum zu knutschen? Dass sollte jeder Frau klar sein dass sie damit die Ampel auf grün gestellt hat? Da muss an dann auch bereit sein die Notbremse zu ziehen, wenn man solche Spielchen spielt! Und jetzt wider alle bööser Mann meetoo
    91 45 Melden
  • aglio e olio 21.12.2017 10:40
    Highlight Wenn ein Nein nicht reicht hat unsere Gesellschaft ein grosses Problem.
    54 3 Melden
  • AbsolutelyChris 21.12.2017 10:09
    Highlight Krass das in einem, sollte man meinen, aufgeklärten Land, eine Vergewaltigung nur bestehen kann, wenn das Opfer weiblich ist. Wir mögen ja aufgeschlossen sein, doch in solchen Sachen haben wir definitiven Nachholbedarf!
    60 7 Melden
    • satyros 21.12.2017 12:57
      Highlight Es gibt den Tatbestand der sexuellen Nötigung, der die genau gleiche Strafandrohung für Fälle, in denen das Opfer männlichen Geschlechts ist, vorsieht. Unter den gleichen Artikel fallen übrigens auch anale Vergewaltigungen an Frauen.
      8 7 Melden
    • Mietzekatze 21.12.2017 16:08
      Highlight Satyros, nicht ganz... Der max. Strafrahmen ist zwar der Selbe (10 Jahre). Allerdings ist bei der sexuellen Nötigung 'oder Geldstrafe' ergänzt. bei der Vergewaltigung 'von einem bis zu zehn Jahren'. Die mindeststrafe untersteidet sich entsprechend massiv! Man könnte auch darüber diskutieren ob eine vaginale Vergewaltiung schlimmer ist als eine anale... aber lassen wir das
      11 1 Melden
    • satyros 21.12.2017 18:04
      Highlight Die Gerichte sind angehalten, bei derartigen Fällen den gleichen Strafrahmen zu verwenden, wie bei einer Vergewaltigung. Der theoretisch tiefere Strafrahmen ergibt sich daraus, dass auch andere Dinge, die weniger schwer wiegen, mit dem gleichen Tatbestand erfasst werden. Das alles ändert nichts daran, dass ein Vergewaltiger, der einen Mann "vergewaltigt" gleich bestraft wird, wie wenn er eine Frau vergewaltigt.
      4 1 Melden
  • Darth Unicorn 21.12.2017 09:46
    Highlight http://meedia.de/2017/12/20/schweden-sex-der-postillon-und-die-qualitaetsmedien-der-fast-aussichtslose-kampf-der-satire-seite-um-eine-richtige-berichterstattung/
    20 0 Melden
  • Asmodeus 21.12.2017 09:42
    Highlight Für alle Herren und Damen die nun unsicher sind was sie überhaupt noch dürfen.

    Druckt Euch einfach folgende Visitenkarte aus.

    51 12 Melden
    • poga 21.12.2017 10:15
      Highlight Das ist ein wirklich unnützes Stück Papier. Keine Angaben zu Dauer Art und Verhütung drinnen. Wer jetzt nicht einverstanden ist möge bedenken, Julian Assange hat die Anklage wegen Vergewaltigung bekommen, weil er scheinbar kein Kondom benutzt hat. Aber danke @ Asmodeus für den Versuch, das Ganze ein wenig einfacher zu machen.
      26 5 Melden
    • Asmodeus 21.12.2017 11:04
      Highlight Wichtig: Damit will ich nicht ausdrücken, dass wir sowas bräuchten.

      Aber einige Herren fühlen sich durch MeToo etc. scheinbar so extrem eingeschüchtert, dass sie zukünftig nur noch mit Profilaxe aus dem Haus gehen werden.

      Auf der Rückseite gibt es dann Felder für "nur mit Kondom", "Kein Anal", "Nicht küssen" etc.
      25 5 Melden
    • Asmodeus 21.12.2017 11:49
      Highlight @poga
      Der Punkt ist hier allerdings.

      Wenn eine Frau einwilligt mit mir geschützten Sex zu haben und ich auf das Kondom verzichte, dann war es kein einvernehmlicher Sex mehr und somit Vergewaltigung.

