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Der Wolfsgruss ist das Symbol der rechtsextremen türkischen Bewegung. bild: keystone

Die Grauen Wölfe kommen – Rechtsextreme werben bei uns für Erdogan

Am Samstag treffen sich die türkischen Grauen Wölfe im Baselbiet, die ultranationalistische türkische Bewegung organisiert in Reinach einen Grossanlass. Gegen aussen wird das brisante Stelldichein als Kulturveranstaltung verkauft.

Annika Bangerter, Daniel Ballmer / Nordwestschweiz



Diesen Samstag ziehen Graue Wölfe nach Reinach (BL). Schätzungen gehen von mehreren hundert Personen aus, die der ultranationalistischen türkischen Bewegung nahestehen – oder sie in der Diaspora massgeblich prägen. Die Organisatoren, die Schweizerisch-türkische Föderation, kündigte diesen Dienstag auf Facebook zwei «Ehrengäste» an: Cemal Cetin, der Präsident der europäischen Dachorganisation der Grauen Wölfe, sowie Orhan Ilhan, der Vorsitzende des französischen Ablegers.

Nach aussen erscheint das Stelldichein der türkischen Ultranationalisten unverfänglich. Der Flyer kündet eine Kulturveranstaltung an. Zu sehen sind die sanft lächelnde Sängerin namens Nejla Cakmakci und der Sänger Mustafa Yildizdogan. Doch: Ihre Lieder bedienen sich nur nationalistischer Inhalte, an ihren Konzerten recken die Zuhörer ihre Finger auch zum Wolfsgruss. Das Handzeichen gilt als Symbol der rechtsextremen Türken.

Umstrittene Redner

Organisiert wird der Anlass von der Schweizerischen Dachorganisation der Grauen Wölfe und dem Türkischen Kulturverein der Mevlana-Moschee in Basel. Dort war gestern niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Durchgeführt wird die Veranstaltung im privaten Hazal-Saal. Es ist ein unscheinbares Lokal im Untergeschoss einer Liegenschaft im Reinacher Industrieviertel Kägen. Hauptsächlich finden dort türkische Hochzeitsfeste statt.

Saal-Vermieter Sebahattin Yilmaz will den Anlass nicht als politisch verstehen. Er gibt an, dass es sich dabei um eine Jubiläumsfeier des Basler Vereins handle. «Das Fest ist seit sieben Monaten geplant und steht nicht in einem Zusammenhang mit der Verfassungsreform in der Türkei», versichert Yilmaz.

Die Grauen Wölfe: Potenziell gefährlich

Beim deutschen Verfassungsschutz läuteten die Alarmglocken. An einer Veranstaltung vergangene Woche in Hamburg warb der türkische Aussenminister Mevlüt Cavusoglu für die Verfassungsreform von Präsident Erdogan – und zeigte den Gruss der Grauen Wölfe. Diese gelten als rechtsextreme Gruppe, die in der türkischen Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) organisiert ist. Die Grauen Wölfe waren in Terrorakte und Morde verwickelt, insbesondere während der Militärdiktatur von 1974 bis 1980. Auch das Attentat von 1981 auf Papst Johannes Paul II. geht auf ihr Konto. In Deutschland werden sie als potenziell gefährlich eingestuft und beobachtet. Für Verfassungsschützer ist das Verhalten von Cavusoglu eine «bedenkliche Referenzerweisung». Mit solchen Parolen wollen Erdogan-Anhänger auch im rechtsextremen Milieu Stimmen holen.

Ein Blick auf den Twitter-Account des «Ehrengasts» Cemal Cetin zeigt ein anderes Bild. Er wirbt offensiv für ein Ja bei der Abstimmung vom 16. April. Dabei scheint er auf einer eigentlichen Propaganda-Tournee für die rechtsextreme türkische Partei Milliyetçi Hareket Partisi (MHP) zu sein. Sie ist das politische Gefäss der Grauen Wölfe und unterstützt Erdogan bei seiner Einführung eines Präsidialsystems.

