Schweiz
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Bundesrat Alain Berset trat in der Fair-Food-«Arena» gegen die Initianten und damit gegen seine eigene Partei an. screenshot: srf

In der Fair-Food-«Arena» führt Berset die Initianten mit ihrem eigenen Abstimmungstext vor

Die müde wirkenden Befürworter der Fair-Food-Initiative konnten in der Abstimmungs-«Arena» wenig überzeugen. Zuletzt war es ihr eigener Initiativtext, den ihnen Bundesrat Alain Berset um die Ohren schlug.



Maya Graf hatte schon bessere Auftritte. So eindringlich die Grünen-Nationalrätin ihre Argumente am Freitagabend in der Abstimmungs-«Arena» auch wiederholte, so sehr sie immer wieder auf dieselben Punkte aufmerksam machte; zuletzt vermochte sie nicht richtig zu überzeugen.

Auch Hans-Ulrich Huber war ihr keine grosse Hilfe. Der Geschäftsführer von Tierschutz Schweiz schaffte es kaum, seine Stimme zu erheben, sich etwas Platz zu verschaffen und seinen Kontrahenten die Leviten zu lesen. Die wenigen Male, in denen er zu Wort kam, äusserte er sich zögerlich und wenig angriffig.

Schade, böte doch die Fair-Food-Initiative dem Pro-Lager genügend Stoff für eine leidenschaftliche Argumentation. Immerhin geht es um ein Thema, das uns alle betrifft: Was landet in der Zukunft auf dem Teller von Herr und Frau Schweizer? Pouletbrust aus einer ungarischen Massenzucht? Oder nur noch Lebensmittel auf fairen und nachhaltigen Produktionen, egal ob sie aus dem In- oder Ausland stammen?

Worum geht es bei der Fair-Food-Initiative? Helene erklärt es dir:

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Video: watson/Lya Saxer

Während es Graf und Huber versäumten, kurz vor der Abstimmung am 23. September noch die letzten Unschlüssigen auf ihre Seite zu ziehen, konnte das Contra-Lager umso mehr punkten. Dies sogar, obwohl der SP-Bundesrat Alain Berset nicht die Argumente seiner eigenen Partei, sondern jene des Bundesrates vertreten musste. Dieser hatte, im Gegensatz zur SP, die «Nein»-Parole beschlossen.

Doch Berset schien diese Rolle keine Mühe zu machen. Taktisch klug machte er einen Schritt auf die Initianten zu und gestand ein, dass ihre Fragestellungen grundsätzlich richtig seien. «Natürlich ist es nicht egal, wie produziert wird.» Doch für wichtige Verbesserungen müsse die Verfassung nicht geändert werden. Mit der Initiative der Ernährungssicherheit, die das Volk vor einem Jahr angenommen hatte, habe man bereits genug Möglichkeiten, wichtige Verbesserungen anzupacken.

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Video: streamable

Auch FDP-Nationalrätin Regine Sauter profitierte von der Argumentationsmüdigkeit ihrer Kontrahenten. Man solle die Konsumenten nicht unterschätzen, entgegnete sie auf die Wortmeldung von Graf, dass sich viele nicht bewusst seien, dass ihr Fleisch auf dem Teller aus einer tierquälerischen Haltung stamme.

«Die Konsumenten haben es in der Hand, ob sie in der Migros oder im Coop einkaufen.» Sie hätten es in der Hand, welches Label sie unterstützen, ob sie saisonal und biologisch einkaufen wollen. Und genau das sei doch wichtig: Dass es eine grosse Auswahl gebe und man zuletzt selbst entscheiden könne, ohne bevormundet zu werden. Und wer wolle, der könne sich auch heute schon, ohne die Fair-Food-Initiative von nachhaltigen und fair produzierten Lebensmitteln ernähren.

Doch dem Tierschützer Huber genügte das nicht. Das Problem sei, dass oftmals nicht genügend ausgewiesen werde, woher ein Lebensmittel stamme. Und damit sprach er einen Punkt an, bei dem ihm auch die Gegenseite Recht gab. Zwar weiss man beim Kauf einer Packung Eier, dass sie von Schweizer Hühnern mit Freilauf stammen. Wer aber Eier-Spätzli kauft, hat keine Ahnung woher die darin verarbeiteten Eier sind.

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Video: streamable

Zumindest bei diesem Punkt waren sich alle vier Studiogäste einig: Es braucht bessere Deklarationen bei den Lebensmitteln. Es muss klar sein, woher sie stammen und unter welchen Bedingungen sie produziert wurden. Und hier hakte Berset nochmals ein. «Dafür braucht es aber keine neue Verfassungsgrundlage.»

Und schon gar nicht eine, die danach nicht eingehalten werden könne, doppelte Sauter nach. Denn wie wolle man ausländische Betriebe dazu zwingen, nach Schweizer Standards zu produzieren? Wenn in Italien Menschen zu unwürdigen Bedingungen schwarz auf Tomatenplantagen arbeiten, sei es doch nicht die Aufgabe der Schweiz, dort Polizei zu spielen.

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Indem Sauter den Initiativtext zitierte, machte sie auf ein grosses Problem des Pro-Lagers aufmerksam: Das Anliegen der Initianten wird offenbar unterschiedlich interpretiert. Im Abstimmungsbüchlein steht, dass bei einem «Ja» zur Initiative der Bundesrat Anforderungen für die Produktion von Lebensmitteln festlegen soll. Die Anforderungen gelten dann auch für Produkte, die aus dem Ausland in die Schweiz importiert werden. Nun sagen die Gegner der Initiative, dass man wolle, dass für ausländische Produktionen dieselben Standards gelten, wie in der Schweiz. Die Befürworter widersprechen und sagen, die Anforderungen an die Produktionen können für Schweizerische und ausländische Betriebe unterschiedlich sein.

