Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ex-Spitzel packt über das Ausmass türkischer Spionage in der Schweiz aus 

28.03.17, 07:45 28.03.17, 10:19


Seit Freitag ist klar: Die Bundesanwaltschaft ermittelt mit Verdacht auf Spionage gegen die Türkei. Nun sagt ein türkischer Geheimdienst-Mann zu «10vor10»: Die Überwachung finde schon seit langem statt, und das im grossen Stil.

Er sei bereits 2006 angeworben worden, sagte der Spitzel dem SRF. Sein Chef, dem er die Informationen lieferte, habe in der türkischen Botschaft in Bern gearbeitet, sei dort aber nicht offiziell angestellt gewesen. Zu den Aufgaben des Ex-Geheimdienst-Mannes gehörte auch die Überwachung von linken türkischen Vereinen. 2012 sei er enttarnt worden und seit dem nicht mehr als Spitzel tätig.

Die türkische Botschaft beantwortete eine Anfrage von «10vor10» zum Fall des Ex-Geheimdienst-Mannes nicht. Dieser sagte, dass vor dem Putschversuch im letzten Jahr 15 bis 20 türkische Spitzel in der Schweiz tätig gewesen seien. Unterdessen seien es 40 bis 50 Geheimdienstleute. 

Systematisch Uni-Besucher gefilmt

Die Bundesanwaltschaft (BA) vermutet, dass im Umfeld der türkischen Gemeinde in der Schweiz Spionage betrieben wird. Sie hat mit Ermächtigung des Bundesrates ein Strafverfahren wegen Verdachts auf politischen Nachrichtendienst eröffnet.

Für Schlagzeilen sorgten vor dem 16. März mehrere Ereignisse. Der «Tages-Anzeiger» hatte publik gemacht, dass es an der Universität Zürich angeblich zu Bespitzelungen von Türkei-Kritikern gekommen war. Zwei Männer sollen an einer Veranstaltung zum Thema Völkermord an den Armeniern systematisch Besucher gefilmt haben. Auch bei einem weiteren Anlass an der Universität, der Würdigung des Chefredaktor der regierungskritischen Zeitung «Cumhuriyet», wurden anscheinend Besucher gefilmt. (whr)

Das könnte dich auch interessieren:

«Die Avocado ist keineswegs böse» – Experte räumt mit Mythen um die Teufelsfrucht auf

Simuliertes Wohnen – die Influencer-Welt ist um eine bizarre Geschäftsidee reicher

Schweizer Gerichte, die die Welt nicht versteht

So verteidigt der Vater der Selbstbestimmungs-Initiative sein «Kind»

Der Küsche, der in den Tee pisste – und andere Militärerlebnisse der watson-User

Das musst du über die von Russland finanzierten Propaganda-Kanäle Redfish und Co. wissen

Mit dem Laser gegen Jugendsünden: Tattoo-Entfernung boomt – es gibt nur ein Problem

Willkommen im Dschungel der Weltpolitik

Mann beleidigt schwarze Frau im Ryanair-Flieger rassistisch – Airline sinkt in PR-Krise

Diese Frauen haben etwas zu sagen – und der SVP wird dies nicht gefallen

Wieso, verdammt, find ich mich ein Leben lang hässlich?

«Dünne Menschen sind Arschlöcher»

Norilsk no fun? «Im Gegenteil», sagt Fotografin Elena Chernyshova

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
12
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Daniel Caduff 28.03.2017 11:02
    Highlight Ich habe diesen Beitrag in 10vor10 in mehrfacher Hinsicht seltsam gefunden. Da spricht also ein angeblicher EX-Spion, der nicht erkannt werden will, mit unverfremdeter Stimme und lässt sich sogar so filmen, dass die untere Gesichtshälfte mehrfach klar zu sehen ist. Dazu kommen noch weitere persönliche Informationen, die es zumindest dem MIT (z.B. die Info über seinen Chef) sehr einfach machen würden, diese Person zu identifizieren.