So auch Cetin: Er trat unter anderem in Stuttgart, Ludwigshafen oder Berlin auf. Seine Auftritte hält er mit der Kamera fest; und unterstreicht die Fotos mit Parolen wie: «JA für den Staat, JA für das Überleben des Türkentums». Seine Aussagen lassen keinen Zweifel an Gesinnung und Absichten offen. Angesichts der Veranstaltung vom Samstag verhält sich die offizielle Schweiz unbeholfen.

Nachrichtendienst gibt sich zugeknöpft

Die Standortgemeinde hat nur «zufälligerweise» von dem Anlass erfahren, sagt Gemeindepräsident Urs Hintermann (SP). Dass bis zu 500 Personen erwartet werden, erfährt er durch den Anruf der «Nordwestschweiz». Da es sich um einen Event in einer privaten Liegenschaft handelt, sei der Handlungsspielraum der Kommune ohnehin klein. Für die Sicherheit sei der Kanton zuständig, sagt Hintermann. Die Baselbieter Polizei wiederum will sich nicht in die Karten blicken lassen: Die Veranstaltung sei bekannt. Es sei nicht geplant, diese zu verhindern, führt Sprecher Adrian Gaugler aus. «Sollte sich aus den polizeilichen Abklärungen aber eine Handlungsnotwendigkeit ergeben, werden wir verhältnismässige Schritte in Erwägung ziehen.»

Auch der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) gibt sich zugeknöpft. Sprecherin Isabelle Graber sagt, der NDB wisse von dem Anlass, äussere sich aber nicht zu einzelnen Organisationen oder Gruppierungen. Der NDB scheint die Grauen Wölfe ohnehin nicht auf dem Radar zu haben: In seinem jährlichen Lagebericht «Sicherheit Schweiz 2016» wird die Gruppierung mit keinem Wort erwähnt.

Das erstaunt nicht. Seit Jahren warnen Experten davor, dass die Grauen Wölfe unterschätzt werden. Dabei kommt es auch in Europa immer wieder zu gewalttätigen Zusammenstössen zwischen ihnen und Kurden. Das zeigte sich etwa 2015 am Rande einer Demonstration in Bern. Resultat: 22 Verletzte.

