Schweiz
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V. l. n. r.: Monika Bütler, Gerold Bührer, Moderator Jonas Projer, alt Bundesrätin Ruth Dreifuss, Rudolf Strahm. bild: screenshot/srf

Rentenreform-«Arena»: Dreifuss steigt wieder in den Ring – und bodigt zwei Schwergewichte

Die SRF-«Arena» zur Rentenreform war ein Ausflug in die Vergangenheit. Ruth Dreifuss, Rudolf Strahm und Gerold Bührer hatten rund um die Jahrtausendwende die Politik in Bundesbern mitgeprägt. Jetzt standen sich die drei Polit-Dinosaurier in der «Arena» gegenüber.



Klassentreffen im Leutschenbach. 15 Jahre nachdem Ruth Dreifuss, Rudolf Strahm und Gerold Bührer zuletzt gemeinsam unter der Bundeshauskuppel gewirkt hatten (erstere als Bundesrätin, Strahm und Bührer als Nationalräte), standen sich die drei Ex-Politiker im SRF-Studio gegenüber. Dreifuss und Strahm auf der Seite der Befürworter der AHV-Reform, Bührer auf Seiten der Gegner. Sekundiert wurde Bührer von der Wirtschaftsprofessorin Monika Bütler.

Die Rentenreform von Redaktions-Hund Elli einfach erklärt

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Video: Angelina Graf

Auch wenn mit Ex-Preisüberwacher Strahm und Ex-Economiesuisse-Präsident Bührer zwei politische Schwergewichte zugegen waren, so war das Scheinwerferlicht klar auf Dreifuss gerichtet. Die alt Bundesrätin mischte seit dem Rücktritt aus dem Bundesrat 2002 nur noch sporadisch im nationalen Politikbetrieb mit. Für die Altersvorsorge 2020 stieg die 77-Jährige aber noch einmal in den Ring.

An Erfahrung und Dossierkenntnis mangelt es Dreifuss nicht: Sie war es, die vor 20 Jahren die letzte grosse Rentenreform erfolgreich über die Bühne gebracht hatte. 

Dreifuss gelang es schnell, dieser «Arena» ihren Stempel aufzudrücken. Die alt Bundesrätin pries die umstrittene Rentenreform 2020 als gutschweizerischen Kompromiss, bei dem für jeden etwas dabei sei.

Weibeln für den Kompromiss

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Vor allem aber sei es höchste Zeit, dass die Altersvorsorge überarbeitet werde: «Früher wurde die AHV alle fünf Jahre überarbeitet», so Dreifuss, jetzt aber habe man seit 20 Jahren eine Blockade. Diese Stagnation müsse endlich überwunden werden. 

Ein Nein zur Vorlage sei «antischweizerisch»

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Die Notwendigkeit einer AHV-Reform bestreitet niemand, die demografische Entwicklung in der Schweiz sorgt dafür, dass die AHV früher oder später rote Zahlen schreiben wird. Dass die Altersvorsorge 2020, deren Grundkonstrukt von Alain Bersets EDI ausgearbeitet wurde, das Heilmittel ist, bezweifeln die Gegner allerdings.

Insbesondere der Zuschlag von 70 Franken für Neurentner ist den bürgerlichen Gegnern ein Dorn im Auge. Für alt Nationalrat und Ex-FDP-Präsident Bührer sind die 70 Franken ein «Zückerchen», mit dem der Linken im Parlament die Reform schmackhaft gemacht worden sei. Allerdings ein Zückerchen mit «massiven Nachwirkungen», da die Rentenerhöhung langfristig mit über drei Milliarden Franken pro Jahr zu Buche schlägt. 

Die Zuckerfrage: 70 Franken AHV mehr pro Monat

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Strahm und Dreifuss verteidigten die AHV-Erhöhung als Ausgleich zum gesenkten Umwandlungssatz in der zweiten Säule. «Wir verschieben ein bisschen von der zweiten in die erste Säule», erklärte Dreifuss. Dass auch Personen in den Genuss der AHV-Erhöhung kommen, die finanziell nicht darauf angewiesen sind, ist in den Augen der Befürworter ein notwendiges Übel.

Die Altersvorsorge 2020 wurde im Vorfeld von verschiedenen Seiten zum Generationenkampf hochstilisiert. Die Jungen hätten dereinst die Zeche zu zahlen für diese Reform, mahnten die Gegner. Auch die SRF-«Arena» wollte die Generationenfrage thematisieren. So richtig gelang das aber nicht, und das lag nicht einmal am Durchschnittsalter der Kontrahenten. Immerhin, drückte man beide Augen zu, so ging HSG-Wirtschaftsprofessorin Monika Bütler mit ihren 56 Jahren als Vertreterin der Jugend gerade noch so durch. Bütler jedenfalls bezog eindeutig Position: «Wir schieben die ganze Finanzierungslast vor uns her». Die heutigen Jungen müssten über höhere Steuern und tiefere Reallöhne künftig für diese Reform bezahlen. Dies widerspreche der Idee der Generationengerechtigkeit.

Gegen die Generationengerechtigkeit

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Ganz anders sah das Strahm. Für den Berner Ökonomen war klar: «Je länger wir warten, desto schlimmer wird es für die Jungen.»

Wer hat recht? Die Chefs der Jungparteien kreuzen die Klingen

Dass die Fronten bei der Altersvorsorge 2020 nicht klar gezogen sind, zeigt sich nirgends deutlicher als bei einem wesentlichen Bestandteil der Reform: der Erhöhung des Frauenrentenalters. So richtig glücklich darüber scheint niemand zu sein. Gerade bei den Linken aber hatte die Rentenaltererhöhung die Wirkung eines Spaltpilzes. Zur Erinnerung: Es war ein Komitee aus linken Frauen, Westschweizer Gewerkschaften und Konsumentenorganisationen, das das Referendum ergriff.   