      Im Grunde genommen, jemanden unter falschen Vorwänden zum Sex zu überreden (leere Versprechungen, Lügen etc.) kann als Vergewaltigung ausgelegt werden.
      13 12 Melden
    • poga 21.12.2017 12:09
      Highlight Na bei unserer Gesetzgebung habe ich keine Angst. Aber eine Situation mit mehreren Individuen, in der ich die volle Verantwortung für das Befinden anderer verantwortlich bin.... basierend auf meinem Geschlecht: sorry aber das ist schon ein ziemlich dickes Ding. Genau darauf läuft dieses Gesetz jedoch hinaus. Zeig mir bitte nur eine andere andere Situation in der das umgekehrt abläuft. Das die Frau diese Verantwortung übernehmen muss.
      7 3 Melden
    • poga 21.12.2017 15:18
      Highlight Ich wollte nicht absprechen, dass es eine Vergewaltigung ist. Ich wollte auf die Vielzahl der zu deklarierenden Punkte aufmerksam machen, die so ein Vertrag beinhalten müsste, um seine Richtigkeit zu besitzen.
      3 0 Melden
  • Gleis3Kasten9 21.12.2017 09:38
    Highlight Könnte das etwa relevant für diesen Artikel sein? http://www.bildblog.de/95732/sex-fake-news-facebooks-machtmissbrauch-claus-klebers-saure-gurke/
    7 2 Melden
  • Nelson Muntz 21.12.2017 09:23
    Highlight Wieso will Mann Sex mit einer Partnerin, die keinen will? Eigentlich unnötig so ein Gesetz, oder sind wir jetzt alle Vergewaltiger geworden? Spätestens wenn Mann fragt ob sie die Pille nimmt oder den Gummi bereit macht kann und sollte sie sagen, dass sie kein Sex will. Die allermeisten Männer würden dann sicher nicht weitermachen.
    49 5 Melden
    • Baccara 21.12.2017 13:34
      Highlight Rüdiger, schon mal drüber nachgedacht, dass es Männer gibt, die ganz wild darauf sind, eine Frau aufs Kreuz zu legen, die sich wehrt?
      15 4 Melden
    • Sandro Lightwood 21.12.2017 17:16
      Highlight Und was ist mit Leuten, die auf normalem Weg keine abbekommen? Was ist mit psychischen Probleme?
      2 2 Melden
  • P. Saulus 21.12.2017 09:02
    Highlight Mir scheint, dass die Leute die unseren Umgang mit Sex regeln wollen, zumindest selbst darin keine grosse praktische Erfahrung haben. Sie möchten ihn gerne Bürokratisieren und sich einmischen in eine zutiefst intime und private Angelegenheit.
    Ich bin schon gross, und kann für mich stehen, und das erwarte ich auch von jedem mit dem ich Sex haben will.
    43 10 Melden
  • Sapien 21.12.2017 08:59
    Highlight Es ist interessant, wie sich Man gleich angegrieffen fühlt. Wenn so etwas passiert, dann heisst es nicht, alle wir Männer fallen darunter und überhaupt, es geht hier um einzelne Fälle. Und wie gesagt, es gibt Frauen die in solchen Situationen durchaus erstarren können, und gerade einmal ein Nein herausbringen, da wir Männer durch Mutter Natur, das stärkere Geschlecht sind, kann dies wohl sehr einschüchternd wirken. Ich meine hier in der Schweiz sollte ein Nein per Gesetz aufjedenfall gelten!! Hört auf die Opfer als Täter zu identifizieren und fühlt euch nicht immer gleich angegrieffen!
    40 62 Melden
    • poga 21.12.2017 10:18
      Highlight Also ein Gesetz, das die Situation vorwiegend vom Individuum weg zur Gleichsetzung treibt, und unter dem ein Geschlecht sehr viel stärker zu leiden hat, erweckt schon den Eindruck dass es an die Männer gerichtet ist.
      24 11 Melden
    • Sapien 21.12.2017 18:47
      Highlight Ich glaube Ziel des Gesetzes ist es vorallem, weg von dem Opfer (wieso hast du nicht nein gesagt) zu kommen und den Fokus auf den Täter (Hast du dich vergewissert, dass sie ja gesagt hat) zu schwenken.
      Wieso sollten wir uns dafür nicht einsetzen?? Klar ist der Man damit gemeint, wir sind ja auch offensichtlich das Geschlecht, welches sie mit reiner Gewalt durchsetzen könnte?! Aber wie gesagt, hier sprechen wir nicht von der Mehrheit der Männer. Und wenn du oder beispielsweise ich mich ja daranhalte, warum sollte und das Gesetz dann stören???
      4 2 Melden
  • FKAL 21.12.2017 08:57
    Highlight Ich war in einer genau gleichen Situation. Ich habe nein gesagt. Mehrmals. Trotzdem bin ich nicht aufgestanden als er weiter machte. Ich war zu naiv und zu wenig mutig mit 13. Trotzdem würde ich ihn nicht wegen Vergewaltigung anzeigen wollen. Er hat keine Gewalt angewendet. Ich finde, hier sind beide Schuld.
    42 18 Melden
    • Pain in the Ass 21.12.2017 11:38
      Highlight Wie alt war er? Dein Fall ist mit dem hier von Claudio nicht zu vergleichen. Sie war damals bereits eine erwachsene Frau.
      18 5 Melden
  • sheshe 21.12.2017 08:45
    Highlight Ich will überhaupt nicht werten, aber ein Klarstellung.

    Im Text heisst es:
    "Sie kann ihre Einwilligung mündlich geben. Oder diffuser: durch Handlungen, die eine Einwilligung signalisieren. "

    Im Beispiel dann:
    "Irgendwann nahm er sie an der Hand und führte sie ins Badezimmer. Wortlos. Er küsste sie, sie küsste ihn zurück"

    Also ich weiss ja nicht, vielleicht bin ich zu unsensibel oder zu alt oder was weiss ich, aber wenn die Frau mit ins Bad kommt und zurück küsst, ohne abzubrechen, dann ist doch der Umstand "Einwilligung signalisieren" gegeben, oder nicht?
    129 15 Melden
    • Asmodeus 21.12.2017 11:06
      Highlight Das Beispiel ist sehr schlecht beschrieben. Es springt von wildem rumknutschen dass ihr gefiel zu Sex den sie nicht wollte aber zu dem sie auch nicht nein sagte.

      Wir haben also keinerlei Anhaltspunkte ob für den Mann überhaupt klar sein konnte, dass sie nicht mehr als Küssen wollte.
      Es ist durchaus möglich also, dass es aus seiner Sicht ein Quickie im Badezimmer und aus ihrer Sicht eine Vergewaltigung war. Einfach Mangels klarer Zeichen und Kommunikation.
      27 4 Melden
  • dracului 21.12.2017 08:37
    Highlight Noch mehr Gesetze regeln nicht, was wir zwischenmenschlich nicht hinkriegen. Der ungebrochene Glaube an die Kraft von Gesetzen ist beängstigend. Zudem schaffen wir es seit Jahren nicht ein gemeinsames Verständnis einer altersgerechten Aufklärung an Schulen zu erreichen. Letztlich wäre ein gemeinsamer und offener Dialog der Bildung von einem gesunden Menschenverstand zuträglicher, als alle Gesetze dieser Erde!
    46 1 Melden
    • Laggi 21.12.2017 13:54
      Highlight Du bringst es auf den Punkt.
      5 0 Melden
  • Lezzelentius 21.12.2017 08:33
    Highlight Ach, man muss neu explizit gefragt werden, um "Nein" sagen zu dürfen, ist es das, was das "Opfer" hier als Argumentation bringt? Da sind keine Anzeichen, dass sie sich gewehrt hat und weil sie sich letztendlich schlecht fühlt, soll es eine Vergewaltigung sein?

    Habe ich mich selbst vergewaltigt, wenn mich als Junge, der das erste Mal masturbiert hat, Schuldgefühle plagen?

    Solcher Diskussionen ist sich die Männerwelt meines Empfindens nach langsam überdrüssig.
    46 13 Melden
  • Baccara 21.12.2017 08:23
    Highlight Eine Vergewaltigung zu beweisen ist nahezu unmöglich, wenn du als Frau nicht gerade angesprungen und verprügelt worden bist. Weiss ich leider aus eigener Erfahrung. Wenn dies z.B. der eigene Partner ist oder du diese Person nach Hause begleitest, vielleicht sogar in der Absicht, Sex zu haben, deine Meinung dann aber änderst.

