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Am Donnerstagabend, 6. Februar 2020, kurz nach 22 Uhr ist im Gebiet Charenstöckli ein mit vier Personen besetzter Sessel des Sessellifts Stoos-Fronalpstock rund 10 Meter abgestürzt.

Der Sessel stürzte rund 10 Meter in die Tiefe. Bild: Kapo SZ

Stoos: Gespanntes Seil sorgt für Sessel-Absturz ++ Zwei Personen lebensgefährlich verletzt



Sesselliftunglück auf dem Stoos: Am Donnersagabend stürzte am Fronalpstock ein Sessel eines Sessellift mit vier Personen in die Tiefe.

Der Sessel, der rund zehn Meter in die Tiefe gestürzt ist, war zuvor mit einem Seil kollidiert. Mit diesem war laut Angaben der Polizei ein Pistenfahrzeug am Berg befestigt, damit es bei der Arbeit nicht abrutscht.

Weshalb es zu dieser Situation kommen konnte, ist Gegenstand der laufenden Untersuchung, wie die Kantonspolizei Schwyz am Freitag mitteilte. Beim Absturz vom späten Donnerstagabend erlitten eine 33-jährige Frau und ein 40-jähriger Mann lebensbedrohliche Verletzungen, zwei Männer im Alter von 33 und 38 Jahren wurden erheblich verletzt.

Am Donnerstagabend, 6. Februar 2020, kurz nach 22 Uhr ist im Gebiet Charenstöckli ein mit vier Personen besetzter Sessel des Sessellifts Stoos-Fronalpstock rund 10 Meter abgestürzt.

Bild: Kapo SZ

Sie wurden mit vier Helikoptern in Spezialkliniken geflogen. Sechs Personen, die sich auf zwei weiteren Sesseln auf der Talfahrt befanden, konnten von den Einsatzkräften unverletzt geborgen werden. Sie waren auf einer geplanten Sonderfahrt um 22 Uhr talwärts unterwegs.

Grossaufgebot an Sicherheitskräften

Es standen vier Rettungshelikopter, der Rettungsdienst Schwyz, die Feuerwehr Stoos sowie die Kantonspolizei Schwyz im Einsatz. Der Betrieb der oberen Sektion des Sesselliftes Stoos-Fronalpstock sei allerdings bis auf Weiteres eingestellt, hiess es im Communiqué.

Menschen fahren Ski auf dem Fronalpstock (Stoos) am Sonntag, 5. Maerz 2011. Hinten die Berge Grosser und Kleiner Mythen. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Am Fronalpstock stürzte ein Sessellift ab. Bild: KEYSTONE

Betroffenheit bei den Stoos-Bahnen

Die Verantwortlichen der Stoos-Bahnen haben sich betroffen und überrascht über das Sesselliftunglück gezeigt. Er könne sich den Unfall nicht erklären, sagte Thomas D. Meyer, Präsident des Verwaltungsrats der Stoos-Bahnen am Freitagmorgen auf dem Stoos SZ.

Er sei zu tiefst betroffen, sagte Meyer. Ein solcher Unfall sei ein Super-Gau. Seine Gedanken seien bei den verletzten Personen. Auch dem Fahrer des Pistenfahrzeugs gehe es schlecht, er werde durch ein Care-Team betreut.

Laut Meyer handelte es sich um eine ordentliche, angemeldete Sonderfahrt im Rahmen eines Firmenanlasses. Solche Fahrten würden regelmässig durchgeführt sagte er. Es gelte nun zu verstehen, was passiert sei und wie es zu dieser Situation habe kommen können.

Es war nicht das erste Unglück an einem Sessel des Lifts am Fronalpstock. Im März 2016 war ein leerer Sessel der 4er-Sesselbahn Mettlen- Fronalpstock bei einer Bergfahrt zu Boden gestürzt. Der Absturz ereignete sich bei der Stütze Nummer 9. Es waren damals keine Personen verletzt worden. Der abgestürzte Sessel Nummer 38 und das Förderseil wurden aber durch das Ereignis beschädigt.

Diesmal kein starker Wind

Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) kam damals zu dem Schluss, dass der Sessel durch eine Windböe so weit entgegen der Fahrtrichtung ausgelenkt wurde, dass er an einer Stütze hängenblieb und dadurch vom Seil gehebelt wurde.

Zum Unfallzeitpunkt am Donnerstagabend habe am Fronalpstock kein Wind geherrscht, sagte ein Sprecher der Schwyzer Kantonspolizei. Die Abklärungen zum Unfallhergang seien voll im Gange. (sda)

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