Was gilt nun? Das fragte sich auch Berset. «Es ist das erste Mal, dass ich in einer Debatte bin, wo die Initianten verlangen, dass man die Initiative nicht ganz nach ihrem Sinn umsetzt.»

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Video: streamable

Damit nahm der Bundesrat den Initianten den Wind aus den Segeln. «Was bedeutet die Fair-Food-Initiative? Und was bedeutet sie für die heutigen Verträge mit ausländischen Handelspartnern?», fragte er in die Runde. Die Antworten auf solche Fragen konnten die Befürworter in der «Arena»-Runde nicht geben. Zuletzt verpassten sie die Chance, für Klarheit zu sorgen und mit einem konkreten Plan Unsicherheiten aus dem Weg zu schaffen. 

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152Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • pipolino666 16.09.2018 09:38
    Highlight Highlight Wer nein sagt zur Tierfreundlichkeit sagt gleichzeitig ja zur Tierquälerei. Deshalb lege ich ein Ja in die Urne.
    13 1 Melden
  • Interessierter 16.09.2018 08:18
    Highlight Highlight Warum um alles in der Welt spielt das Tierwohl nur für CH- Produzenten eine Rolle? Dies konnte Berset nicht erklären! Warum sind die fairen Anstellungsbedingungen nur in der CH massgebend? Ist es nicht absolut verlogen für die CH Gesetze zu machen und bei den CH Produzenten durchzusetzen aber Mittags in der Kantine wird mir dann Quälfleisch auf den Teller gelegt ohne das ich mich wehren kann? Ich will das nicht! Daher bitte JA zu Fairfood. Die welche im Ausland Lebensmittel einkaufen machen es doch so oder so...
    11 2 Melden
  • G.G. 16.09.2018 00:20
    Highlight Highlight Ich weiss nicht, ob es ein Zufall ist, aber wenn, dann ist es meiner Meinung nach ein ungünstiger Zufall, dass diese beiden Ernährungsintiativen gleichzeitig an die Urne kommen. Gerade weil die beiden Initiativen so ähnlich sind werden sie schnell in eine Schublade gesteckt und als Doppelpack mit „2x Nein“ oder "2x Ja" abgestempelt... Ich persönlich habe bei der Ernährungssouveränität wegen dem GMO-Paragraphen Nein gestimmt (Ich finde es nicht sinnvoll, ein noch so junges Forschungsgebiet mit so viel Potential quasi prophylaktisch zu verbieten), bei der Ersten Vorlage schwanke ich noch...
    2 1 Melden
    • Die Redaktion 16.09.2018 08:40
      Highlight Highlight @G.G

      Die Forschung am Genom wird durch diesen Eintrag keineswegs verboten. Sondern die Verwendung von genetisch veränderter Organismen, Pflanzen und Tiere in der Landwirtschaft.

      "Er verbietet in der Landwirtschaft den Einsatz genetisch veränderter Organismen sowie von Pflanzen und Tieren, die mithilfe von neuen Technologien entstanden sind, mit denen das Genom auf nicht natürliche Weise verändert oder neu zusammengesetzt wird"

      Gentechnik kann der Heilsbringer sein, momentan jedoch erzeugt sie Superunkraut.

      www.srf.ch/news/article/7495054/amp

      PS Gesetze können immer angepasst werden.

      0 0 Melden
  • beni0br 15.09.2018 22:01
    Highlight Highlight Übrigens Lebensmittelhersteller scheissen auf die Schweiz. Wir sind nicht mal der grösste Abnehmer von irgendwas.

    Japan, China sind die grössten Sojakäufer, wenn diese eine FairFood Soja Initiative machen, hat das Wirkung

    Die Folge bei uns wird sein, dass es hier die Produkte nicht mehr geben wird. http://br
    3 4 Melden
    • Die Redaktion 15.09.2018 23:03
      Highlight Highlight @beni0br

      Bis auf Gänse-Stopfleber fällt mir kein einziger Artikel ein welcher nicht auch heute schon fair produziert wird. Fair bedeutet nicht Bio, sondern einfach gerechter. Es wird deshalb genau nichts in den Regalen fehlen.

      Nicht der Arme Chinese, der eine Schale Reis isst, ist das Problem, wir sind es. Wir kaufen drei Schalen Reis und werfen eine einfach weg.

      Initiativtext:

      " Er trifft Massnahmen zur Eindämmung der Lebensmittelverschwendung."

      Es hätte genug um jeden Armen hier in der Schweiz kostenlos und gut zu versorgen. Man wirft es aber lieber weg, da es günstiger ist.
      8 4 Melden
  • Hierundjetzt 15.09.2018 17:42
    Highlight Highlight Die Befürworterseite argumentiert ja gerne mit: "wir geben ja nur 7% für Nahrungsmittel aus"

    *Zu den Fakten:
    Der Lohnmedian in der Schweiz beträgt 6'500.- (50% verdienen mehr, 50% verdienen weniger als 6'500.-

    7% von 6'500.- = 455.-

    Kann mir von den Befürwortern jemand erklären wie 50% der CH-Bevölkerung 90 Mahlzeiten im Monat (3 pro Tag x 30 Tage) mit 455.- bezahlt?

    Das ist doch absoluter Quatsch und schlicht gelogen.

    Also wenn man so tief sinken muss, um sein Ja zu rechtfertigen, dann ist die Initiative reiner Bruch.

