Schweiz
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QUALITY REPEAT: Swiss Federal President Alain Berset, right, and US President Donald J. Trump, left, shake hands during a bilateral meeting during the 48th Annual Meeting of the World Economic Forum, WEF, in Davos, Switzerland, Friday, January 26, 2018. The meeting brings together entrepreneurs, scientists, corporate and political leaders in Davos, January 23 to 26. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Donald Trump und Alain Berset in Davos. Bild: KEYSTONE

«Auf Augenhöhe»: So lief das Gespräch zwischen Berset und Trump  

26.01.18, 15:30 26.01.18, 15:44


«Sehr direkt, sehr konkret, sehr respektvoll»: Bundespräsident Alain Berset hat nach dem Treffen mit Donald Trump ein durchaus positives Fazit gezogen. «Es war ein Gespräch zwischen zwei Männern auf Augenhöhe.» Die Schweiz werde von den USA ernstgenommen.

Das erste Treffen eines Schweizer Bundespräsidenten mit einem Präsidenten der Vereinigten Staaten seit 18 Jahren sei «substanziell» gewesen, sagte Berset im Anschluss vor den Medien in Davos. Diskutiert worden seien viele Fragen bilateraler, aber auch weltpolitischer Art.

Präsident Trump und er hätten sich gegenseitig wichtige Punkte in Erinnerung gerufen. «Dazu gehören etwa Freiheit, Menschenrechte und Freihandel.» Themen seien weiter die Situation im Iran, die Krise mit Nordkorea und die Beziehungen mit China gewesen.

Swiss Federal President Alain Berset speaks during a press conference during the 48th Annual Meeting of the World Economic Forum, WEF, in Davos, Switzerland, Friday, January 26, 2018. The meeting brings together entrepreneurs, scientists, corporate and political leaders in Davos, January 23 to 26. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Alain Berset: Der Bundespräsident spricht von einem «substanziellen» Gespräch mit Donald Trump. Bild: KEYSTONE

Steuerstreit lösen

Dabei sei es nicht nur beim Austausch von Höflichkeiten geblieben. «Ich habe ihm gesagt, dass uns der Klimawandel direkt betreffe und wir auf saubere Energien setzen wollen.» Die Reaktion von Trump sei positiv gewesen.

Auch Steuerfragen seien während des rund vierzigminütigen Treffens angesprochen worden, an dem Aussenminister Ignazio Cassis und Finanzminister Ueli Maurer ebenfalls teilnahmen. «Wir wollen den Steuerstreit jetzt endgültig lösen», sagte Berset.

Swiss Federal Councillor Ignazio Cassis, right, welcomes US President Donald J. Trump, left, next to Swiss Federal President Alain Berset and Swiss Federal Councillor Johann Schneider-Ammann, during a bilateral meeting during the 48th Annual Meeting of the World Economic Forum, WEF, in Davos, Switzerland, Friday, January 26, 2018. The meeting brings together entrepreneurs, scientists, corporate and political leaders in Davos, January 23 to 26. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Donald Trump, Alain Berset, Johann Schneider-Ammann und Ignazio Cassis. Bild: KEYSTONE

«Starkes Fundament»

Die Schweiz sei punkto direkte Investitionen das sechstwichtigste Land für die USA – «wichtiger als Deutschland, Frankreich oder China», sagte Berset. Das sei ein Argument dafür, dass Trump die wichtige Rolle der Schweiz anerkenne.

Angesprochen auf Trumps Slogan «America first» sagte Berset: «Jeder Präsident engagiert sich primär für sein Land, auch ich.» Beide Delegationen hätten die Qualität des bilateralen Austausches und insbesondere die engen und umfassenden Wirtschaftsbeziehungen gewürdigt. «Dies ist ein starkes Fundament, um die bilaterale Kooperation weiterzuentwickeln.»

US-Präsident Trump hatte seinerseits beim Treffen mit Bundespräsident Berset gesagt, er werde aus der Schweiz viel Goodwill in die USA zurückbringen. Im Gegenzug hätte die Schweiz vom wirtschaftlichen Aufschwung in den USA einen grossen Nutzen.