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56Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • andrew1 17.03.2017 13:39
    Highlight Highlight Sollen sich die nur gegenseitig kaput machen. Polizeieinsatz brauchts nicht.
  • stamm 17.03.2017 00:32
    Highlight Highlight Inländische Nazis dürften solch eine Veranstaltung kaum durchführen. Aber hier handelt es sich ja um türkische.... halb so schlimm.
  • Pasch 16.03.2017 18:44
    Highlight Highlight Kann da mal jemand den Wallisern mitteilen, dass sich dort zu 100% unerwünschte Wölfe versammeln???
  • AaMkk 16.03.2017 14:46
    Highlight Highlight Die Mevlana Moschee mit ihrer politischen Ausrichtung existiert nicht erst seit gestern. Es gibt sie schon über 10Jahre und schon immer waren die Mehrheit ihrer Besucher Sympathisanten der MHP. Noch NİE ist die Mevlana Moschee oder einer seiner Besucher negativ oder provokativ aufgefallen. Die Bevölkerung mit so einem Artikel gegeneinander zu hetzen und alles im Zusammenhang mit dem Referendum in der Türkei ins schlechte Licht zu stellen ist nur provokativ.Ausserdem finden solche Anlässe regelmässig statt und noch NIE ist etwas vorgefallen, dass einen solchen Artikel rechtfertigen könnte.
  • opwulf 16.03.2017 13:35
    Highlight Highlight Hey Watson wieso wurde mein Kommentar nicht veröffentlicht? Mein Nick hat gar nichts mit Grauen oder Blauen oder sonstigen politischen Wölfen zu tun - und ich habe ja nur gesagt dass die Antifa nicht genug Mut hätte gegen die Grauen vorzugehen, genau so wenig wie die Naziskins den Mut nicht haben gegen diese türkisch nationlistische Gruppe vorzugehen - so no reason to censor - ausser er wäre irgendwo im WWW verloren gegangen!
    • Bronko 16.03.2017 13:46
      Highlight Highlight Vielleicht weil indirekte Aufrufe zur Selbstjustiz nicht unbedingt gutgeheissen werden?! Nur eine Vermutung...
    • opwulf 16.03.2017 14:23
      Highlight Highlight Bronko: War dies ein indirekter Aufruf? Falls ja war mir dies nicht bewusst und def. nicht gewollt :) ich verstand mein Kommentar mehr als Einschätzung! Aber wenn ich mir den Original Kommentar nochmals vor Augen führe hast du glaube ich doch recht! Muss das nächste Mal besser darauf achten! Sorry!
    • opwulf 16.03.2017 14:24
      Highlight Highlight mea culpa!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bot 16.03.2017 12:14
    Highlight Highlight Oh, die Turanisten. Die angeblichen Nachfolger von Dschingis Khan, mit Gebietsansprüchen von der Türkei bis Sibirien.
    Ähnliches kennt man ja von Daesh.
  • Pius C. Bünzli 16.03.2017 10:12
    Highlight Highlight Und wieder stellt sich die Frage: Was suchen Nationalisten ausserhalb ihres Landes?
    • WolfCayne 16.03.2017 23:24
      Highlight Highlight «kein Wolf»: Ich kenne einen Neonazi und erstaunlicherweise hat er kein Problem damit, Ferien in Albanien zu machen. Er respektiert dort das Land und anerkennt die dortigen Nazis als deren Sittenwächter an. Er schmeisst zum Beispiel keine Kippe auf den Boden, weder hier noch im Ausland. Hier in der Schweiz regen ihn die Jugos auf, die hierbleiben und unser Land eben nicht respektieren.
    • Pius C. Bünzli 17.03.2017 01:39
      Highlight Highlight Es ist jedoch in jedem Fall ziemlich dumm das Verhalten von einzelnen Personen auf Menschen der selben Ethnie zu implizieren.
  • demokrit 16.03.2017 09:44
    Highlight Highlight Tja, in der Schweiz bei unseren Schönwetterpolitikern kann man das ja machen. In den Niederlanden hätte man dafür längst eine Einreisesperre kassiert. Unsere sogenannten Volksvertreter leisten Populisten auch weiterhin Auftrieb, indem sie partout nicht kapieren wollen, dass fremder Wahlkampf und Extremismus hier nichts verloren haben.

    Der Soziologe Paul Scheffer dazu:
    https://www.welt.de/politik/ausland/article162768616/Unser-heutiges-System-ist-im-Niedergang-begriffen-Unwiderruflich.html
    • http://bit.ly/2mQDTjX 16.03.2017 15:06
      Highlight Highlight Etwas ziespältig, wenn man mit einem Populisten gegen Populismus hetzt.

      Übrigens war auch Thilo Sarazzin ein Soziologe. Ich denke, er trifft deine Botschaft ziemlich gut.
      Im Grunde kannst du einfach die Namen austauschen:

      "Vor 10 Jahren musste sich Thilo Sarazzin für seine Kritik an Multikulti noch als Rassist beschimpfen lassen. Heute sind seine Thesen anerkannt."

      Allerdings ist das kein Beweis, dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit neuerdings richtiger seien, nur weil es aktuell mehr von solchen Leuten mit deinem Gedankengut gibt, die solche menscheverachtenden Ideen anerkennen.
    • demokrit 16.03.2017 17:01
      Highlight Highlight Es gibt kein Recht auf Wahlkampf im Ausland und es ist auch kein Populismus unsere liberalen Werte zu verteidigen.