    21 13 Melden
    • Die Redaktion 15.09.2018 18:18
      Highlight Highlight
      Ein Haushalt hat in der Schweiz 2,2 Personen hier ein leckeres 5 Franken (455/90) „Rezept“ mit Biolebensmitteln von dem alle satt werden:

      400g Brokkoli 2.95
      400g Kartoffeln 1.20
      Öl, Butter, Gewürze 0.80

      Preise aktuell von coopathome für Bio Produkte. Man könnte den Brokkoli auch durch Karotten und die Kartoffeln durch Linsen ersetzen, was natürlich ein total anderes Gericht gäbe.
      17 9 Melden
  • Die Redaktion 15.09.2018 17:34
    Highlight Highlight Jeder wird mir zustimmen, dass er wenn möglich kein Gift essen möchte und die Bauern nicht die Erde zerstören sollen. Wenn Geld das einzige wirkliche Gegenargument ist, dann ist euch ehrlich gesagt das Leid anderer so egal wie euer Körper. Jeder hat das Anrecht sich von guten Produkten zu ernähren, aber jene die dagegen sind, Zahlen eure Löhne und möchten die Sozialleistungen kürzen. Merkt ihr nicht, dass man uns verarscht? Mit dem Import bedenklich erzeugter Produkte hilft man nur jenen die ohnehin schon genug haben. Wollt ihr das wirklich?
    12 13 Melden
  • Posersalami 15.09.2018 13:59
    Highlight Highlight Die Initiative ist anzunehmen, das Parlement kommt ja nicht in die Puschen!


    Als absolutes Minimum wäre ALLES zu deklarieren, auch und besonders im Restaurant. Es kann nicht sein, dass mir als Kunde überall Felsen in den Weg gelegt werden bei der freien Wahl. Die kann ich nämlich nur treffen, wenn ich die dafür nötigen Fakten haben.
    28 17 Melden
    • Hierundjetzt 15.09.2018 17:25
      Highlight Highlight ...und du warst wann exakt das letzte mal im Restaurant / Personalkantine / Kebap-Stand?

      Das ist seit gefühlt 100 Jahren so. Siehe Lebensmittelgesetz. Alles öffentlich detailliert (!) ausgeschildert.

      Was mich jetzt aber zur Frage bringt: weisst Du überhaupt genug zum Thema, um Dir eine ausgewogene Meinung zu bilden oder wirfst Du einfach mal so mit aufgeschnappten Schlagworten um Dich?
      12 13 Melden
    • Die Redaktion 15.09.2018 19:25
      Highlight Highlight @Hierundjetzt

      Pouletfleisch "Brasilien" ist doch keine Delkalartion wie Posersalami sie sich vorstellt. Er möchte wohl eher etwas wie die hübschen Bilder auf den Zigaretten. Das Bild würde vermutlich von der Erwartung abweichen. So nicht:
      User Image
      6 3 Melden
  • Snowy 15.09.2018 12:57
    Highlight Highlight Alles klar: Weil die Lebensmittel etwas teurer werden, lehnen wir die Initiatiave ab.

    Unfriendly Reminder: Die Kosten für Lebensmittel sind geradezu pervers günstig (7% des Haushaltseinkommens). Die zu günstigen Lebensmittelkosten sind DER Hauptreiber für die Verschwendung in Produktion, Handel und Endkonsument.

    Was (zu) günstig ist, wird verschwendet, so funktionieren wir Menschen nun mal.
    40 27 Melden
    • Rocky Gonzales 15.09.2018 15:09
      Highlight Highlight So so, zu günstig. Wenn wir die Nahrungsmittel mit dem Ausland vergleichen (ein Grundbedürfnis /Maslow) sind wir im EU Raum mit ca. 80% teurer als der Rest. Zudem sind die Lebenshaltungskosten (Essen, Wohnen, Verkehr etc.) im Vergleich exorbitant. Die 7% sind, wenn sie denn stimmen wirklich tief aber der Rest? Zudem ein bisschen Daten zusammensuchen: 583.-- im Schnitt. Bedeutet, dass Sie ca. 8400.-- verdienen müssten, Rechnen Sie mal selbst (abzgl. Vers. Wohnen, Essen, Tel. etc.) Denken, informieren, dann Schreiben. Und jene die weniger haben - nur noch Tiefkühlkost? Was bleibt noch?
      18 13 Melden
    • Die Redaktion 15.09.2018 17:17
      Highlight Highlight @Rocky Gonzales

      Achso ich wusste nicht, dass täglich Fleisch zu Essen ein Grundbedürfnis ist.

      PS Unten schön aufschlüsseln und oben nicht das Lohnniveau nicht berücksichtigen.

      PPS Laut Aargauerzeitung wie folgt: "Ein Schweizer Haushalt, in dem im Schnitt 2,2 Personen leben, gab 2014 jeden Monat gut 583 Franken für Nahrungsmittel aus. Der grösste Brocken davon geht weg für Fleisch (141.85 Franken)..." Nach Adam Riesling sind das knapp 25%. Ich weiss ja nicht, aber eventuell ist es etwas viel.
      6 11 Melden
    • Hierundjetzt 15.09.2018 17:29
      Highlight Highlight Snowy: Wer ist dieser "wir" der nur 7% ausgibt? Der Sozialhilfeempfänger? Soso der gibt also pro Monat nur CHF 68.6 aus, pro Tag 2.-? Und der UBS-Chef 1'400'000.- / pro Tag 46'000?

      Es ist immer so eine Sache mit Schlagworten und Durchschnitten. Es tönt uuuuunglaublich gut, aber ist komplett Weltfremd.

      Was aber Tatsache ist, dass 4 Mrd an Lebensmittel im Ausland eingekauft werden. Somit ist es extrem vielen Schweizern bereits jetzt viel zu teuer in der Schweiz.

