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Ein Helikopter transportiert Loeschwasser um den Brandherd nach einem Kleinflugzeugabsturz am Lopper in Hergiswil im Kanton Nidwalden zu loeschen, am Samstag 4. August 2018. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Ein Helikopter bei den Löscharbeiten der Absturzstelle in Hergiswil. Bild: KEYSTONE

Familie mit zwei Kindern: Vier Tote bei Absturz von Kleinflugzeug in  Nidwalden



Beim Absturz eines Kleinflugzeugs sind am Samstagmorgen in Hergiswil NW sind vier Personen ums Leben gekommen. Bei den Opfern handelt es sich um eine Familie mit zwei Kindern aus der Region, wie die Kantonspolizei Nidwalden mitteilt. Wegen des Unfalls wurde eine Flugparade am Stanserhorn verschoben.

Auch im Graubünden stürzt ein Flugzeug ab:

Am Piz Segnas oberhalb von Flims in Graubünden ist am Samstagnachmittag ein Flugzeug abgestürzt. Die Rettungsarbeiten waren am frühen Abend im Gange, wie Anita Senti von der Kantonspolizei Graubünden gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA Berichte verschiedener Medien über einen Absturz bestätigte. Angaben zu möglichen Opfern machte die Polizei nicht. (sda)

Der Absturz ereignete sich am Samstagmorgen kurz vor 10 Uhr im Gebiet Renggpass oberhalb von Hergiswil, wie die Polizei mitteilte. Rund um die Absturzstelle in unwegsamem Gelände sei eine Rauchsäule sichtbar gewesen.

Durch den Absturz des Flugzeugs fing das Umland Feuer. Ein Löschhelikopter musste diesen Brand zuerst löschen, bevor sich die Einsatzkräfte vor Ort begeben konnten. Das Flugzeugwrack erlitt Totalschaden und brannte vollständig aus.

Die Bergungsarbeiten im schwer zugänglichen Absturzgelände sind nach wie vor im Gang. Im Einsatz standen die Rega, ein privates Helikopterunternehmen, der Rettungsdienst, die Feuerwehren Stans und Hergiswil, die Alpine Rettung Schweiz, die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (Sust) sowie die Kantonspolizei Nidwalden.

Wie viele Todesopfer das Unglück gefordert hat, blieb vorerst unklar. Weil das Kleinflugzeug vollständig ausgebrannt sei, sei eine Zuordnung der Funde im Moment schwierig, sagte Lorenz Muhmentaler von der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Nidwalden der Agentur Keystone-SDA. Wie viel Zeit die Identifizierung der Opfer in Anspruch nehme, könne er zum aktuellen Zeitpunkt nicht abschätzen.

Bei der abgestürzten Maschine handle es sich um ein Flugzeug der Motorfluggruppe Pilatus, die fast ausschliesslich von Mitarbeitenden der Pilatus-Flugzeugwerke gesteuert wurde. Zugelassen war sie laut Vogler für fünf Plätze. Meist seien jedoch höchstens vier Personen an Bord gewesen.

Die Ursache des Absturzes wird durch die Bundesanwaltschaft in Zusammenarbeit mit der Sust, der Staatsanwaltschaft Nidwalden sowie der Kantonspolizei Nidwalden ermittelt.

Flugparade wegen Unglück abgesagt

Am Samstagnachmittag zwischen 15 und 16 Uhr hätte ganz in der Nähe des Unfallorts die «OldtimAIR Flugparade» am Stanserhorn stattfinden sollen. Wie der Webseite www.stanserhorn.ch zu entnehmen war, ist der Anlass auf den 15. September 2018 verschoben worden.

Jürg Balsiger, Direktor der Stanserhorn-Bahn, begründete die Verschiebung auf Anfrage von Keystone-SDA mit dem Unglück in Hergiswil. «Die Betroffenheit in der Fliegerszene ist sehr gross. Die Durchführung des Anlasses hätte überhaupt nicht gepasst.» Man sei mit den Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen.

An der Flugshow hätten laut Balsiger zwölf historische Flugmaschinen teilnehmen sollen. Diese wären am Gipfel während einer Stunde auf Terrassenhöhe am Publikum vorbeigeflogen.

Erst vergangene Woche waren im Wallis vier Personen beim Absturz eines Kleinflugzeugs ums Leben gekommen. Das Flugzeug stürzte auf einem Rundflug auf einer Höhe von rund 3300 Metern über Meer auf den Mont-Durand-Gletscher ab.

Ansonsten waren im laufenden Jahr im Gegensatz zu 2017 bisher nur wenige tödliche Unfälle mit Kleinflugzeugen zu verzeichnen. Am 24. März starben in Arosa zwei Personen im Rahmen einer Flugshow. Das Flugzeug konnte beim Starten nicht abheben und kollidierte mit einer Stahlseilbrücke am Ende der Startbahn. (leo/aeg/sda)

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