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Schweiz
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Burka-Verbot im Tessin: Hoteliers befürchten weniger Gäste

Für Frauen mit Burka wird eine Reise ins Tessin ab heute teuer.
Für Frauen mit Burka wird eine Reise ins Tessin ab heute teuer.
Bild: EPA

Ab heute gilt das Burka-Verbot im Tessin – aber kaum ein Polizist spricht Englisch, geschweige denn Arabisch

Ab heute sind Gesichtsverschleierungen im Tessin verboten. Die Tourismus-Branche verliert bereits Kunden aus dem arabischen Raum.
01.07.2016, 05:5801.07.2016, 08:01
Tessin
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Heute tritt im Tessin das sogenannte Anti-Burka-Gesetz in Kraft. Konkret ist es ab heute verboten, das Gesicht zu verhüllen. Wer sich dem widersetzt, zahlt zwischen 100 und 1000 Franken Busse, wie die Aargauer Zeitung schreibt. Richtig teuer kann's für «Wiederholungstäterinnen» werden, sie können mit bis zu 10'000 Franken gebüsst werden.

Sprach-Probleme bei der Polizei

Eine grosse Herausforderung ist das neue Gesetz für die Gemeindepolizisten, die es umsetzen müssen. Die Stadt Lugano hat 100 Polizeibeamte. 98 Prozent von ihnen sprechen kein Englisch, geschweige denn Arabisch, wie die SRF-Radiosendung HeuteMorgen berichtet. Kulturelle und sprachliche Probleme sind absehbar.

Laut dem Luganeser Polizeidirektor, Michele Bertini, hat deshalb ein interkultureller Mediator das Personal geschult. Helfen soll auch ein Flyer, der den Burka-Trägerinnen auf Arabisch das Gesetz erklärt. Bertini selbst war gegen das Burka-Verbot. Er befürchtet, dass sich das Tessin damit ins eigene Bein schiesst.

Gäste bleiben aus

Wenig Freude hat auch die Hotellerie. «Wir haben erste Stornierungen arabischer Gäste erhalten», sagt der Präsident des Hoteliervereins, Lorenzo Pianezzi, im «Giornale del Popolo». In den letzten Jahren nahm die Zahl der arabischen Gäste zu. Dies könnte sich nun abrupt ändern, wie er befürchtet. Nicht zuletzt auch, weil die saudische Botschaft in Bern seine Bürger auffordert, das neue Gesetz zu respektieren. 

Eine, die bereits angekündigt hat, sich zu wehren, ist Nora Illi. Die Frauenbeauftragte des selbsternannten Islamischen Zentralrats der Schweiz will am Freitag mit ihrer Verschleierung im Tessin protestieren. (rwy)

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38 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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amazonas queen
01.07.2016 08:00registriert September 2014
Von 100 Polizisten sprechen nur 2 Englisch? Steht das wirklich im Artikel??
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Gaspadin
01.07.2016 08:49registriert Juni 2016
Seit wann richtet sich die Amtssprache nach der Delinquentin?

Das wäre absurd, denn dann müsste jeder Polizist, jeder Gerichtsschreiber, jeder Sozialarbeiter, etc. aberhunderte von Sprachen beherrschen.

Noch nicht einmal Weltrekordhalter Ioannis Ikonomou wäre als Dorfpolizist geeignet. Er beherrscht nur lausige 32 Sprachen.
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Wilhelm Dingo
01.07.2016 08:19registriert Dezember 2014
Erwartet irgendjemand in USA, Kuba, Mexico oder in sonst einem schönen Reiseland dass die Polizei Deutsch spricht? Ich musste mich mit der Polizei in Mexico immer in Spanisch und in den USA in Englisch verständigen.
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