      DAS ist ein Fakt. Nicht Deine "7%"
      12 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • aglio e olio 15.09.2018 12:17
    Highlight Highlight Ausländische Anbieter sollen festgelegte Standards erfüllen müssen um in die Schweiz importieren zu müssen?
    Das tönt ja geradezu absurd.
    Man stelle sich vor, man würde diese Sichtweise auf andere Konsumgüter ausweiten. Zum Beispiel Elektrogeräte oder Autos. Wo kämen wir hin wenn diese strengeren Vorschriften unterliegen würden als sie es im Produktionsland müssten. Das wäre Bevormundung des Bürgers und wir hätten keine freie Auswahl mehr.
    Aber halt...irgendwas ist hier nicht stimmig.
    17 13 Melden
    • Big_Berny 15.09.2018 13:50
      Highlight Highlight Naja, aber derzeit haben lokale Produzenten preislich kaum eine Chance gegen Importe, da diese sich ja an die strengen Richtlinien halten müssen. Dadurch wird Importware attraktiver.
      Wie willst du denn begründen, dass Grossverteiler beim Schweizer Steak viele Richtlinien erfüllt werden müssen beim Import-Produkt aber nicht? Das macht doch keinen Sinn – egal ob man mögliche Gesundheitseinflüsse, das Tierwohl oder Einflüsse auf die Umwelt betrachtet.
      12 1 Melden
  • Wambolium 15.09.2018 12:10
    Highlight Highlight Nein zu Fair-Food:

    Der Fair-Food Initativtext verlangt, dass importierte Lebensmittel denselben Anforderungen entsprechen müssen wie einheimische Lebensmittel.
    (siehe Initativtext Artikel 104b)
    Dies ist nicht umsetzbar und verstöst gegen internationales Handelsrecht.
    Wenn nach drei Jahren noch kein Ausführungsgesetz existiert, muss der Bundesrat die Initative auf Verordnungsebene umsetzen.

    So etwas ist mMn nach gefährlich.

    Natürlich können hier die Initanten kommen und behaupten, dass man den Verfassungsartikel in ein mildes Gesetz giesen kann. Doch schlussendlich gilt der Initativtext
    19 17 Melden
    • Die Redaktion 15.09.2018 17:04
      Highlight Highlight 1. Besteht der eigentliche Initiativtext nur aus diesem Artikel und es kommt für meinen Geschmack zu viel "kann" und "fördert" vor.

      2. Wenn es gefährlich ist auf fair produzierte Lebensmittel zu bestehen, stimmt das System grundsätzlich nicht und sollte genau so geändert werden.
      6 7 Melden
  • pascii 15.09.2018 11:29
    Highlight Highlight Lustig, mich hat diese Arena eben gerade darin bestärkt, Ja zu stimmen. Wenn, wenn nicht der Konsument kann die Produktion steuern?

    Und wenn alles möglichst genau nachvollziehbar wird woher, mit was und wie die Lebensmittel produziert, erst dann ist der Konsument mündig.

    Zudem kann der Konsument - also das Volk - nicht eine gesunde Landwirtschaft und Umweltschutz verlangen ohne mehr zu bezahlen.

    Wo man als Konsument geld sparen kannist bei den horrenden Gesundheitsausgaben die wir haben.
    19 16 Melden
    • pumpkin42 15.09.2018 13:34
      Highlight Highlight Lückenlose Aufklärung heisst: Bis du nachvollzogen hast woher all das Zeug kommt das du auf dem Teller hast bist du verhungert. Wenn schon dann musst du selber anpflanzen und metzgen...
      8 6 Melden
    • pascii 15.09.2018 14:30
      Highlight Highlight Wohl wahr. Aber wie so oft kann man das Produkt zurücklegen wenn einem die Richtung nicht passt.
      3 1 Melden
    • Rocky Gonzales 15.09.2018 15:13
      Highlight Highlight Sorry, man hat bereits heute die Wahl. Und zurücklegen kann man immer - ausser man kann nicht lesen und ist ein Ignorant. Ich wähle zudem dem Budget entsprechend, geht wohl vielen so. Ich brauche generell nicht noch weitere Bevormundung.
      8 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Katzenseekatze 15.09.2018 10:32
    Highlight Highlight Auf beiden Seiten laue Kommentare und Argumente. Schade. Thema wäre interessant...
    11 4 Melden
  • Aufeinwort 15.09.2018 10:23
    Highlight Highlight Vordergründig geht es den Initianden darum die Qualität der Lebensmittel zu verbessern. Im Kern aber geht es wie immer in der Politik letztlich um Geld. Und diesmal so, dass der Staat ausländischen Produzenten den Marktzugang künstlich erschwert und damit den hiesigen Lebensmittelproduzenten quasi ein garantiertes Einkommen sichert. Bolschewistische Planwirtschaft. Dazu gibt es eine einfache Antwort: NEIN.
    24 31 Melden
    • aglio e olio 15.09.2018 11:49
      Highlight Highlight "Bolschewistische Planwirtschaft"
      Nix zu sagen, aber erstmal mit grossen Wörtern einwerfen. 🙄
      17 8 Melden
    • Die Redaktion 15.09.2018 17:09
      Highlight Highlight @Aufeinwort

      Zu dieser absolut unsinnigen Behauptung eine aktuelle Arte Dokumentation zu diesem alten Thema:
      Play Icon
      1 2 Melden
  • mogad 15.09.2018 10:16
    Highlight Highlight Die Intitiative enthält ein "Kann". Worauf Berset:
    "Es ist das erste Mal, dass ich in einer Debatte bin, wo die Initianten verlangen, dass man die Initiative nicht ganz nach ihrem Sinn umsetzt."
    Das soll ein Kanterargument gegen die Befürworter sein? Dann frag ich jetzt mal ganz schüchtern: wurde je eine Volksinitiative ganz im Sinn der Initianten umgesetzt? Spontan fallen mir die Zweitwohnungsinitiative ein, die MEI. Es ist Sache des Parlamentes nach Annahme einer Initiative, Gesetze und Verordnungen zu erlassen und nicht jene der Initianten und das war schon immer so.

