Schweiz
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Keine Missstände bei Thurgauer Schafhalter nach unangemeldeter Kontrolle 



Nach Vorwürfen des Vereins gegen Tierfabriken (VgT) gegen einen Thurgauer Schafhalter haben die Behörden eine unangemeldete Kontrolle durchgeführt. Missstände wurden nicht entdeckt. Kritik gibt es am Vorgehen des VgT.

Am Dienstagnachmittag habe das Thurgauer Veterinäramt, begleitet durch Staatsanwaltschaft und Polizei, auf dem Hof eines Schafhalters aus Herrenhof eine unangemeldete Kontrolle durchgeführt, teilte die Thurgauer Staatskanzlei am Mittwoch mit.

ARCHIVBILD ZUM URTEIL BUNDESGERICHT IN SACHEN EHRVERLETZUNGSKLAGE DANIEL VASELLA GEGEN ERWIN KESSLER --- Erwin Kessler, Angeklagter im Prozess, betritt das Schloss Burgdorf, anlaesslich des Tieversuchsprozesses Kessler/Weyeneth, am Donnerstag, 4. Juli 2002 in Burgdorf.   (KEYSTONE/Edi Engeler)

Erwin Kessler, Präsident des VgT. Bild: KEYSTONE

Die Behörden reagierten damit auf eine Anzeige, die der Verein gegen Tierfabriken (VgT) am Montag gegen den Schafhalter eingereicht hatte. Am Dienstag informierte der VgT unter anderem auf seiner Facebook-Seite über die Vorwürfe und untermauerte sie mit einem Video aus anonymer Quelle: Der Landwirt soll Schafe durch den Stall geworfen und sie mit Tritten und einem Knüppel misshandelt haben.

Keine Missstände

Bei der Kontrolle seien keine Missstände festgestellt worden, teilten nun die Behörden mit. Der Tierhalter habe offen informiert und sich kooperativ gezeigt. Sowohl der Betrieb als auch der Zustand der Schafe seien überprüft worden. Weder eine Gefährdung des Wohlergehens der Tiere noch Anzeichen von Tierquälerei wurden festgestellt.

Die Forderungen des VgT nach einem sofortigem Totaltierhalteverbot und einer Beschlagnahmung der Tiere seien nicht gerechtfertigt. «Ob sich der Tierhalter strafrechtlich etwas hat zu Schulden kommen lassen, werden die weiteren Abklärungen von Polizei und Staatsanwaltschaft zeigen.»

Kritik am VgT

Die Veröffentlichung einer Anzeige nur wenige Stunden nach der Einreichung erschwere «die Beweissicherung in jeglicher Hinsicht», heisst es in der Mitteilung weiter. Ausserdem führe die Publikation zu einer übereilten öffentlichen Vorverurteilung mit existenzbedrohenden Konsequenzen für den Tierhalter. In einem Rechtsstaat gelte bis zu einem rechtskräftigen Entscheid die Unschuldsvermutung. (sda)

