Schweiz
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Diskussion um die Altersvorsorge 2020 in der «Arena»: Sebastian Frehner (SVP) und Regine Sauter (FDP) vertraten das Nationalratsmodell, Ruth Humbel (CVP) und Paul Rechsteiner das Modell des Ständerats. bild: screenshot/srf

Die «Arena» der glorreichen Vier: «Die Jungen hier drinnen tun mir leid»

Nachdem sich der Nationalrat am Dienstag gegen eine Einigung mit dem Ständerat bei der Reform der Altersvorsorge stemmte, müssen innerhalb der nächsten zwei Wochen die Differenzen bereinigt werden. In der «Arena» gab es einen Vorgeschmack, was einen erwartet.



Und ganz am Schluss sprach dann einer aus, was alle dachten: «Es hat so viele Junge hier drinnen. Die tun mir leid.»

Sie haben auch gelitten, die Jungen auf der Zuschauertribüne der «Arena».

Wenn auch nicht so, wie Rentner Neeser das meinte. Rentner Neesers Votum zielte auf die unsichere Zukunft der Altersvorsorge und die damit verbundene Gefahr ab, am Ende eines langen Arbeitslebens mit leerem Portemonnaie, beziehungsweise mit einer Rente dazustehen, die hinten und vorne nicht reicht.

Die Jungen in der «Arena» (und die Alten, und die dazwischen) aber, die litten aus einem anderen Grund: Es war höllisch technisch, was da besprochen wurde. Um bei einem Sprachbild zu bleiben, das mit der Unternehmenssteuerreform aus der Helvetismen-Mottenkiste geholt worden war: Das Fuder dieser «Arena» war hoffnungslos überladen.

Das hatte nicht nur, aber vor allem auch mit der Komplexität dieser Vorlage zu tun. 

Das Aufatmen im Zuschauerrund war deshalb fast hörbar, als ein junger Zuschauer gegenüber Moderator Jonas Projer gestand, den Überblick verloren zu haben. Projer hatte eine Idee: Die versammelten Herren und Damen National- und Ständeräte sollten in zwei Sätzen die Vorzüge ihres jeweiligen Modells erklären.

Die Parlamentarier leisteten Folge. Erhellendes trat dabei nicht zutage. 

Nationalratsmodell

Regine Sauter (FDP): «Wir müssen unser Rentensystem sichern. Das geht über drei Arten. (...) Wir wählen den Weg über eine höhere Einzahlung bei der zweiten Säule, weil die AHV geschützt werden muss.»

Ständeratsmodell

Ruth Humbel: «Mit der Lösung des Ständerats, mit den 70 Fraken zahlen auch Millionäre an die Sanierung mit, sonst zahlen nur die mittleren und unteren Einkommen.»

Einigkeit im Grundsatz, Differenzen im Detail

Im «Kampf zwischen Ständerat und Nationalrat» (Jonas Projer) bei der Altersvorsorge 2020 wird vor allem um die Kompensation der Senkung des Umwandlungssatzes gefochten. Während der rechtsbürgerlich dominierte Nationalrat die Lösung in höheren Einzahlungen in die zweite Säule sieht, will der Ständerat einen Zuschlag von 70 Franken bei der AHV. 

Weder den Vertretern der rechtsbürgerlichen Parteien, die den Vorschlag der grossen Kammer verteidigten, noch den Vertretern von Mitte-links, die für das Ständerats-Modell weibelten, gelang es aber, plausible Argumente ins Feld zu führen, weshalb ein Vorschlag dem anderen vorzuziehen sei. 

Nationalrat Sebastian Frehner (SVP) kritisierte das «Giesskannenprinzip», mit dem der Ständerat den Zuschlag von 70 Franken für Neurentner verteilen will. «Auch Rentner, die es nicht nötig haben, profitieren davon.» 

Ständerat und Gewerkschaftspräsident Paul Rechsteiner (SP) konterte wenig später: «Der Reiche braucht die AHV nicht, aber die AHV den Reichen.»

Dabei ist allen klar: Die Altersvorsorge muss reformiert werden, so oder so. Ansonsten droht in einigen Jahren ein riesiges Finanzierungsloch. Bernhard Guhl (BDP) sagte stellvertretend für alle Parlamentarier: «Diese Rentenreform muss durchkommen». Guhl, der in dieser «Arena» nur unter «ferner liefen» teilnahm, wies darauf hin, dass die beiden Modelle sehr ähnlich seien – nur Nuancen trennten die beiden Kammern voneinander.

