Schweiz
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Jahres- statt Wochenarbeitszeit: Linke befürchten mehr Burn-outs

Der Ständerat will flexiblere Arbeitszeiten. Von den neuen Regeln sind mehr Menschen betroffen als bisher geglaubt.

Kari kälin / Aargauer Zeitung



Die Vorlage kommt nur schleppend voran, dabei ist sich die bürgerliche Mehrheit in der Wirtschaftskommission von National- und Ständerat schon lange einig: Die Arbeitszeiten sollen flexibilisiert werden, damit die «Büez» dann erledigt werden kann, wenn sie anfällt.

Die federführende ständerätliche Kommission schlägt deshalb vor, die maximale Wochenarbeitszeit von 45 Stunden durch eine Jahresarbeitszeit zu ersetzen. Der wöchentliche Wert würde bei 67 Stunden gedeckelt, das Sonntagsarbeitsverbot würde aufgeweicht.

Am Ende des Jahres sollen nicht mehr Arbeitsstunden geleistet worden sein. Gelten würden die Flexibilisierungen für Vorgesetzte und Fachspezialisten mit einem Jahreslohn ab 120'000 Franken oder Personen mit Hochschulabschluss.

Arbeitende Frau am Abend

Die Liberalisierung der Arbeitszeiten könnte zu mehr Stress führen. Bild: shutterstock.com

In einer Woche beugt sich die ständerätliche Wirtschaftskommission ein nächstes Mal über die Vorlage, die auf einer parlamentarischen Initiative des unterdessen zurückgetretenen Ständerats Konrad Graber (CVP, LU) fusst. Die Bürgerlichen Kräfte verfügen nach wie vor über eine Mehrheit.

Umstritten war bis anhin, wie vielen Angestellten es neu gestattet wäre, ein paar Extra- Abendschichten einzulegen. Der Bundesrat schätzte die Zahl auf 30, die Wirtschaftskommission sprach von 13 bis 19 Prozent.

Jetzt liegen aktuelle Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) zuhanden der Kommission vor. Demnach wäre fast jeder vierte Angestellte von den neuen Regeln betroffen, für den das Arbeitsgesetz gilt. Das entspricht 670'000 Personen oder 23 Prozent. Das Seco stützte sich bei seiner Berechnung auf Daten der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung. Auf einen etwas tieferen Wert (19,6 Prozent) kommt das Forschungsinstitut Sotomo. Es fasste den Begriff «Fachspezialist» weniger weit als das Seco.

Die Sotomo-Untersuchung legt den Schluss nahe, dass das geplante Gesetz in Zukunft für mehr Angestellte gelten könnte. Derzeit würden ein Drittel mit Hochschulabschluss davon erfasst. Gemäss Szenarien des Bundesamtes für Statistik wird aber der Anteil der Hochschulabgänger steigen.

Informationsbranche am stärksten betroffen

Mit 43 Prozent am meisten potenziell Betroffene sind in der Informations- und Kommunikationsbranche angestellt. Bei Banken und Versicherungen dürften 28 Prozent flexibler arbeiten. Im Bau und in der Gastronomie wären relativ wenig Angestellte betroffen. «Dies macht deutlich, dass sich die angestrebte Revision auf jene Bereiche der Wirtschaft konzentriert, die aus Sicht der Initiatoren im Fokus stehen», schreiben die Studienautoren.

«Die Liberalisierung provoziert mehr Stress, mehr Burn-outs, führt direkt in den gesundheitlichen Ruin.»

Luca Cirigliano, Generalsekretär Schweizerischer Gewerkschaftsbund

Die politischen Fronten verlaufen entlang dem klassischen Rechts-links-Schema: Bürgerliche Parteien und die Wirtschaftsverbände plädieren für eine Flexibilisierung, linke Parteien und Gewerkschaftskreise opponieren heftig.

«Die Liberalisierung provoziert mehr Stress, mehr Burn-outs, führt direkt in den gesundheitlichen Ruin», sagte etwa Luca Cirigliano, Generalsekretär des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, bereits im vergangenen Jahr. Der Arbeitgeberverband kann derweil den gewerkschaftlichen «Alarmismus» nicht nachvollziehen. Und Graber argumentierte, das Arbeitsgesetz werde der heutigen Dienstleistungsgesellschaft nicht mehr gerecht.

