Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Der neu gewaehlte Schwyzer Regierungsrat mit Andre Rueegsegger, SVP, Herbert Huwiler, SVP, Michael Staehli, CVP, Andreas Barraud, SVP, Kaspar Michel, FDP, und Petra Steimen-Rickenbacher, FDP, von links, posieren am Wahlsonntag, am Sonntag, 22. Maerz 2020, in Schwyz. Es kommt zu einem zweiten Wahlgang. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Der neu gewählte Schwyzer Regierungsrat – mit Social Distancing. Bild: KEYSTONE

Leichter Linksrutsch im Schwyzer Parlament



Im Kanton Schwyz sind im ersten Wahlgang die fünf bisherigen Regierungsratsmitglieder der FDP, SVP und CVP im Amt bestätigt und Herbert Huwiler von der SVP neu ins Amt gewählt worden. Die CVP muss ihren zweiten Sitz im zweiten Wahlgang gegen die Ansprüche der SP verteidigen. Wann die Wahl stattfindet, ist wegen der Corona-Krise offen.

Am besten schnitten die beiden FDP-Regierungsmitglieder ab: Petra Steinmen-Rickenbacher, Vorsteherin des Departements des Innern, und Finanzdirektor Kaspar Michel kamen auf über 26'000 Stimmen. Auch die beiden bisherigen SVP-Regierungsräte, Sicherheitsdirektor André Rüeggsegger und Volkswirtschaftsdirektor Andreas Barraud, erzielten ein fast identisches Resultat mit gegen 23'000 Stimmen.

Den fünften Platz eroberte mit 2000 Stimmen Rückstand auf seine Parteikollegen Herbert Huwiler (SVP). Huwiler löst den zurücktretenden SVP-Regierungsrat René Bünter ab. Die Wahltaktik der SVP und FDP scheint aufgegangen zu sein: sie waren mit einer gemeinsamen Liste in die Regierungsratswahlen gegangen.

Absolutes Mehr knapp verpasst

Weniger Support erhielten die beiden Kandidaten der CVP: Bildungsdirektor Michael Stähli schaffte mit knapp 16'000 Stimmen das absolute Mehr von 12'691 Stimmen aber problemlos. Anders erging es Sandro Patierno, der im Regierungsrat Neo-Ständerat Othmar Reichmuth ablösen soll: Er verpasste mit 12'641 Stimmen die Hürde um 50 Stimmen.

CVP-Präsident Bruno Beeler sprach gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA von einem «sehr guten Resultat» von Stähli und Patierno. Die CVP sei im Gegensatz zur SVP und FDP alleine angetreten.

2000 Stimmen hinter Patierno blieb Michael Fuchs von der SP zurück, auf den weiteren Plätzen folgten Elsbeth Anderegg Marty (SP) sowie Michael Spirig GLP). Die SP hat ihren Kampf für ein Regierungsmandat noch nicht aufgegeben und will im zweiten Wahlgang antreten, wie Parteipräsident Andreas Marty sagte.

Angesetzt ist der zweite Wahlgang auf den 17. Mai. An diesem Datum stattfinden kann er aber kaum, weil wegen den Corona-Restriktionen ein ordentlicher Wahlkampf nicht möglich ist. Es sei noch völlig offen, wann der zweite Wahlgang stattfinde, sagte ein Sprecher der Schwyzer Staatskanzlei.

Mehr Rot und Grün im Kantonsrat

SP-Präsident Marty begründet den Anspruch seiner Partei auf einen Regierungssitz mit den Kantonsratswahlen. Dort konnte die Liste SP/Grüne/Unabhängige um zwei Mandate auf 17 zulegen.

Auch die GLP gewann erneut: Sie verdoppelte ihre Sitzzahl auf 6. Sitze verloren haben CVP und FDP. Die Christdemokraten haben noch 24 (-3) Sitze, die Freisinnigen 20 (-2) Sitze. Unangefochten stärkste Partei im Schwyzer Parlament ist die SVP, die ihre 33 Sitze verteidigen konnte. Die grüne Welle sei in Schwyz angekommen, sagte CVP-Präsident Beeler zum Ausgang der Parlamentswahlen.

Die Wahlbeteiligung betrug 33,6 Prozent. (sda)

Abonniere unseren Newsletter

6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spiegelfabrik 23.03.2020 08:01
    Highlight Highlight Eine Wahl mit einer Wahlbeteiligung von 33,6 Prozent sollte eigentlich annuliert werden. Ist ja traurig, wie wenig SchwyzerInnen noch wählen gehen. Natürlich hat der Corona auch einen Einfluss darauf, doch bei der Möglichkeit der brieflichen Stimmabgabe sollte dies nicht so ins Gewicht fallen.
    • derWolf 23.03.2020 10:52
      Highlight Highlight Es sollten jetzt überhaupt keine Wahlen stattfinden. Stay at Home...
  • Glenn Quagmire 23.03.2020 07:29
    Highlight Highlight Die drei links sollten mal lieber die Abstandsregeln anschauen.
    • Count Suduku 23.03.2020 09:28
      Highlight Highlight Der Fotograf bräuchte definitiv ein Weitwinkel.
  • aerdbeerimoeuch 22.03.2020 17:45
    Highlight Highlight äh, im titel steht linksrutsch im REGIERUNGSrat, aber die linken haben ja noch immer keinen sitz in der regierung? sollte da nicht kantonsrat stehen im titel?
    • grünergutmensch 23.03.2020 07:22
      Highlight Highlight Sp +2sitze, yes!!!

Interview

Warum der Applaus nicht reicht: «Die Bedingungen in der Pflege müssen sich verbessern»

Am Freitagmittag applaudierte die ganze Schweiz für das Gesundheitspersonal, das in der Corona-Krise wichtiger ist denn je. Die Geschäftsführerin des Schweizer Verbands der Pflegefachpersonen erhofft sich, dass nun ihre jahrelangen Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen endlich erhört werden.

Frau Ribi, heute Mittag hat die Schweiz für das Gesundheitspersonal applaudiert. Rührt Sie das?Yvonne Ribi: Ja, das rührt mich und im Namen des Pflegepersonals danken wir ganz herzlich dafür. Ganz wichtig ist aber, dass die Bevölkerung uns jetzt unterstützt, in dem sie zuhause bleibt, soziale Kontakte meidet und die Anweisungen des Bundesamtes für Gesundheit befolgt.

Was haben die Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner in den letzten Wochen geleistet?Viele erleben, dass ihr Berufsalltag …

Artikel lesen
Link zum Artikel