Aus dieser «Arena» ging kein Politiker als Sieger hervor. Darin liegt auch die Krux der Altersvorsorge 2020: Wer nicht bereit ist, Kompromisse einzugehen, der riskiert, eine der wichtigsten Vorlagen der Session im Herbst an der Urne scheitern zu lassen.

Nur einer war wohl nicht allzu unglücklich darüber, dass sich die Diskussionsteilnehmer weitgehend in technischen Details verloren, anstatt hitzige Diskussionen anzuzetteln: Jonas Projer. Nachdem die Medien-«Arena» vor einer Woche für rote Köpfe bei Teilnehmern, Zuschauern und Bürgern sorgte, war diese über weite Strecken äusserst emotionsarme «Arena»-Ausgabe Balsam für die geschundene Moderatoren-Seele. 

Aufgrund technischer Probleme fehlen die Video-Ausschnitte. In der nächsten «Arena»-Berichterstattung findest du aber wieder wie gewohnt Videos.

Die vollständige Sendung gibt's hier

Unsere «Arena»-Berichterstattung:

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    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 06.03.2017 01:46
    Highlight Highlight Geht mich nichts an. Bin auf dem Minimum.
  • Raphfa 05.03.2017 12:39
    Highlight Highlight Ich habe den Verdacht, dass die komplizierte Wortwahl dazu dient, darüber hinwegzutäuschen, was Reformen wirklich bedeutet: KÜRZUNG der Almosen für den modernen Sklaven!

    Nachdem man uns damals das PK-Sytem aufgezwungen hat, ein Goldesel für Versicherungen und Banken, fehlt jetzt anscheinend plötzlich das Geld.
    Noch eine Auswirkung, die niemand bedachte: Durch das investierte Geld stiegen die Immobilienpreise und die leistungslosen Einkünfte aus Kapitalrenditen wurden auch zu einem Teil von den Arbeitnehmern geleistet.

    Wir haben uns also auf Anordnung unserer Eliten selbst ausgenutzt!

    • Wehrli 06.03.2017 10:01
      Highlight Highlight Mimimimi
  • lemeforpresident 05.03.2017 09:04
    Highlight Highlight «Was ist das für 1 Rentenreform?» Meiner Meinung nach muss die AHV durch Transaktionssteuern und Canabisbesteuerung gestütz werden...
  • Soli Dar 04.03.2017 14:00
    Highlight Highlight Ziel muss es sein die effiziente AHV zu stärken und nicht die PK.

    AHV = 3% Verwaltungsaufwand + alle profitieren, insbesondere, jene mit tieferen Einkommen!

    PK = 30% Verwaltungsaufwand, Personen mit tieferen Einkommen/Teilzeitstellen werden benachteiligt.
  • FrancoL 04.03.2017 12:21
    Highlight Highlight Die AHV ist ein System dass genügend Parameter bietet um langfristig gesichert zu werden.

    Die wichtigste Errungenschaft der AHV ist die Solidarität.

    Die Private Altersfürsorge, ob über PKs oder andere Gefässe wird die Schere die auseinander klafft noch mehr öffnen und je länger desto mehr die unteren Schichten AUCH im Alter in die Armut drängen und das Sozialamt belasten.