    32 19 Melden
  • mogad 15.09.2018 10:05
    Highlight Highlight FDP-Sauter sagt: Unterschätzt die Konsumenten nicht! Aber nur 16% kaufen Labelfleisch, der Rest schaut auf den Preis. Dann widerspricht sie sich selber indem sie sagt, bei Annahme der Initiative würde noch mehr im Billig-Ausland eingekauft. Und sie sagt, wenn in Italien zu unwürdigen Bedingungen auf Tomatenplantagen gearbeitet wird, ist es nicht a.d. CH dort Polizist zu spielen. Neoliberale Kälte nenn ich das. Und: Im Gastgewerbe müssen höhere Preise verlangt werden, wenn nur noch Fairfood erlaubt ist. Es geht wieder nur ums Geld. Oberhand? Nein! Demaskierung!
    27 23 Melden
    • go for it 15.09.2018 11:00
      Highlight Highlight Wo fangen wir mit der Bevormundung anderer an und wo hören wir damit auf? Nichts gegen nudging, aber Zwang ist nie nachhaltig.
      12 7 Melden
    • Die Redaktion 15.09.2018 12:04
      Highlight Highlight @go for it

      "Wo fangen wir mit der Bevormundung anderer an und wo hören wir damit auf? Nichts gegen nudging, aber Zwang ist nie nachhaltig."

      Wo kaufen Sie Ihre nicht gelabelte (also jene ohne CE und ohne S+) Elektronik? Dort ist es möglich aber bei der Nahrung nicht? Humbug!

      Wo kaufen Sie Ihre Glühbirnen? Oh gar nicht, weil Sie auf LED (LCC) umsteigen mussten. PS Sparlampen sind kein Thema mehr.
      10 8 Melden
  • Göschene-Eirolo 15.09.2018 09:57
    Highlight Highlight Ja, FDP-Bundesrat Berset hat seinen Job gut gemacht...
    14 29 Melden
    • Duscholux 15.09.2018 10:27
      Highlight Highlight Kollegialitätsprinzip
      28 2 Melden
  • Gubbe 15.09.2018 09:45
    Highlight Highlight Es dünkt mich, dass diese Initiative auf Wunschdenken basiert. Heute bereitet es vielen Pflanzen Mühe, durch säuselndes Zureden gross zu werden. Ein Geschäft kann sich nicht leisten, 100 Tomaten täglich in der Auslage zu haben, auch im Wissen, dass nur 97 verkauft werden. Der Kunde wünscht sich Auswahl. Ob diese nun in Spanien von Taglöhnern 'betreut' werden, zu niedrigeren Löhnen als die CH sie hat, ist normal. Man verdient da generell weniger. Nahrungsmittel sind nachhaltig, sie wachsen wieder nach. Es gibt viele Labels, sind sie alle Bio? Leises Zweifeln...
    13 7 Melden
    • Die Redaktion 15.09.2018 19:32
      Highlight Highlight Ich kenne keinen Kunden der sich möglichst wässrige, dickschalige und geschmacklose Tomaten wünscht. Die sind einzig auf Haltbarkeit getrimmt, dass eben ständig Ihre 100 Tomaten im Regal liegen. Zur Produktion hier:
      Play Icon
      3 2 Melden
  • VAVAV 15.09.2018 09:40
    Highlight Highlight Das libertäre Argument von "Jeder kann selber entscheiden was er kaufen will" & "man soll die Konsumenten nicht bevormunden" wird immer herbeigezogen. Man kann sich auch fragen: Wollen wir in einem Staat leben, in dem es gesetzlich in Ordnung ist, Ware zu verkaufen, die unter schlechten Bedingungen produziert wird? (Und z.T. Grosskonzerne mächtig einkassieren)? Wir haben eingesehen, dass der Mensch nicht ausgebeutet werden soll (auch da musste der Staat Gesetze zum Arbeitsschutz erlassen), bei der Natur & den Tieren klappt es noch nicht. Die Wirtschaft der Profitmaximierung hat kein Gewissen..
    51 17 Melden
    • go for it 15.09.2018 11:04
      Highlight Highlight Natürlich stimmt Ihr letzter Satz. Das System heisst Kapitalismus und es gefällt mir auch nicht. Nur: Mit der Initiative würden vor allem jene spürbar bevormundet, die eben nicht so viel verdienen. Haben Sie das Gefühl, deren Löhne würden auch alle angepasst?
      10 5 Melden
    • VAVAV 15.09.2018 12:06
      Highlight Highlight Ich stimme Ihnen zu. Der Fehler liegt im System, was überall betrieben wird ist einfach nur Symptombekämpfung. Ob nichts machen eine Alternative ist, bezweifle ich trotzdem.
      4 1 Melden
    • Big_Berny 15.09.2018 14:11
      Highlight Highlight @go for it: Das Argument bezüglich der Wenigverdienenden könnte man überall anbringen. Auch maximale Arbeitstunden, faire Löhne oder Umweltschutz verteuern Produkte, und wären nach dieser Auffassung schädlich für wenigverdiende Konsumenten.
      5 1 Melden
  • tinted 15.09.2018 09:34
    Highlight Highlight 2/2 Aber es sind ja nicht nur Tiere, die so abartig gehalten werden. Vergessen wir nicht die Menschen, die auf Plantagen für drei mal nichts ihre Gesundheit und Würde verlieren. Ich verstehe nicht, weshalb es so viele SchweizerInnen gibt, denen das alles am A**** vorbeigeht. Hauptsache eine grosse Auswahl und erst noch möglichst billig auf dem Teller. Menschen mit Gewissen werfen am 23. September ein Ja in die Urne!
    29 45 Melden
    • Toerpe Zwerg 15.09.2018 09:55
      Highlight Highlight Nö. Ich habe mit gutem Gewissen ein Nein eingelegt.