    Da nützt dir auch nichts wenn du ja oder nein gesagt hast, in der Regel ist ja niemand anwesend - ausser der Täter - der das bestätigen kann.
    45 29 Melden
    • The IT Guy 21.12.2017 10:19
      Highlight Weshalb die Blitze?!
      19 4 Melden
    • flausch 21.12.2017 10:53
      Highlight Wow 75% Blitze?
      Und die vereinte Männliche Angst schlägt ein und verwehrt sich sowohl der Logik als auch der Warheit.

      Blitzen konntet ihr aber diesem Kommentar von Baccara wiedersprechen nicht. Wesshalb? Weil er die Tatsachen klar und unangenehm beschreibt.
      21 17 Melden
    • DerTaran 21.12.2017 12:21
      Highlight Flausch, warum gehst du davon aus, dass nur Männer geblitzt haben? Sie sagt ja, das das Gesetz sinnlos ist. Da könnten auch Frauen geblizt haben.
      6 2 Melden
    • Baccara 21.12.2017 12:38
      Highlight ..übrigens: Die Blitzer wirds freuen, ich habe darauf verzichtet, meinen damaligen Partner wegen Vergewaltigung anzuzeigen. Die Beweislast lag bei mir - somit hatte ich keine Chance.
      4 1 Melden
    • SemperFi 21.12.2017 13:17
      Highlight Man nimmt niemanden nach Hause mit der Absicht Sex zu haben, um dann so spontan die Meinung zu ändern. Ein bisschen mehr Verantwortungsbewusstsein und Ernsthaftigkeit im Umgang mit der Sexualität darf man von Erwachsenen erwarten.
      13 21 Melden
    • flausch 21.12.2017 14:21
      Highlight
      @DerTaran

      Geh ich das?

      Und können Frauen nur desshalb geblitzt haben weil sie wie du schreibst ja sagt das dieses Gesetz sinnlos sei?
      1 2 Melden
    • Datsyuk 22.12.2017 08:44
      Highlight SemperFi:
      Doch, sicher. Warum sollte denn die Meinung nicht geändert werden dürfen?
      3 2 Melden
    • SemperFi 22.12.2017 08:57
      Highlight @Datsyuk: Selbstverständlich darf die Meinung geändert werden, das stelle ich nicht in Abrede. Und schliesslich darf Sexualität nur im gegenseitigen Einvernehmen stattfinden. Aber mit jemandem Sex zu haben, ist für mich ein Entscheid von grösserer Tragweite als die Wahl des Mittagsmenüs. Deshalb erwarte ich, dass man sich über seine Grenzen klar ist, bevor man heftig küssend auf einem ClubKlo ist.
      2 3 Melden
    • DerTaran 22.12.2017 09:32
      Highlight @Baccara, ich habe nicht geblitzt und freue mich ganz und gar nicht, dass sie ihn nicht angezeigt haben (auch wenn ich leider nachvollziehen kann warum). Kein Mann der eine Frau vergewaltigt, sollte ungestraft davon kommen.
      0 0 Melden
    • Baccara 22.12.2017 10:34
      Highlight SemperFi - vielleicht wird mir unterwegs schlecht oder ich kriege meine Tage. Und nur weil ich den jetzt im Schlepptau habe, muss ich trotzdem Sex haben, auch wenn ich alles voll blute oder kotze? (wahlweise)
      2 2 Melden
    • Datsyuk 22.12.2017 10:35
      Highlight Deshalb kann der Entscheid auch geändert werden... Du hast von "jemanden nach Hause nehmen" gesprochen.
      2 0 Melden
  • Iko5566 21.12.2017 08:11
    Highlight Sind auf die Toilette mitgehen und heftiges Küssen keine Handlungen die ein ja signalisieren? Versteht mich nicht falsch. Ich bedaure sehr, dass dies für die Betroffene nicht so war, aber dass dies für den Mann den Anschein eines ja‘s machte scheint mir doch irgendwie verständlich. Hier hätte auch die alte Nein-Regel ihren Dienst getan, denke ich.
    76 7 Melden
    • flausch 21.12.2017 10:57
      Highlight Common?
      Nur weil jemand Küssen will heisst dies noch lange nicht auch Sex zu wollen...
      Respektive aufgrund heftigen Küssens die einverständniss zu Sex zu implizieren, nicht einmal nachfragen ob die handlungen sich gut anfühlen zeigt ziemlich klar das viele Männer Frauen nicht als vollständige Lebewesen achten...
      22 46 Melden
    • Iko5566 21.12.2017 12:21
      Highlight Für das Küssen hätte sie ihn jedoch nicht auf die Toilette zu begleiten brauchen. Oder etwa schon? Und in meinem Freundeskreis mit sehr emanzipierten stsrken Frauen ist nachfragen der „abtörner“ schlechthin. Nur nochmals zum Verständnis. Ich unterstütze keine Form von Gewalt, weder sexuelle noch sonst Eine. Weder an Frauen noch an Männern. Aber Nein zu sagen sollte irgendwie schon drin liegen. Meine Meinung
      13 3 Melden
    • Baccara 21.12.2017 12:40
      Highlight Und auch hier - haufenweise Blitze! Ich verstehs nicht - oder haben die Blitzer mit jedem, den sie heftig geküsst haben, jeweils gleich Sex?
      6 9 Melden
    • Schmirinskis 21.12.2017 13:01
      Highlight Flausch ich stelle mir das sehr abturnend vor. Wilded rumknutschen, dann ein Bruch - "Darf ich deinen Hals küssen?". Paar Minuten später: "Darf ich dir dein Shirt ausziehen", das selbe noch beim Berühren der Brüste, Ausziehen der Hose, Berühren der Scheide und so weiter. Da ist doch sämtliche Lust verflogen. Wenn wildes Rumknutschen nicht reicht, wo ist dann der Strich zu ziehen?
      11 6 Melden
    • flausch 21.12.2017 15:33
      Highlight @schmirinskis
      Ich bin da eher der Meinung das respektloses und forsches Verhalten ein Abturner ist und habe noch nie die Erfahrung gemacht das irgendeine Person durch eine Nachfrage abgeturnt worden wäre, ganz im Gegenteil.
      8 9 Melden
    • DerTaran 22.12.2017 09:39
      Highlight Es gibt durchaus nicht wenig Frauen, die Nachfragen als unmännlich (und damit lusttötend) empfinden.
      1 0 Melden
    • SemperFi 22.12.2017 09:46
      Highlight @baccara: Eher umgekehrt: Ich küsse niemanden heftig und wild, mit dem ich mir nicht auch Sex vorstellen könnte.