Die ständerätliche Wirtschaftskommission führt nächste Woche eine Anhörung mit externen Verbänden durch und dürfte dann entscheiden. Die Gewerkschaften wundern sich, dass dazu nicht mehr kritische Stimmen eingeladen sind. Keinen Liberalisierungsbedarf ortet übrigens der Bundesrat.

Burnout macht keinen Halt vor Schulzimmern

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    Alle Leser-Kommentare
  • wolge 15.01.2020 11:53
    Highlight Highlight Wer seine Arbeitsstunden nicht erfasst, arbeitet laut einer Studie 6 Stunden mehr in der Woche und kann Familie und Beruf weniger gut vereinbaren...

    Kein Wunder weibeln die Arbeitgeber so dafür...

    https://www.20min.ch/finance/news/story/asdf-10713981
  • AvivaVonFlatter 15.01.2020 02:06
    Highlight Highlight Konrad Graber?

    Ein 61 jähriger Partner einer grossen Treuhandfirma möchte also die Jahresarbeitszeit?

    Genau... My ass! Ihn selber betriffts nicht mehr all zu lange aber die Kohle fliesst natürlich schön weiter..

    https://www.bdo.ch/de-ch/our-people/konrad-graber
  • genauleser 14.01.2020 20:59
    Highlight Highlight Hier der Link zur parlamentarischen Initiative (und der Berichte von Kommissionen und Bundesrat):
    https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20160414
  • MeinSenf 14.01.2020 18:15
    Highlight Highlight Deckel erst bei 67 Stunden? Total plemplem? Nach einem halben Jahr 67 Std am Stück heisst es dann im Sommer, sorry, kannst nicht frei machen... Nicht mit mir
  • wintergrün 14.01.2020 16:23
    Highlight Highlight Definitiv ein Schritt in die falsche Richtung.
  • insert_brain_here 14.01.2020 14:03
    Highlight Highlight Ich bin selber mit Jahresarbeitszeit angestellt und man muss als Arbeitnehmer schon selbstbewusst auf sein Recht pochen, sonst wird man übervorteilt. Letztes Jahr habe ich im Dezember kaum einen Nachmittag gearbeitet, weil Wochenendeinsätze und Überstunden das ganze Jahr, die Projektleiter haben getobt und mir quasi Arbeitsverweigerung vorgeworfen, aber Ende Jahr war mein Soll sogar mit leichtem Plus erfüllt, nichts zu meckern meine Herren, wenn ihr euere Ressourcen nicht im Griff habt. Als IT-Spezialist kann ich mir solche Machtspiele aber auch erlauben, mich zu ersetzen wäre teuer.
    • the bøll 14.01.2020 14:09
      Highlight Highlight Dass du dich dann nicht in falschem Glück wiegst - jeder ist ersetzbar.
    • RatioRegat 14.01.2020 14:18
      Highlight Highlight Du nennst hier einen guten Punkt. Du kannst es dir leisten, dein Recht einzufordern. In anderen Branchen dürfte der Druck auf die Arbeitnehmer grösser sein.

    • insert_brain_here 14.01.2020 14:52
      Highlight Highlight @RatioRegat: Darauf wollte ich eigentlich hinaus, Menschen die froh sind überhaupt einen Job gefunden zu haben und genau wissen, dass der Chef sie problemlos ersetzen kann wenn sie aufmucken werden wohl Ende Jahr die Faust im Sack machen und die 200 Überstunden schlucken. Machen Detailhändler - ja, auch der mit dem grossen orangen Buchstaben - heute schon so im Weinachtsgeschäft, wenn die 40%-Angestellten plötzlich für 30h und mehr eingeteilt werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mike2s 14.01.2020 13:53
    Highlight Highlight Ich habe dazu nur eine Frage: Kann man ein Referendum auch präventiv unterschreiben?
  • x4253 14.01.2020 13:28
    Highlight Highlight Eingereicht hat das ganze ja u.A. Konrad Graber (CVP). Wer die Diskussion etwas verfolgt hat merkt schnell wohin der Hase läuft. Schöne Beispiele?

