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Ein weiterer «Gammelbauer» im Thurgau – Behörden räumen Fehler ein



Im Thurgau ist ein zweiter Fall eines Bauern bekannt geworden, der trotz Tierhalteverbots Kühe unter miserablen Bedingungen halten soll. Die Regierung will am Mittwoch im Grossen Rat zu diesem Fall und zum Tierschutz-Vollzug Stellung nehmen.

Wie der «Blick» berichtet, erliessen die Thurgauer Behörden gegen den betroffenen Bauern im Weiler Reuti bei Bussnang schon 2010 ein Tierhalteverbot, nachdem der Thurgauer Tierschutzverband eine Anzeige gemacht hatte. Trotzdem soll der Bauer noch immer rund 60 Kühe unter fragwürdigen Bedingungen halten.

Hof an Neffen verpachtet

«Ein im Zerfall befindliches Wohnhaus, defekte Traktoren, ungepflegte Weiden - ein einziges Chaos», schildert «Blick» den Zustand des Hofs. Gegen das Tierhalteverbot und gegen eine Vollstreckungsverfügung ging der Bauer zwei Mal erfolglos bis vor Bundesgericht.

Inzwischen soll er den Hof an einen Neffen verpachtet haben, sich aber trotzdem immer noch selber um die Kühe kümmern. Beim Kanton war vorerst keine Stellungnahme zum Fall erhältlich. Die Regierung werde sich am Mittwoch im Grossen Rat äussern, hiess es beim Informationsdienst auf Anfrage.

Thurgauer Regierung räumt Fehler ein

Die Thurgauer Regierung räumt Fehler im Umgang mit dem mutmasslichen Tierquäler von Hefenhofen ein. Weitere Fälle mit Tierhalteverbot sollen geprüft werden. Dies hat der Regierungsrat am Mittwoch im Thurgauer Kantonsparlament gesagt.

Der zuständige Regierungsrat, Walter Schönholzer, dankte der Frau, welche die schrecklichen Zustände auf dem Hof dokumentiert hatte und den Pferdehalter in Hefenhofen Ende Juli anzeigte. «Ein solcher Fall darf sich nicht wiederholen», sagte Schönholzer.

Es sei die Aufgabe des Kantons, die Vorkommnisse in diesem extremen Fall schonungslos und systematisch zu analysieren. «Dies schulden wir den toten und misshandelten Pferden», sagte Schönholzer. Allfällige Vollzugsmängel müssten korrigiert werden. (whr/sda)

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Tatwort 16.08.2017 12:06
    Highlight Highlight Stärbä im Thuurgau... wörtlich.
  • Valon Gut-Behrami 16.08.2017 10:39
    Highlight Highlight Ich bin mir sicher, dass es leider noch mehr solche Fälle gibt. Das Tier ist eben nur eine Sache für die Gesellschaft. Darum passieren solche Vorfälle.
    Tiere müssen geschützt werden.
    • Alterssturheit 16.08.2017 10:51
      Highlight Highlight Das Problem dürfte auch sein (nicht nur beim Tierschutz): auf welche Anzeigen soll angemessen (was immer das heisst) reagiert werden ? Jede die eingeht ?? Wie sollen die paar zuständigen Personen das zeitlich schaffen ?
      Dünkt mich nicht so easy in einer Zeit, wo jeder jeden wegen jedem Hafechäs umgehend anzeigt/anklagt.
    • Valon Gut-Behrami 16.08.2017 10:57
      Highlight Highlight Dann muss es mehr Leute geben, die sich darum kümmern.
    • Alterssturheit 16.08.2017 11:19
      Highlight Highlight ..und alle schreien dann gleich wieder wegen zu hoher Kosten für diese Stellen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Madmessie 16.08.2017 10:34
    Highlight Highlight Der Kanton Thurgau und seine Bauern sind leider bekannt dafür, sich nicht um Umwelt- und Tierschutz zu kümmern.
  • Skorpion 16.08.2017 10:31
    Highlight Highlight Wenn sich solche TIERQUÄLEREI nicht mehr wiederholen sollte, dann wäre jetzt angebracht, dass die armen Tiere nicht bereits morgen im Eilzugstempo verhöckert werden! Wie kann man das Bedauern und Versprechen des Thurgauer-Regierungsrat und dem Veterinäramt ernstnehmen, wenn sie nicht alles daransetzen, dass die geschundenen Tiere jetzt mit höchster Sorgfalt platziert werden?! Das ist nun wirklich das Mindeste, was man nach soviel Versagen erwarten dürfte!
  • chnobli1896 16.08.2017 10:15
    Highlight Highlight Tierquälerei sollte viel härter bestraft werden. Und die Aufsichtspersonen im Kanton Thurgau ausgetauscht. Würde mich nicht wundern wenn noch neue Fälle ans Licht kommen..

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