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In der Sendung vom 27. Dezember 2017 stellte Kilchsperger dem Sänger Peter Reber die Frage, welches von vier im Bild gezeigten Models den grössten Brustumfang habe bild: screenshot srf

Kilchsperger muss sich wegen «Busen-Quizfrage» öffentlich entschuldigen



«Eindeutig unangebracht und sexistisch» – mit diesen Worten beurteilt SRG-Ombudsmann Roger Blum eine Szene der Sendung «Top Secret», in der es um den Brustumfang von Models ging. Blum erwartet von Moderator Roman Kilchsperger eine öffentliche Entschuldigung.

In der Sendung vom 27. Dezember 2017 stellte Kilchsperger dem Sänger Peter Reber die Frage, welches von vier im Bild gezeigten Models den grössten Brustumfang habe. Reber bemerkte, die Frage sei etwas sexistisch, und liess an seiner Stelle die «Glanz & Gloria»-Moderatorinnen antworten. Darauf habe Kilchsperger «frotzelnd», so die Wortwahl des Ombudsmanns, entgegnet, ob Reber denn ein verstockter alter Mann sei.

Aus dem Schlussbericht, den der Ombudsmann am Dienstagabend publizierte, geht hervor, dass mehrere Zuschauerinnen und Zuschauer diese Passage kritisierten. Sie argumentieren unter anderem, die Frage nach dem Brustumfang der Models sei unangebracht, frauenverachtend und sexistisch.

«Was noch fehlt, ist eine öffentliche Entschuldigung von Roman Kilchsperger. Denn auch er ist mitverantwortlich für das Malheur.»

Ombudsmann Roger Blum

Redaktion entschuldigte sich

Ombudsmann Roger Blum teilt diese Ansicht. «Die Frage nach dem Brustumfang von vier Schweizer Models war eindeutig unangebracht und sexistisch», schreibt er im Bericht. Vor den Augen des Publikums seien die betroffenen Frauen diskriminiert worden – «auch wenn sie es selber möglicherweise nicht einmal so empfunden haben». Entscheidend aber sei, «welchen Eindruck das Publikum erhält, nicht was die betroffenen Individuen empfinden».

Als weniger gravierend stuft Blum den Wortwechsel zwischen Roman Kilchsperger und Peter Reber ein. Dabei habe es sich eher um eine «halbernste Frotzelei» und weniger um einen Akt der Diskriminierung gehandelt.

Blum hält der Redaktion von Schweizer Fernsehen SRF zugute, dass sie sich für den Fehler entschuldigt hat. Sie habe auch einen internen Sensibilisierungsprozess angestossen, was lobenswert und zu begrüssen sei. Die Redaktion hatte in ihrer Stellungnahme geschrieben, «diese Frage zu stellen, war schlicht und einfach ein Fehler». Die Kontrollmechanismen hätten nicht gegriffen, und die Redaktion sei intern gerügt worden.

Ombudsmann Roger Blum schreibt: «Was noch fehlt, ist eine öffentliche Entschuldigung von Roman Kilchsperger. Denn auch er ist mitverantwortlich für das Malheur.» (sda)

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43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • reich&schön 01.03.2018 08:51
    Highlight Highlight Warum sollte Kilchsperger sich entschuldigen?
    Es gibt keinerlei Anlass dazu.
    Andernorts lese ich, dass er sich weigere. Respekt!
    Hoffentlich bleibt er dabei und lässt sich vom feministischen Gekläff nicht beeindrucken.
  • Gummibär 28.02.2018 12:15
    Highlight Highlight Fühlt sich denn niemand beleidigt dass Zwangs-gebühren für die Produktion derart dümmlich-seichter Unterhaltung verwendet werden ?
    • Der Rückbauer 28.02.2018 18:34
      Highlight Highlight Zappst dann sicher zu RTL II, das ist volksbildend.
  • Kaffo 28.02.2018 10:31
    Highlight Highlight Für mich kein Problem. Wenn ich Kilchberger höre greife ich zur Fernbedienug und schalte um.
  • Ranaldo 28.02.2018 10:01
    Highlight Highlight Die Frau als Ware/Objekt.

