Schweiz
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Ungefaehr 200 Tuerken versammeln sich vor der tuerkischen Botschaft um fuer den tuerkischen Praesidenten Recep Tayyip Erdogan zu demonstrieren waehrend die Polizei Praesenz markiert am Samstag, 16. Juli 2016, an der Weinbergstrasse in Zuerich. Vor dem Generalkonsulat dominierte am fruehen Samstagabend die Farbe rot: Dutzende Teilnehmer der spontanen Demonstration, zu der unter anderem auf Facebook aufgerufen worden war, hatten sich tuerkische Flaggen um die Schultern gehaengt. Andere trugen T-Shirts, auf denen Erdogan abgebildet war. Mehrere Teilnehmer sagten gegenueber der Nachrichtenagentur sda, dass sie mit ihrem Erscheinen ihre Unterstuetzung fuer den gewaehlten Praesidenten Erdogan ausdruecken wollen. (KEYSTONE/Siggi Bucher)

Pro-Erdogan-Aktivisten demonstrieren in Zürich nach dem niedergeschlagenen Putsch in der Türkei vergangenen Juli. Bild: KEYSTONE

Erdogan mobilisiert auch in der Schweiz – doch seine Gegner sind aktiver

Auch Türken, die in der Schweiz leben, könnenn über Erdogans Verfassungsreform abstimmen. Die Kurdisch-Linke wirbt aktiver als die Anhänger des Präsidenten.

Daniel Fuchs / Nordwestschweiz



Friedlich spazieren rund 150 Männer dem Bahndamm entlang. Es ist Freitag, in der Quartierstrasse des Berner Vororts Ostermundigen herrscht Mittagsruhe. Am Ende der Strasse betreten die Männer einen unauffälligen Bau. Er beherbergt die Moschee der Türkisch-Islamischen Vereinigung Bern.

In sechs Wochen lässt der türkische Präsident Erdogan über die Verfassungsreform abstimmen, die ihm mehr Macht zuschanzt. Rund 2,9 Millionen Türkinnen und Türken im Ausland sind zur Abstimmung zugelassen, darunter auch die knapp 70'000 Menschen mit türkischer Staatsbürgerschaft in der Schweiz. Einer von ihnen ist der Präsident des Ostermundiger Moscheevereins, Ahmet Cindir.

Misstrauisch beobachtet er, wie ich im Vorraum der Moschee nach Wahlunterlagen suche. Ich stelle mich vor und erkläre die Absicht, mit Türken über die Verfassungsreform zu sprechen, über die Europa sich den Kopf zerbricht. «Politik hat in dieser Moschee nichts zu suchen», gibt Cindir zur Antwort. Ich dürfe gerne am Gebet teilnehmen. Moscheegänger nach ihrer politischen Meinung befragen – das sei innerhalb des Gebäudes bitte zu unterlassen.

Punkt 12.49 Uhr beginnt der vom türkischen Religionsministerium entsandte Imam Abdullah Dikmen mit der Predigt. Er rezitiert auf Türkisch und Arabisch. Über die Wand flimmern die Übersetzungen auf Deutsch und Englisch. Aus dem hinteren Teil des Gebetsraums sind die Zeilen schlecht zu lesen. Nach der exakt 22 Minuten langen Predigt erklärt ein Moscheebesucher in Malerkleidung, es sei um die Pflicht zum Gebet gegangen und wie Muslime dank ihm zu einem guten Leben fänden. Dann entschuldigt sich der Mann kosovarischer Herkunft. Er müsse zurück zur Arbeit.

Türken in der Schweiz

120'000 Menschen türkischer Herkunft leben in der Schweiz. Der Anteil Eingebürgerter ist hoch: Zirka 45000 besitzen den Schweizer Pass.

70'000 Türkinnen und Türken in der Schweiz sind in der Türkei wahlberechtigt. Der Anteil Doppelbürger, die in der Türkei auch wählen können, ist darin nicht eingerechnet. Weltweit sind 2,9 Millionen Auslandtürken in ihrer Heimat wahlberechtigt. Gut die Hälfte von ihnen lebt in Deutschland.

12'000 Kurden leben allein in Basel. Schweizweit wird ihre Zahl auf 70'000 geschätzt, wobei die Mehrheit von ihnen in der Deutschschweiz lebt.

