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Wegen Dschihad-Touristen und Schleppern: Schweiz schickt Polizeiattaché in die Türkei 



Die Schweiz hat neu einen Polizeiattaché in der Türkei stationiert. Am 1. Oktober beginnt er seine Arbeit bei den Schweizer Vertretungen in Istanbul und in Ankara.

Dies teilte das Bundesamt für Polizei (fedpol) mit. Die Stationierung eines Polizeiattachés sei in Ländern angezeigt, wo die Kriminalitätslage erhebliche Auswirkungen auf die Schweiz habe und gleichzeitig operationelles Bedürfnis und Nutzen auf Seiten der Schweizer Strafverfolgungsbehörden gross seien – so auch im Fall der Türkei, heisst es im Communiqué.

Der Polizeiattaché habe unter anderem die Aufgabe, konkrete Kooperationsbegehren der Türkei im Hinblick auf die Einhaltung von Rechtsstaatlichkeit und der Respektierung der Menschenrechte zu prüfen.

Lynchstimmung in der Türkei

Dschihad-Reisende im Fokus

Riot police take cover behind shields as they clash with protesters during a demonstration blaming the ruling AK Party (AKP) government for the mining disaster in western Turkey, in Ankara May 14, 2014. Turkish police fired tear gas and water cannon on Wednesday to disperse a crowd of several thousand demonstrators who gathered in central Istanbul to protest over a mine disaster which killed at least 245 people.

Schweizer und türkische Behörden wollen enger zusammenarbeiten. Hier siehst du türkische Polizisten im Mai 2014 in Ankara bei einer Demonstration. Bild: STRINGER/TURKEY/REUTERS

Die Türkei gilt als primäres Transitland und logistische Basis für Dschihad-Reisende aus allen Ländern, auch aus der Schweiz, wie das fedpol weiter schreibt. Dschihadistisch motivierte Kämpfer reisen via Türkei in das syrisch-irakische Konfliktgebiet.

In der Vergangenheit wurden in der Türkei mehrere Personen aufgegriffen, die von der Schweiz aus dorthin gereist waren, um sich mutmasslich der Terrormiliz «Islamischer Staat »(«IS») anzuschliessen. Auch auf ihrem Rückweg nach Europa reisen Dschihad-Kämpfer über die Türkei.

Der Polizeiattaché werde durch seine Präsenz vor Ort die Fahndung, die Ermittlungen und die Rückführung in die Schweiz massgeblich unterstützen können, hält das Bundesamt für Polizei fest. Insbesondere könne er für einen rascheren und besseren Informationsaustausch sorgen.

Die Türkei sei im Übrigen nicht nur ein Transitland für Dschihad-Kämpfer, sondern auch ein Dreh- und Angelpunkt für international agierende Menschenschmuggel-Netzwerke. Die Zusammenarbeit mit den türkischen Behörden erfolge heute vor allem über Interpol. Künftig könne der Polizeiattaché zusätzlich und gezielt eingesetzt werden.

Schweizer Netz von Polizeiattachés

Die Schweiz betreibt ein Netz von insgesamt 12 Polizeiattachés. Sie sind in acht verschiedenen Ländern stationiert. Die einzelnen Polizeiattachés sind jeweils auch für die umliegenden Länder akkreditiert.

So betreut etwa der Polizeiattaché für den Kosovo auch Albanien und Mazedonien. Der Polizeiattaché in Thailand ist auch für Indonesien, Kambodscha und die Philippinen zuständig. Damit können die Polizeiattachés für die operative Polizeizusammenarbeit mit insgesamt 21 Ländern eingesetzt werden.

(sda)

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