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Ist damit bald Schluss? Guggenmusik zu später Stunde an der Melser Fasnacht. Bild: watson

Beschwerde eingegangen: Ist an der Melser Fasnacht ab 10 Uhr Ruhe im Festzelt?



Nicht nur in Basel und Luzern, auch in der Ostschweiz gibt es sie, die Fasnacht. Und bald geht es wieder los: Diesen Donnerstag, um genau zu sein.

Eine der grössten und bekanntesten Fasnacht der Ostschweiz wird in Mels im Kanton St. Gallen gefeiert. Ab Donnerstag verwandelt sich die 8000-Seelen-Gemeinde wieder in «Böllähuusä», ab 06.00 Uhr gibts «Iihüttlättä» und am Samstag wird «gschnätzälät». Dazwischen: Ganz viel Alkohol gute Laune und Guggämusigg.

Doch damit soll bald Schluss sein. Zumindest, wenn es nach einem genervten Melser oder einer genervten Melserin geht. Jemand hat nämlich eine aufsichtsrechtliche Beschwerde beim Kanton St.Gallen eingereicht.

Konkret wird darin gefordert, dass ab 22 Uhr «die Musikanlagen in Zelten oder Hütten der verschiedenen Vereine abgeschaltet werden oder die provisorischen Lokalitäten so zu isolieren sind, dass kein Schall mehr nach aussen dringt». Dies teilte der Melser Gemeinderat gegenüber dem «Sarganserländer» mit.

Auch Emily war schon da:

Video: watson/Emily Engkent

Widerstand gegen den Widerstand

Keine Guggämusigg, keine Schlagermusik aus den Musikanlagen in den Festzelten? Das können sich die Melser nicht bieten lassen. Und so formierte sich ein Widerstand gegen den Widerstand. Ein Pro-Fasnachtskomitee kreierte die Website profasnachtmels.ch. Wie «FM1» berichtet, haben sich innerhalb von 48 Stunden rund 1400 Personen eingetragen, welche die Fasnacht erhalten wollen.

Toni Walser, Festwirt der «Böllni-Arena», sagte gegenüber FM1:

«Eine Nachtruhe ab 22 Uhr ist an der Fasnacht nicht umsetzbar.»

Der Alt-Fasnächtler sieht das Dorfleben trotzdem gefährdet. Es gäbe immer mehr Auflagen und Einsprachen zu den lokalen Veranstaltungen. So ist bereits jetzt klar, dass Lärmmessungen durchgeführt werden müssen.

«Wenn es überall Einsprachen gibt, wenn die Verwaltung mit rechtlichen Verfahren – aufgrund einzelner Interessen – beschäftigt wird, dann braucht das viel Kraft. Und das macht es für solche Anlässe schwierig», sagte auch Gemeindepräsident Guido Fischer gegenüber «FM1».

Trotz der Einsprache und der Auflagen sieht es jedoch so aus, als würde Mels auch dieses Jahr für vier Tage vom «Bölläkönig» regiert: Der Rückhalt in der Bevölkerung ist riesig. (dfr)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Steven86 18.02.2020 11:34
    Highlight Highlight Ich finde als Kanton/Gemeinde sollte man solche Beschwerde nickend entgegen nehmen und in einen Ordner ablegen. So hat jeder was davon, die Reklamieren konnten sich beim Kanton Beschwerden, Kanton hat weniger Aufwand und die Mehrheit hat ihres Fest. Win Win Situation für alle.
    • Mia_san_mia 18.02.2020 13:17
      Highlight Highlight Am besten in einen runden Ordner 🗑️
  • D(r)ummer 18.02.2020 10:59
    Highlight Highlight Da wird jemand viel Konfetti auf dem Balkon finden.

    Nein echt. Klar, es ist Laut und für nicht-Fasnächtler sehr ungangenehm.
    Sinn der Fasnacht: Lärm machen und die Wintergeister vertreiben. Neuerdings auch noch Miesepeter ins Abseits stellen.
    Diese Miesepeter sind die, welche sich auch über das Aussterben von Traditionen beschweren.

    Eine Schweiz ohne Volksfeste? Nein Danke.

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