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sarah_84 19.10.2018 09:21
    Highlight Highlight Tiere sollen anständig gehalten werden. Aber hier scheint es mehr um ein persönliches Problem und nicht um die Tiere zu gehen:
    Familie kauft sich ein Häuschen auf dem Land und ist erstaunt, dass da Landwirtschaft betrieben wird... Mann ist pensioniert und hat kein anderes Hobby als seinen Nachbar zu filmen, das Video zu manipulieren und den Nachbar so öffentlich an den Pranger zu stellen. Nur weil es nach Landwirtschaft schmeckt - auf dem Land! Sowas von daneben! Und die ganzen Medien und Internetcommunity machen noch mit! Nochmals total daneben!!
  • Charming 17.10.2018 23:05
    Highlight Highlight Abstrus! Wie kann man ein solches Video als nicht relevant abtun!? Wie genau wurden die Tiere kontrolliert? War dieser Witzig verantwortlicher Kontrolleur? Wer hat hier die Hosen gestrichen voll!? Skandalöse Zustände in der CH!
  • äti 17.10.2018 18:49
    Highlight Highlight Auf eine Anzeige folgt ja immer eine Kontrolle. Und da das bekannt ist, muss man diese nicht doppelt ankündigen.
  • Fumia Canenero 17.10.2018 16:14
    Highlight Highlight Wieder mal eine lausige Arbeit des Veterinäramtes. So wie die Tiere auf dem Video misshandelt werden, müssen mehrere von ihnen Blutergüsse, Stauchungen, Luxationen und evt. sogar Knochenbrüche davon getragen haben. Zudem sind sie im Video auf zu engem Raum zusammengepfercht. Der Schafhalter wurde lt. VgT Plattform schon früher bei tierquälerischen Handlungen beobachtet. Skandalös ist nicht das Vorgehen des VgT, sondern das Verhalten des Landwirtes und des Veterinäramtes, welches übrigens auch im Fall Kesselring anfangs lange alles herunterspielte.
    • Echo der Zeit 18.10.2018 12:52
      Highlight Highlight VgT-Präsident Erwin Kessler veröffentlichte auf seiner Facebookseite ein Bild der Familie samt Kindern - Was hat die Familie damit zu Tun, und ausserdem machten am Mittwoch Video-Experten von 20 Minuten und dem «St. Galler Tagblatt» Anzeichen von Manipulationen im Tierschützer-Video aus. Sie kamen übereinstimmend zum Schluss, dass das Video an mehreren Stellen beschleunigt sein könnte und die Bewegungen von A. Z. dadurch womöglich gewalttätiger erscheinen.
    • Skip Bo 18.10.2018 17:29
      Highlight Highlight Fumia, das entfernen der Tonspur kann man als Manipulation bewerten. Sind darauf die Schläge auf das Gatter zu hören?
  • Chili5000 17.10.2018 15:00
    Highlight Highlight Entwarnung! Wir haben ihn kontrolliert und er hat keine Schafe rumgeworfen als wir da waren. Alles paletti Freunde, hier gibts nichts zu sehen!
  • Bits_and_More 17.10.2018 14:45
    Highlight Highlight Man munkelt das ein grosser Teil der Gelder von VgT für Gerichtsverfahren drauf geht...
    Auch die "Zeitschrift" die VgT an zig Haushalte verteilt, ist häufig gespickt mit wissenschaftlich widerlegbaren Inhalten (z.B. Das sich Schimpansen rein vegetarisch ernähren"). Damit verlieren sie für mich jegliche Glaubwürdigkeit.

    Tierschutz Ja
    VgT: Nein!
  • Mietzekatze 17.10.2018 14:22
    Highlight Highlight Naja... Über die Vorgehensweise kann man sich tatsächlich streiten! Aber das Video ist wirklich wirklich ganz schön übel und lässt wenig zu spekulieren übrig...
  • Schreimschrum 17.10.2018 13:32
    Highlight Highlight Entschuldigung aber habt ihr das Video gesehen? Falls der Bauer wirklich der auf dem Video ist, sollte der Hof sofort dicht gemacht werden, der Typ gehört ins Gefängnis! Logisch kann man da nicht unbedingt Verletzungen sehen bei den Tieren, vielleicht hat er sie dieses mal ja noch nicht sosehr verletzt, dass man es sieht...
  • 7immi 17.10.2018 13:20
    Highlight Highlight ... und die medien sind mal wieder auf eine rufmordkampagnen eingegangen? erbärmlich wie einfach das heute geht...
    • äti 17.10.2018 18:44
      Highlight Highlight .. Rufmord?
    • Skip Bo 17.10.2018 19:05
      Highlight Highlight Es reicht, Tierhalter zu sein. Das rechtfertigt offenbar, im Gegensatz zu Sozialbetrug, eine konstante präventive Überwachung bis Indizien für ein mögliche Widerhandlung auftauchen. Der Generalverdacht hat die Unschuldsvermutung abgelöst, kennt man von totalitären Gesellschaften...
  • Echo der Zeit 17.10.2018 12:58
    Highlight Highlight VgT hat sich da nicht gerade für das Tierwohl eingesetzt - in der Presse zu sein war wohl wichtiger.
  • Froggr 17.10.2018 12:05
    Highlight Highlight Das Video scheint mir sehr abstrus.. Ich glaube die Gierschützer wollten hier mal wieder auf nicht extistierende Skandäle aufmerksam machen.
  • Lukas Hässig 17.10.2018 11:51
    Highlight Highlight Ich bin ja auch für eine faire Haltung von Tieren. Und verabscheue jegliche Gewalt gegen Tiere, aaaaaaber;

    Die Kritik an die VgT ist völlig berechtigt, wo soll dieses diffamieren in aller Öffentlichkeit & Internetpranger nur hinführen?!

    Persönlich würde ich rechtliche Schritte mit einem Anwalt gegen VgT besprechen. Und rigoros Gegenanzeige erstatten.
  • Ueli_DeSchwert 17.10.2018 11:50
    Highlight Highlight Sehr gute Reaktion der Behörden!

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