      Die der Zweck heiligt die Mittel Argumentation ist per se problematisch und wenn jemandem, der eben die Mittel (Initiative) ablehnt dann noch amoralisches Verhalten unterstellt wird, sind wir beim Dogmatismus.
      34 21 Melden
    • nicbel 15.09.2018 09:56
      Highlight Highlight Das hat nichts mit Gewissen zu tun. Sondern mit hohen Kosten für die Schweiz und wahrscheinlich kann die Schweiz nicht mal etwas bewirken im Ausland.
      29 21 Melden
    • tinted 15.09.2018 10:10
      Highlight Highlight Ich habe aus gesundheitlichen Gründen ein sehr bescheidenes Budget und kaufe seit Jahren nur Fleisch aus tiergerechter Haltung (gibt halt höchstens nur 2x die Woche Fleisch) und kaufe das Gemüse direkt ab Hof. Die Argumente „zu teuer mimimi“ ode „die anderen machen es ja auch nicht“ sind billig.
      43 9 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • tinted 15.09.2018 09:33
    Highlight Highlight 1/2 Für mich gibt es bei den Argumenten der Gegner, Parallelen zu denen der Waffenexporte. Nämlich äusserst egoistische und skrupellose. Schon jetzt hätten die Konsumenten die Möglichkeit, bei tierischen Produkten, nur die Angebote aus tierfreundlichen Haltungen zu kaufen. Machen sie aber nicht. Da werden zB nach wie vor Hühner gezüchtet und gemästet, deren Brustfleisch so schwer wird, dass die nach vorne kippen oder die Knochen durch die unnatürliche Fleischmasse währenddem sie stehen (!!!) brechen. Das ist doch grausam! Und das ist nur ein Bespiel.
    22 8 Melden
  • cocorumo 15.09.2018 09:17
    Highlight Highlight Eine Frage, die sich nur am Rande um diese Thematik dreht - trotzdem möchte ich sie in den Raum werfen, bin neugierig auf andere Meinungen.

    Meiner Meinung nach ist es mitunter ein grosses Problem, dass die Produktevielfalt ad absurdum vergrösstert wurde und noch immer wird (zählt z.B. mal alle verschiedenen Sorten Milch in eurem Coop/Migros).

    Wäre es deshalb sinnvoll, eine staatliche Obergrenze festzulegen, wie viele Sorten eines Produktes von einem Händler verkauft werfen dürfen (z.B. "nur" noch 5 Sorten Milch)?
    12 17 Melden
    • MacB 15.09.2018 12:05
      Highlight Highlight das schafft dann wieder "Arbeits"-plätze beim Bund zwecks Kontrolle und eine weitere Bürokratisierung folgt.
      4 2 Melden
  • Die Redaktion 15.09.2018 08:55
    Highlight Highlight "Wenn in Italien Menschen zu unwürdigen Bedingungen schwarz auf Tomatenplantagen arbeiten, sei es doch nicht die Aufgabe der Schweiz, dort Polizei zu spielen."

    Sprich, man sollte diese Produkte weiter importieren dürfen, obwohl man genau weiss wie sie produziert werden? Das ist als ob man einem Nichtraucher den befehl zum Rauchen gibt, weil er nicht die "Moral"-Polizei spielen soll.

    Offenbar ist das Lager der Befürworter klein, wenn dies die besten Redner waren. Die Natur hat keine laute Stimme. Sie plätschert wie ein Bach der euer Gift ins Tal zu den Bürgern trägt. Ich bin Teil des Baches.
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    60 66 Melden
    • go for it 15.09.2018 11:10
      Highlight Highlight Sie glauben aber nicht im Ernst, dass sich die Lage der Menschen verbessert, die zu unwürdigen Bedingungen schwarz arbeiten, wenn wir nichts mehr importieren? Die werden einfach zum Teufel gejagt.
      10 6 Melden
    • Die Redaktion 15.09.2018 11:52
      Highlight Highlight Wenn man Produzenten unterstützt welche Menschen, Tiere und die Umwelt achten, ist es nur für jene schlecht die dies nicht tun. Kein wirklicher Verlust wie ich meine.
      10 3 Melden
  • Freilos 15.09.2018 08:37
    Highlight Highlight Ich habe beide Initiativen abgelehnt, da ich der Meinung bin, dass der Konsument im Laden entscheiden soll was er konsumieren möchte. Ich bin aber ebenfalls der Meinung, dass Lebensmittel viel besser deklariert werden müssen, bezüglich beispielsweise fairer Tierhaltung.
    243 113 Melden
    • Silent_Revolution 15.09.2018 09:09
      Highlight Highlight Ich finde nicht, dass der Konsument das Recht hat Produkte zu konsumieren für wessen Erzeugung Menschenrechte bewusst verletzt werden, und Tiere wie Abfall behandelt werden.

      Auch wenn ich mir über den Widerspruch im Klaren bin, dass ich diese Nachricht gerade auf einem Laptop übermittle, dessen (alternativlose) Rohstoffe problematischem Ursprungs sind, ist es eben auch ein gravierender Widerspruch sich mit Menschenrechten und Tierschutzgesetzen zu schmücken und diese beim Handel mit dem Ausland für den Profit auszublenden.
      81 18 Melden
    • Die Redaktion 15.09.2018 09:22
      Highlight Highlight Also der Konsument soll entscheiden dürfen ob er die Welt aller zerstört? Ihr wollt offenbar nicht begreifen wie knapp wir vor dem Abgrund stehen.
      24 20 Melden
    • nicbel 15.09.2018 09:58
      Highlight Highlight Silent_Revolution die Schweiz alleinr wird aber an der Tierhaltung und den Arbeitsbedingungen kaum etwas ändern können. Weil diesr Länder dann einfach in andere Staaten exportieren.
      12 28 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Black hat (minus hat) 15.09.2018 07:54
    Highlight Highlight Was ist eigentlich die Idee der Initianten für von Privatpersonen importierte Lebensmittel?

    Wenn ich aus den Ferien in Italien ein Fläschchen Olivenöl mitbringe oder aus Spanien etwas Pata Negra, muss ich dann bei den Produzenten kontrollieren, dass diese zu Schweizer Bedingungen hergestellt sind? Muss ich das nachweisen können am Zoll?