Dass das Rentenalter 65 für die Frauen eine bittere Pille ist, geben die Befürworter unumwunden zu. «Die Vorlage ist schwierig für die Frauen», räumte auch Dreifuss ein. Das Argument, dass die Frauen damit eines der wichtigsten Pfande im Kampf um die Gleichberechtigung aus der Hand geben, wies die alt Bundesrätin aber von sich. «Es wäre schön, wenn man die Rentenalter-Erhöhung gegen die Lohngleichheit tauschen könnte.» Aber das sei eine Illusion, ein Nein zum Rentenalter 65 bringe die Frauen keinen Schritt näher zur Lohngleichheit.

Und was passiert, wenn die Vorlage am 24. September vom Stimmvolk abgelehnt wird? Darüber gingen, wie so oft an diesem Abend, die Meinungen auseinander. Bührer zeigte sich überzeugt, dass eine neue, bessere Finanzierung aufgegleist werden könnte. Die Schweizer Bevölkerung habe ein derart «grosses Herz für die AHV», dass man nicht einfach tatenlos zuschauen werde, wie sie in die roten Zahlen abrutscht.

CVP-Nationalrat Martin Candinas, der aus der zweiten Reihe für das Ja-Lager focht, konterte: Es sei «naiv, illusorisch und verantwortungslos», zu glauben, dass bei einem Nein eine bessere Lösung kommen werde. 

Viel eher befürchten die Befürworter, dass FDP & Co. bei einem Scheitern der Reform die Gelegenheit nutzen, um einen Rentenabbau durchzuführen und, so Strahm, das Rentenalter 67 voranzutreiben. Ein Vorwurf, den Bührer & Co. nur halbherzig zu entkräften wussten.

Strahm und die «versteckte Agenda»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Rolf_N 03.09.2017 11:25
    Highlight Highlight Seit wann geht es den Bürgerlichen um die Jungen und alten? Seit doch mal so ehrlich und sagt dass es euch um die Arbeitgeber geht, welche die andere Hälfte der AHV bezahlen müssen! Kaum zu glauben wie heuchlerisch die Kampagne und Argumente der Gegner sind.
  • Gavi 02.09.2017 18:34
    Highlight Highlight Ich habe Dreyfuss in sehr, sehr schlechter Erinnerung. Sie hat uns das KK Prämiendesaster eingebrockt.
    Darum glaube ich ihr kein Wort.
    • blaubar 02.09.2017 23:37
      Highlight Highlight Sie hat auch mein Portmonee "gebodigt". Ein Schweizer Bürger soll bitteschön krank sein, alles andere ist asozial.
    • Makatitom 03.09.2017 14:02
      Highlight Highlight Sie hat es in die Wege geleitet. Umgesetzt, und zu Gunsten der Bürgerlichen und Rechtsnationalen verwässert, hat es dann Couchepin
  • ....ich weiss nicht aber: 02.09.2017 15:51
    Highlight Highlight Strahm sollte mal richtig zu Wort kommrn, oder in Zukunft die Arena Sendung verlassen. Der versteht, was da für ein Dreh gemacht werden will!
  • winglet55 02.09.2017 14:41
    Highlight Highlight Zuerst sollte mal die "Alters-Strafe" bei den Sozialabgaben abgeschafft werden. Gleichbleibende Sozialabgaben für alle Altersklassen, Familien kann man mit Steuerabzügen entlasten. Damit lohnt es sich für Unternehmen nicht mehr, Arbeitnehmer in die Frühpension resp. IV zu schicken. Somit wäre es für ältere Arbeitnehmer einfacher wieder Jobs zu finden, damit würden Mehreinnahmen für die Sozialwerke generiert. Das wäre schlauer als das verd.... Gebastel, was Bern uns als Reform unterjubeln will.
  • Richu 02.09.2017 13:48
    Highlight Highlight Diejenigen, welche diese "Arena"-Sendung gestern Abend gesehen haben können sicher bestätigen, dass die Aussage von William Stern absolut nicht der Wahrheit entspricht, dass Frau Dreifuss 2 "Schwergewichte" gebodigt hat! Im Gegenteil, man merkt bei den Diskussionen sehr gut, dass die Bundesrätin im Ruhestand gealtert hat (ist übrigens ganz normal).
  • Ass 02.09.2017 13:25
    Highlight Highlight Als Millionär wäre ich auch gegen diese Reform. Möglichst lange warten bis das Loch klär sichtbar wird (wie beim Klimawandel) und dann werden in voller Panik die Renten massiv gesenkt oder mit Glück gleich gestrichen. Fürs normale Volk kann es eigentlich nur ja heissen.
    • rodolofo 02.09.2017 14:46
      Highlight Highlight Allerdings musst Du als Millionär in einem solchen Szenario in eine bessere Sicherheitsanlage für Deine Villa im Grünen investieren!
      Vielleicht müsstest Du auch einen Bodyguard engagieren, der Dir auf Ausflügen nach draussen Geleitschutz gibt...
      All das habe ich bereits 1:1 miterlebt, im südlichsten Zipfel der Philippinen, in General Santos, Mindanao.
      Dieses Ultra-Liberale Paradies für alle, die das "Recht des Stärkeren" vorantreiben wollen, weil sie glauben, zu diesen Stärkeren zu gehören, könnte unseren FDP'lern und SVP'lern als Lehrbeispiel dienen für ihre Schweiz als Bananenrepublik...
    • Moti_03 02.09.2017 15:31
      Highlight Highlight Wer so einen Kommentar rauslässt, versteht definitiv unser System nicht. Bin auch kein Millionär, 31 ledig und stimme Nein. Du musst auch die Volkswirtschaft berücksichtigen und so stehen wir besser als vor 20 Jahren. Die Professorin hat das schön erklärt am Schluss, leider wird dies hier im Artikel wieder mal nicht erwähnt.
    • Ass 02.09.2017 20:20
      Highlight Highlight @rodolofo ein bisschen sehr weit hergeholt. Aber dorthin führt tatsächlich der Weg. Aber was vielfach nicht erwähnt wird ist das eigentlich die Marode 2. Säule entlastet werden soll.
  • Posersalami 02.09.2017 13:15
    Highlight Highlight Klares JA. In der Mitte der Arena gabs so eine Grafik wo man sehen konnte, dass erst mehr Geld eingezahlt wird (Peak bei 2 mia) und die AHV erst in den folgenden 10 Jahren so weit ins Minus gerutscht ist, dass dieses plus wieder aufgefressen wurde. Wir haben dann also locker die nächsten 15 Jahre Zeit um erneut für die nächsten 10-15 Jahre eine Lösung zu suchen. So war es bisher immer und das hat gut funktioniert! Von 1947-1997 im Schnitt alle 5 Jahre eine Reform zeigt, dass das ein ganz normaler Vorgang ist. DIE Lösung wird es nie geben solange niemand eine Glaskugel besitzt..
    • Ruffy 02.09.2017 14:00
      Highlight Highlight tolle taktik, das problem einfach immer weiter verschieben..
    • Moti_03 02.09.2017 15:33
      Highlight Highlight Aber du glaubst selber an das was du schreibst? Die Grafik zeigt eben dass es praktisch nichts bringt und immer drastischeres minus generiert.
    • Posersalami 02.09.2017 16:07
      Highlight Highlight Es geht aber nicht anders! Niemand kann die Zukunft vorhersagen. Kein Mensch weiss, wie es in 10 oder 15 Jahren um die Wirtschaft oder Demographie in diesem Land bestellt sein wird.