51 Prozent der wahlberechtigten Türken in der Schweiz wählten Ende 2015 die kurdische Oppositionspartei HDP. Erdogans AKP kam auf weniger als 30 Prozent. Anders in Deutschland: Dort wählten 60 Prozent Erdogans AKP.

Politikfreie Zone Moschee?

Obwohl die Regierung in Ankara direkt den Betrieb von 50 Moscheen inklusive dieser sicherstellt und kontrolliert, findet Politik an diesem Freitag keinen Weg in den Gebetsraum. Und das, obwohl der Imam keinen Hehl um seine Sympathien zu Erdogan machte, als er nach dem misslungenen Putsch im vergangenen Sommer auf Facebook die Putschisten am liebsten am Galgen sah.

Draussen auf der Quartierstrasse zeigt sich der pensionierte Gipser Sami Cengiz bereit, über Politik zu sprechen. Er habe sich am Vortag für das Referendum am 16. April registrieren lassen. Für Türken, die in der Schweiz abstimmen wollen, besteht eine Holschuld: Der türkische Staat schickt das Wahlmaterial nicht einfach so den Bürgern zu, diese müssen sich darum bemühen. Für Cengiz ist klar, wie er abstimmt: «Ich werde Ja sagen», sagt er stolz. Dass deutsche Kommunen türkischen Politikern Redeverbote erteilen, regt Cengiz auf. Er fragt: «Wo ist die Demokratie geblieben in Deutschland, wenn das Land Redeverbote erteilt?»

Familie S. aus Worb dagegen lässt das kalt. Der Vater will seinen Namen nicht in der Zeitung lesen und sagt: «Mein Zuhause ist Bern, die Schweiz. Wenn, dann interessiert mich die Politik hier, aber nicht die in meinem Heimatland.» Sein Verwandter aus Deutschland ist ganz gleicher Meinung. Er hat einen deutschen Pass und ist zu Besuch in der Schweiz. «Das Referendum interessiert mich nicht, meine Heimat ist Deutschland», sagt er.

Anti-Erdogan-Demo am 25. März

Ganz anders sehen das links eingestellte Türken in der Schweiz. Die Mehrheit von ihnen ist kurdischstämmig, wie die Basler SP-Politikerin und Doppelbürgerin Edibe Gölgeli. In die Moschee geht sie nicht. Die Mobilisierung der Pro-Erdogan-Kräfte in der Schweiz hält sie im Vergleich zu Deutschland eher für tief und beruft sich dabei auf Erfahrungswerte: So haben bei den Wahlen Ende 2015 etwas mehr als die Hälfte der Türken in der Schweiz die pro-kurdische Oppositionspartei HDP gewählt. Auf Erdogans AKP fielen weniger als 30 Prozent. Anders in Deutschland, wo die Hälfte aller Auslandtürken lebt. Unter ihnen findet Erdogan soliden Zuspruch.

epa05618821 Kurdish demonstrators protest against the policies of Turkish President Recep Tayyip Erdogan, in Zurich, Switzerland, 05 November 2016, as a reaction to the arrest of the co-leaders of the pro-Kurdish and pro-minority political party Peoples' Democratic Party (HDP), Figen Yuksekdag and Selahattin Demirtas, who were detained on 04 November.  EPA/WALTER BIERI

Anti-Erdogan-Protest am 6. November 2016 in Zürich. Bild: EPA/KEYSTONE

Erdogan aber mobilisiert auch in der Schweiz, wie ein in Zürich angelaufener Propagandakinofilm zeigt. Und Edibe Gölgeli sagt: «Wie in Deutschland könnte es sein, dass auch in den Moscheen mobilisiert wird.» Lauter sind in der Schweiz trotzdem die Erdogan-Gegner: So haben kurdisch-linke Parteien für den 25. März auf dem Berner Bundesplatz zu einer Grosskundgebung gegen die türkische Politik aufgerufen. Nur eine Woche nach der geplanten Demo von SVP-nahen Kreisen gegen die Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative.