    Die AHV muss MIT BEIBEHALTEN DER SOLIDARITäT umformuliert, die Finanzen saniert werden durch zusätzliche Einnahmen:
    wie Zunahme der Lohnprozente,
    Stützung durch Steuern, wie MwSt und
    NEUEN Steuern zB auf Transaktionen.
  • Hugo Wottaupott 04.03.2017 11:44
    Highlight Highlight Vlächt wird dann in der 175igsten Rentenreform die AHV endlich automatisch alle 2 Jahre an die Teuerung angepasst. Ou stimmt ja wohl kaum dann kann man nicht mehr alle 2 Jahre so ein Riesengstürm drummachen.
  • Alnothur 04.03.2017 10:51
    Highlight Highlight Eine Erhöhung der AHV ist das falscheste, was man machen kann. Stoppt den Irrsinn!
    • Addix Stamm 04.03.2017 12:10
      Highlight Highlight Sie stellen es so dar, als ob nur die Rente erhöht werden würde. Ist aber so aus dem Kontext gerissen falsch. http://a
    • FrancoL 04.03.2017 12:56
      Highlight Highlight Kurze Sätze ohne Begründung sind dann wohl nicht mehr als Alternativ Fakten!
    • Fabio74 04.03.2017 16:56
      Highlight Highlight Und warum? Das BVG ist ein Banken-und Versicherungslobby-Gesetz. Nur diese profitieren.
  • Thomas Binder 04.03.2017 10:49
    Highlight Highlight Es ist völlig absurd, dass bei uns immer noch über weiteren Sozialabbau überhaupt debattiert werden darf, solange wir nicht die dutzenden Milliarden Steuerschulden der (Super)reichen eingetrieben haben durch Abschaffung des Steuerhinterz...äh...Bankkundengeheimnisses und Einführung des automatischen Informationsaustausches auch im Inland sowie das seit 40 Jahren hemmungslose asoziale neoliberale Umverteilungsprojekt von unten und der Mitte nach ganz oben endlich beendet haben, beispielsweise durch die Einführung einer Finanztransaktionssteuer.
    • FrancoL 04.03.2017 11:59
      Highlight Highlight Stimme Dir zu, aber viele scheinen dies nicht sehen zu wollen und lassen sich immer wieder vor den Karren spannen der für sie nichts bringt. Man unterschätzt zudem auch dass die unteren Schichten und der Mittelstand weit weniger zufrieden sind als es die Umfragen einem weis machen wollen, die letzten Abstimmungen zeigen es deutlich.
      Wieso dann der NR schon wieder auf Konfrontationskurs gehen mag dass wissen nur die Götter oder eben die Lobbyisten.
      Wir brauchen ein Rentensystem dass die Basis der Solidarität hoch hält.
    • Maracuja 04.03.2017 13:23
      Highlight Highlight @FrancoL: wieso dann der NR schon wieder auf Konfrontationskurs gehen mag dass wissen nur die Götter oder eben die Lobbyisten

      Die PK-Lobbyisten sind nicht kompromissbereit, denn setzt sich ihre Variante in der Abstimmung durch, bringt das viel Geld in die Pensionskassen. Scheitert ihre Variante beim Volk, werden sie einfach den Zinssatz für den überobligatorischen Teil weiter senken. Dass die AHV noch mehr in Schieflage gerät, ist denen nur recht. Köppels Hetzblatt ruft ja offen dazu auf, die Reform zu versenken.
  • FrancoL 04.03.2017 10:03
    Highlight Highlight Weniger PK mehr AHV! Warum? Vermutlich würde man mit tieferen Mieten die man ein Leben lang bezahlt (auch Kosten eines überteuerten Eigenheims) viel effizienter als die leicht höheren Renten die durch die Mehreinnahmen der besseren PK-Renditen generiert werden die Altersfürsorge bestreiten.
    Einfaches Modell: Mieten niedriger gestalten durch weniger Konkurrenz der Institutionellen, dafür die AHV stärken im Rahmen der Mieteinsparungen, dann könnte die AHV langfristig gesichert und das Solidaritätsprinzip beibehalten werden.
    Doch das passt den Bürgerlichen nicht, ganz und gar nicht.
    • Alnothur 04.03.2017 10:52
      Highlight Highlight Ähh, bei weniger Konkurrenz *steigen* die Mieten...
    • FrancoL 04.03.2017 11:44
      Highlight Highlight @Alonthur; Von Bauwirtschaft wohl keine Ahnung, weniger Nachfrage bei den Grundstücken führen zu SINKENDEN Preisen. Und die Nachfrage von PKs kann ganz schön den Preis nach oben treiben, als Baufachmann kann ich das nun schon über 25 Jahre gut mitverfolgen. Das hat nichts mit Konkurrenz zu tun sondern mit (zu) hoher Nachfrage! Die Nachfrage treibt den Preis nach oben. Es gäbe Modelle die ganz gut passen würden und auch das Land nicht in die Höhe treiben würde doch da müsste der Staat wie zB bei Genossenschaften dafür besorgt sein. 600 Zeichen genügen nicht um dies darzulegen.
    • pamayer 04.03.2017 12:34
      Highlight Highlight FrancoL
      Jetzt las ich, warum du in Sachen Immobilien so kompetent bist: baufachmann.
      Danke für deine prägnanten und sachlichen Kommentaren. Dank denen begreife ich bei einer mir unbekannten Materie, worum es geht.
  • 8004 Zürich 04.03.2017 09:53
    Highlight Highlight Die AHV muss revididiert werden Ist das so? Ich meine, komm es darauf an, ob dieses Ding in 60 Jahren nun 13 oder 14 Mal revidiert wurde? Die Grundidee hielt der demografischen Entwicklung einfach nicht stand – es ist heute keine gute Idee mehr und ist es auch in Zukunft immer weniger.