      Ich finde die Entwertung von körperlicher Intimität widerlich. Beim Bachelor könnte ich jedesmal k.....
      2 0 Melden
    • flausch 22.12.2017 14:56
      Highlight @SemperFi
      Nur weil man Körperliche Intimität auf eine Faire und gleichberechtigte weise teilt antstatt sie in exklusiven und zwangshaften Beziehungen einsperrt heisst das noch lange nicht das man sie entwertet.

      Ok der Bachelor ist effektiv wiederlich aber das haben gewisse Shows so an sich und bedeutet nicht das nur das 50erjahre Modell ok ist.
      0 1 Melden
    • SemperFi 22.12.2017 16:47
      Highlight @flausch: Oke, Sie haben aber ein radikales Schwarz-weiss-Denken. Gedankenloses Herumküssen hat für mich gar nichts mit fair und gleichberechtigt zu tun. Absurd.
      1 0 Melden
  • Dogbone 21.12.2017 08:10
    Highlight Da ist wieder mal etwas - vermutlich unter dem Druck der Öffentlichkeit - gewurstelt worden. Schade natürlich, aber das funktioniert leider genauso wenig wie alles andere.

    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, mit einer Frau Sex zu haben, wenn sie mich nicht wirklich will und was Mann daran aufgeilt. Aber solange es Typen gibt, die das wie im „Claudia-Beispiel“ tun können und auch tatsächlich tun, wird es möglicherweise keine schlaue Lösung dafür geben. Ausser dass alle anderen Männer bei einem Verdacht entsprechend deutlich reagieren.
    9 16 Melden
  • Kengru 21.12.2017 07:54
    Highlight Morgen Rebecca ( hoffe man darf du'zen)
    Wollt mal was zum artikel sagen, eindrücklicher titel aber ist das vernünftig andere "an zu stiften", in dem fall frauen, sich mit gewalt zu weheren?
    12 14 Melden
    • flausch 21.12.2017 11:05
      Highlight Ich glaube schon!
      Vergewaltigung ist nämlich in der Schweiz praktisch nur dann beweisbar wenn die Tatverdächtige Person bei der verhaftung noch Spuren eines Kampfes aufweist...
      Somit ist es die rechtliche Handhabung die eine Person zur anwendung von Gewalt respektive Notwehr (und darum geht es) zwingt.

      Die Frage ist weniger ob Rebecca Wyss das darf sondern vielmehr wesshalb es Menschen gibt die glauben sie dürfte dies nicht.
      10 4 Melden
  • Der müde Joe 21.12.2017 07:47
    Highlight Es gibt auch das andere Beispiel. Ein Mann wird von einer Frau zum Sex verleitet/verführt, diese macht später die Aussage sie sei dazu gezwungen worden. Und das kommt häufiger vor als viele denken, sogar in Ehen! Eine klare Einverständniserklärung ist auch ein Schutz für ihn. Ich finde es eigentlich haarsträubend, dass man über sowas diskutieren muss.
    Ein Appell an Männer: Gratulation wenn ihr es schafft eine Frau zum Sex zu verführen, fragt sie aber ob es ok für sie ist - und nicht erst danach! Und Frauen: Ihr müsst klare Grenzen setzten, auch im „Eifer des Gefechts!“
    21 18 Melden
  • bilbo 21.12.2017 07:41
    Highlight Es ist erwiesen, aber leider noch weitgehend unbekannt, dass viele Vergewaltigungsopfer unwillkürlich in eine Schockstarre verfallen, in der physischer Widerstands unmöglich ist. Dies nennt man "tonische Immobilität". Was die Frau im Artikel berichtet, passt dazu.

    Hier eine Übersicht auf Deutsch: https://broadly.vice.com/de/article/wjqzzb/vergewaltigungsopfer-koennen-sich-nicht-einfach-wehren

    Und hier auf Englisch: http://newsroom.wiley.com/press-release/acta-obstetricia-et-gynecologica-scandinavica/many-rape-victims-experience-involuntary
    32 9 Melden
    • Bluetooth 21.12.2017 17:54
      Highlight Ich lade Gäste zum Nachtessen ein, vergesse dabei zu sagen, dass das Essen Erdnüsse beinhaltet. Der eine Gast reagiert allergisch auf Erdnüsse, beginnt schwer zu atmen und stirbt danach an einem anphylaktischer Schock.
      Macht das mich als Koch zum Mörder?
      Hätte ich früh wahrnehmen müssen, dass er gerade eine allergische Reaktion durchlebt und unfähig ist das Problem anzusprechen?
      Ich finde die Absichten des Täters sind entscheidend. Sei es nun eine fahrlässige Vergiftung oder Vergewaltigung.
      2 5 Melden
  • Obey 21.12.2017 07:40
    Highlight Das Gesetz ist ok so, wenn es dies wirklich braucht und sich so Vergewaltigung vermeiden lassen. Ich hoffe einfach kein Mann ist dumm genug ohne schriftliche(!) Genehmigung mit einer Frau Sex zu haben. Denn das mündliche Einverständnis wird sich, genauso wie ein Nein, nie beweisen lassen. Und mit diesem Gesetz ist der Schuldige bereits ausgemacht. Die Unschuldvermutung wird in der Praxis ausgehebelt. Wie gesagt, vielleicht ist das tatsächlich nötig, aber als Mann muss man sich nun wirklich schriftlich absichern. Alles Andere ist ein Spiel mit dem Feuer.
    15 9 Melden
    • Baccara 21.12.2017 12:42
      Highlight Obey - siehs doch einfach auch mal von der anderen Seite: die Frau hat KEINE Chance, eine Vergewaltigung zu beweisen, wenn sie keine sichtbaren Kampfspuren aufweist.