    - Das Recht, Überstunden abzulehnen (bsp um seine kranken Kinder zu betreuen) soll abgeschaft werden
    - Gespräche mit den Sozialpartnern wurden von der WAK-S bis heute keine geführt
    - Begleitende Präventionsmassnahmen müssen von den Arbeitgebern durchgeführt werden um die Gesundheit der Arbeitnehmer zu schützen. Es gilt die Selbstkontrolle der Arbeitgeber (haha)



  • andrew1 14.01.2020 13:21
    Highlight Highlight Ist dafür und dagegen. Ich machet vor kurzem ein berufsbegleitetes studium. Zu dieser zeit arbeitete ich immerhin noch 90%. Gegen ende des studiums sank mein flaz-konto auf unter -30 stunden. Beim hr angetrabt und erklärt, dass ich in einem halben jahr alle zeit der welt habe die zeit wieder aufzuarbeiten nach dem studium. Aber war leider offenbar zu spät. Also parallel zur masterarbeit und prüfungen noch umbedingt zeit aufarbeiten. Da wäre ich noch so froh gewesen über eine flexible jahresarbeitszeit...
  • häxxebäse 14.01.2020 12:33
    Highlight Highlight 23% verdienen mehr wie 120'000 - wow! Jetzt verstehe ich auch die mieten.
  • Siro97 14.01.2020 12:03
    Highlight Highlight Quantität statt Qualität lautet hier die Devise. Leider schaut man nicht auf die Gesundheit der Arbeitnehmer. Somit wird e s schwieriger Arbeit + Freizeit auszugleichen. Falls die Räte dies beschliessen, hoffe ich auf ein Referendum
  • wolge 14.01.2020 11:51
    Highlight Highlight Regeln sind ja selten für die da, die gesunden Menschenverstand walten lassen und fair Miteinander umgehen...

    Regeln sind vor allem da um uns gegenseitig vor Egoisten zu schützen...

    Folglich werden all diejenigen, die vor einer Liberalisierung keine Angst haben, wohl auch nicht schlecht weg kommen, weil sie z.B. Faire, menschliche und soziale Arbeitgeber oder Vorgesetzte haben...

    Nur eben haben dies bei weitem nicht alle...
  • freifuchs 14.01.2020 11:39
    Highlight Highlight Am Sonntag Einkaufen zu gehen ist ein Menschenrecht. Es ist einfach peinlich wie es in der Schweiz im Jahr 2020 immer noch Leute gibt, die die christliche Ruhezeit gesetzlich verteidigen.
    • AdiB 14.01.2020 12:14
      Highlight Highlight Weswegen auch immer der soünntag zur ruhezeit gehört. Aus gesundheitlichen gründen brauchen wir dies.
    • RatioRegat 14.01.2020 14:29
      Highlight Highlight Eine Flexibilisierung von Arbeits- oder Öffnungszeiten muss nicht bzw. sollte nicht mit der Jahresarbeit verknüpft werden.



    • bärnergiu 14.01.2020 14:31
      Highlight Highlight Art. 1 der AEMR

      "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren, im Besonderen ist das Recht auf den Sonntagseinkauf hervorzuheben."

      Ich hätte fast geglaubt dieses Menschenrecht sei frei von dir erfunden, exgüsee.

      ./ironie
  • Sarkasmusdetektor 14.01.2020 11:36
    Highlight Highlight Super Sache für die Wirtschaft, die steigenden Gesundheitskosten bezahlen schliesslich die Arbeitnehmer.
  • fools garden 14.01.2020 11:32
    Highlight Highlight Die Stellungsnahmen hier zeigen das Typische links rechts Muster.
    Der Chef nützt mich aus und alle seine Arbeiter sind faule Eier.
    Mir ist lieber ich hab den besten Chef und er einen starken Mitarbeiter.
    Dann profitieren nämlich Beide.
    • Sarkasmusdetektor 14.01.2020 11:47
      Highlight Highlight Den besten Chef hätten wohl alle gern. Aber die wenigsten haben ihn in der Realität.
  • GraveDigger 14.01.2020 10:33
    Highlight Highlight Ich sehe nicht nur das Hauptproblem bei der Arbeit. Mir fällt immer im Bekanntenkreis auf das die Burnoutbetroffenen meist zu der Klientel gehören "alles haben und machen wollen"
    • Asmodeus 14.01.2020 13:05
      Highlight Highlight Meine Erfahrung mit Burnoutbetroffenen sieht meistens so aus.

      Zuviel Arbeit.
      Zuwenig Ressourcen.
      Chefs die das Unmögliche verlangen.
      Mitarbeiter die genervt/gestresst sind und teilweise noch gegeneinander intrigieren wegen oben genannten Gründen.

      Sehr oft kombiniert mit dem Gefühl nicht zu genügen.