    Die analoge Männerfrage wäre: Zlatan, Ronaldo, Neymar und Suarez: Wer hat die kleinste Banane in der Hose?
    • Gummibär 28.02.2018 17:24
      Highlight Highlight Nein. Die analoge Frage wäre "wer hat den stärksten Bart ?"
  • Vorname Nachname 28.02.2018 09:55
    Highlight Highlight Hauptsache ist doch...

    Alessio gehts gut!
  • Der Rückbauer 28.02.2018 07:43
    Highlight Highlight Und die Opfer dieses sexistischen Angriffs? Spricht niemand von ihnen? Metoo und mindestens je Fr. 100'000 zulasten von Billag.
  • Miikee 28.02.2018 06:46
    Highlight Highlight Ja aber, was ist jetzt die richtige Antwort?
    • c0ret3x 28.02.2018 07:24
      Highlight Highlight Hier die Antwort
      Benutzer Bild
    • Der Rückbauer 28.02.2018 15:45
      Highlight Highlight Patty, my love.
  • huck 28.02.2018 06:16
    Highlight Highlight Ich will nur die Antwort wissen.
  • who cares? 28.02.2018 06:04
    Highlight Highlight Mit der Frage werden die Quizteilnehemer und das Publikum dazu aufgefordert, den Frauen auf die Brüste zu starren. Sehr primitiv.
    Nur weil die Damen Models sind, ist das noch lange nicht okay. Models präsentieren nicht ihre Körper sondern die Kleider daran (mal abgesehen von Instagram-Fitnessmodels und dergleichen). Wieso nicht einfach nach der Grösse fragen? Oder wenigstens Taillenumfang? Müssen es immer Brüste sein? Ich wage hier mal einen Schuss ins Blaue, aber ich bin mir fast sicher, die Quizfrage wurde nicht von einer Frau erstellt.
  • D “Chasfondue17” R 28.02.2018 05:17
    Highlight Highlight Soso, welchen Eindruck das Publikum erhält... dann frage ich mich aber warum bei Political correctness ständig auf die laute Minderheit, die sich empört, geachtet wird. Dem Gros des Publikums war die Frage doch egal. Ich halte i.ü. diese Sexismusregeln in der Schweiz sowieso für Zensur, wie sie eines freien Staates nicht würdig ist.
  • Nestroy Lodoño de Salazar y Matroño 28.02.2018 01:21
    Highlight Highlight In Zukunft bitte nur noch nach der Schuhgrösse fragen!
  • Ron Collins 28.02.2018 00:33
    Highlight Highlight Ich weiß nicht recht was hier lächerlicher ist, diese künstliche Empörung gegen eine kindische Show? Oder die statements eines unnützen Ombudsmannes, der Monate braucht für eine Erklärung die eh nichts und niemanden was bringt.
  • Der Tom 28.02.2018 00:21
    Highlight Highlight Wieso ist der Omputzmann keine Frau? Müsste das nicht Omputzperson heissen?
    • MaskedGaijin 28.02.2018 07:02
      Highlight Highlight Ombuds*Mensch...
  • Ouzo 27.02.2018 23:14
    Highlight Highlight Wird der ombudsmann bei annahme von "No Billag" abgeschafft?
    • Der Tom 28.02.2018 09:01
      Highlight Highlight Nein er wird umgewandelt in eine Omputzfrau
  • Ouzo 27.02.2018 23:11
    Highlight Highlight Haben wir noch 1bis2 andere Probleme?
  • El-Flaco 27.02.2018 22:56
    Highlight Highlight Ist den Omboobsmann nicht auch schon sexistisch?
  • JJ17 27.02.2018 22:45
    Highlight Highlight Entscheidend aber sei, «welchen Eindruck das Publikum erhält, nicht was die betroffenen Individuen empfinden».
    Äähm ich glaube die "betroffenen Individuen" wissen doch am Besten wenn sie diskriminiert werden!?
    • Rabbi Jussuf 28.02.2018 00:02
      Highlight Highlight
      Wär ja noch schöner, wenn das betroffene Individuum selber sagen könnte, ob es diskriminiert wurde. Sowas von subjektiv aber auch! Da könnte ja jeder kommen!
  • Walser 27.02.2018 22:42
    Highlight Highlight Dieser geheuchelte „political correctnes“ Unsinn. Zum Schämen. Diese Models tun das ganze Jahr nix anderes als sich zur Schau stellen. Und nun plötzlich soll man sie nicht auf ihren Körper reduzieren. Ich lach mich tot. Diesen Ombudsmann kann niemand ernst nehmen.
    • Aki Zeta 5 28.02.2018 01:53
      Highlight Highlight Kannst dir ja Glanz&Gloria oder GNTM und ähnliches anschauen. Gibt wohl genug Formate für deinen "Geschmack".
  • Gubbe 27.02.2018 22:38
    Highlight Highlight Eigentlich wären hier viele Stimmen gegen dieses einzigartige Urteil nach den Körpermassen von Modells. Allerdings schämen sich viele, gegen diese Einzigartigkeit zu sein. Die Modells müssen übrigens bei ihrer nächsten Bewerbung eine Mappe abgeben, wo alle ihre Körpermasse aufgelistet sind. Diese sind nicht Daten geschützt, weil sie davon leben. Sind wir im grossen Zeichen der Prüderie angekommen? Oh, nicht die Modells haben geklagt...
  • The Destiny // Team Telegram 27.02.2018 22:21
    Highlight Highlight Wäre auch eine Beschwerde eingegangen wenn der Bizeps von 4 Bodybuildern verglichen worden wäre?
    Wohl eher nicht.
    • DomiNope 27.02.2018 22:45
      Highlight Highlight Ist der Bizeps von Bodybuildern ein Geschlechtsmerkmal?
      Wohl eher nicht.
    • HeforShe 27.02.2018 22:57
      Highlight Highlight Bizeps =/= Busen... das sollte schon Sinn machen, oder?