    Wie kann man die Tatsachen verleugnen: Die Menschen arbeiten weniger lang(v.a. immer längere Ausbildungen, aber auch Frühpensionierungen) und bekommen immer weniger Kinder. Es gibt also immer „mehr zu wenig“ Junge, die das System tragen, immer mehr Pensionäre, so dass die Bezüger mehr und mehr werden.

    ...
    • 8004 Zürich 04.03.2017 10:07
      Highlight Highlight Zudem lebt man heute wesentlich länger; die Zeit, die man im Rentenalter lebt, hat sich seit 1948 mindestens verdoppelt.
      Das Ganze kostet immer mehr, aber immer weniger sind da, um es zu bezahlen und diejenigen, weniger werdenden Zahlenden zahlen im Schnitt immer weniger lang ein.
      Schon zu Beginn dieses Jahrtausends kamen durchschnittliche Einkommen auf eine AHV+BVG-Lohndeckung von 55% bis 63%. Kann mir jemand einfach und mathematisch nachvollziehbar erklären, wie das bloss in Zukunft aussehen soll, da die hiesigen demografischen Umstände nicht gerade drauf und dran sind, sich in eine ...
    • 8004 Zürich 04.03.2017 10:11
      Highlight Highlight ... andere, AHV-förderliche Richtung zu verändern? Ich sehe nichts als eine Lösung, die damals gerade noch funktionierte, es heute nicht mehr wirklich tut und in Zukunft nicht in der Lage sein wird, seinem Auftrag gerecht zu werden. Und da müssen wir heutigen „Jungen“ eben auch schon anfangen, über den Tellerrand zu schauen, weil es nicht nur für uns hart werden könnte, wenn immer weniger Zahler da sind, sondern auch für die zukünftigen Jungen, die Zahler der Zukunft, die dann eben viel höhere Beiträge werden leisten müssen, als wir es tun.
    • 8004 Zürich 04.03.2017 10:15
      Highlight Highlight ... Anders lässt sich so ein System bei gleichzeitigem demografischem status quo gar nicht aufrecht erhalten.

      In meinen Augen wird ein grosses Problem aufgeschoben und ein erhebliches Risiko ausgesetzt, es dadurch zu verschlimmern.

      Immer diese mutlosen Salamitaktik-Revisionen. Dabei besteht hier echt Handlungsbedarf..
    Weitere Antworten anzeigen
  • i schwörs 04.03.2017 09:10
    Highlight Highlight Wieder keine "Reform", sondern es wird einfach das System beibehalten, was klar tiefere Renten und höheres Rentenalter bedeutet. Man lernte, dass heute über 200'000 Leute EL beziehen. EL bedeutet nichts "Schönes", kein "Extrazustupf", sondern das Halten des Existenzminimums unter bestimmten Voraussetzungen, genau wie bei der SH. Die Renten sind also schon heute nicht existenzsichernd, in Zukunft noch viel weniger. Mit der Info, dass ein Franken, der in die AHV fliesst, mehr Rente bringt, als derselbe Franken, der in die PK geht. Konsequenz: AHV stärken, PK abschaffen. Das wäre eine Reform..
    • Posersalami 04.03.2017 10:18
      Highlight Highlight Sehe ich auch so! 1&2. gehören fusioniert in eine nur durch Umlage finanzierte Rente, sagen wir 70% von letzten Lohn? Wem das nicht reicht kann ja immer noch privat ansparen.
    • 8004 Zürich 04.03.2017 13:52
      Highlight Highlight 70%?! Warum sagen wir nicht gleich 80%?