Dass sich die politischen Gräben allerdings nicht einfach so zwischen Kurden und Türken auftun, zeigt sich nach dem Freitagsgebet in Ostermundigen. Der erste türkische Kurde, den ich vor der Moschee antreffe, heisst Ecevit. Er besucht wie immer freitags die Moschee. «Erdogan hat dafür gesorgt, dass es den Türken besser geht», erklärt er. Er habe auch im Osten, wo viele Kurden lebten, für Wachstum gesorgt. Doch die Bürokratie bremse alles. «Es ist deshalb gut, wenn Erdogan mehr Macht bekommt und seine Politik schneller umsetzen kann», sagt er. Ecevit, der Kurde, wird Ja sagen zum Referendum. 

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50Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • sherpa 08.03.2017 09:59
    Highlight Highlight All die Türken in der Schweiz oder sonst wo in Europa, welche den Diktator verherrlichen und in den Himmel heben, sollen doch bitte wieder dorthin gehen, wo her sie kommen. Dort können sie dann das Leben in einer Diktatur nach aller Kunst der Unterdrückung und Folter genießen.
  • Gavi 07.03.2017 14:14
    Highlight Highlight Türken, die ihre politischen Heimtprobleme in die Schweiz tragen, sollten SOFORT ausgewiesen werden und in der Türkei randalieren.
    Aber da werden sie ja in Haft genommen. Die Schweizer sagen ja nie etwas, die machen höchstens die Faust im Sack und lassen sich alles gefallen.

  • Gavi 07.03.2017 14:11
    Highlight Highlight Es ist erstaunlich und für mich mehr als unverständlich: wenn ich in einem Land wohne und deren Staatsbürgerschaft erhalten habe, dann weiss ich wohl noch wo meine Wurzeln sind, identifiziere mich aber klar mit dem neuen Heimatland.
    Die Doppelbürgschaft ist eine Krux. Ich frage jeden meiner Arbeitskollegen, die einen Doppelpasse haben, für wen sie bei einem Fussballspiel "neue" gegen "alte" Heimat "fanen". Keiner von all denen hat Schweiz gesagt.
    Ich bin der Meinung, dass wir massiv viel weniger Einbürgerungen bei nur einem Pass hätten.
    • opwulf 07.03.2017 15:12
      Highlight Highlight Ich habe die Britische und die Schweizer Staatsbürgerschaft! Bin also "Doppelbürger" - ich habe bei einem Direktduell immer für die Schweiz gefiebert So jetzt kennt du jemand der deinen bisherigen Erfahrungen wiederspricht ;-) - aber im Ernst es hatte vielleicht auch damit zu tun dass ich von den Leuten praktisch immer als Schweizer wahrgenommen wurde - ausser von ein paar Ewiggestrigen für die war ich der Jugofreund weil ich ein paar Kollegen aus dem Balkan im Freundeskreis hatte. Siehst du den Trigger? Egal was auf dem Pass steht - für viele bleiben sie "Jugos" - sie reflektieren...
  • Pisti 07.03.2017 12:24
    Highlight Highlight Die Schweiz sollte es Ausländern die hier leben, sowieso verbieten an Wahlen und Abstimmungen im Heimatland teilzunehmen. Auch für Auslandschweizer sollte es Verboten werden hier zu wählen und abstimmen.
    • Juliet Bravo 07.03.2017 13:05
      Highlight Highlight Finde ich nicht. Denn in einer Demokratie hat jeder das Wahlrecht, der Bürger des Landes ist.
    • Gummibär 07.03.2017 19:45
      Highlight Highlight Lieber Pisti. Kein Problem. Sobald ich als Auslandschweizer in der Schweiz keine Steuern mehr zu bezahlen brauche verzichte ich auf mein Stimmrecht. Den Leuten in der Schweiz, deren Arbeitsplatz und Auskommen von meiner Tätigkeit im Ausland abhängen, kann man das Stimmrecht dann auch gleich entziehen.
    • Gummibär 07.03.2017 21:03
      Highlight Highlight @Stipps, besser recherchieren, dann postulieren.
      Alle 4-5 Jahre vier Wochen als Ferienaufenthalter sind keine grosse Belastung für die Infrastruktur.
      Die Sozialsysteme nehme ich überhaupt nicht in Anspruch. Ich geniesse das Privileg des Schweizer Passes/Bürgerrechts und den Rechtsluxus jederzeit dorthin zurückkehren zu können, deshalb bezahle meinen Beitrag ohne zu murren. Unqualifizierte Vorschläge den Auslandschweizern das Stimmen und Wählen zu verbieten scheinen mir jedoch wenig durchdacht !
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rabbi Jussuf 07.03.2017 10:37
    Highlight Highlight "Doch die Bürokratie bremse alles."
    Darum dem Erdogan mehr Macht geben?