      Fallen sie nicht auf die Argumente der Wirtschaftsparteien hinein. Beispielsweise haben Versicherungen ein grosses Interesse daran die AHV weiter zu schwächen. Private Vorsorge ist für die ein unerschöpflicher Honigtopf. Den Wirtschaftsparteien ist weiter ein Dorn im Auge, dass die AHV ein System zur Umverteilung ist und dafür sind sie im Grunde zu geizig. Da (und anderwso) liegen die Interessen der SVP und FDP.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rotbeisser 02.09.2017 12:52
    Highlight Highlight Ja, vorliegende AHV-Reform ist ein Kompromiss, da hat 3fuss recht.
    Was sie verschweigt: Es ist ein fauler Kompromiss.
    Er enteignet die Lohnabhängigen zugunsten der Reichen, die so den stark gestiegenen Profit aus 20 Jahren der massiven Produktivitätssteigerung ganz allein für sich einstreichen.
    Dass die SP-Altbundesrätin dafür einsteht ist eine Schande für die SP.
    Was ist das bloss für eine Welt, wo es keinen Unterschied mehr macht, ob man für die FDP oder die SP stimmt. Es sind jetzt beides Bonzenparteien.
    • Hierundjetzt 02.09.2017 14:07
      Highlight Highlight Man sollte nicht Gift versprühen wenn man 0 Ahnung hat, gäll Rot.

      Die AHV ist im Umlageverfahren finanziert.

      Grosse Einkommen zahlen viel in die AHV ein

      Kleine wenig

      Den beide zahlen 5% vom Einkommen an die AHV

      Ausbezahlt erhält jeder gleichviel (!!), analog der Jahre der er einbezahlt hat.

      Ob der Migroskassier oder ein CEO beide erhalten max 2'400.-

      WO ist hier also das System ungerecht? Runter mit den CEO Beiträgen oder was? 😂😂😂🤦🏼‍♂️
    • rodolofo 02.09.2017 14:50
      Highlight Highlight @ Rotbeisser
      Jetzt ist also auch noch die SP in Deiner Bewertungsskala abgerutscht auf "sehr schlecht" bis "abgrundtief übel"...
      Immerhin hast Du ja bei einem anderen Artikel sehr viel Verständnis für Donald Trump gezeigt.
      So hast Du also das Herz doch noch am rechten Fleck.
    • Rotbeisser 02.09.2017 15:11
      Highlight Highlight @Hierundjetzt
      Deine Blindheit schmerzt mir!
      Es ist überhaupt nicht gerecht, wenn nur die Löhne belastet werden, nicht aber das Einkommen aus Kapitalgewinnen und Dividenden. Die Reichen können so im Gegensatz zu den Armen, einen grossen Teil ihres Einkommens einstreichen, ohne dass davon Abzüge für die AHV weggehen.
      Oder anders gesagt: Dass die Sklaven untereinander gerecht gehalten werden, macht Sklaverei noch lange nicht zu einer gerechten Sache.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ....ich weiss nicht aber: 02.09.2017 12:47
    Highlight Highlight Herr Projer in der Arena! Hören Sie endlich auf, während ein Gast spricht, schon auf einen anderen Gast zu zeigen! Lassen Sie jemanden wenigstens ein paar Sätze sagen "ohne immer dazwischen zu sprechen". Das alles nervt sicher nicht nur mich!
    • rodolofo 02.09.2017 14:58
      Highlight Highlight Jetzt, wo Du's ansprichst:
      Projer war gestern nicht zum aushalten!
      Während er dem dauergrinsenden Bührer ständig dienstfertig den Ball zuspielte, unterbrach er Strahm bereits im Ansatz, obwohl Strahm erwiesenermassen kein Plauderi, sondern ein fundierter Kenner seiner Dossiers ist, und darum auch eine eigene Kolumne beim Tages Anzeiger schreibt!
      Aber Projer wurde anscheinend seinerseits von der Regie gepiesackt, die ihm im Ohr lag und mit der Stoppuhr jeden zeitlichen Rückstand der Bührer-Fraktion meldete:
      "Die Gegenseite ist 20 Sekunden im Rückstand, Herr Strahm! Herr Bührer, was meinen Sie?"
  • Platon 02.09.2017 12:44
    Highlight Highlight Ich finde diese Diskussion um das Giesskannenprinzip sowas von witzlos und erst noch scheinheilig. Da scheinen sich doch tatsächlich die Bürgerlichen sorgen zu machen, dass ein Millionär 70.- kriegt. Mir doch s*****egal, der Millionär hat auch das Zigfache dafür einbezahlt! Es ist alleine diese Tatsache, die die feinen Herren der FDP stört. Das Prinzip der AHV war ihnen schon immer ein Dorn im Auge.
    • FrancoL 02.09.2017 18:52
      Highlight Highlight Ja was von links kommt kann nicht gut sein, so positioniert man sich und basht gegen links ohne selbst was dazu zu leisten.
      Einfache und erfolgreiche Methode in der Politik.
  • Gubbe 02.09.2017 12:43
    Highlight Highlight Bekommen dann also nur Neurentnerpaare diese 230 Fr. monatlich mehr? Das wäre schon eine ganz krass gespaltene Gesellschaft. Dies lehne ich ab.
    • Hierundjetzt 02.09.2017 14:09
      Highlight Highlight Dafür haben altrentner ein Referenzzinssatz in der 2 Säule von 8 oder 10%

