Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Trotz Missbrauch-Skandal: Mehrheit der Eltern spricht St. Galler Kita Vertrauen aus



Ein 33-jähriger Mitarbeiter einer St. Galler Kindertagesstätte (Kita) soll zwei Kleinkinder sexuell missbraucht haben. Eltern haben sich nach Bekanntwerden der Vorwürfe an einem Infoanlass sehr besorgt gezeigt.

Die Institution lud am Donnerstag zum Elternabend und informierte rund neunzig Eltern über die Vorfälle. Jacques Hefti, Verwaltungsratspräsident der Fiorino AG, die in St. Gallen und Umgebung acht Kitas betreibt, stand Rede und Antwort, wie die Institution am Freitag mitteilte.

Er erklärte, was geschehen war und welche Massnahmen bereits getroffen wurden. Danach konnten die Eltern Fragen stellen und ihre Sorgen und Ängste formulieren. Der Elternabend musste wegen der grossen Zahl von teilnehmenden Eltern in ein grösseres Lokal verlegt werden. Alle Eltern mussten sich beim Eingang ausweisen.

Es seien viele Fragen gestellt worden, heisst es. So wollten Eltern etwa wissen, wie ein solcher Missbrauch passieren konnte, wie die Anstellungsrichtlinien bei Fiorino aussehen und wie Eltern ihrem eigenen Kind anmerken könnten, wenn dem Kind etwas Derartiges geschehen würde.

Ängste und Sorgen formuliert

Am Elternabend anwesend waren auch zwei Vertreter des Kinderschutzzentrums St. Gallen. Sie gaben Ratschläge, wie Eltern mit Befürchtungen und Ängsten umgehen oder Fachleute zur Hilfe ziehen können. Verschiedene Eltern machten von der Möglichkeit Gebrauch, ihre Sorgen zum Ausdruck zu bringen.

«Die Fiorino AG wird den Fall im Detail aufarbeiten und die bereits bestehenden sehr strengen Anstellungs- und Arbeitsbedingungen erneut prüfen und wo nötig anpassen», schreibt die Institution. Zum Kontrollsystem einer Kita gehörten die Arbeitsrichtlinien, aber auch die Krippenmitarbeitenden und die Eltern selber.

Darüber hinaus bestehe ein internes Kontrollsystem, das die vom Kanton vorgegebenen Aufsichtsbereiche Betreuung, Personal, Betriebliches und Finanzen abdecke.

Bisher ein Krippenplatz gekündigt

Seit Bekanntwerden der Vorwürfe am Donnerstag sei ein Krippenplatz gekündigt worden, schreibt die Fiorino AG. Eine grosse Mehrheit der Eltern hätten der Institution und ihren Mitarbeitenden das Vertrauen ausgesprochen und sie in ihrer Arbeit bestärkt.

Die St. Galler Staatsanwaltschaft hatte am Donnerstagmorgen darüber informiert, dass ein ehemaliger Kita-Mitarbeiter, ein 33-jähriger Schweizer, unter Verdacht stehe, an zwei knapp zweijährigen Buben sexuelle Handlungen vorgenommen zu haben. Zudem soll der Mann Videos im Darknet verbreitet haben.

Eines der beiden Kinder soll der Mann im privaten Rahmen missbraucht haben. Der zweite Bub sei «im Rahmen der beruflichen Tätigkeit des Beschuldigten bei der von der Hausdurchsuchung betroffenen Kindertagesstätte» missbraucht worden, schrieb die Staatsanwaltschaft.

Mitte 2018 verhaftet

Der Mitarbeiter wurde im Sommer 2018 verhaftet und von Fiorino fristlos entlassen. Anfänglich ging die Staatsanwaltschaft davon aus, dass sich die Taten ausschliesslich im privaten und nicht im beruflichen Umfeld zugetragen hatten.

Die Auswertung der Datenträger ergab dann jedoch, dass ein Bub in der Kita missbraucht worden sei und dass auch Bilder in der Kindertagesstätte aufgenommen wurden. (tam/sda)

Pädophiler Übergriff in Kita St. Gallen

abspielen

Video: srf/Keystone

Das könnte dich auch interessieren:

«So sehen Depressionen aus» – Facebookpost einer jungen Frau geht viral

Link zum Artikel

Kann Basel YB wieder gefährlich werden? Alle Transfers der Super League im Überblick

Link zum Artikel

Mehr Spass! Hier kommen die 24 lustigsten Fails, die das Internet gerade zu bieten hat

Link zum Artikel

Kommen Sie, kommen Sie! PICDUMP!

Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Hier fährt ein Velofahrer auf der A1 durch den Gubrist

Am Sonntagmorgen hat sich ein Velofahrer wohl zu sehr aufs Navi verlassen; es führte ihn durch den Gubristtunnel, schreibt die Zürcher Kantonspolizei auf Twitter.

Die Verkehrsleitzentrale habe sofort reagiert und den Normalstreifen gesperrt. Die Kapo schrieb auf Twitter: «Da eine solche Fahrt gefährlich und daher verboten ist, wird gegen den Velofahrer rapportiert.»

Die Kapo veröffentlichte Video-Material von den Überwachungskameras. Darauf ist zu sehen, wie trotzdem einige Autofahrer am frühen …

Artikel lesen
Link zum Artikel