      Das Trauma darf sie dann aber trotzdem gerne behalten.
      9 2 Melden
    • Obey 21.12.2017 14:28
      Highlight Wie geschrieben: Wenn das Gesetz dazu führt, dass weniger Situationen entstehen in denen sich Frauen überrumpelt oder genötigt/vergewaltigt fühlen, so ist das Gesetz völlig ok. Und ich habe auch kein Problem damit, dass die Beweispflicht von der anderen Seite erbracht werden soll. Ich habe lediglich ausformuliert, was nicht deutlich genug gesagt wurde: Ein mündliches Einverständnis ist NULL wert! Wer auf Nummer sicher gehen will macht einen schriftlichen Vertrag, sonst ist er als Mann mit einem Bein im Gefängnis.
      3 1 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 21.12.2017 07:17
    Highlight Zentraler und in meinen Augen sehr wichtiger Satz: "Der Umgang muss offenere werden!"
    Weil solche Gesetzte sind reine Symbolpolitik. Die Zustimmung kann "mündlich oder durch Handlungen die eine Einwilligung signalisieren erfolgen". Wem soll das im konkreten Fall etwas bringen? Wie soll jemals jemand beweisen, dass er nicht diffus zustimmend Gehandelt hat? Und bei solchen "Handlungen" bestehet auch ein immenses Potenzial für Fehler in der Kommunikation.
    10 1 Melden
  • master dave 21.12.2017 07:07
    Highlight Die Aussagen zur Vergewaltigung in der Schweiz sind trügerisch. Zwar stimmt die enge definition von "Vergewaltigung" tatsächlich, aber: alle restlichen sexuellen Handlungen fallen unter "Sexuelle Nötigung", welches dasselbe Strafmass hat. Somit spielt diese enge Definition von Vergewaltigung praktisch keine Rolle. Bessere Recherche würde belohnt werden...
    23 2 Melden
  • bcZcity 21.12.2017 06:56
    Highlight Ja ja, Männer die Schweine und Frauen die wie erstarrt alles über sich ergehen lassen (Story zu Beginn), wie immer. Ich kann es nicht mehr hören! Zumindest in Gesellschaften/Ländern wo die Frau nicht gezielt unterdrückt und von Geburt an weniger wert ist, erwarte ich selbsbewusste Frauen, welche nach einem Nein auch eine Ohrfeige nicht scheuen!! Wehrt Euch! Was bei dummen Sprüchen oder ungewollten Annäherungen, von Erwachsenen Menschen, durchaus erwartet werden darf. Oder schadet es sonst der Karriere?! Stichwort, Hollywood etc.
    427 147 Melden
    • who cares? 21.12.2017 07:18
      Highlight Ich kann es nicht mehr hören! Zumindest in Gesellschaften/Ländern wo die Frau nicht gezielt unterdrückt und von Geburt an weniger wert ist, erwarte ich Männer, die Frauen als Menschen akzeptieren können und Rücksicht nehmen (siehe Kommentar unten). Wenn ein Mann kein Schwein ist, merkt er wenn es der Frau keinen Spass macht. Einer vor Angst/Schock erstarrten Frau macht es keinen Spass übrigens.
      40 7 Melden
    • gumpibaueli 21.12.2017 07:34
      Highlight Ich verstehe, welchen Punkt du machen willst, es ist aber so, dass Frauen in Stress-Situationen weniger einem Kämpfen oder Fliehen Verhalten folgen, sondern einem tend&befriend. Daher ‘frieren’ viele einfach ein. Detailliert kannst du das hier nachlesen: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/m/pubmed/10941275/
      31 6 Melden
    • Darth Unicorn 21.12.2017 07:46
      Highlight https://www.watson.ch/Blogs/Videos/816510326-Nicht-alle-Männer-sind-sexistische-Eichhörnchen!
      9 6 Melden
    • Gar Manarnar 21.12.2017 08:07
      Highlight Angst-/Schockzustand kennsch?
      21 10 Melden
    • Dunning Krüger Effekt 21.12.2017 08:22
      Highlight Frauen sind also selbst Schuld, wenn sie kein Selbstvertrauen haben. Männern ohne Selbstvertrauen, die meinen, nur via Druck zu "Sex" zu kommen, kann man ja nichts vorwerfen. ... Behandelt eure Frauen anständig & schaut weniger Pornos...
      28 28 Melden
    • pun 21.12.2017 09:38
      Highlight Wenn es immer die gleichen Geschichten gibt kann man darauf reagieren wie du und darauf verfallen, den Opfern eine Mitschuld zu geben - und damit genauso das immergleiche Muster bedienen - oder man überlegt sich, wie sich das Problem lösen oder zumindest verbessern lässt.

      Tu nicht so, als ob es für uns Männer auch ohne Schreie, Ohrfeigen und Tritte in unsere Schritte so verdammt schwierig wäre, zu merken oder herauszufinden ob eine Frau gerade auch Sex will oder nicht.
      33 7 Melden
    • flausch 21.12.2017 10:48
      Highlight Schonmal was von der "Schockstarre" gehört?

      Die kommt bei Menschen in verschiedenen teils abgeschwächten Formen vor. Was eben auch heisst das es Menschen gibt die in gewissen Situationen Plötzlich alles über sich ergehen lassen und sich nicht wehren können weil sie aufgrund eines natürlichen Schutzmechanismuses die Kontrolle über ihren Körper verlieren.

