Schweiz
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Der Gewinner, Brasilianer Luca di Grassi vom Team Audi Sport ABT Schaeffler waehrend des Formel E-Prix Zuerich, am 10. Juni 2018 in Zuerich Enge. Das Rennen findet 2018 zum ersten Mal in der Schweiz statt. Die elektrischen Rennautos fahren mitten durch das Stadtzentrum von Zuerich. Auf dem Programm stehen 12 Rennen in 10 Staedten, die in Grossstaedten wie Hong Kong, Mexiko City, Rom, Paris und New York stattfinden. (PPR/Dominik Baur)

Zuschauermagnet: Ein Formel-E-Bolide rast 2018 durch die Zürcher Innenstadt. Bild: PPR

Der «Blick» träumt von einer Formel-E-Strecke über den Zürichsee – die Stadt sagt Nein

2020 soll der Formel-E-Zirkus nach Zürich zurückkehren. Die Frage ist nur: Wohin genau? Zwei Strecken-Varianten werden diskutiert. Vom Rennkurs auf dem Hönggerberg weiss die dort ansässige ETH offiziell noch von nichts. Und den vom «Blick» bevorzugten Rennkurs ums Seebecken lehnen die Behörden ab.



Über 100'000 Zuschauer zog es am 10. Juni 2018 ans Zürcher Seebecken und ins angrenzende Enge-Quartier, als mit dem E-Grand-Prix zum ersten Mal seit über 60 Jahren in der Schweiz wieder ein Motorsport-Rundstreckenrennen stattfand. Weil die Innenstadt aufgrund des Züri-Fäschts 2019 in diesem Sommer bereits stark belastet ist, erteilte der Zürcher Stadtrat dem E-Grand-Prix Ausgabe 2019 eine Absage.

Dieses Jahr gastiert die Formel E deshalb in Bern. Am 22. Juni 2019 werden die E-Boliden mit bis zu 250 km/h auf einem Kurs rund um den Bärengraben unterwegs sein.

Für 2020 zeigte sich der Zürcher Stadtrat aber wieder offen für die Formel E. Nun wartete blick.ch* am Ostermontag mit einer spektakulären Meldung auf: «Verrückter Plan mit Rennstrecke auf dem See!», so die Überschrift. Rund 400 Meter der Strecke sollen über eine provisorische, schwimmende Brücke im Seebecken führen. «So was gabs noch nie im Rennsport!», zeigte sich der Motorsport-Experte der Blick-Redaktion begeistert.

Die titelgebende Streckenvariante über den See ist nur eine von zwei Varianten. Die andere ist am Hönggerberg geplant und führt rund um den dortigen Standort der ETH. Pascal Derron, Präsident des Organisationskomitees, betont im «Blick», dass man sich momentan auf die Strecke am Hönggerberg konzentriere: «Das ist eine machbare Variante, auch wenn man noch einiges umbauen müsste.»

Beim «Blick» sähe man offenbar aber lieber wieder ein Rennen mit dem Seebecken und der Zürcher Altstadt im Hintergrund. «Formel E muss am See bleiben», doppelt der Motorsport-Experte in einem Kommentar in der Print-Ausgabe vom Dienstag nach. Eine Strecke am Hönggerberg wäre seiner Meinung nach der falsche Standort.

Der Artikel neben dem Kommentar geht der Frage nach, ob sich die See-Variante überhaupt realisieren lasse. Ein Ingenieur gibt darin «grundsätzlich grünes Licht» für den Kurs, inklusive schwimmender Brücke, auch wenn es noch Details zu klären gebe.

Feldweg müsste ausgebaut werden

Doch diese Brücke wird nicht zum Schwimmen kommen. «Es wird kein Rennen in der Innenstadt geben», so Mathias Ninck, Sprecher des zuständigen Sicherheitsdepartements. «Der Stadtrat will kein Rennen im Zentrum oder ums Seebecken», so die klare Absage. Schon im Herbst 2018 hielt er fest, dass es für einen E-Grand-Prix 2020 ein «anderes Austragungsgelände» gefunden werden müsse.

Auch bei der Variante auf dem Hönggerberg gibt es noch Fragezeichen. Ein Teil der Rennstrecke würde über den Wässerlingsweg führen, einen geteerten Feldweg, der am Rande des ETH-Geländes durch Acker- und Wiesenflächen führt. Dieser müsste «auf die erforderliche Rennstreckenbreite» ausgebaut werden, wie OK-Präsident Derron im «Blick» erklärt.