    Das wird für mich aus dem Text der Initiativ irgendwie nicht klar.
    24 34 Melden
    • Freilos 15.09.2018 09:35
      Highlight Highlight Ich glaube es geht hier nicht um ein paar importierte Fläschchen Olivenöl von Privatpersonen. Es geht darum dass nur faire Lebensmittel in den Schweizer Handel kommen.
      37 4 Melden
    • olmabrotwurschtmitbürli 15.09.2018 11:41
      Highlight Highlight Für mich wäre das aber auch ein entscheidender Punkt.
      2 2 Melden
  • Jungle Head 15.09.2018 06:56
    Highlight Highlight Schweizer Initiativen haben sehr oft das Schöne an sich, dass sie das aufgreifen, was man sich ethisch und moralisch wirklich wünschen würde.

    Aber immer gewagt, weils Dinge sind, die eigentlich nur richtig funzen, wenns global oder zumindest kontinental umgesetzt werden würde. Im Weg ist IMMER das liebe Geld. Will heissen, es läuft dann aufs Dilemma Ideale und Gewissen vs. "Sachzwänge" hinaus. Und da absehbar keine revolutionären Reformen die Billiönchen aus Steueroasen oder Militär freimachen werden, beugen sich die Meisten dann den Sachzwängen. Beim Stimmvolk regieren der Mangel an Geld.
    102 29 Melden
    • Die Redaktion 15.09.2018 09:32
      Highlight Highlight @Jungle Head

      Eine Revolution startet immer igendwo, weshalb nicht bei uns?
      19 10 Melden
    • Rocky Gonzales 15.09.2018 15:39
      Highlight Highlight Gutes Video, nur.... Trotz der optimistischen Ausgangslage haben wir generell einen massiven Rückschritt gemacht. Siehe die Ausbildung in Afrika (Religion). Das Zitieren von Koranversen hat noch nie jemanden weitergebracht und das ist heute weltweit der Fall. Sie kennen die Steigerung von Betrug? Das ominöse Wort heisst Statistik. Ich habe im Video zudem lediglich die Entwicklung der Geburtenrate entdecken können, von Ausbeutung keine Spur. Richtig ist, Europa beutet aus, jedoch nicht wie Sie schreiben. Sondern durch vollumfassende Exporte nach Afrika - wir killen deren Jobs. Das ist Fakt.
      3 0 Melden
    • Die Redaktion 15.09.2018 16:11
      Highlight Highlight @Rocky Gonzales

      Ich verstehe zwar den Zusammenhang zwischen Religion und fairer Produktion nicht, aber Sie verstehen, dass wir die Wirtschaft in Afrika zerstören.

      Zum Video:
      Zerstörte Wirtschaft = keine Altersvorsorge = ungenügende medizinische Versorgung = hohe Geburtenrate. Also wissen sie weshalb das Video sehr passend ist.
      0 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • grandvlad 15.09.2018 06:53
    Highlight Highlight Aussagekräftig erschlägt die ganze Diskussion war das letzte Bild. Berset will Kartoffel essen, Sauter auch bzw. würde noch jemanden bezahlen dafür; sie kriegen dafür sogar noch Applaus (eine einzige Person hat nicht geklatscht, das war ich;)) - dies widerspiegelt wie die Mehrheit der Menschen denkt. Konsumieren, andere für ihre Arbeit bezahlen, kein Interesse, unter welchen Arbeitsbedingungen gearbeitet wird, egal wie umweltgerecht produziert wird, mit Teilnahme an der Arbeit hätten sie ihr Interesse am Wohlergehen der CH-Bevölkerung bestätigt 🙄
    28 25 Melden
  • beni0br 15.09.2018 06:42
    Highlight Highlight Ich spreche aus eigener Erfahrung, denn meine Mutter kann sich nur Lebensmittel leisten, weil es den Aldi und Lidl gibt.

    Für mich würde die Initative nur Sinn machen, wenn wir dann einkommensabhängige Lebensmittelpreise haben. Ärmere zahlen weniger, die Anderen mehr.

    Die meisten in der Schweiz haben keine Geldprobleme, daher finden Sie die Fairfood Initiative eine gute Sache. Aber für die Ärmeren ist diese Initiative der Alptraum. Und es ist nicht zu vergessen das bei uns gerade aufs massivste Sozialhilfe gekürzt wird.
    22 54 Melden
    • lucasm 15.09.2018 09:18
      Highlight Highlight Wie wär's mit arbeiten gehen?
      11 67 Melden
    • Sagitarius 15.09.2018 09:35
      Highlight Highlight @lucasm: schon mal was von working poor gehört?
      26 3 Melden
    • Die Redaktion 15.09.2018 09:36
      Highlight Highlight Sind es die Initianten welche die Sozialhilfe kürzen wollen? Nein, es sind die Gegner dieser Initiative. Die wollen sich nicht ändern, weil das System zu ihren Gunsten ausgelegt ist. Was glauben Sie weshalb die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden? Bestimmt nicht wegen Umweltschutz und Gerechtigkeit.
      26 10 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • beni0br 15.09.2018 06:39
    Highlight Highlight Natürlich ist die Tierhaltung bei billigen tierischen Produkten mies und die Arbeitsbedingungen bei den Plantagen von Bananen und Tomaten schlecht. Das soll verbessert werden.

    Wenn jetzt aber die Lebensmittel teurer werden ohne das ärmere Menschen hier mehr Lohn erhalten und die Folge daraus ist, dass sie sich nichts mehr leisten können, bin ich dagegen.

