Schweiz
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Bauer tötet Stiefmutter mit Vorschlaghammer und will jetzt eine mildere Strafe



Ein Bauer, der im Januar 2015 seine Stiefmutter mit einem Vorschlaghammer getötet und seinen Vater schwer verletzt hat, verlangt vor dem St. Galler Kantonsgericht eine mildere Strafe. Die Berufungsverhandlung findet am Freitag statt.

Im August 2017 hatte das Kreisgericht See-Gaster den heute 49-jährigen Schweizer wegen Mordes und wegen mehrfach versuchten Mordes zu einer Freiheitsstrafe von 20 Jahren verurteilt. Nach Verbüssung der Strafe soll er verwahrt werden.

Dagegen wehrt sich der Bauer vor Kantonsgericht. Er verlangt eine tiefere Freiheitsstrafe und will nicht verwahrt werden.

Die Tat, die ihm vorgeworfen wird, geschah im Januar 2015 auf einem abgelegenen Bauernhof am Ricken im Kanton St. Gallen. Zuerst schoss er mit einem Armee-Revolver auf den Pächter des elterlichen Hofs und verletzte ihn am Arm. Anschliessend richtete er im Wohnhaus seines Vaters ein regelrechtes Blutbad an.

Mit dem Hammer zugeschlagen

Auf dem Vorplatz erschlug er mit einem Vorschlaghammer die betagte Stiefmutter und verletzte seinen Vater so schwer, dass der 84-Jährige zum Pflegefall wurde.

Der Bauer hatte den Hof früher selbst bewirtschaftet und ein neues Wohnhaus gebaut. Nach einer Nierentransplantation musste er die Arbeit aufgeben und das Grundstück mit Wohnhaus, Tieren und Maschinen wieder seinem Vater verkaufen.

In einem Gutachten wird festgestellt, dass der Mann seit seiner Nierentransplantation an einer starken Persönlichkeitsveränderung leidet. Weder die langjährige Psychotherapie noch die Therapie im Gefängnis hätten etwas genützt. Wegen der grossen Rückfallgefahr müsse der Beschuldigte verwahrt werden, hiess es an der Verhandlung vor Kreisgericht. (aeg/sda)

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Amateurschreiber 07.06.2019 14:13
    Highlight Highlight Woher hat er den Armee-Revolver her und vor allem die Munition dafür?? Das Ding muss an die 70 - 100 Jahre alt sein!
    • Hayek1902 07.06.2019 15:07
      Highlight Highlight Die sind über 100 jahre alt.
    • hauruck 07.06.2019 20:32
      Highlight Highlight Der Ordonanz-Revolver wurde 1882 in der Schweizer Armee eingeführt und 1929 technisch verbessert (Modell 1882/29). Produziert wurde der Revolver 1882/29 bis 1946.
      Seine Schwarzpulverpatrone Kaliber 7.5 mm (M82) wurde zuletzt von der Firma Fiocchi produziert. Die Produktion wurde 1972 eingestellt. Allerdins wurde eine beschränkte Serie 2012 von Fiocchi neu aufgelegt.
      Gebrauchte Patronen können von Schützen händisch wieder befüllt werden. Man kann also noch heute mit dem Revolver 1882 schiessen.
  • Musiciano 07.06.2019 13:57
    Highlight Highlight Hässliche Geschichte...🙈
  • pamayer 07.06.2019 13:27
    Highlight Highlight Was für eine tragische Geschichte. Einfach Riesenscheisse. Für alle.
  • Pafeld 07.06.2019 09:55
    Highlight Highlight Eine in diesem Fall sehr wahrscheinliche Störung des Adrenalinhaushaltes nach einer Nierenoperation ist eine Behinderung, welche unter so absolut jedem Standpunkt von Rechtsstaatlichkeit so was von gar nicht mit einer Verwahrung zu rechtfertigen ist. Der Mann gehörte unter diesen Umständen in eine lebenslange Therapie.
    • acoves 07.06.2019 10:59
      Highlight Highlight schon eine etwas zwiespältige Begründung um einer Verwahrung zu entgehen und die Artikel des StGB auszuhabeln
    • Astrogator 07.06.2019 11:20
      Highlight Highlight Verwahren ist billiger und man muss sich nicht mit unbequemen Fragen auseinandersetzen. Auch Behörden wählen den einfachsten Weg...
    • auloniella 07.06.2019 11:42
      Highlight Highlight Und denkst du nicht, dass so was überprüft wurde?
      Die Operation könnte als einschneidendes Ereignis auch die vorhandene Störung begünstigt haben...
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