      Im übrigen ist das weder Witzig noch Selten aber es gibt immer Menschen die gewisse dinge nicht verstehen wollen...
      12 10 Melden
    • Schmirinskis 21.12.2017 13:10
      Highlight Woher soll ein Mann erkennen, ob eine Frau in der Schockstarre ist, oder einfach sehr passiv beim Beischlaf? Gibt schliesslich um einiges mehr Frauen, die sich nicht am Sex beteiligen, als Vergewaltigungsopfer.
      8 12 Melden
    • flausch 21.12.2017 20:13
      Highlight Erstens geht es hier nicht nur ums ins Bett folgen und zweitens muss eine Person sehr sehr ignorant sein um eine plötzliche Schockstarre nicht zu bemerken.
      und Peter: Du gibst hier sehr viel verantwortung ab!
      2 4 Melden
    • flausch 22.12.2017 02:57
      Highlight teil eins: Sorry hab mich verlesen.
      teil zwei: Also bist du dann auch bereit die verantwortung für eine potentielle Vergewaltigung zu tragen?
      Kennst du diese aussage: "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht"?
      3 3 Melden
    • pun 22.12.2017 09:09
      Highlight Es ist nicht schwierig, ausschliesslich einvernehmlichen Sex zu haben, du musst dafür aber die Vorstellung ablegen, dass dir Sex zusteht wenn du gewisse "Vorarbeiten" gemacht hast, lass es uns dir mit dem Beispiel Tee erklären:
      3 3 Melden
    • pun 22.12.2017 12:47
      Highlight "Bereitwillig" und "geänderte Meinung" ist eine Unterstellung deinerseits und deutet darauf hin, dass du eben genau diese Erwartungshaltung hast, wenn gewisse andere Dinge bereits gemacht wurden.
      Aus dem Artikel können wir weder schliessen, dass sie "bereitwillig" mitgemacht habe und auch nicht, dass sie ihre Meinung änderte. Knutschen heisst nicht Sex, stundenlange Gespräche heissen nicht Sex und auch zu Zweit ins Bad gehen um zu Knutschen heisst nicht Sex. Sex darf schlicht keine Erwartungshaltung sein, gerade weil es nicht nur um Tee geht.
      1 2 Melden
    • flausch 22.12.2017 15:08
      Highlight @R. Peter
      Ist ja schon klar das du denkst meine Meinung könnte nur von einem Fräulein vertreten werden ;p

      Tja das Tee Beispiel ist einfach schwierig zu verstehen für Menschen die offensichtlich keinen wert auf "Sex" legen.
      "Sex" ist diese Aktivität die Menschen auf gleichberechtigte, Lustvolle und Sichere art miteinander verbindet. "Sex" ist nicht müssen nur weil man in einer Beziehung ist oder weil man glaubt einer anderen Person die erwartung erfüllen zu müssen. "Sex" ist dieses gemeinschaftliche, positive und erfüllende ding das Menschen nur dann machen wenn sie es auch wollen...
      3 2 Melden
    • pun 23.12.2017 09:30
      Highlight Fragen oder eindeutige Zeichen erhalten. Das war offensichtlich so beim quatschen, ins Bad wurde sie auch nicht genötigt, und beim knutschen hat sie mitgemacht. All das hat den Typen glauben machen, er habe jetzt Anrecht auf Sex und den hat er sich genommen. Klar kann man argumentieren, das sei halt ein absoluter Vollidiot, der nicht versteht, dass sich nicht bewegen, nichts mehr sagen und sich nicht aktiv am Sex beteiligen ein Hinweis darauf sein könnte, dass sie das eigentlich nicht möchte. Das ist aber keine Entschuldigung und macht den Verkehr nicht weniger falsch und ungewollt.
      1 2 Melden
    • pun 23.12.2017 15:47
      Highlight Doch, wer Sex mit einer anderen Person haben will, ist dafür zuständig, dass die andere Person aktiv zustimmt. Das gilt natürlich gegenseitig.

      Dieses "sie lässt sich gerne führen" ist auch so ein Mythos. Wenn das so eine Art Dom-Sub-Verhältnis wäre, wäre der, der führt noch viel mehr in der Verantwortung, Wohlbefinden und Vertrauen sicherzustellen.
      2 1 Melden
    • pun 23.12.2017 23:06
      Highlight Klar.
      0 3 Melden
  • Hoppla! 21.12.2017 06:43
    Highlight Ganz anderer interessanter Punkt: Wieso fühlt man sich als Opfer (!) danach schuldig?

    Wut, Hilflosigkeit, Angst,... scheint alles erklärbar zu sein. Schuldigkeit passt aber so gar nicht dazu.
    23 62 Melden
    • Mary Poppins 21.12.2017 07:19
      Highlight Ja passt wirklich nicht so, verstehe, dass es dich irritiert. Ich kann dir leider nicht genau erklären, weshalb es so ist, aber ich weiß, dass es als psychologisches Phänomen bei fast allen Opfern von sexueller Gewalt vorkommt, das sich schuldig fühlen. obwohl es tatsächlich wenig Sinn ergibt so über den Kopf vorgestellt...
      33 1 Melden
    • mein Lieber 21.12.2017 07:35
      Highlight Ich vermute mal dass du noch nie vergewaltigt worden bist? Solche Gefühle sind für nicht betroffene schwer nachvollziehbar, aber sollten von diesen nicht hinterfragt werden.
      16 8 Melden
    • gumpibaueli 21.12.2017 07:36
      Highlight Ich denke das Schuldgefühl kommt daher, dass einem betroffenen Opfer vermittelt wird, es hätte sich doch stärker zur Wehr setzen können. Ein Gefül von ‘Selber Schuld sein’ ist auch ein Schuld Gefühl.
      29 1 Melden
    • Mira Bond 21.12.2017 07:38
      Highlight Weil wir von klein an gelernt haben, immer ein Stück hintendran zu stehen und Opfer im Alltag zu bringen. Dazu gehört auch die Schuld auf sich zu nehmen. Aber wenn ich die Kommentare hier anschaue, werden viele (nicht alle!) Männer es eh nicht verstehen.
      Wer geht übrigens oft nicht zur Seite, wenn man sich auf dem Trottoir kreuzt? Genau dort fängt es an...
      24 6 Melden
    • Asmodeus 21.12.2017 07:52
      Highlight Als selbst betroffener relativ simpel zu beantworten.

      "Ich hätte mich mehr wehren müssen."
      "Ich hätte mehr sagen sollen"
      "Ich habe es provoziert"
      "Vielleicht hat es mir ja doch gefallen"
      "Ich habe die falschen Signale gesetzt"

      Wenn man nicht gerade in einer dunklen Gasse aus dem Nichts von 5-10 Leuten überfallen wird, dann schleichen sich diese Gedanken ein.