      Neurentner 5-6%

      Also, wo ist da die Ungerechtigkeit? 😳
  • peeti 02.09.2017 12:32
    Highlight Highlight Sobald bürgerliche Politiker von einem ungerechten Eigenvorteil warnen (erhalten auch 70.-) um damit eine Vorlage zu kippen, muss man hellhörig werden.
    Wenn diese wirklich ein so schlechtes Gewissen haben, sollen sie diesen AHV-Zustupf halt bei der nächsten Steuererklärung durch ein, zwei weniger Steuertricks zurückbezahlen.
  • Hieronymus Bosch 02.09.2017 12:19
    Highlight Highlight Schneeball- oder Pyramidensysteme, wobei immer mehr Neumitglieder nachschieben müssen, um denjenigen die bereits im System sind eine Rente zu bezahlen, sind in der Schweiz verboten. Konsequenterweise müsste die AHV auch abgeschafft und durch Eigenvorsorge (grössere 2. und 3. Säule) ersetzt werden.
    • Hierundjetzt 02.09.2017 14:13
      Highlight Highlight Wieder einer der keine Ahnung hat 🤦🏼‍♂️

      AHV ist im Umlageverfahren finanziert

      2 Säule im Kapitalwertverfahren

      AHV Jeder zahlt 5% seines Lohn ein. Ob CEO oder Call Agent

      Ausbezahlt erhalten aber alle (!!) nur max 2400.- / Monat.

      2 Säule, das was ich einzahle erhalte ich

      Wo ist hier die Pyramide? 🙄
    • Hieronymus Bosch 02.09.2017 14:43
      Highlight Highlight Jetzt nicht grad beleidigend werden, ich glaube, wir kennen uns nicht. Zur Aufklärung: die Pyramide ist die Altersverteilung der Bevölkerung. Alten sind der Gipfel; Babies an der Basis. Das Umlageverfahren AHV funktioniert nur solange die Pyramide-Struktur intakt ist, sprich Geldfluss von unten nach oben. Schau jetzt mal die Altersverteilung Schweiz 2030 an. Dämmert's jetzt?
    • Rotbeisser 02.09.2017 15:15
      Highlight Highlight @Hierundjetzt;
      Ein Schneeballsystem ist ein Umlageverfahren. Klirr!!
      Ihre Argumentation liegt in Scherben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hugo Wottaupott 02.09.2017 12:13
    Highlight Highlight Als die MwSt. eingeführt wurde ertönte es in allen himmlischen Klängen die werde nicht für jeden Gugus erhöht... wo sind wir jetzt?
    • rodolofo 02.09.2017 15:00
      Highlight Highlight Ist die AHV ein Gugus?
    • äti 02.09.2017 16:57
      Highlight Highlight Besserer Schlüssel zur Hand?
    • _stefan 02.09.2017 17:41
      Highlight Highlight Also meine zukünftige Alters-Rente würde ich jetzt nicht als Gugus bezeichnen. Und im Vergleich zu unseren Nachbarländern ist bei uns der MwSt-Satz weiterhin sehr tief.

      Irgend woher muss ja das Geld schlussendlich kommen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Shin Kami 02.09.2017 12:10
    Highlight Highlight Der Kompromiss ist eigentlich annehmbar, es tut allen ein bisschen weh. Wenn man ihn nun ablehnt, haben wir weiterhin ein Problem aber keine Lösung in Sicht. Was man vielleicht noch verbessern könnte, ist wie die Babyboomer wegkommen, sie sollten auch bezahlen.
  • AlteSchachtel 02.09.2017 12:03
    Highlight Highlight Eine schwierige Vorlage und die Folgen für Laien schwer absehbar, aber

    ich vertraue Ruth Dreyfuss!

    Sie hat ihre Kompetenzen und das echte (!) Interesse an der Schweiz und dem einfachen Volk mehrmals bewiesen.