      Die Kritik an kultureller Beliebigkeit ist berechtigt, wird heute auch von den meisten Linken geteilt. Wenn das für dich Rassismus und Fremdenfeindlichkeit darstellt, belegst du damit nur, selber ein Populist zu sein. Vermutlich auch noch einer mit null Erfahrung im Zusammenhang mit dem arabischen Sprachraum.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 16.03.2017 19:40
      Highlight Highlight Deine Meinung, demokrit. Ich bemerke schon auch, dass deine Meinung vor 10 Jahren noch anstössig war, aber inzwischen (selbst bei Linken) salonfähig wurde.

      Ändert nur nichts daran, dass deine Meinung in meinen Augen eine Art Apartheid darstellt. Konkret zählst du dich zu den Mehrbesseren, die frei wählen dürfen, was du anderen aufgrund ihrer Herkunft/Aufenthalts aber absprichst.

      In meinen Augen ist deine Meinung rassistisch und fremdenfeindlich, weil du glaubst, Schweizer seien mehr wert als Ausländer, und sie dürften daher Sonderrechte beanspruchen, welche sie den Ausländern vorhenthalten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sherpa 16.03.2017 08:58
    Highlight Highlight Eine ideale Veranstaltung um an Adressen und Identifikation der Teilnehmer heranzukommen und sie eindrücklich darauf aufmerksam zu machen, dass sie unser Land schnellst möglich verlassen und nie mehr wiederkehren mögen. Denn Türken dieser Art sind genau wie ihr Diktator Leute, welche die Menschenrechte mit Füssen treten gerne mit dabei sind, wenn anders denkende inhaftiert werden und die freie Meinungs-und Pressefreiheit ein Greuel für sie darstellt. All diese haben noch immer nicht begriffen, sie selbst, früher oder spater Opfer ihres "Helden" werden.
  • Triumvir 16.03.2017 08:19
    Highlight Highlight Was soll das! Wieso werden solche pseudoprivate "Veranstaltungen" in der Schweiz toleriert!? Das wirft mal wider wahrlich ein ziemlich schlechtes Licht auf unsere zuständigen Behörden! Extremisten darf man keine Propagandaplattform in der Schweiz bieten!
  • anonymer analphabet 16.03.2017 08:18
    Highlight Highlight Verstehe nicht wie man als Rechtsextremist im Ausland leben kann, man ist ja dan selber Ausländer..!? Finden dann die sich selber auch scheisse?
    • Bronko 16.03.2017 11:02
      Highlight Highlight Im Ausland lebt sich 's noch besser und ungestörter in der verschworenen Oppositionsblase, welche die Rechten doch so lieben.
    • AdiB 16.03.2017 21:03
      Highlight Highlight @stipps echt jetzt. Noch ne verschwörubgstheorie? Ich bin moslem aber von einem grossen pla weiss ich nicht. Aber du anscheinend schon? Mach mal eine veranstaltung um allen muslimen in der schweiz diesen grossen plan den sie scheinbar haben aber nichts davon wiessen zu erklären.
    • anonymer analphabet 17.03.2017 08:37
      Highlight Highlight @Stipps, habe auch nicht erwartet, dass du die Doppeldeutigkeit verstehst... Tunnelblick lässt grüssen..
  • Paul_Partisan 16.03.2017 08:14
    Highlight Highlight Ich finde es beängstigend, dass der NDB lieber die RJZ abhört als sich um die grauen Wölfe zu kümmern....
  • oXiVanisher 16.03.2017 07:43
    Highlight Highlight Werden die auch toleriert, wenn sie nachher wieder Aufräumen und keinen anpöbeln? Wo bleiben die, welche es beim Rechtskonzert ok fanden?
    Rassismus ist NIE ok, egal aus welcher Ecke er kommt!
  • piewpiew 16.03.2017 07:43
    Highlight Highlight Da sag ich: "gut kick"
  • rodolofo 16.03.2017 07:27
    Highlight Highlight Gestern Abend sendete srf1 einen interessanten Dokumentarfilm über Erdogan's Werdegang!