      Wie sollen ausschliesslich durch Umlage 70% (wie überhaupt) vom letzten Lohn erreicht werden? Das ist für mich Fantasterei. Wenn man eine Mindest-Kinderquote einführt vielleicht..
    • Posersalami 04.03.2017 15:58
      Highlight Highlight Das finanziert man genau so, wie die letzten 70 Jahre, durch Wirtschaftswachstum. Wenn die Produktivitätszuwächse nach unten durchgereicht werden ist das kein Problem.
  • Calvin Whatison 04.03.2017 08:58
    Highlight Highlight Man beachte das Publikum auf dem Bild!😂👌🏻
  • Der Tom 04.03.2017 08:45
    Highlight Highlight In spätestens 20 Jahren wird es so oder so ein Bedingungsloses Grundeinkommen geben.
    • Wehrli 06.03.2017 10:06
      Highlight Highlight Genau! Weil das Geld fällt dann vom Himmel.
  • rodolofo 04.03.2017 08:19
    Highlight Highlight Das ist der hämische Rache-Satz der Alten, bevor sie "den Löffel abgeben" müssen:
    "Die Jungen tun mir leid!"
    Dabei ist es gerade umgekehrt!
    Sie tun sich selber leid, weil sie bald sterben und die Jungen ihr Leben noch lange geniessen können, mit neuen Problemen, aber auch mit neuen Möglichkeiten!
    Warum haben denn die SVP'ler und FDP'ler eine solche Angst davor, dass die AHV ab 2030 nicht mehr funktionieren wird?
    Und glauben sie im Ernst, heute bereits die richtigen Rezepte für die dannzumal allenfalls notwendige Sanierung zu kennen?
    Sicher nicht!
    Die wollen doch wieder mal den Reichen dienen!
    • Wehrli 06.03.2017 10:06
      Highlight Highlight Kannst du dein Feindbild mal etwas aufpeppen?
  • N. Y. P. D. 04.03.2017 08:09
    Highlight Highlight Es war höllisch technisch

    Komplexität dieser Vorlage

    Überblick verloren

    weitgehend in technischen Details verloren

    Zumindest macht es den Anschein, dass die Parlamentarier diese komplexe Rentenreform nicht dem Normalbürger erklären können.

    Die USR III war auch zu technisch und unerklärbar..

    Der Umwandlungssatz wird zurzeit in den PK von 6,5 % auf 4,5 % gesenkt. Minus 1/3 Rente. Der Ständerat will als Gegenfinanzierung 70 Fr. mehr AHV.

    Ok.


    • rodolofo 04.03.2017 10:07
      Highlight Highlight Paul Rechsteiner nahm mehrmals geduldig Anlauf, die Sache in ruhigem, sachlichen Ton zu erklären, wurde aber jedes Mal vom hinterlistigen SVP-Vertreter in der Runde unterbrochen, der ständig dazwischen rief.
      Leider hielt Projer wieder ständig seine "Damokles-Schwert-Hand" ins Bild und bemühte sich krampfhaft, Ausgewogenheit zu demonstrieren.
      Immerhin setzte Regine Saurer von der FDP einen versöhnlichen Schlusspunkt, als sie sagte, dass sie lieber Poker spielen würde, anstatt zu jassen, und zwar mit Paul Rechsteiner!
    • N. Y. P. D. 04.03.2017 10:49
      Highlight Highlight "Damokles-Schwert-Hand"

      Herrlich !

      Der Zeigefinger von Markus Gili finde ich noch eine Spur penetranter.
      Beim Gili denke ich immer :
      Ja, dann streich doch endlich den blöden "Teppichdoktor" (vorgängige Werbung) und verlängere Deine Sendung !

      Schaue immer Sonntalk, einfach der Zeigefinger ist mir zuviel vor dem Bild..
      User Image
  • MarZ 04.03.2017 08:08
    Highlight Highlight Ich rechne nicht damit, überhaupt je irgend eine Rente zu erhalten. Deshalb will ich vor allem möglichst wenig einzahlen und das Geld selber sparen /anlegen. Teilt das vorhandene Geld gerecht auf und hört auf, ständig Beiträge, Mwst usw zu erhöhen.
    • Resche G 04.03.2017 09:07
      Highlight Highlight das hatten schon viele gesagt... dann doch nichts gespart oder alles verspekuliert und nun beziehen sie ergänzunsleistungen
    • FrancoL 04.03.2017 09:37
      Highlight Highlight Das mit dem selbständigen Ansparen funktioniert mehrheitlich nicht, an Schluss muss dann der Staat wieder eingreifen.