    Was soll ich mich auf die Aussagen von Wirtschaftsleuten stützen, die selbst soviel Geld gescheffelt haben, dass sie die ganze AHV als winziges Zückerli (Sackgeld) geniessen können?
    • Rotbeisser 02.09.2017 12:55
      Highlight Highlight Ach was kümmert das Dreyfuss? Sie hat die fürstliche Rente einer Altbundesrätin. Ihr kann egal sein, wenn die Renten für alle anderen gekürzt werden.
    • rodolofo 02.09.2017 15:03
      Highlight Highlight @ Rotbeisser
      Ruth Dreifuss ist also eine ganz miese, Interesse an der AHV heuchelnde, Schmarotzerin und Abzockerin...
      ...in Deinem Weltbild.
    • äti 02.09.2017 17:01
      Highlight Highlight @rot: Bundesrätin wird man nicht unbedingt auf dem Schulausflug. Persönlich glaube ich sogar, es ist ihr nicht egal wenn Renten für andere gekürzt werden. Bei anderen BR wäre ich eher deiner Ansicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ströfzgi 02.09.2017 11:46
    Highlight Highlight Was mir fehlt (auch in der Watson-Erklärung mit dem Hund) sind die Zuwanderer. Auch Zuwanderer und deren Familiennachzüger werden mal alt und erhalten AHV, zahlen aber einiges weniger ein. Die Revision wird also nicht unbedingt nötig weil wir alle viel älter werden - sie wird nötig um die Fehler der linken Zuwanderungspolitik auszubügeln. Und wie man es eigentlich von links her gewohnt ist: alle zahlen damit unsere Schäfchen zu essen haben - gilt das in diesem Fall auch von rechts.
    • Friction 02.09.2017 12:20
      Highlight Highlight Ja genau. An Allem sind immer die andern Schuld. Mimimi
    • Hieronymus Bosch 02.09.2017 12:21
      Highlight Highlight Die AHV wird nach Beitragsjahren abgerechnet. Lass Dein braunes Gedankengut mal schön aus dieser Diskussion - es ist schon kompliziert genug.
    • c_meier 02.09.2017 13:00
      Highlight Highlight Falsch, Wer zB nur 20 Jahre AHV-Beiträge bezahlt hat bekommt keine AHV-Maximalrente sondern weniger
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  • olmabrotwurschtmitbürli #käluscht 02.09.2017 11:43
    Highlight Highlight Ich habe den Eindruck, dass der eigentliche Problempunkt gar nicht thematisiert wird: Die Privilegierung der sog. Übergangsgeneration über 45. Das löst die effektiven Mehrkosten aus und zerlegt die Vorsorgeaussichten der Jüngeren. Ohne diese Prilegierung der Babyboomer wäre die Vorlage annehmbar.
    • Toerpe Zwerg 02.09.2017 12:12
      Highlight Highlight Ganz genau das ist der Kernpunkt, den alle einfach verschweigen. Diese sogenannte Übergangsgeneration trägt in der Summe nichts zur Sanierung bei. Die Vorlage ist eine bodenlose Frechheit. Die Babyboomer, welche am Ruder sind, übervorteilen die Jungen, bereichern sich und hinterlassen eine riesige Finanzlücke. Alle jünger 1973 werden abgezockt. Stimmt nein. Lasst euch nicht über den Tisch ziehen.
    • Platon 02.09.2017 13:17
      Highlight Highlight @olma
      Mit dem Vorschlag von SVP und FDP hätte eben gerade diese Generation einen Rentenabbau hinnehmen müssen, sodass es schon vor der Abstimmung vermutlich keine Chance gehabt hätte. Priviligiert werden sie mit den 70.- aber auch nicht gerade. Fakt ist, dass mit dieser Reform nach Berechnungen alle Einkommen bis etwa 250'000.- besser versichert sind. Es ist also praktisch für alle vorteilhaft sie anzunehmen.
    • Richu 02.09.2017 13:53
      Highlight Highlight @Platon: Ich glaube du hast diese Rentenform nicht richtig verstanden. Dass nun alle Einkommen bis etwa Fr. 250'000 besser versichert sind, entspricht absolut nicht der Realität!
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  • Harri Hirsch 02.09.2017 11:21
    Highlight Highlight Kleine Unklarheit bei mir bezüglich Rechnen: Wie kommt man zu 3 Mrd. Mehrkosten pro Jahr durch die Erhöhung um SFR. 70.- ? Selbst wenn man 10 Mio. Rentenbezüger hätte gäbe das doch 'nur' 700 Mio.? Daneben würde ja der gleiche Betrag bei den EL gespart und dazu noch Mehreinnahmen bei den Steuern entstehen.
    Kann mir jemand die Rechnung der Politiker erklären?
    • Elias_W 02.09.2017 12:11
      Highlight Highlight Die 70.- sind pro Monat, d.h. 840.- pro Jahr für Neurentner.

      Zudem haben heute Verheiratete Personen nicht die doppelte AHV-Rente, sondern 150% davon. Dies wird ebenfalls auf 155% erhöht.
    • Nick_ 02.09.2017 12:12
      Highlight Highlight Ich kenne die Berechnung von Bührer nicht. Wahrscheinlich rechnet er die Erhöhung der Plafonierung der Ehepaarrente auch mit ein (macht BSV auch so)
      Du musst jedoch berücksichtigen, dass die 70 Fr Erhöhung pro MONAT gilt. Jeder Rentner erhält somit im Jahr Fr. 840 pauschal mehr!
      Ich finde es sehr schade, dass es keine ehrliche (längerfristige!) Kostenschätzung der Reform gibt. Oder gibt es Berechnungen, die über 2030 gehen? Das BSV rechnet im 2030 mit Mehrausgaben von 1.39 Mia dafür. Die Babyboomer gehen aber erst nach 2030 in Rente! 3Mia sind daher nicht unrealistisch...
    • Harri Hirsch 02.09.2017 12:36
      Highlight Highlight Merci...habe den Fehler (bei mir) gefunden...
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  • Hugo Wottaupott 02.09.2017 11:09
    Highlight Highlight Mich würde brennend Interessieren was die Madame Dreyfuss mit den 70.-- zusätzlich anstellen will.
    • Shlomo 02.09.2017 11:42
      Highlight Highlight Madame Dreyfuss bekommt bei einem Ja keine 70.- mehr, da dies nur für Neurentner gilt.
    • Maracuja 02.09.2017 11:44
      Highlight Highlight Ruth Dreyfuss gehört nicht zu den "Neurentnern", wer bereits AHV bezieht, erhält die 70 Fr. nicht.
    • Hugo Wottaupott 02.09.2017 12:18
      Highlight Highlight Gagi drauf :D. Es geht ja darum dass die MwSt. erhöht wird und andere unsägliche Raubrittertaten.
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  • Einstein56 02.09.2017 11:08
    Highlight Highlight Langfristig gibt es nur das, was andere Länder wie Deutschland oder Holland schon beschlossen haben: Erhöhung des Rentenalters. Früher lebten die Leute nach Erreichen des Rentenalters noch 10 Jahre, heute sind es 20. Also rechne! Da kann keine politische Gesinnung daran was ändern.
    • Rotbeisser 02.09.2017 13:10
      Highlight Highlight Falsch. Man kann alternativ die Beiträge erhöhen, z. B. einseitig zu Lasten der Arbeitgeber. Besser: zu Lasten der Vermögenden, z. B. mit einer 0.5 % AHV Steuer auf Vermögen über 1 Mio. Vermögen.
      Warum bloss meinen alle, dass der Staat sich das Geld immer bei den Löhnen holen sollte und nicht auch anderswo (Unternehmensumsatz, Finanztransaktionen, Vermögen (Wertpapiere, Edelmetalle & Diamanten, Kunst, Luxussgüter)?
      Vielleicht weil die Linken keine Arbeiter sind, sondern eingebildete Reiche?
    • FrancoL 02.09.2017 19:20
      Highlight Highlight @Totbeisser; Du sprichst wie ein pubertierender Linker, zum Glück erkennen diese dann auch die Möglichkeiten einer Gesellschaft und deren Flexibilität. Du scheinst aber in der Pubertät stecken zu bleiben.
      Eine arge Mischung Linke hassen und selbst aber ALTE linke Maximalforderungen an den Mann bringen zu wollen. Das ist ein RIESEN Quatsch und zeigt eine beachtliche Realitätsverweigerung.
  • Thinkdeeper 02.09.2017 09:20
    Highlight Highlight Traurige Wahl zwischen Pest und Cholera.
    Noch keine
    1. ..Abschaffung der Legal quote
    2. ..BVG Wahlfreiheit, die schlechte aussortiert und "Abzocker" transparent macht.
    3. ..Abschaffung des Koordinationsabzug
    4. ..Einheitliche Beitragsstafellung ab Arbeitsbeginn.
    5. ..Verrentungsobligatorium bei Freizügigkeits und Arbeitslosigkeit
    6. ..Individualrente und Abschaffung der Ehepaarrente.
    Dafür
    8. Nur symbolische Stärkung der AHV
    9. Trotz höhere Erwerbslosigkeit Erhöhung der Arbeitspflicht.
    10. Kleine Schritte in die Richtige Richtung