      Der Stress führt dazu, dass man öfter krank ist, später zur Arbeit kommt, längere Pausen macht, länger auf dem Klo sitzt. Einfach weil man viel mehr Pausen braucht um funktionieren zu können.

      Das schlechte Gewissen diesbezüglich sorgt dafür dass man zuhause oder am WE aufarbeitet.
    • Asmodeus 14.01.2020 13:07
      Highlight Highlight Wenn die Firma Richtlinien aufstellt, dass ein gewisser Prozentsatz der Mitarbeiter im Jahresgespräch als "ungenügend" klassifiziert eingestuft werden soll, dann fördert das in den Köpfen der Manager die Arbeitsmoral.


      In Realität versetzt es die Mitarbeiter in Panik. Oben genannte Probleme werden gefördert. Mobbing häuft sich damit man nicht die Person ist die gefeuert wird.

      Unterm Strich schadet man der ganzen Firma. Aber irgendwo kann sich ein Verwaltungsratsmitglied auf die eigene Schulter klopfen und den kurzzeitig gestiegenen Aktienkurs feiern.
  • THEOne 14.01.2020 09:20
    Highlight Highlight wir arbeiten seit jahren mit jahresarbeitszeit, es war nie ein problem und wir alle hatten immer genug überzeit um irgendwas zu kompensieren. es werden einfach die wochen/monatszeiten zusammengerechnet zur jahresarbeitszeit, einteilen kann man sie grösstenteils selbst und mit der digitalen zeiterfadsung hast du dein pensum jederzeit im blick.
    mehr arbeiten mussten wir wegen dieser kalkulation nie. überstunden gibts immer, es ist auch genug arbeit da.
    • wolge 14.01.2020 11:41
      Highlight Highlight Durch die Liberalisierung soll meines Erachtens auch das aufschreiben und beziehen von Überstunden gestrichen werden...

      Darum wollen ja vor allem die Arbeitgeber dies...
  • Ohniznachtisbett 14.01.2020 09:11
    Highlight Highlight Ich sehe keine Nachteile für Jahresarbeitszeit. Ich habe kein Problem damit in Zeiten mit viel Arbeitsanfall auch viel zu arbeiten und dann wenn es etwas ruhiger ist auch entsprechend mehr frei zu machen. Wichtig ist einfach, dass die Überzeit/Gleitzeit die geleistet wird auch entsprechend eingezogen werden kann oder anständig vergütet wird.
    • wolge 14.01.2020 11:42
      Highlight Highlight Durch die Liberalisierung soll meines Erachtens auch das aufschreiben und beziehen von Überstunden gestrichen werden...

      Darum wollen ja vor allem die Arbeitgeber dies...
    • Sarkasmusdetektor 14.01.2020 11:48
      Highlight Highlight Dann hast du wahrscheinlich keine Kinder. Versuch mal eine Kinderkrippe zu finden, die 67 Stunden pro Woche arbeitet. Aber klar, die Frau bleibt ja zu Hause...
    • Dr no 14.01.2020 13:27
      Highlight Highlight Sarkasmusdetektor: Warum hast du Kinder, wenn du 67 Stunden pro Woche arbeiten willst ?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Asmodeus 14.01.2020 08:56
    Highlight Highlight Wenn sich die bürgerliche Mehrheit einig ist, weiss man dass die Arbeitnehmer gefickt werden.
    • PHM 14.01.2020 11:48
      Highlight Highlight @Asmodeus
      Das fasst es ziemlich gut zusammen.

      Die 'Vorteile für Arbeitnehmer' bleiben nur so lange Vorteile, wie die Schwankungen nicht ausarten. Und genau hierfür gibt es schon einen erprobten Mechanismus. Nennt sich Gleitzeit und ist mit gutem Grund bspw. häufig auf -20h bis +20h begrenzt.