Pascal Derron, Gruender Swiss e-Prix Operations AG an einer Medienkonferenz in Zuerich am Dienstag, 10. April 2018. Die Formel E ist die weltweit renommierteste Meisterschaft fuer Elektro-Rennautos. In dieser vierten Saison sind 12 Rennen in 10 Staedten angesetzt, unter anderem in Metropolen wie Hongkong, Mexiko City, Rom, Paris und New York. Nach jahrelanger Abwesenheit kehrt Zuerich mit dem Zuerich E-Prix 2018 am 10. Juni in den Kreis des internationalen Motorsports zurueck. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Der Kopf hinter der Formel E in der Schweiz: Pascal Derron. Bild: KEYSTONE

Ob das möglich ist, steht derzeit noch in den Sternen. Mathias Ninck vom Zürcher Sicherheitsdepartement bestätigt lediglich, dass bei der Stadt ein Gesuch über die Durchführung eines Formel-E-Rennens im nächsten Jahr auf dem Hönggerberg eingegangen ist. Die vorgesehene Rennstrecke befinde sich teilweise auf dem Gelände der ETH Zürich, so Ninck. «Die Stadt wird nun das Gespräch mit der ETH suchen, um die aus dem Gesuch hervorgehenden Fragen zu klären.»

Bei der Hochschule hingegen ist noch keine offizielle Anfrage für die Durchführung des Formel-E-Rennens eingegangen. «Wir uns deshalb nicht weiter dazu äussern», sagt ETH-Sprecherin Anna Maltsev gegenüber watson.

*Korrektur: In einer ersten Version des Artikel hiess es fälschlicherweise, dass «Blick» Medienpartner des E-Grand-Prix sei. Das entspricht nicht den Tatsachen. Wir bitten um Entschuldigung für den Fehler.

Die besten Bilder des Formel-E-Prix von Zürich

Neuer Asphalt für besseren Gripp

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35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Score 24.04.2019 09:55
    Highlight Highlight Echt schade dass Zürich nicht das Potential sieht in solchen Veranstaltungen. Schon Freestyle.ch hat man verloren obwohl es vom Publikum geliebt wurde...
  • RemoAchilles 24.04.2019 08:47
    Highlight Highlight Sorry aber die strecke vom letzten jahr war schon langweilig.. bei den zwei neuen streckenlayouts schläft dir nur schon beim anschauen das gesicht ein
  • Namenloses Elend 24.04.2019 02:37
    Highlight Highlight Also ist das Rundstrecken Verbot gekippt? Dann wird es Zeit für eine Rennstrecke. Wir sind so ziemlich das einzige westliche Land ohne. Es gibt genügend Motorsportfans in der Schweiz. Oder geht das etwa nur, weil es E Autos sind und eine grosse CH Firma Hauptsponsor ist? Dann findet man plötzlich ein Hintertürchen im Paragraphen Dschungel. Ich finde die Rennen ja wünschenswert, aber hier werden die wahren Motorsportfans seit 60 Jahren verarscht. Plötzlich wird ein geltendes Gesetz für eine Ausnahme gelockert. Sorry, aber ganz oder gar nicht!
  • dä dingsbums 24.04.2019 00:50
    Highlight Highlight Wieso muss so ein Rennen eigentlich unbedingt in einer Stadt stattfinden?

    Wenig Platz, wochenlange Beeinträchtigungen für die Anwohner und Gewerbe, komplizierte Organisation, etc. sprechen ja nicht gerade dafür.

    Der Hockenheimer Ring steht ja auch nicht mitten in der Stuttgarter Altstadt.

    Ich bin nicht gegen Motorsport, aber mitten in einer Stadt wo gelebt und gearbeitet wird, macht das in meinen Augen wenig Sinn.
    • Ehrenmann 24.04.2019 08:14
      Highlight Highlight Das hat damit zutun, dass die Formula E den Fokus auf Stadtkurse legt. Soweit ich mich erinnere gibt es keine oder fast keine Kurse die nicht in einer Stadt sind.
  • PeteZahad 23.04.2019 22:10
    Highlight Highlight Verbraucht unnötig Energie. Brauchts das?
    • Chääschueche 24.04.2019 07:04
      Highlight Highlight Das hat dein Kommentar hier auch.
    • PeteZahad 24.04.2019 08:21
      Highlight Highlight Stimmt, absolut vergleichbar
  • Posersalami 23.04.2019 21:40
    Highlight Highlight Für 100 000 Zuschauer so einen Aufwand? Ans Caliente kommen 3.5x so viel, an die Street Parade 10x so viele und da ist jeweils nicht ein Quartier 3 Wochen lang blockiert für einen Tag!