    • Hierundjetzt 02.09.2017 11:05
      Highlight Highlight Wäre sofort dabei.
  • Herbert Anneler 02.09.2017 09:19
    Highlight Highlight SVP und FDP wollen mit ihrem Nein zur AHV-Reform dasselbe wie bei USR3: immer noch mehr und mehr für diejenigen, die schon haben. Wer glaubt, diese beiden Parteien interessierten sich fürs Gemeinwohl, glaubt an den Weihnachtsmann, das Christchind und den Osterhasen noch dazu. Ihre Absicht: Staat und Politik aus der Altersvorsorge drängen und sie der Ökonomie unterordnen. Motto: "Wer nicht genug hat, ist selber schuld!" Gier und Seelenlosigkeit von Rechts - au revoir in Trumpistan. Wollt Ihr, wollen wir das wirklich???
    • pachnota 02.09.2017 10:15
      Highlight Highlight Ja..
    • Roterriese 02.09.2017 11:21
      Highlight Highlight Ja
    • ströfzgi 02.09.2017 11:49
      Highlight Highlight @Herbert Anneler

      Und wenn Du es (harterarbeitet) hättest, würdest Du es gerecht unter allen verteilen? An Weihnachten via Weihnachtsmann?
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  • rodolofo 02.09.2017 09:12
    Highlight Highlight Dass der FDP-Kampfgrinser Bührer partout nicht akzeptieren wollte, dass diese AHV-Reform eine KOMPROMISS-Lösung wäre, zeigt seine kompromisslose Haltung als typisch Rechtsbürgerlicher, "Knallharter Verhandler" und verheisst auch nichts Gutes für den Fall, dass auch diese AHV-Reform von Volk und Ständen abgelehnt würde!
    Dann würde die FDP zusammen mit der SVP (ohne Bauern) erst recht darauf beharren, die Ego-Shooter-Säule der Pensionskassen (und damit auch lukrative Pfründe für ihren Hauseigenen Bürokraten- und Verwaltungsrats-Filz) gegenüber der soziale Gerechtigkeit schaffenden AHV zu pushen.
    • simiimi 02.09.2017 12:34
      Highlight Highlight Die Reform wurde von der CVP und SP in der Einigungskonferenz durchgedrückt, insofern ist es ein Hohn von einem Kompromiss zu sprechen.
  • Nelson Muntz 02.09.2017 09:11
    Highlight Highlight Die Arena schaue ich seit 10 Jahren nicht. Die dauergrinsenden und rechthaberischen SVP Köpfe machen einen nur hässig!!

    Und nein, ich wähle nicht links!
  • mogad 02.09.2017 08:53
    Highlight Highlight Die Gegner bringen falsche Argumente: a) die Reform gehe auf Kosten der Jungen. Nein, alle zahlen. Vor allem die Frauen mit der Erhöhung des Rentenalters auf 65 J. Die Gegner sagen b) die 70 Fr. mehr AHV bekommen auch Leute, die das Geld gar nicht nötig haben. Unehrliches und deshalb falsches Argument. Schon seit Einführung der AHV 1948 bekommen auch jene eine AHV-Rente, die dieses Geld gar nicht nötig haben. Dafür zahlen jene, dies nicht nötig haben drei Mal so viel ein, wie sie später als Rente beziehen.
    • mogad 02.09.2017 11:54
      Highlight Highlight @gusg. Ich sag ja nicht das AHV Alter 65 für Frauen sei nicht o.k.. Ich schau es rein rechnerisch an. AHV 65 für Frauen bring p.a. zusätzl. 1,4 Milliarden in die Kasse. Da kann man doch nicht behaupten, dass nur die Jungen zahlen.
  • Cerberus 02.09.2017 08:47
    Highlight Highlight Wer glaubt, man könne die Vorlage ablehnen und das Problem einfach aussitzen, bis eines Tages der Fünfer und das Weggli kostenlos daher kommen, erweist sich einen Bärendienst.