    Tierquälerei will ich nicht gutheissen. Schlechte Arbeitsbedingen für Arbeiter auch nicht. Diese Initiative bringt aber keine Lösung für die Ärmeren hier.
    18 29 Melden
    • Die Redaktion 15.09.2018 09:57
      Highlight Highlight Sollen andere dafür viel schlimmer leiden als wir es tun würden? Etwas mehr Demut und Genügsamkeit würde vielen gut zu Gesicht stehen.
      9 6 Melden
    • mogad 15.09.2018 10:30
      Highlight Highlight FDP-Sauter macht sich Sorgen weil die Büezer, Lehrlinge, gratis arbeitenden Praktikanten vielleicht 20 Rappen mehr für die Peperoni zahlen müssten. Ginge es ihr wirklich um diese Leute, würde sie sich für bezahlbare Mieten, Erhalt des Rentenniveaus, tiefere Krankenkassenprämien usw. einsetzen. Tut sie das?
      14 2 Melden
    • beni0br 15.09.2018 20:06
      Highlight Highlight @bauernbrot

      Keiner soll Leiden, weder der Arbeiter auf dem Feld noch der Konsument.

      Ein Menschen leben ist genau so wichtig wie das andere, kein Mensch der sehr leidet hat mehr Rechte als der Andere der auch leidet.
      2 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • beni0br 15.09.2018 06:38
    Highlight Highlight Die FairFood Initiative finde ich eine gute Idee in die richtige Richtung. Persönlich finde ich Sie aber nicht zu Ende gedacht.

    Allgemein sind die Preise in fast allen Lebensbereichen für uns Europäer gesunken. Das hat negative wie auch positive Auswirkungen.

    Aldi, Lidl und Co. verdanken wir das sich viele Menschen hier die in ärmlichen Verhältnissen leben, sich überhaupt Nahrung (gesunde Ernährung) leisten können. In der Schweiz betrifft das 500 000 Menschen.
    20 20 Melden
    • Die Redaktion 15.09.2018 09:55
      Highlight Highlight Hormon-Fleisch und Ausbeuter-Gemüse sind also die gesunde Ernährung welche unbedingt weiter beibehalten werden sollte?
      13 9 Melden
    • beni0br 15.09.2018 20:07
      Highlight Highlight Hormon-Fleisch ist gesünder als gar kein Fleisch.
      0 3 Melden
    • beni0br 15.09.2018 20:15
      Highlight Highlight Wir haben nämlich über die Mindestlohn 4000 abgestimmt. Es wurde deutlich abgelehnt.

      Arbeitgeber waren dagegen und auch Arbeitnehmer die über 4000.- verdienen, aus Angst das nachher weniger für sich selbst bleibt
      1 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • BigE 15.09.2018 04:58
    Highlight Highlight Nicht jeder kann sich fairfood leisten. Sollte die Initiative durchkommen, werden noch mwhr Menschen im nahen Ausland einkaufen.
    98 131 Melden
    • Bodicore 15.09.2018 05:44
      Highlight Highlight Oder die Löhne müssen steigen...
      Krasse Idee nicht ?
      23 26 Melden
    • Halb Wissen 15.09.2018 06:18
      Highlight Highlight Das ist doch ein Widerspruch in sich...
      Wenn die reiche Schweiz darauf angewiesen ist, arme Länder weiter zu knechten, dann sind wir echt miis dran.
      43 14 Melden
    • Dnipro 15.09.2018 07:53
      Highlight Highlight Warum so viele Blitze? Ist doch nur die Wahrheit. BigE hat Recht! Zudem wird die Vielfalt der angebotenen Produkte in unseren Supermärkten noch mehr schrumpfen. Das ist DER Hauptgrund warum ich bei unserem nördlichen Nachbarn einkaufe - nicht die Preise.
      14 32 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Herbert Anneler 15.09.2018 03:15
    Highlight Highlight Mehr Waffen in Krisengebiete, Sparen bei Sozialleistungen, mehr krankmachender Food, mehr Gift in die Umwelt - irgendetwas läuft schief im Lande - dabei haben alle PolitikerInnen geschworen oder gelobt, das Wohl des Landes und der Menschen zu fördern, nicht nur ihr eigenes oder dasjenige ihrer Partei. Was in „Bern“ abgeht, kommt mir immer mehr als Mummenschanz vor. Wenn nur noch wirtschaftliche Belange zählen, geht das, was das Leben lebenswert macht, drauf.
    118 60 Melden
    • mogad 15.09.2018 10:35
      Highlight Highlight Wir Konsumenten tragen die Hauptschuld. Was soll ich z.B. denken, wenn das angeblich linke SRF eine neue Billigairline bejubelt, die ab Basel Interkontinentalflüge anbieten will.
      6 2 Melden
  • News ohne blabla #haha 15.09.2018 01:05
    Highlight Highlight Danke Berset und den anderen Gegnern!
    15 24 Melden
    • Die Redaktion 15.09.2018 09:52
      Highlight Highlight Wofür? Das sie Verteidigen, dass man Menschen im Ausland weiter ausbeuten darf?
      9 10 Melden
    • Mario Conconi 15.09.2018 15:17
      Highlight Highlight Daran ändert auch die Initiative nichts!
      4 0 Melden
    • Die Redaktion 15.09.2018 19:38
      Highlight Highlight @Mario Conconi

      Es ändert sich nichts, wenn sie fair bezahlt werden und daher der Umwelt sorge tragen können? Eine echt verwegene Behauptung.
      1 2 Melden

Und jetzt rate mal, wie viel Platz ein Schwein in einem EU-Stall hat

Geht es nach den Grünen, soll Import-Fleisch künftig höhere Tierwohl-Standards erfüllen. Der watson-Vergleich zeigt, wie es heute um die Tierhaltung in den verschiedenen Ländern steht. 

«Tierwohl statt Tierfabrik»: Mit diesem Slogan ziehen die Fair-Food-Initianten in den Abstimmungskampf. Ihr Ziel: Der Bund soll Regeln aufstellen, damit Lebensmittel umweltschonend, tierfreundlich und fair produziert werden. Produkte, die aus dem Ausland importiert werden, müssten ebenso gewisse Nachhaltigkeitsstandards erfüllen wie Lebensmittel aus dem Inland. Import-Fleisch müsste also grundsätzlich aus artgerechter Tierhaltung stammen. 

Doch wie stark unterscheiden sich die Zustände in …

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