    Und diese Person weiss dann angeblich sogar, wie viele Spione im Einsatz waren. Entspricht genau dem "Need-To-Know"-Grundsatz... Not.

    Ich bleibe skeptisch.
    5 7 Melden
  • Siebenstein 28.03.2017 09:58
    Highlight Nehmen wir uns nicht wieder einmal zu sehr wichtig?
    Was gibt es für die Türkei hier schon auszuspionieren...?
    Selber schuld wenn die ausgerechnet bei uns Ressourcen verschleudern.
    1 63 Melden
    • Hierundjetzt 28.03.2017 11:24
      Highlight Um das gehts gerade nicht.

      Ab in den Artikel mit Dir ☝🏼
      27 1 Melden
  • Graf Von Mai 28.03.2017 09:33
    Highlight Was die Türken spionieren uns aus? Sie gibt hochsensible Daten aus Kultirvereinen nach Ankara weiter? Da lachen sich die NSA, CIA ins Fäustchen. 😂
    8 50 Melden
    • äti 28.03.2017 09:47
      Highlight Was willst du sagen?
      25 1 Melden
    • Wehrli 28.03.2017 10:16
      Highlight Wenn der Türke den Falaffel Gülem-style faltet ist er fällig.
      Hört er kurdische oder gar armenische MusiK:
      Ziegendrohnenschlag!
      22 7 Melden
    • äti 28.03.2017 10:57
      Highlight Oh, ich Depp, glaubte, dass der Graf denkt, NSA u CIA werden nun arbeitslos. Weil Erdogan 100x mehr Spione einsetzt, alle getarnt mit schwarzem Schnurrbart, Augenbüscheln und Bohrblick - total ikognito. Üble Sache.
      4 3 Melden
  • Wehrli 28.03.2017 08:59
    Highlight In jedem Kebab steckt ein kleines Mikro, der Falaffel ist verwanzt und der Ziegenkäse markiert dich.
    Erdi weiss alles! Jetzt lacht ihr, aber bald marschiert Erdi und dann sind wir Knechten im Neo-Osmanischen Kebabistan ...
    Scheisse ... ich sollte nicht so viel Raki am Morgen schon saufen ...
    28 36 Melden
    • Blutgrätscher 28.03.2017 09:39
      Highlight Wirklich nicht.
      37 3 Melden
    • Slavoj Žižek 28.03.2017 10:04
      Highlight Ich musste schmunzeln 😁
      8 8 Melden
  • Hierundjetzt 28.03.2017 08:17
    Highlight Ach deswegen der plötzliche Besuch vom türkischen Aussenminister! Didier hat ihm wohl gesteckt, dass es nun fertig lustig mit schpionieren sei und er doch *vor* der Anklage sämtliches relevante Personen mitnehmen soll 😏
    35 6 Melden
  • pun 28.03.2017 08:04
    Highlight Das ist völlig inakzeptabel! Wenn Erdo das schon seit Jahren in einem neutralen Land macht, macht er das auch in ganz Europa. Botschafter einbestellen und klar machen, dass er bei Wiederholung ausgewiesen wird.

    Schliesslich hatte das Plakat doch recht mit der Behauptung, Erdogan sei ein Killer.
    77 7 Melden

«In Bezug auf das Tierwohl ein Eigengoal»: Schneider-Ammann gegen Kühe mit Hörnern

Landwirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann hält die Hornkuh-Initiative für kontraproduktiv. Wegen der Unfallgefahr müssten Tiere mit Hörnern im Stall angebunden werden.

Vor den Bundeshausmedien konnte Schneider-Ammann am Dienstag auf eigene schmerzhafte Erfahrungen verweisen. Als er den Vater, einen Emmentaler Tierarzt, noch bei der Arbeit begleitete, habe es hie und da eine Beule gegeben.

Heute würden immer mehr Tiere in Freilaufställen gehalten, wo sie mehr Bewegungsfreiheit hätten. Da …

Artikel lesen