Schweiz
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Grüne gewinnen erstmals Regierungssitz in Solothurn

Im Kanton Solothurn haben die Grünen mit Brigit Wyss erstmals einen Sitz in der Kantonsregierung erobert. Die FDP verlor nach 65 Jahren in der Stichwahl ihren zweiten Regierungssitz. Die SP verteidigte ihren Sitz mit Susanne Schaffner.

Regierungsratskandidatin Brigit Wyss (Gruene) in einem Interview mit einem Journalisten, im Wahlforum in der Rythalle in Solothurn, am Sonntag, 12. Maerz 2017. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Regierungssitz erobert: Brigit Wyss von den Grünen. Bild: KEYSTONE

Bei einer Wahlbeteiligung von 30,65 Prozent erzielte SP-Kantonsrätin und Rechtsanwältin Susanne Schaffner aus Olten mit 30'747 Stimmen das beste Resultat in der Stichwahl. Damit verteidigte die SP den bisherigen Sitz des zurücktretenden Regierungsrats Peter Gomm. 

Die Grünen eroberten erstmals einen Sitz im fünf Mitglieder zählenden Regierungsrat. Kantonsrätin und Umweltjuristin Brigit Wyss aus Solothurn erhielt 30'304 Stimmen. Vor vier Jahren war die ehemalige Nationalrätin im zweiten Wahlgang für einen Regierungssitz unterlegen. Die Grünen halten im Kanton Solothurn einen Wähleranteil von rund 7 Prozent. 



FDP verliert Doppelvertretung nach 65 Jahren

Eine Abfuhr mit Ankündigung erlitt die FDP. Kantonsrätin und Gewerbeverbandspräsidentin Marianne Meister aus Messen scheiterte im zweiten Wahlgang. Sie erhielt 25'759 Stimmen. Sie liegt damit um mehr als 4500 Stimmen hinter der grünen Kandidatin. 

Regierungsratskandidatin Marianne Meister (FDP), rechts, in einem Interview mit einer Journalistin, im Wahlforum in der Rythalle in Solothurn, am Sonntag, 12. Maerz 2017. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Im zweiten Wahlgang gescheitert: FDP-Kantonsrätin Marianne Meister. Bild: KEYSTONE

Bereits im ersten Wahlgang hatte Meister schlechter abgeschnitten als die beiden Frauen von SP und Grünen. Die FDP verlor nun bei der Stichwahl nach 65 Jahren ihren zweiten Sitz in der Kantonsregierung. Die FDP stellte seit 1984 immer eine Frau in der Exekutive. 

Meister war 2015 schon im Ständeratswahlkampf gescheitert. Die FDP hatte 2011 nach 163 Jahren ihren Ständeratssitz verloren. 

Auch nach der Wahl der beiden linken Frauen in die Regierung haben die Bürgerlichen weiterhin eine Mehrheit in der Kantonsregierung. Die bisherigen Regierungsräte Remo Ankli (FDP) sowie Roland Heim und Roland Fürst (beide CVP) waren im ersten Wahlgang vom 12. März im Amt bestätigt worden. (sda) 

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    Alle Leser-Kommentare
  • piedone lo sbirro 24.04.2017 11:05
    Highlight Highlight böse schlappe der FDP.

    wäre das volk wirklich wütend über die weiche umsetzung der MEI, hätte in den kantonen FR, VS, NE und SO eigentlich die SVP haushoch gewinnen müssen.

    diese wahlen haben doch gezeigt, das für die stimmberechtigten die weiche umsetzung überhaupt kein problem ist.

    die SVP hatte einen kandidaten, der belegte jedoch den letzten platz nach dem ersten wahlgang.

    stolpersteine kann keine regierung gebrauchen. schon gar nicht wenn sie - wie im falle von FDP&SVP - sich selber bereichern will (USR III).

    wo bleibt amboss?
  • pamayer 23.04.2017 17:17
    Highlight Highlight Gut so!!!
    • amore 23.04.2017 20:00
      Highlight Highlight Sehr gut sogar.
  • Babsy3 23.04.2017 16:33
    Highlight Highlight Die beiden Fauen sind genau gleich auf Sachpolitik ausgerichtet, wie die drei Herren, die schon im 1. Wahlgang bestätigt wurden (2xCVP 1xFDP). Herzliche Gratulation Brigit Wyss und Susanne Schaffner!
  • Ursus ZH 23.04.2017 14:24
    Highlight Highlight Was meint wohl die FDP Parteipräsidentin dazu? Das ist eine echte Schlappe für Gössi, die die Partei mit ihrer unsäglichen Arroganz ins Verderben steuert.
    • atomschlaf 23.04.2017 15:33
      Highlight Highlight Ich kenne die Verhältnisse im Kanton Solothurn nicht näher, aber ich denke das hat wenig mit Gössi und viel mit der Kandidatin Meister zu tun, zumal diese gemäss Artikel bereits bei der Ständeratswahl 2015 scheiterte.
      Jedenfalls ziemlich bedenklich, wenn die Kandidatin einer 7%-Randgruppenpartei es in eine 5-köpfige Kantonsregierung schafft.
    • Boogie Lakeland 23.04.2017 16:14
      Highlight Highlight Hängt mit Meister zusammen. Die scheint etwas gar wild darauf zu sein die ganz grosse Bühne zu betreten...
    • Ursus ZH 23.04.2017 17:07
      Highlight Highlight @atomschlaf:
      Natütlich liegt es in erster Linie an der Kadidatin Meister, aber Gössi führt die FDP als Präsidentin in die Gosse einer Randgruppe und ist damit mitverantwortlich. Sie ist die grösste Fehlbesetzung der FDP schlichtweg.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Triumvir 23.04.2017 14:07
    Highlight Highlight Sehr schön! Denn alles - oder zumindest fast alles- ist besser als SVP & FDP😆💩😆
    • pamayer 23.04.2017 17:19
      Highlight Highlight Genau.

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