    Dabei wurde deutlich, dass Erdogan immer wieder Leute und Systeme benutzte, um seine Macht zu vergrössern.
    Als er realisierte, dass er mit dem Islamismus keine Mehrheit erringen konnte, um auf den Demokratischen Zug aufzusteigen, erfand er den modern demokratischen Islam, für den sich auch Gülen, sein heutiger Intimfeind, ins Zeug legte.
    Als dieser Zug weit genug gefahren war, warf er Gülen und die Kurden, die ihm zu kritisch wurden, raus und verbündete sich mit den Faschisten, auch gegen die Kemalisten...
    • Hausmeister krause 16.03.2017 10:14
      Highlight Highlight Er realisierte es nicht, er erhielt ein Politverbot weil er zu extreme Ansichten vertreten hat. Mit der Hilfe von Gülen konnte er aber wieder in die Politik einsteigen. Dieser Mann ist extrem gefährlich und eine Gefahr für Europa. Sobald er es kann wird er sich nicht nur verbal mit Europa anlegen. Die Vorbereitungen laufen bereits. Es wird der Tag kommen an dem er die türkische Minderheit in Europa schützen will und dies als Vorwand braucht einzumarschieren.
    • rodolofo 16.03.2017 21:31
      Highlight Highlight Erdogan ist ein Machtmensch, der -ganz ähnlich wie Putin- seine Möglichkeiten sehr gut einschätzen kann.
      Er wird Europa sicher nicht frontal angreifen, sondern versuchen, Europa zu destabilisieren.
      Und da hat er natürlich gesehen, wie hysterisch die Europäer auf Flüchtlinge reagiert.
      Darum wird er die Flüchtlinge als Mittel zur Destabilisierung einsetzen und gleichzeitig Europa-freundlich gesinnte Menschen loswerden, die seinem Régime ähnlich gefährlich werden könnten, wie seinem "Bruder im Geiste", Assad...
  • Skip Bo 16.03.2017 07:13
    Highlight Highlight Liebe Aktivisten, macht ihr gegen die grauen Wölfe auch eine Antifademo? Vorsicht, das sind nicht gezähmte Wölfe, verkleidet euch nicht als Schafe...
    • äti 16.03.2017 07:34
      Highlight Highlight Vorschlag?
    • Hierundjetzt 16.03.2017 08:30
      Highlight Highlight Die Welpen würden aber zurückschlagen ☝🏼 Dann wären die Antifa ja voll unterlegen! Nein das geht nicht. Rechtsextremismus gibts eh nur im Toggenburg, in der Stadt Bern und ab und zu in der Europaallee...
    • Liselote Meier 16.03.2017 13:17
      Highlight Highlight @Stipps; Klar doch die Linke macht gemeinsame Sache mit den grauen Wölfen, ist nicht so dass viele Genossen an kurdischen Demos anzutreffen sind.

      Eine Nationale Erhebung ist nur Progressiv im Befreiungskampf sprich wenn ein Volk unter der Knute eines imperialistischen Staates ist.

      Solltest dich mal besser mit dem "politischen Gegner" und dessen Thesen auseinander setzen.

      Und nein ein Zuwanderer ist weder schlecht oder gut geht alleine um die Diskriminierung des Zuwanderers nur weil es ein Zuwanderer ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 16.03.2017 06:50
    Highlight Highlight Ein bisschen Toggenburg im Baselbiet?
    Wenn alles vorüber ist, kommt dann ans Tageslicht, was wirklich geschehen ist...
    • FrancoL 16.03.2017 08:44
      Highlight Highlight Hautsache sie röumen allles sauber weg und PET Flaschen landen im richtigen Behältnis.
      Ja Ordnung muss sein :-((
  • ojama 16.03.2017 06:46
    Highlight Highlight Ultranationalisten? Was machen die denn in der Schweiz? Verdammte Heuchler.
    • SemperFi 16.03.2017 08:19
      Highlight Highlight Na, was tun die wohl hier? Sie terrorisieren die gemässigte Mehrheit der hier ansässigen Türken.

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