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Schweiz
Tier

Eierproduktion: Das Schreddern lebender Küken wird verboten

Kücken vor weissem Hintergrund.
Gack, gack, gack.Bild: shutterstock.com

Das Schreddern lebender Küken wird verboten

19.09.2019, 13:2819.09.2019, 14:22

In der Schweiz soll es verboten werden, lebende Küken zu schreddern. Das will nach dem Nationalrat auch der Ständerat. Er hat am Donnerstag eine entsprechende Motion ohne Gegenantrag angenommen.

Zwar werde das Verfahren schon heute nur noch bei einem kleinen Teil der Küken angewendet, sagte Ruedi Noser (FDP/ZH) im Namen der vorberatenden Kommission, welche unisono die Annahme der Motion empfohlen hatte. Trotzdem sei ein explizites Verbot sinnvoll, um den Fokus auf andere Methoden und auf die frühzeitige Geschlechtsbestimmung im Ei zu legen.

Getötet und unter Umständen geschreddert werden Küken mit dem «falschen» Geschlecht. Unabhängig vom Schreddern wird der Trend kritisiert, Rassen nur fürs Eierlegen oder für die Fleischproduktion zu züchten. Beim Schreddern kommt hinzu, dass manche Küken überleben – beispielsweise mit abgeschnittenen Füssen.

Das Schreddern eines lebenden Tieres stehe nicht im Einklang mit Artikel 1 des Tierschutzgesetzes, lautete der Tenor im Parlament. Gemäss dem Artikel ist der Zweck des Gesetzes, die Würde und das Wohlergehen des Tieres zu schützen.

Im Ständerat sprach sich auch Innenminister Alain Berset für ein Verbot aus. Es gebe andere Tötungsmethoden, und die öffentliche Meinung sei gegen das Schreddern der Küken, sagte er. Die Verordnungsänderung sei bereits in Arbeit. Die Nationalratskommission hatte mit der Motion ein Anliegen aus einer Petition der Veganen Gesellschaft Schweiz aufgenommen. (sda)

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Jährlich werden Millionen von männlichen Küken getötet

Video: srf

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34 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Gipfeligeist
19.09.2019 15:09registriert Januar 2016
"Das Schreddern eines lebenden Tieres stehe nicht im Einklang mit Artikel 1 des Tierschutzgesetzes"
-> Art.1: Zweck dieses Gesetzes ist es, die Würde und das Wohlergehen des Tieres zu schützen. [1]

Ok, ihr wollt mir jetzt ernsthaft erklären, dass in den letzten 30 Jahren niemand gemerkt hat, dass das "Wohlergehen" des Tieres vieleicht unter dem Schredder etwas leidet? 🤦🏽‍♂️

1) https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20022103/index.html
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loree_na
19.09.2019 15:09registriert August 2015
Schon auch irgendwie unglaublich dass es überhaupt zur Diskussion steht "Tiere" (bzw. Tierprodukte) zu produzieren. Und auch dass quasi die Produktion den Markt sättigen soll! Würde man Tiere nur artgerecht und fair halten dürfen, würden Tierprodukte nur nachhaltig entstehen und dann hätte sich der Konsum auch zu einem vernünftigen Mass anzupassen. Aber leider müssen die Regale immer voll sein und wir übersättigt.
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Elmas Lento
19.09.2019 19:54registriert Mai 2017
Vorsicht, zynischer Kommentar, Leute mit sanftem Gemüt, einfach überspringen.

Sicher sind da alle im Rat zufrieden, die einen sind stolz auf eine leichte Verbesserung, die anderen werden bei der nächsten Verschärfung des Tierschutzgesetzes wieder jammern das wir ja "schon das beste TSG haben"... Für die Küken selbst änder sich nicht viel, die werden dann halt nicht geschreddert sondern vergast, länger leben sie trotzdem nicht. Wenn man sich aber die Haltungsbedingungen der Masthühner anschaut haben die Eintagsküken wohl das bessere Los gezogen.
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