    Lieber einen anderen, umweltverträglicheren Event dauerhaft ansiedeln.
    • sunshineZH 24.04.2019 02:44
      Highlight Highlight Oder Endlich mal eine fixe Rennstrecke für Jedermann bauen!
  • bokl 23.04.2019 20:59
    Highlight Highlight *hust* Flughafen Dübendorf *hust*
  • Chääschueche 23.04.2019 20:34
    Highlight Highlight Dafür gibts ja Bern. Dort liebt man Sport.
  • Pafeld 23.04.2019 20:26
    Highlight Highlight Die zukunftsträchtige Formel-E, die als Wanderzirkus mit einer 747 um die Welt jettet und mit Dieselgeneratoren die Akkus auflädt? Nein Danke. Brauchen wir hier nicht.
    • Ribosom 23.04.2019 20:51
      Highlight Highlight Sprich bitte für dich.
      "Brauchen wir hier nicht" solltest du umformulieren zu "Möchte ich nicht" oder "Will ich nicht".

      Ich fände es toll, weil ich Motorsport mag. Aber falls es nicht zustande kommt, wäre es auch ok für mich.
    • Nelson Muntz 23.04.2019 21:21
      Highlight Highlight Stänkerer wich dich braucht es auch nicht.

      Sörich doch einfach für dich und nicht für alle, oder bist du Kim aus Nordkorea?
    • RandyRant 24.04.2019 00:33
      Highlight Highlight Nelson: Ist Nordkorea nicht dort wo alle auf Befehl etwas toll finden müssen? ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chrigi-B 23.04.2019 20:22
    Highlight Highlight Das Interesse ist definitiv da, sah man ja bei der letzten Austragung. Wiso nicht die gleiche Strecke? Hat ja perfekt geklappt das letzte Mal und die Auf- bzw. Abbrucharbeiten wurden schonmal gemacht.
    • Pius C. Bünzli 23.04.2019 21:06
      Highlight Highlight Wir wollen aber über den See fahren!!! Oder nach Höngg noch besser ein Bergrennen..dann kann man die Energie beim runterfahren wieder rekuperieren :))
    • RandyRant 23.04.2019 21:19
      Highlight Highlight Die Anwohner haben natürlich keine Rechte und sollen auf die Spassgesellschaft gefälligst Rücksicht nehmen.
    • Chrigi-B 23.04.2019 21:49
      Highlight Highlight @Randy wenn dir Veranstaltungen im Jahreszyklus in einer Stadt nicht passen, ist es Zeit für einen Umzug.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Capy aka PHI (formerly known as Pat the Rat) 23.04.2019 20:14
    Highlight Highlight Also ich finde das Strecken-Layout der Seebecken-Route ziemlich sehr langweilig...
    • Pasch 23.04.2019 20:29
      Highlight Highlight Hat da jemand Penis gesagt? Wer war das?
    • Capy aka PHI (formerly known as Pat the Rat) 23.04.2019 20:35
      Highlight Highlight Pasch, Du hast eine ziemlich dreckige Fantasie...
      Ich hätte das gar nicht gesehen ohne deinen Input ;-)
    • Pasch 23.04.2019 20:51
      Highlight Highlight Wenn du die Strecke gedanklich abfährst dann stimm ich dir zu "ziemlich sehr langweilig". Aber die "Sack" Kurve währe der Hammer! 😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerRaucher 23.04.2019 20:13
    Highlight Highlight Computer sagt nein.
    • TanookiStormtrooper 23.04.2019 20:22
      Highlight Highlight Carol Beer 😂
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Mann drückt Zürcher Polizistin brennende Zigarette ins Gesicht

Ein 45-jähriger Mann hat am Dienstagmittag eine Zürcher Verkehrspolizistin angegriffen und ihr eine brennende Zigarette ins Gesicht gedrückt. Der mutmassliche Täter konnte festgenommen werden.

Die Polizistin war wegen eines Verkehrsunfalls zum Hauptbahnhof gerufen worden. Als sie nach Abschluss des Falles auf ihr Motorrad steigen wollte, wurde sie vom Angreifer von hinten angesprochen und beleidigt. Als sie sich zu ihm umdrehte, drückte ihr der Mann plötzlich eine brennende Zigarette ins Gesicht.

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