    Wie blöd kann man eigentlich noch sein?
  • scrambleupi 07.03.2017 09:31
    Highlight Highlight @Watson: "Ganz anders sehen das links eingestellte Türken in der Schweiz. Die Mehrheit von ihnen ist kurdischstämmig"
    Bitte beachtet, dass nicht nur kurdischstämmige Türken gegen Erdogan sind. Viele Türken in der CH sind kurdischstämmig, was den Eindruck verfälscht. So wie ihr (und viele andere Medien dies unterstellen), würde man aber meinen dass nur Kurden gegen Erdogan sind. Es gibt jedoch eine grosse Anzahl an Türken in der Türkei und der CH, die gegen Erdogan sind und die Opposition wählen oder AKP wählen aber trotzdem gegen das ErdoganReferendum sind. Bitte aufpassen mit Vereinfachungen.
    • R&B 07.03.2017 12:42
      Highlight Highlight @ scrambleupi: es steht nicht so geschrieben, wie Sie es lesen. Es war ersichtlich, dass viele nicht kurdischen Türken gegen Erdogan sind.
    • scrambleupi 07.03.2017 13:10
      Highlight Highlight @R&B: Für Sie ist es ersichtlich, für viele andere nicht. So deutlich wie Sie es beschreiben ist der Artikel garantiert nicht. Leider ist mein Eindruck, dass die Medien ein bisschen so tun, als gäbe es in der Türkei ausser den Kurden gar keine Opposition mehr gegen Erdogan. Das ist ganz sicher nicht der Fall.
  • Töfflifahrer 07.03.2017 08:53
    Highlight Highlight Ok ich gebe es zu, ich bin zu blöd um zu verstehen wie Massen von Menschen eine absolutistische Regierung untertützen und demokratisch ihre Rechte abgeben.
    Das muss etwas zu tun haben Wut und (falschem?) Ehrgefühl. Was sonst kann jemanden dazu bringen Freiheit, demokratische Kontrolle und Medienfreiheit zu kappen? Ist dies eine Bankrotterklärung des Bildungswesens?
    Ich befürchte, dass Erdogan dies nutzen wird um auch in Deutschland massive Agressionen zu schüren und versuchen die Regierung zu destabilisieren. Seine Reden deiten jedenfalls darauf hin.
    • Effersone 07.03.2017 18:17
      Highlight Highlight Religion
  • Paul_Partisan 07.03.2017 08:38
    Highlight Highlight Tatsächlich gibt es auch viele kurdische Islamisten, daher verwundert es kaum, wählen diese die AKP. Auch auf Seiten des IS kämpfen viele kurdische Islamisten gegen ihre Brüder und Schwestern. Traurig aber wahr. Und gerade deshalb: einen solidarischen Gruss an alle kurdischen Genossen, die überall auf der Welt gegen den Faschismus kämpfen. Ob in Bern oder Berlin, ob in Istambul oder Kobanê.
  • Majoras Maske 07.03.2017 08:03
    Highlight Highlight Ich verstehe einfach nicht, wie man da ja stimmen kann. Ist diesen Türken wirklich bewusst, dass das Parlament und damit ihre Stimmen / Einfluss für immer geschwächt werden und dass die Familie Erdogan längst nicht mehr so sauber ist, wie sie sich präsentiert? Und auch das Wirtschaftswachstum ist eigentlich der Verdienst der Vorgängerregierung, welche sich wirtschaftlich gegenüber Europa geöffnet hat.