Trump betonte, die Schweizer seien so stark in den US-Markt investiert, dass die Schweiz vom Anstieg des US-Börsenmarkts um 50 Prozent stark profitiert habe. «Ich habe die Schweiz noch reicher gemacht», so Trump. (sda)

Achja, das Handshake überstand Berset übrigens sehr gut.

gif: watson/twitter

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • GstOf 27.01.2018 06:12
    Highlight Es war ein Tag der nationalen Schande, der Schweizer Bundespräsident empfängt einen Sexisten, Nationalisten, Despoten und notorischen Lügner.
    4 10 Melden
    • andrew1 27.01.2018 08:14
      Highlight Heul doch nicht und lass die kirche im dorf. Man muss nicht dauernd das haar in der suppe suchen und alles schlechtreden. Die schweiz empfing den US präsidenten.
      8 3 Melden
  • 2fel 27.01.2018 05:55
    Highlight Bei solchen Spektakeln wie dem WEF da bin ich andauernd hin und hergerissen in der Frage wieviel Bedeutung man sowas überhaupt beimessen soll. Der Gedanke, dass ein Politiker wie Trump am WEF ganz genau die selbe Rolle spielt wie der eine oder andere klimagerechte und pathetische Reden schwingende Schauspieler. Der Gedanke dass Trump Merkel Trudeau und Konsorten eigentlich nur ein bisschen Puppentanzen der liegt ziemlich nahe finde ich.
    4 0 Melden
  • reconquista's creed 26.01.2018 18:33
    Highlight Ein Gespräch auf Augenhöhe? Sehr bescheiden dieser Berset!
    18 14 Melden
    • aglio e olio 26.01.2018 22:11
      Highlight 😁
      5 0 Melden
  • sowhat 26.01.2018 18:19
    Highlight Ich kann nicht verstehen, warum auf allen Medien gefeiert wird, dass "America First nicht Amerka allein" heisst. Ist doch wohl logisch, First kann man nur sein, wenn noch andere hinterher kommen. Also nichts Neues und 45 hat genau das geliefert was er versprochen hat. Nämlich nichts Neues.
    Ob er morgen noch weiss wer die Schweizer waren?
    18 11 Melden
  • Sophia 26.01.2018 17:49
    Highlight Ich verstehe es nicht, da klopft einer Sprüche wie eh und je und man weiss doch genau, dass da alles nur Luft ist und trotdem glaubt man das Geschwafel. Die Schweiz habe von US Aktienmarkt profitiert, so ein Schwindel. Die stärksten Schweizerfirmen liefern jährlich Milliarden in die USA! So ist das. Alle grossen US Hedgefons haben in die bedeutensten Schweizerfirmen inverstiert und scheffeln Milliarden Dividenden und Kursgewinne. Alleine der Blackrock ist so gross, wie fast der ganze SMi zusammen. Klar gefällt dem Trump die Schweiz und wir freuen uns über die netten Worte! Mein Gott, wie naiv!
    23 9 Melden
  • glointhegreat 26.01.2018 16:56
    Highlight Berset machte einen guten job... Auch wenn ich politisch anderst stehe. Er hat das sehr gut gemeistert. Der cassis aber sieht aus wie ein fan von trump. Völlig verdutzt und überfordert. Und so einer ist aussenminister. 😂 Der schneider ammann passte mit seinen wirren aussagen aber bestimmt gut zum trump. .... Obwohl.... War es heute vielleicht trumps double? .... Der ist ja in gar kein fettnäpfchen getreten. Alles in allem ein gelungenes wef wie ich finde....
    57 4 Melden
  • N. Y. P. 26.01.2018 15:44
    Highlight @Donald,
    ich muss Dich das erste Mal loben. Klar meine Meinung zu Dir ist noch die gleiche, was aber nicht heisst, dass man Dich nicht mal loben darf.

    1. Der Händeschüttler mit dem Berset hat gut geklappt und wirkte staatsmännisch.

    2. Dir hat es tatsächlich sehr gut in Switzerland gefallen.

    3. Du hattest auf Schweizer Boden sehr gute Laune.

    4. Inhaltlich natürlich mit Deiner Rede nicht ganz einverstanden, aber guter Auftritt.

    5. Du hast Dir tatsächlich volle 40 Minuten Zeit für unsere Bundesräte genommen.

    Guten Flug
    117 14 Melden
    • Sveitsi 26.01.2018 16:21
      Highlight Und was die in 40 Minuten alles besprechen konnten!

      *ich muss nur noch kurz die welt retten*
      30 8 Melden
    • N. Y. P. 26.01.2018 21:24
      Highlight Die zwei haben auch über diesen Film gesprochen. Dass der sehr eindrücklich ist. Insbesondere die Darbietung von Frances McDormand. Sie ist ja auch nominiert für den Oscar.

      Ich kann den beiden nur zustimmen.
      5 3 Melden

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