    Ich möchte mal wissen, wie sich die Generation Y ihr Leben im Alter vorstellt? Studieren bis 35, Teilzeit arbeiten und dann zum Nulltarif eine Vollrente erhalten.
    • rodolofo 02.09.2017 10:05
      Highlight Highlight Genau!
      Und wenn der Feminismus wieder stärker wird, dann kann später das Rentenalter für Frauen UND gleichberechtigte Männer womöglich wieder GESENKT werden!
      Natürlich ist dieser Reform-Versuch ein Murks!
      Aber in der gegenwärtigen Politischen Wetterlage, mit einer starken Blocherisierung, bzw. Trumperisierung der Gesellschaft und einer zurückgedrängten CVP in der "Midlife-Crisis" ist einfach nicht mehr möglich!
      Aber grosse Freude hatte ich gestern am angriffigen und beherzten Bündner CVP-Vertreter, Candinas! Wenn die CVP seinem Beispiel folgt, dann erleben wir gerade einen "Zweiten Frühling"
    • mogad 02.09.2017 10:31
      Highlight Highlight Candinus hat von allen am verständlichsten argumentiert. Und er ist ein Bürgerlicher.
  • vbo 02.09.2017 08:30
    Highlight Highlight was ich einfach nicht verstehe:
    früher gab es mehr junge und weniger alte menschen...
    heute ist es (u.a. dank der medizin) umgekehrt...
    eine demographische trendwende ist nicht abzusehen...

    die aktuelle form der ahv-finanzierung ist somit nicht mehr länger möglich und muss grundlegend geändert werden!!

    vielleicht müsste der bund die einheimische bevölkerung halt wieder einmal etwas prioritärer behandeln...so eine art switzerland first (super light)...sprich die paar milliarden irgendwo anders einsparen!
    es muss ja nicht unbedingt die armee sein...aber es könnte...
    wo würdet ihr sparen??
    • mogad 02.09.2017 10:03
      Highlight Highlight Seit 2010 ist die Lebenserwartung bei den Frauen nicht mehr gestiegen, bei den Männern in dem Zeitraum gerade mal um 11 (elf) Wochen. Geburtenüberschuss in der CH 2016: 22900. Warum wohl gauckeln uns die Privatversicherungen vor, wir würden alle 100 Jahren alt??? Eben: hohe Prämien, tiefe Leistungen!
    • rodolofo 02.09.2017 10:07
      Highlight Highlight Ich würde dem eher "Oldies first!" sagen.
    • Einstürzende_Altbauten * 02.09.2017 10:10
      Highlight Highlight Ich würde nicht sparen, ich würde endlich mit den Steuergeschenken aufhören.

    Weitere Antworten anzeigen
  • blaubar 02.09.2017 08:25
    Highlight Highlight ich bin mir immer noch unsicher, was stimmen. Aber vergessen wir nicht, dass Madam Dreyfuss uns die hohen KK-Prämien beschert hat!
    • x4253 02.09.2017 11:38
      Highlight Highlight Die KK Pflicht kam von Dreyfuss, aber für die steigenden Kosten sind nicht die KKs verantwortlich. Die Verantwortlichen würde ich eher in der Medizin und Pharma suchen.
    • Shlomo 02.09.2017 11:54
      Highlight Highlight Madame Dreyfuss, hat ermöglicht, dass jeder und jede eine Krankenversicherung mekommt.
    • Rotbeisser 02.09.2017 13:30
      Highlight Highlight Die Krankenkassenpflicht hat den Wettbewerb zwischen den Krankenkassen und den Leistungsbringern im Gesundheitswesen ausgeschaltet.
      Das Gesundheitswesen ist seither ein verkrüppelter Markt. Die Anbieter haben eine staatliche Abnahmegarantie zu Lasten der Krankenkassen. Gleichzeitig weigern sich der Bundesrat und Parlamament die Preise zu senken oder zu limitieren, wenigstens auf das Niveau im umliegenden Ausland. Weil sie von den Lobbies korrumpiert sind.
      Und der Prämien- und Steuerzahler ist einfach nur der Goldesel.
      Zu dieser Misere hat Dreyfuss massgeblich beigetragen.
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  • Toerpe Zwerg 02.09.2017 06:42
    Highlight Highlight "Viel eher befürchten die Befürworter, dass FDP & Co. bei einem Scheitern der Reform die Gelegenheit nutzen, um einen Rentenabbau durchzuführen und das Rentenalter 67 voranzutreiben. Ein Vorwurf, den Bührer & Co. nur halbherzig zu entkräften wussten."

    Das würde heissen, dass "FDP & Co" die Altersvorsorge tatsächlich zu sanieren gedenken und das ist kein Vorwurf, sondern Ehrlichkeit Vs. Linke Salamitaktik bzw. Lügenpolitik.
    • äti 02.09.2017 08:28
      Highlight Highlight Vielleicht wollen FDP & Co nicht 'sanieren' sondern eigene Vorteile durchsetzen. Das Wort 'Lügenpolitik' ist unangebracht, da die Vorschläge seit 7 Jahren diskutiert werde,.
    • mogad 02.09.2017 08:58
      Highlight Highlight Hr. Bührer sagte auch sinngemäss, er von der FDP wolle keine Rentensenkung. Auch diese Aussage ist unehrlich. Was ist denn eine Rentenerhöhung auf 67 Jahre für ALLE anderes als eine Rentenkürzung? Man könnte genauso gut sagen keine Rentenkürzung, dafür Rentenalter 75 für ALLE und da wird dann die Unehrlichkeit des Argumentes überdeutlich.
    • _helmet 02.09.2017 09:01
      Highlight Highlight Nein, sie gedenken in erster die Leistungen zu kürzen, das ist das Ziel: weniger Unterstützung für die Rentner. Diese Reform saniert de AHV ja bereits, jedefalls mehr als die Ablenung, diese gefährdet die AHV viel mehr, und klar muss küftig mehr geschehen, und dank dieser Reform hat gewinnt man genau Zeit, um den nächsten Schritt zu tun. Die AHV ist sonst viel früher im Minus! Völlig destruktives, veratwortungsloses Verhalten der Gegner.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schneider Alex 02.09.2017 06:42
    Highlight Highlight Ab 1947, als die AHV eingeführt wurde, zahlten die Arbeitgeber und -nehmer die Renten für jene, die bisher wenig bis nichts einbezahlt hatten. Das war noch Solidarität, nicht Erbsenzählerei wie heute.
    Mit einer Übergangslösung gewinnen wir Zeit, um eine neue Finanzquelle für die AHV zu erschliessen, z. B. eine Finanztransaktionsabgabe.
    • Cerberus 02.09.2017 08:28
      Highlight Highlight @Silent Speaker: Dann rechnen wir aber bitte das gesamte Vermögen an. Wer seine PK für Wohneigentum geplündert hat, bekommt dann im Alter auch keine AHV und EL mehr. Und wer wenig verdient hat, soll dann die Maximalrente erhalten?