    Wären diese "verbotenen" Veranstaltungen in DE übrigens wirklich demokratisch, würde auch die Opposition gleichermassen zum Wort kommen. Aber damit tut sich die Regierung in Ankara ja schwer.
  • Azrael 07.03.2017 07:57
    Highlight Highlight Erdogan-Anhänger beklagen mangelnde demokratische Rechte in Deutschland. Witzig.
  • amore 07.03.2017 07:52
    Highlight Highlight Sollte die neue Verfassung Erdogans angenommen werden, sollten alle, die im Ausland wohnen und dafür gestimmt haben, zurück in die Türkei umsiedeln.
  • rodolofo 07.03.2017 07:22
    Highlight Highlight Die Auseinandersetzungen zwischen Autoritären Formen der Erziehung und dazu passenden Diktaturen und Anti-Autoritären Erziehungsformen mit ihrer Demokratie ist so alt, wie die Menschheit.
    Für beide Erziehungsformen und Staatsformen gibt es Argumente dafür und dawider.
    Darum bilden sich in der Realität Mischformen heraus, die aus autoritären Methoden der Lenkung bestehen (z.B.: Wer zahlt, der befielt!) und antiautoritärem "Laufen lassen" heraus, wie wir gerade während der Fastnacht erleben.
    Wer andere immer unter der Knute hält, der muss mit Ausbrüchen des Zorns und des Freiheitsdrangs rechnen!
    • Linus Luchs 07.03.2017 09:09
      Highlight Highlight rodolofo, ich bezweifle, dass Autorität in der Erziehung zwingend zur Diktatur und anti-autoritäre Erziehung automatisch zur Demokratie führt. Entscheidend ist die Art der Autorität. Ist sie von Liebe und Verantwortungsbewusstsein geprägt, kann sie Heranwachsende in ihrer ethischen Reifung sehr positiv fördern. Wenn den Menschen überhaupt keine Werte vermittelt werden, streben sie nicht automatisch zur rechtsstaatlichen Demokratie und zu den Menschenrechten. Eindrücklich veranschaulicht das William Goldings mit seinem Roman „Herr der Fliegen“ aus dem Jahre 1954. Immer noch lesenswert!
  • Deathinteresse 07.03.2017 06:21
    Highlight Highlight War im Sommer in Berlin und habe mehrere Jugendliche mit Erdogan Tshirt gesehen. Sein Gesicht, überlebensgross, auf der Vorderseite, wie ein Rockstar. Berührte mich auf eine seltsame Art und Weise.
    • Bowell 07.03.2017 07:17
      Highlight Highlight Mitleid ist eine sehr starke Emotion.
    • Deathinteresse 07.03.2017 08:59
      Highlight Highlight Ich weiss nicht ob es Mitleid war. War einfach sehr befremdend. Ich meine, dass jemand ein Fan-Tshirt von einem schweizer Politiker trägt wäre doch undenkbar.
      Habe eine türkische Mitarbeiterin die mal gesagt hat Erdogan sein wie ihr Vater... absurd.


      Was gibts eigentlich zu blitzen? Ich habe bloss von einer Beobachtung erzählt...
    • R&B 07.03.2017 12:34
      Highlight Highlight @Deathinteresse: Hier wird leider immer mehr geblitzt ohne zu denken.
      Ihren Bericht kann man nicht werten, weil es sich um eine Beobachtung handelt. Ich vermute, dass hier einige geblitzt haben, weil sie es doof finden, dass man solche E-Tshirts tragen kann. Leider haben diese Blitzer nicht so weit gedacht, dass die Blitze um Herze der Ausdruck ist, ob man mit der Meinung des Kommentators einverstanden ist oder nicht.
  • Wilhelm Dingo 07.03.2017 06:09
    Highlight Highlight Es ist gefährlich wenn ausländische Gelder Gotteshäuser in der Schweiz finanzieren.
    • flyme 07.03.2017 07:01
      Highlight Highlight Darum werden bei uns die Kollekten in den Kirchen ja nie für Christen im Irak oder so gesammelt.
    • KeineSchlafmützeBeimFahren 07.03.2017 07:12
      Highlight Highlight Und wer soll sie sonst finanzieren? Man ist ja nicht mal bereit, die heisige islamische Gemeinschaft anzuerkennen, geschweige denn sie finanziell zu unterstützen. Logisch sucht man da als Moschee Hilfe im Ausland.
    • rodolofo 07.03.2017 07:23
      Highlight Highlight Geld ist neutral.
      Solltest Du als Schweizer eigentlich wissen...
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