      Und selbst dann wäre es:

      "Ich hätte nicht so spät Abends noch unterwegs sein sollen."
      "Ich hätte nicht diese Abkürzung nehmen sollen"
      53 4 Melden
    • Gar Manarnar 21.12.2017 08:11
      Highlight Weil es genug Männer gibt, die sowieso sagen "Sie wollte es doch!", "Sie hätte sich nicht so anziehen sollen" etc.

      Dass Schuldgefühle "so gar nicht dazupassen" ist schlicht falsch. Die sind bei Opfern (nicht nur von Sexualstraftaten) häufig zu beobachten. Du scheinst hier dem Opfer implizit ein Selbstverschulden zu unterstellen.
      22 2 Melden
    • Juristin 21.12.2017 08:19
      Highlight Nun, um obenstehendes Beispiel zu nehmen:
      Sie hat nicht nein gesagt -> Sie ist aus ihrer Sicht also selber schuld hat er sich über sie her gemacht.
      Sie hat sich mit ihm von der Partyszene entfernt auf das Klo -> Die Folgen sind abschätzbar gewesen. Sie fühlt sich also schuldig, weil sie nicht von Anfang an dagegen war.
      Wenn "man" Opfer eines Übergriffes wird, sucht man immer zuerst nach eigenen Fehlern. Was hätte ich machen können, damit das gar nicht erst geschehen wäre?
      Oftmals werden Opfer auch genau mit diesen Anschuldigungen konfrontiert.
      17 3 Melden
    • Baccara 21.12.2017 08:21
      Highlight Bist du ein Mann?

      Ich frage daher, weil meistens Frauen sich für etwas schuldig fühlen, für das sie nichts können. Frauen werden gemeinhin eher dazu erzogen, allen gefallen zu müssen und weisst man Menschen zurück, soll man sich gefälligst schuldig fühlen, weil man diese verletzt hat. Nicht, weil man sich selber schützt.

      (ich erkläre nur das Schuldigkeitsgefühl, stimme mit einer solchen Erziehung überhaupt nicht überein)
      15 4 Melden
    • palito 21.12.2017 08:54
      Highlight doch passt. um zu versuchen, dass unfassbare zu verstehen, fragt sich frau/mann "was hätte ich tun können, um es zu verhindern?". weniger trinken, nicht an diesen ort hingehen, mich stärker wehren, hab ich das falsche gesagt und und und
      für aussenstehende wie du das offensichtlich bist, mag das irrational sein. hier ein interessanter beitrag:

      http://www.trauma-und-wuerde.de/die-schuld-der-taeter-und-die-schuldgefuehle-der-opfer/
      5 0 Melden
    • Asmodeus 21.12.2017 09:35
      Highlight @Baccara
      Das hat nichts mit männlich oder weiblich zu tun. Nahezu alle Opfer durchleben dasselbe, egal ob männlich oder weiblich.

      http://whenyoureready.org/anonymous-story-apparently-not-all-victims-matter/
      6 4 Melden
    • Baccara 21.12.2017 12:44
      Highlight Asmodeus - das mag stimmen, nur fühlen sich Frauen fast immer schuldig, egal in welcher Situation...bei Männern sehe ich dieses von vornherein schuldig fühlen vielvielviel weniger.
      5 2 Melden
    • Asmodeus 21.12.2017 14:50
      Highlight Bloss weil Du es nicht siehst, heisst es nicht, dass es nicht da wäre.

      Wir Männer dürfen bloss keinerlei Schwäche zeigen. Wir dürfen nicht um Hilfe bitten. Wir dürfen nicht krank/verletzt sein. Wir dürfen nicht weinen. Wir dürfen keine Angst haben. Wir dürfen uns nicht schuldig fühlen. Wir dürfen auch nicht Opfer sein wie man an der Herz/Blitz-Ratio meines Kommentars sieht.

      Kein Wunder also glaubst Du, dass wir Männer uns keine Vorwürfe machen würden. Wir dürften es Euch eh nicht zeigen.
      10 0 Melden
    • Baccara 22.12.2017 10:32
      Highlight Nein, ich finde nicht, dass ihr keine Opfer sein dürft. Wenn euch dieselben Dinge passieren wie uns Frauen dürft ihr jederzeit ein #metoo posten, ich (als alte Feministin!) unterstütze das uneingeschränkt. Die Integrität eines Menschen ist für mich völlig unabhängig vom Geschlecht.
      2 0 Melden
  • who cares? 21.12.2017 06:42
    Highlight Bevor hier alle kommen und sich angegriffen fühlen: So schwer ist es nicht, herauszufinden ob eine Frau einverstanden ist. Bei allen meinen bisherigen Partnern, sei es Freund, lockeres Daten oder ONS, hat er immer nachgefragt, wenn ich irgendwo gezögert oder nicht so enthusiatisch war, noch bevor ich etwas sagen konnte. Ein einfaches "alles okay?" hat mir bereits die Gewissheit gegeben, dass ich wenn immer ich wollte, nein sagen konnte. Das geschieht ganz automatisch, wenn ein Mann weiss, das der Körper der Frau nicht einfach ein Selbstbedingungladen ist, sondern das man Sex zu zweit hat
    368 31 Melden
    • Obey 21.12.2017 07:50
      Highlight Nein, ist es tatsächlich nicht. Und ich hoffe doch, dass das bei den Meisten auch als indiskutable Tatsache akzeptiert ist. Ich glaube was viele stört ist "das Kleingedruckte": der Mann wird für den Beweis der Zustimmung haftbar gemacht. Für mich und für viele hoffentlich auch kein Problem, ein kleiner Standartvertrag (schriftlich)reicht völlig aus dafür. Ich finde aber das sollte man klar kommunizieren: Steht Aussage gegen Aussage ohne Vertrag, steht der Mann unter Generalverdacht! und das öffnet Missbrauch Tür und Tor.
      Lässt sich aber wie gesagt einfach umgehen, deshalb halb so wild
      9 4 Melden
    • Luwinho 21.12.2017 08:02
      Highlight Absolut einverstanden mit deiner Aussage. Denke jedoch, dass es beim erstmaligem/einmaligem Treffen (wie bei dieser Geschichte) nicht einfach ist, als Mann, so eine Art von Empathie zu entwickeln auch da mit Sicherheit Alkohol im Spiel war. Hier wäre es meiner Meinung nach wichtig gewesen, als Frau, ein deutliches Nein zu Signalisieren.
      11 5 Melden
    • DerTaran 21.12.2017 08:50
      Highlight Ich fühle mich nicht angegriffen, aber gerade das obige Beispiel erscheint mir schon als indirektes JA interpretierbar. Ja, der Mann war ein unsensibles Arschloch, oder betrunken, oder beides, aber macht Ihn das zum Vergewaltiger?
      Wenn wir das weitertreiben, was gerade passiert, dann sehe ich schwarz für die nächsten Generationen. Sex wird wieder Gesellschaftlich geregelt und bedarf gegenseitiger, nachprüfbarer Bestätigung. Das gab es schon früher, es nannte sich Ehe (aber auch das scheint in Zukunft noch nicht geregelt genug).
      21 8 Melden
    • Ohniznachtisbett 21.12.2017 09:09
      Highlight Danke. Genau so ist es! Funktioniert übrigens auch umgekehrt...
      5 1 Melden
    • FrancoL 21.12.2017 10:41
      Highlight Pflichte Dir zu 100% bei, es ist keine Hexerei das Gegenüber zu verstehen auch im Sex nicht, es braucht aber einen Willen und den lassen viele zu Hause.
      5 2 Melden
    • DerTaran 21.12.2017 12:12
      Highlight Es geht ja grade darum, dass dieses Verstehen nicht mehr ausreichen soll. Um ganz sicher zu sein, musst du dann explizit fragen: «Ist Sex in OK?»
      Verstehen, interpretieren, annehmen und einfühlen reicht dann nicht mehr. Um sicher zu sein wirst du fragen müssen, sonst bist du ein Vergewaltiger.
      2 2 Melden
    • who cares? 21.12.2017 17:49
      Highlight @DerTaran: Und? Ich schätze knapp drei Viertel der Männer, mit denen ich in dieser Situation war, haben gefragt, im Stil von "Ist das okay für dich?" und dann habe ich kurz nachgedacht und zumeist war es ja. Geht 2 Sekunden und ist ganz entspannt.