      Neu wäre es möglich die Belastung in einer einzigen Woche bis 67h zu pushen. Und ganz sicher wird der Arbeitgeber meistens nicht anschliessend eine 15h-Woche zum Kompensieren gewähren. Eher wird es dann 3-4 Wochen so weiter gehen. Das ist der psychischen und physischen Gesundheit nicht förderlich.
    • häxxebäse 14.01.2020 12:39
      Highlight Highlight Tja, neue angestellte hat es ja weltweit, wozu soll man dann auf arbeitnehmer achten. Danke liebe bürgerlichen - wollen immer offene grenzen, damit die wirtschaft nach ihrem gusto läuft, aber dann handkehrum gegen eben diese wettern.
  • Nik G. 14.01.2020 08:30
    Highlight Highlight Ah ja bei der Arbeit soll man möglichst schnell felxibel werden. Aber wenn es um die Unterstützung der Familien geht ja nicht. Da soll der Staat nicht helfen. Liebe Bürgerliche alles für die Wirtschaft, nichts für den normalen Arbeiter (die Löhne stagnieren seit vielen Jahren), Ihr kriegt immer mehr Geld, macht Angst mit den Einwanderer und sackt nebenbei Geld mit Billigarbeitskräften ein. Das tragische ist noch, dass knapp 30% der Bevölkerung diesen scheiss noch glaubt, dass unsere Wirtschaft sonst kaputt geht.
  • PeteZahad 14.01.2020 08:15
    Highlight Highlight Ich verstehe es nicht. Da wird von den Gewerkschaften immer gefordert, dass die Arbeitnehmer mehr Flexibilität erhalten um Beruf und Familie zu vereinen und wenn dann ein flexibleres Modell eingeführt werden soll ists auch nicht recht. Ich habe bereits Jahresarbeitszeit und bin absolut zufrieden. Ich kann im Grossen und Ganzen kommen und gehen was ich will. Es liegt in meiner Verantwortung zu schauen, dass ich übers Jahr nicht zuviele resp. zu wenige Stunden ansammle. Etwas mehr Eigenverantwortung darf sein und tut gut.
    • wolge 14.01.2020 11:44
      Highlight Highlight Was meinst du warum die Arbeitgeber so dafür weibeln? Weil es gut für die Arbeitnehmer ist?

      Wohl kaum. Du wirst künftig die Mehrarbeitszeit einfach nicht mehr erfassen und beziehen können
    • insert_brain_here 14.01.2020 15:45
      Highlight Highlight @PeteZahad: Wie du siehst ist Jahresarbeitszeit schon heute problemlos möglich, wozu also die Anpassung? Damit die Arbeitgeber auch Arbeitnehmer gegen ihren Willen zu monatelanger Mehrbelastung zwingen können, was heute aus gutem Grund verboten ist. Dadurch verschiebt der Arbeitgeber wirtschaftliches Risiko zu den Arbeitnehmern. Wo heute teuer Externe eingekauft werden müssen um miese Planung auszugleichen zwingt man morgen die Angestellten ein halbes Jahr lang 60h-Wochen zu schieben. Dass sie das bis Ende Jahr ausgleichen lässt sich mit absurden Kompensationsregeln auch verhindern, win-win!
  • fools garden 14.01.2020 08:09
    Highlight Highlight Ich finde das eigentlich logisch, aber es erfodert wie immer Toleranz und Verständnis auf beiden Seiten damit es nicht missbraucht wird. Denn der Stress am Jahresende könnte ebenso den Chef wie den Mitarbeiter treffen.
    • Asmodeus 14.01.2020 08:57
      Highlight Highlight Toleranz und Verständnis auf beiden Seiten.


      Die Firma hat Verständnis dafür dass Du gerne an Weihnachten frei hättest. Aber Du hast als Arbeitnehmer zu tolerieren, dass ihnen das trotzdem scheissegal ist.
  • wolge 14.01.2020 07:55
    Highlight Highlight Burnouts steigen auf ein Rekordhoch und die Politik hat nichts besseres zu tun als den Schutz der Arbeitnehmer weiter aufzuweichen...

    Auch die Selbstmordrate ist in der Schweiz im Vergleich hoch...

    Weniger gesetzlicher Schutz funktioniert nur dann, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer ihre Verantwortung wahrnehmen...

    Dass dies bereits jetzt nicht gut funktioniert zeigen die massiv ansteigenden Burnouts...