      Ich denke, wenn nach dem Taillen- oder Hüftumfang, nach der Körper- oder Schuhgrösse gefragt worden wäre, kein Thema.

      Aber neeein, es müssen die Brüste sein, weil irgendwelche Kerle einen "locker room"-Moment hatten.

      Ich bin dafür bei der nächsten Sendung die Penislänge von Schauspielern, die bereits nackt aufgetreten sind, zu schätzen. Haben sich ja ausgezogen, das darf gerne für unpassende Zwecke ge- oder missbraucht werden.
    • Fumia Canenero 27.02.2018 22:59
      Highlight Highlight Brüste sind, anders als Bizepse, primäre Geschlechtsmerkmale. Korrekterweise müsste also für eine vergleichbare Vorlage auf Penisse und deren Läge zugegriffen werden (nicht zu wörtlich nehmen). Auch männliche Models müssen ihre Körpermasse, d.h. auch den Brustumfang angeben, damit die Kleider massgeschneidert werden können. Bei Frauen ist einfach das Pech, dass der Busen (erinnere: primäres Geschlechtsmerkmal) auf Brusthöhe ist. Unverfänglicher wäre es gewesen, verschiedene Pferderassen mit unterschiedlicher Risthöhe zu nehmen. *Wieher*
    Weitere Antworten anzeigen
  • FKAL 27.02.2018 22:21
    Highlight Highlight Man kanns auch übertreiben..
  • Funny 27.02.2018 22:17
    Highlight Highlight gottseidank! Jetzt kann endlich wieder beruhigt schlafen
    • EvilBetty 28.02.2018 08:13
      Highlight Highlight Bester Kommentar hier!
  • DonDude 27.02.2018 22:15
    Highlight Highlight Verbietet doch gleich alles. Schöne prüde neue Welt.
  • dr. flöckli 27.02.2018 22:12
    Highlight Highlight Danke!
  • mocchalett 27.02.2018 22:02
    Highlight Highlight Sehr gut richtig !!!

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