      Die heutigen Generationen ist nicht besser oder schlechter als die letzten Generationen und werden bei einer rein privaten Vorsorge mit grösster Wahrscheinlichkeit flächendeckend das Ziel nicht erreichen eine Altersfürsorge auf privater Basis für ein anständiges Einkommen im Alter zu sichern.
      Kommt dazu dass der Arbeitgeberbeitrag sich auch noch verflüchtigen würde und auch die solidarische Komponente die für untere Einkommen von grösster Wichtigkeit ist fällt weg.
    • MarZ 04.03.2017 10:31
      Highlight Highlight Ich habe nicht gesagt, dass die AHV komplett abgeschafft werden soll. Aber zur reinen Existenzsicherung braucht es keine höheren Beiträge oder Mwst. Und schon gar keine 70Fr zusätzlich.
      Ich sehe nicht ein, wieso ich jemandem der es nicht geschafft hat einige Jahre vorauszudenken TV und Auto finanzieren soll.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 04.03.2017 07:49
    Highlight Highlight Unser dozent in einem masterstudiengang erzählte erst gerade das die AHV ein Model ist das bei der Einführung annahm das gerade mal 2/5 leute überhaupt das pensionsalter erreichen und heute geht die lebenserwartung gegen 90.

    Es ist also ziemlich einfach zu erkennen das dies längst nicht mehr klappt
    • FrancoL 04.03.2017 09:41
      Highlight Highlight Wieso soll es nicht klappen? Es müssen die Sätze und die Finanzierung überdacht werden, ein rein privater Aufbau der Altersfürsorge ist nicht machbar aus verschiedenen Gründen wie zB; das Wegfallen des Solidaritätsprinzips, wegfallen des Arbeitgeberbeitrags.
      Zudem alles was freiwillig ist wurde und wird von den Menschen meist auf die lange Bank geschoben, das war früher so, ist es heute und auch in Zukunft.
    • satyros 04.03.2017 09:48
      Highlight Highlight Hat er Euch auch erzählt, wie sich die Löhne entwickelt haben, seit die AHV eingeführt wurde? Bei steigenden Löhnen können nämlich weniger Erwerbstätige mehr Renten finanzieren. Und hat er Euch auch erzählt, dass die tiefe Lebenserwartung bei der Einführung der AHV viel mit der Kindersterblichkeit zu tun hatte, die überhaupt keinen Einfluss auf das Verhältnis zwischen Rentnern und Erwerbstätigen hat? Entscheidend ist die verbleibende Lebenserwartung bei der Pensionierung. Diese ist in den letzten Jahrzehnten markant gestiegen, aber nie in dem Ausmass wie es Euch euer Dozent weismachen wollte.
  • Nunja 04.03.2017 06:41
    Highlight Highlight Durch das Pensionskassensystem werden Leute mit kleinen Einkommen systematisch beschissen.
    Die letzten 40 Jahre wurde die AHV immer mehr geschwächt (nicht genügend der Lohnentwicklung angepasst).
    Die Billionen Franken der Pensionskassen werden dazu genutzt, Mieter, private Hausbesitzer, Kleinfirmen und Arbeitnehmer zu schädigen (z.B. Aufblähen der Immobilienpreise), PK's sind einfach ein Bereicherungstool für Privilegierte. Nur ein massiver Ausbau der AHV und zurückbinden der PK wäre sozial.
    • sir_kusi 04.03.2017 07:55
      Highlight Highlight Und wie sollen die PK dann deinen Zins erwirtschaften? Ohne Immobilien? Nur mit Aktienhandel? Staatsanleihen ohne Rendite? Und der AHV-Ausbau zahlt wer? Der Arbeiter und Arbeitgeber mit höheren Lohnabzügen? Oder der Staat bzw der Steuerzahler mit höheren Steuern?
      Irgendwie hab ich da noch keine Vorschläge gelesen...
    • leu84 04.03.2017 08:42
      Highlight Highlight Vorallem das Verspekulieren bei den Lehman Brothers und ähnlichem gibt mir zu denken. Die wollen nur das schnelle Geld. Wenn man unsere PK-Gelder wie im Casino verspielt, dann können unsere BVG-Anteil auf dem Roulettetisch auf rot oder schwarz legen.
    • FrancoL 04.03.2017 09:54
      Highlight Highlight @sir-krusi; Vermutlich würde man mit tieferen Mieten die man ein Leben lang bezahlt (auch Kosten eines überteuerten Eigenheims) viel effizienter als die leicht höheren Renten die durch die Mehreinnahmen der besseren PK-Renditen generiert werden die Altersfürsorge bestreiten.