    https://nzzas.nzz.ch/wirtschaft/burnout-arbeitsausfaelle-steigen-auf-rekordhoch-ld.1533349
  • Merida 14.01.2020 07:43
    Highlight Highlight Die Burnout Gefahr kann ich gut nachvollziehen.
    Bei den Lehrpersonen wird auch mit Jahresarbeitszeit gerechnet und da sind die Burnout Fälle leider nicht so selten.
    • nass 14.01.2020 08:04
      Highlight Highlight Dasselbe beim Pflegepersonal.
    • disear 14.01.2020 08:14
      Highlight Highlight Bei den Lehrpersonen hat wohl etwas anderes seinen Einfluss. Mehr administrativer Aufwand, mehr schwierige Eltern, mehr Sitzungen, mehr....... Das hat zugenommen, die Arbeit mit den Kindern ist an und für sich die selbe. Man hat einfach keine Zeit mehr, den Unterricht vor oder nachzubereiten und muss dies noch nach dem ganzen anderen Zeugs erledigen.
    • Schlingel 14.01.2020 09:26
      Highlight Highlight Liegt aber eher an hysterischen Eltern, die die Lehrer unter Druck setzen, wenn das eigene Kind nicht so performt wie man es als Eltern gerne hätte.
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  • dä dingsbums 14.01.2020 07:43
    Highlight Highlight Ich sehe die Vorteile für die Arbeitgeber.

    Welches sind die Vorteile für die Arbeitnehmer?
    • Tante Paula 14.01.2020 08:10
      Highlight Highlight Ich habe lange mit der Jahresarbeitszeit gearbeitet. Für mich ist es etwas vom besten, was es gibt. Keine doofe Zählerei Ende Monat, ob noch ein freier Tag drinliegt oder ob man die Arbeit noch fertigstellen kann, also ob noch 5-6 Überstunden drinliegen.
      Ich war also viel freier mit meiner Stundeneinteilung, was ich sehr geschätzt habe.
    • fools garden 14.01.2020 08:11
      Highlight Highlight Ich hab mal frei am Nachmittag und geh in die Badi.
    • Madison Pierce 14.01.2020 08:14
      Highlight Highlight Als Arbeitnehmer kann man mit den neuen Regeln in einer produktiven Phase einige Wochen Vollgas geben, inkl. teilweiser Sonntagsarbeit. Dafür kann man dann die Überzeit abbauen, wenn das Wetter schön ist.

      Leider nur, wenn man alleine an einem Projekt mit längerem Zeithorizont arbeitet. Im Team ginge das ja nicht. Wird also nur wenige Arbeitnehmer betreffen.

      Dass jemand abends etwas Home Office macht, um dafür jeweils morgens die Kinder in die Schule zu begleiten, ist schon eher realistisch. Aber auch da gilt: es muss selbstbestimmt sein.
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  • dancortez 14.01.2020 07:40
    Highlight Highlight am ende bedeutet eine liberalisierung weniger schutz für die arbeitnehmerInnen bzw. mehr angriffsfläche gegenüber dem arbeitgeber wenn es darum geht die arbeitszeiten fest zu legen. weshalb muss das gesetzt (einseitig) dem markt angepasst werden? im gemeinsamen einverständnis kann heute schon so flexibel gearbeiten werden, wie das für alle parteien sinnvoll ist.
  • cille-chille 14.01.2020 07:38
    Highlight Highlight Drückt sie.
    Drückt sie weiter, die Zitrone.

    Ich arbeite mit einem Pensum von 70% in der Jugendarbeit.
    Keine Frage: Die Arbeit fällt an, wenn die Jugendlichen Zeit haben, also Nachmittags, Abends, Wochenende und in der Nacht.
    Sitzungen bei Behörden und Verwaltungen werden oft auf 09.00 Uhr angesetzt.....und Abends gehts weiter bis 23.00 Uhr.Präventionen & Workshops mit Schulklassen werden oft Vormittags gebucht.
    Die Flexibilität geht oft Zulasten Arbeitnehmer und 70% füllen derart die Arbeitswoche.

