Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Dschihadist aus Brugg zu 174 Jahren Knast verurteilt 

Der jungen Kosovo-Albaner, der im Aargau aufgewachsen ist, hat fünf Mal lebenslängliche Haft bekommen. Er hat mit zwei «IS»-Terroristen drei Menschen ermordet.

Mario Fuchs / az Aargauer Zeitung



Heute Mittwoch wird laut türkischen Medien in Anatolien der langwierige Prozess gegen den Brugger Dschihadisten Cendrim R. fortgesetzt. 2014 hatte der heute 24-Jährige mit zwei weiteren «IS»-Terroristen in der anatolischen Stadt Niğde einen Soldaten, einen Polizisten und einen Lastwagenfahrer ermordet.

Cendrim R. (Bild: az)

Cendrim R. steht unter Mordanklage.
Bild: az

Die türkische Staatsanwaltschaft fordert für den im Aargau aufgewachsenen Kosovo-Albaner viermal lebenslänglich – sprich: 285 Jahre Gefängnis.

Die Verhandlung war in der Vergangenheit mehrmals unterbrochen worden (die AZ berichtete). Zuerst hatten Unterlagen gefehlt, später legten die drei Verteidiger der Angeklagten ihre Arbeit nieder. «Sogar Tiere werden verteidigt. Doch diese drei sind nicht einmal Tiere», sagten sie.

Probleme gab es auch, weil die Beschuldigten nicht im Gerichtssaal an der Verhandlung teilnahmen, sondern via Videokonferenz zugeschaltet wurden. Dies, weil der Strassentransport aus dem Hochsicherheitsgefängnis in Ankara ins anatolische Provinzgericht zu gefährlich sei.

Am bisher letzten Verhandlungstag Mitte Mai fragte der Richter die Beschuldigten über die Video-Leitung: «Wollen Sie in den Gerichtssaal nach Niğde kommen?» Die Angeklagten blieben – wie auch bei allen anderen Fragen zuvor – stumm. Der Prozess hat für die Türkei grosse Bedeutung: Er gilt als die erste juristische Aufarbeitung eines «IS»-Anschlags auf türkischem Boden.

Wie die «Frankfurter Rundschau» schreibt, wurden Richter ausgewechselt, wichtige Zeugen nicht vorgeladen und ein Verhandlungstermin wegen der «heiklen Situation» einer nahenden Parlamentswahl gestrichen. Heute Mittwoch sollen in Niğde nun die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und der neuen Pflichtverteidiger folgen.

Update: Das Gericht im türkischen Niğde verurteilte den in Brugg aufgewachsenen Cendrim R.* zu fünfmal lebenslänglich oder 174 Jahren und 6 Monaten Gefängnis. Das berichtet das türkische Nachritenportal «Haber24». Zwei weitere Angeklagte – ein Deutscher und ein Mazedonier, erhielten demnach eine Haftstrafe von von 131 bzw. 134 Jahren und sechs Monaten.

(aargauerzeitung.ch)

Aktuelle Polizeibilder: Elektrokasten umgefahren und geflüchtet

Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen

«Der Satz ‹Ich bringe dich um› fällt täglich fast in jedem Schweizer Schulhaus»

Eine 13-jährige Schülerin aus Spreitenbach beging Suizid – mutmasslich, weil sie in den sozialen Medien gemobbt wurde. «Eine neue Dimension in der Schweiz», sagt Social-Media- Experte Philippe Wampfler. Und er erklärt, welche Rolle die Schule übernehmen müsste.

Seit Jahren befasst sich Philippe Wampfler mit dem Spannungsfeld Schule und soziale Medien. Er hat zwei Bücher zum Thema verfasst, lehrt und forscht an der Universität Zürich, zuvor an der Kantonsschule Wettingen. Den Fall in Spreitenbach kennt er aus der Berichterstattung. Im Interview mit der AZ zeigt er sich bestürzt, nimmt aber die Jugend auch in Schutz: Erwachsene dürften nicht alles wörtlich nehmen und müssten offen sein fürs Gespräch.

Herr Wampfler, eine 13-Jährige begeht Suizid – wohl, …

Artikel lesen
Link zum Artikel