      @Luwinho: Doch, auch bei erstmaligen/einmaligen Dingen ist das meiner Erfahrung nach auch angetrunken möglich. Man(n) muss einfach das Mindset haben, das Sex nicht heisst sich einfach am Partner zu befriedigen sondern zusammen etwas zu erleben. Das im Text beschriebene tönt eher nach ersterem.
      1 0 Melden
  • pamayer 21.12.2017 06:35
    Highlight Sie hat ja gesagt.
    Habe ich nicht.

    Aussage gegen Aussage. Wer gewinnt? Jeder kann behaupten, sie habe ja gesagt, jede kann geltend machen, sie habe nein gesagt.

    Oder verstehe ich das nicht richtig?

    229 11 Melden
    • gumpibaueli 21.12.2017 07:41
      Highlight Es stimmt schon, dass bei der Regelung in Schweden Aussage gegen Aussage steht. Im Gegensatz zur Schweizer Regelung, bei welcher nur eine Frau Opfer sein kann, weil per Definition ein Eindringen des Penis in eine Scheide stattfinden muss und sie körperlichen Widerstand geleistet haben muss. Das sind schon mehr Faktoren die ein Opfer zu beweisen hat und ein geschickter Verteidigungs-Anwalt nutzen kann.
      6 3 Melden
    • bilbo 21.12.2017 07:45
      Highlight In der Praxis dürfte sich tatsächlich nicht viel ändern, da hast du Recht. Ich erlaube mir, aus der taz zu zitieren:

      „Das sogenannte Einwilligungsgesetz funktioniert nicht mehr nach dem Prinzip „Nein heißt nein“, sondern „nur ja heißt ja“. Ist der Sex nicht einvernehmlich, gilt er als Vergewaltigung und somit als Straftat. Das klingt erst mal nach einer radikalen Umwälzung, praktisch ändert sich jedoch nicht viel: Die Unschuldsvermutung besteht weiterhin, somit steht, wie bisher auch, eine Aussage gegen die andere.“ (http://www.taz.de/!5472672/)
      8 1 Melden
    • Haiderfroh 21.12.2017 09:06
      Highlight Darum ist es vor Gericht ganz nützlich, wenn der Angeglagte mit einem zerkratzen Gesicht erscheinen muss. Das Gericht würde ihm kaum glauben, dass es Spuren eines einvernehmlichen Schäferstündchen sind.

      Frauen,
      Gewalt ist in Notwehrsituationen ein legitimes Mittel der Gegenwehr. Scheut Euch nicht davon mit aller Kraft und Entschlossenheit Gebrauch zu machen. Auch wenn Ihr dabei selber eines auf den Deckel kriegen solltet. Die Spuren des Kampfes werden bald verheilen, aber vor Gericht ultimtiv für Euch sprechen, nicht für Euren Vergewaltiger.
      4 9 Melden
    • dath bane 23.12.2017 22:06
      Highlight Man(n) könnte ja den Spiess umdrehen: Sie kam einfach in mein Büro rein und hat mich betoucht. Dann hat sie sich eine Belästigungsintrige ausgedacht um MIR zu schaden und mich mundtot zu machen!
      Schwedens Gesetz ist rechtlich für die Tonne und reine Symbolpolitik.
      1 1 Melden

Kinder dürfen jetzt offiziell zwei Papis oder zwei Mamis haben – Stiefkind-Adoption boomt

Seit wenigen Monaten gibt es in der Schweiz Kinder, die auf dem Papier zwei Väter oder zwei Mütter haben. Möglich machen es Samenspender, Leihmütter – und eine Änderung des Adoptionsrechts. Bei den Kantonen gingen in den letzten Monaten Dutzende Gesuche ein.

Es geht vorwärts mit der «Ehe für alle»: Schwule und Lesben sollen in der Schweiz künftig heiraten und Kinder adoptieren dürfen. Das hat die Rechtskommission des Nationalrats am Freitag entschieden.

Ein erster Schritt in diese Richtung ist bereits getan: Seit diesem Jahr gibt es in der Schweiz Familien, in denen die Kinder offiziell zwei Mütter oder zwei Väter haben. Möglich macht es eine Änderung des Adoptionsrechts, die am 1. Januar in Kraft getreten ist. Seither steht …

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