    In meinem Berufsfeld selbstgewählt und sinnvoll. In vielen Feldern "nur" zugunsten Arbeitgeber.
  • Cpt. Jeppesen 14.01.2020 07:23
    Highlight Highlight Ich wäre ja auch für eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten, im speziellen für eine vereinfachte Regelung zur Arbeitszeiterfassung. Aber 67 (!) Stunden, die haben wohl den A*** offen. Das sind dann 13.4 Stunden pro Tag, dazu noch bis zu 4 Stunden An- und Abreise und 1.5 Stunden angeordnete (unbezahlte) Pausen, also 19 Stunden pro Tag für die Firma unterwegs. Wieso nicht gleich wieder die Sklavenhaltung einführen, das würde der "Wirtschaft" sicher noch besser tun.
    • Zwingli 14.01.2020 11:33
      Highlight Highlight wären nicht die 67 Stunden einfach das maximal legale zu arbeiten, also deine Jahresarbeitszeit läge immernoch bei etwas von 2184 Stunden aber wenn du willst kannst du pro Woche 67 Stunden abarbeiten. Das würde heissen du hättest dann 20 Wochen Ferien pro Jahr wenn du 67 Stunden pro Woche arbeitest für deine Jahresarbeitszeit.
    • Cpt. Jeppesen 14.01.2020 12:33
      Highlight Highlight @Zwingli (sehr treffender Nick) Aha, Dir reichen also 6 Std. pro Werktag für Körperpflege, Nahrungsaufnahme, Schlafen und Regelung des Privatlebens. Und am Wochenende bist du dann so kaputt, dass du 2 Tage nicht mehr aufstehst. Ja, tolles Leben. Übrigens ist es heute schon möglich bis zu 55 Std. pro Woche anzuordnen.
      Nicht jeder ist Single, Mitte 20 und gesund. Die heute 42 Std. pro Woche sind schon höher als der EU-Schnitt. Wo geht denn der Gewinn der erhöhten Produktivität (durch Automatisierung und Digitalisierung) seit den 1970er Jahren hin?
    • Zwingli 14.01.2020 14:56
      Highlight Highlight Ich meine die Jahresarbeitszeit bleibt gleich egal ob man 42 stunden oder 67 stunden pro Woche arbeitet. Natürlich ist mein Beispiel extrem aber wenn der Arbeitgeber mit dem OK ist kann ich pro Tag 10 Stunden arbeiten und wenn ich meine Jahreszeit voll habe gehe ich für 3 Monate in die Ferien.
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  • Blitzesammler 14.01.2020 07:18
    Highlight Highlight Ich arbeite seit 8 Jahren mit Jahresarbeitszeit und möchte nichts anderes mehr. Seit ich meine ,rbeitszeiten mehr oder wehniger selbst einteilen kann (Pflichttage) fühle ich mich viel freier und kann auch mal unter der Woche ,,frei,, machen wenn ich das will.
  • x4253 14.01.2020 07:03
    Highlight Highlight Auch wenn die Beführworter dem widersprechen, am Ende wird so die Arbeitszeit (deutlich!) erhöht. Ist die Wirtschaft denn bereit als Ausgleich höhere Löhne zu bezahlen? Oder mehr Ferien zu gewähren? Nein?

    Sowieso sollten wir eher auf eine Arbeitszeitreduktion hin wirken und nicht auf solche feuchten Träume von Neoliberalen.
    • swissroach 14.01.2020 07:37
      Highlight Highlight Stimme dir voll zu. Ausser den Japanern sind wir ja so schon die grössten Spinner, was das Arbeiten betrifft. Ausser den Teilzeitlern möchte doch kein normaler Mensch noch mehr arbeiten.
    • maylander 14.01.2020 07:51
      Highlight Highlight Die Terminpläne werden noch "sportlicher" und Last Minute Notfallübungen werden noch mehr in Kauf genommen. Das Management kann ja jederzeit kurzfristig Überzeit anordnen.
      Mit der Regelung wird es zu noch mehr Konflikten zwischen Berufs und Privatleben kommen.
    • Bratansauce 14.01.2020 08:46
      Highlight Highlight Dem gibt es nichts mehr anzufügen!
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  • Ökonometriker 14.01.2020 06:40
    Highlight Highlight Ich finde die neue Regelung sinnvoll - für Arbeiter in Bereichen, in welchen eine so hohe Nachfrage besteht, dass sie von Arbeitgebern nicht gegängelt werden können.
    Daher würde ich die Einschränkung nur am Lohn festmachen. Denn der Lohn zeigt die Nachfrage nach der angebotenen Dienstleistung.

    Ein Hochschulabschluss allein sichert einem noch keine gute Position auf dem Arbeitsmarkt. Daher sollte dieses Kriterium nichts ins Gesetz einfliessen.
    • winglet55 14.01.2020 11:21
      Highlight Highlight Sinnvoll ist diese Regelung vor allem in Betrieben mit saisonal unterschiedlichen Auslastungen. So können Belastungsspitzen ohne teure Temporär Arbeitskräfte bewältigt werden.
  • Doktor Dosenbier 14.01.2020 06:16
    Highlight Highlight Warum machen wir es nicht einfach wie die Östereicher, abwechslungsweise ab Donnerstag Abend oder Freitag Mittqg Feierabend?

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