      So funktioniert Solidarität nicht.

    • Der Rückbauer 02.09.2017 08:54
      Highlight Highlight Silent Speaker: Die AHV ist eben nicht das Sozialamt, das ist eine Versicherung, welche ungeachtet der Vermögenssituation des Versicherten zahlt. Das V im Namen sagt es. Wenn Du einen unverschuldeten Autounfall hast, kann die Versicherung Deines "Kontrahenten" auch nicht sagen, wir zahlen nicht, weil Du reich bist.
    • mogad 02.09.2017 09:02
      Highlight Highlight Nicht Erbsenzählerei machen die Gegner, sie machen Zückerli-Zählerei. Als das bezeichnen sie die Fr. 70 plus für die AHV, ein Zückerli. Damit drücken sie ihre ganze Verachtung aus gegenüber dem grossen Sozialwerk AHV. Demaskierend ist: wenn es doch nur ein lächerliches Zückerli ist, warum bekämpfen sie es dann so verbissen und mit falschen, sprich unehrlichen Argumenten?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chrigi-B 02.09.2017 05:44
    Highlight Highlight Mal ganz deutlich: Ich hasse "Pflästerlipolitik". Plant endlich 10 bis 20 Jahre im Voraus! Einfach zum 🤢🤢🤢🤢
    • äti 02.09.2017 08:31
      Highlight Highlight @chrigi, gute Idee: fang mal an, in deinem Umkreis, deiner Partei. Alles Grosse beginnt mal Klein.
    • Töfflifahrer 02.09.2017 08:51
      Highlight Highlight Gerne, nur wird ein grosser Wurf, wie auch immer geartet, heutzutage keine Mehrheit mehr finden. zu gross sind die Interessen und die verschiedenen Gruppierungen.
      Es stimmt schon, früher wurde ca. alle 5 Jahre die AHV an die Gegebenheiten angepasst. so wurde diese auch im Lot gehalten. Seit aber die 2. Säule auch noch im Rentenkorb mitmischt sind die Interessengruppen mit unterschiedlichen Interessen massiv gestiegen. Und seit da kommt auch keine Revision mit "visionären" Ansätzen mehr durch. Einmahl von den Linken, dann wieder von den Rechten oder Bürgerlichen abgelehnt.
    • _helmet 02.09.2017 09:06
      Highlight Highlight In der Realität ist das nicht so einfach. Vor allem nicht mit einem destruktiven rechten und ganz linkem Flügel in der Politik. Unbedingt ja zu dieser Reform! Die Leute, die sich im Parlament wirklich um Lösungen bemühen, haben hart darum gekämpft!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Herbert Anneler 02.09.2017 04:54
    Highlight Highlight Quintessenz aus der Sendung: Die Rechte will die Risiken für die Bevölkerung steigern und sie zu Gefangenen ewigen Wirtschaftswachstums machen. Und wenn das Wirtschaftswachstum einmal stottert, lässt sich der Pensionskassen-Umwandlungssatz (eine Senkung der PK-Renten!) viel leichter durchsetzen als eine Senkung der AHV. Noch mehr Risikoverlagerung auf die BürgerInnen ist die von Rechts angestrebte Erhöhung des Rentenalters. Über die PK herrscht die Wirtschaft, über die AHV die Politik. Letztere wird durch die BürgerInnen besser kontrolliert als die Wirtschaft - mehr AHV ist bürgerfreundlicher.
    • mogad 02.09.2017 09:16
      Highlight Highlight Den Bürgerlichen ist die AHV ein Dorn im Auge, weil sie die Reichen zur Solidarität mit den Armen zwingt. Im Grunde wollen die Bürgerlichen die AHV weg haben, weil sie nicht wollen, dass die Abzocker-CEOs vor allem in der Finanzindustrie 8% von ihren Boni und überrissenen Löhnen in die AHV Kasse zahlen müssen. Immer tiefere Steuern und immer mehr Steuervermeidungsvehikel genügen ihnen nicht, sie wollen Alles. Vor allem die Kontrolle über die "Altersversorgung". Die 2. Säule ist der grösste und intransparenteste Selbstbedienungsladen für Finanzjongleure.
  • Juliet Bravo 02.09.2017 04:49
    Highlight Highlight Danke Watson! Ruth hat es ja damals schon gesagt!🤓
  • SomeoneElse 02.09.2017 04:25
    Highlight Highlight "Wird eine der beiden Vorlage abgelehnt, scheitert die ganze Reform"

    Worüber stimmen wir dann ab, dann muss ich etweder zu beidem ja sagen oder nein. Das ist doch idiotisch. Genau deswegen kann ich unser System auch nicht ganz ernst nehmen... Schlussendlich verpackt man uns die Scheisse auf einem Tablette und wir können dann Häufchen weise ja oder nein sagen. Was soll das?
    • Töfflifahrer 02.09.2017 08:53
      Highlight Highlight Das ist leider so, weil das Referendum ergriffen wurde und so nun über jeden Aspekt abgestimmt werden muss.
    • _helmet 02.09.2017 09:14
      Highlight Highlight Sie können stimmen, was sie wollen. Mwst müssen separat zur Abstimmung vorgelegt werden, reine Formalität, inhaltlich hängts ja ganz eng zusammen. Sie können hier über die Zukunft der Altersvorsorge mitbestimmen, schätzen sie das, statt zu motzen! Und unbedingt ja zu dieser Vorlage, die die Leute im Parlament, die wirklich nach Lösungen suchen, mit ach und krach und viel Knochenarbeit gegen destruktive rechte und destruktive ganz linke Kräfte erkämpft haben!

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