      Einfaches Modell: Mieten niedriger gestalten durch weniger Konkurrenz der Institutionellen, dafür die AHV stärken im Rahmen der Mieteinsparung, dann könnte die AHV langfristig gesichert werden, doch das passt den Bürgerlichen nicht, ganz und gar nicht.
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  • Schneider Alex 04.03.2017 06:33
    Highlight Highlight Ist es nicht einsichtig, die unvermeidbaren Kürzungen der künftigen BVG-Renten durch eine Erhöhung der AHV-Renten für die Neurentner zu kompensieren? Mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer tragen die bereits privilegierten Alt-Rentner erst noch einen Teil der Finanzierungskosten bei. Gesicherte Renten sind halt ein Grundbedürfnis unserer Gesellschaft im Gegensatz zu vielen öffentlichen Ausgaben für Wunschbedarf.
    • peeti 04.03.2017 10:04
      Highlight Highlight Bei einer höheren MWST tragen alle bei, nicht nur die privilegierten Rentner. Zudem belastet eine höhere MWST Wenigverdienende stärker, da sie ein Grossteil ihres Einkommen für den notwendigen Grundkonsum aufbrauchen.
  • Philipp Burri 04.03.2017 04:18
    Highlight Highlight Also für mich klingt Humbels Aussage nach einem gutenArgument warum der Vorschlag des SR demjenigendes NRs vorzuziehen ist. Übrigens wär die Finanzierung ein Klacks wenn man Unternehmens- und Kapitalgewinne normal also wie Arbeit besteuern würde. Aber da das wegen der Dummheit der Leute demokratisch nicht realisierbar ist, hab ich mich schon lange damit abgefunden, in 30 Jahren keine Rente mehr zu bekommen.
    • satyros 04.03.2017 07:42
      Highlight Highlight Wieso solltest Du in 30 Jahren keine Rente mehr bekommen? Die AHV funktioniert nach dem Umlageverfahren. D.h. die aktuellen Renten werden von der aktuellen Wirtschaftsleistung bezahlt. Wenn die Wirtschaft bis in 30 Jahren nicht vollkommen zusammengebrochen ist, wird also immer noch einbezahlt und deshalb auch ausbezahlt.
    • fcsg 04.03.2017 08:30
      Highlight Highlight Die Erhöhung von Unternehmenssteuern ist volkswirtschaftlich höchst problematisch. Die tiefen Unternehmenssteuern sind einer der grössten Vorteile des Wirtschaftsstandortes Schweiz. Fällt er weg, ziehen Unternehmen ab.
    • fcsg 04.03.2017 08:48
      Highlight Highlight @satyros
      Die Angst ist nicht unberechtigt. Die AHV wird in den nächsten Jahren einen massiven Schuldenberg anhäufen, den die Jungen alleine tragen müssen. Ein Pyramidensystem funktioniert nicht, wenn das Fundament wegbricht und die Spitze geradezu explodiert. Deshalb muss die Finanzierung angepasst werden und zwar jetzt und nicht in 10-20 Jahren, andernfalls bleibt für die Jungen tatsächlich nicht mehr viel übrig.
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  • Spooky 04.03.2017 01:09
    Highlight Highlight Mich interessiert eigentlich nur, ob ein Rentner mit Ergänzungsleistungen 70 Stutz mehr bekommt oder nicht.
    • fcsg 04.03.2017 08:20
      Highlight Highlight Nein, für die Auszahlung von EL wird eine Bedarfsrechnung (minimale Lebenskosten) gemacht. Wenn sich der AHV-Betrag um 70 CHF erhöht wird, reduziert sich der EL-Betrag entsprechend.
    • Spooky 04.03.2017 11:42
      Highlight Highlight Danke, fcsg, mehr muss ich nicht wissen.
    • mogad 04.03.2017 11:59
      Highlight Highlight Sie hätten aber nur etwas von den 70 Franken, wenn die Rentenuntergrenze für den Bezug von Ergänzungsleistungen entsprechend erhöht wird. Beispiel: Rente unter 1000 = Erg.Leistungen; neu: Rente unter 1071 = Erg.Leistungen. Denke aber, das wird angepasst. Böse allerdings, dass die SVP bereits angkündigt hat die Ergänzungsleistungen zu kürzen, sodass die Aermsten dann nichts mehr hätten von diesen 70 Franken.
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Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

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