Schweiz
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[posed picture] A man poses with an ordnance pistol 75 of the Swiss Army, a model SIG P220 of manufacurer SIG Sauer, pictured on January 6, 2010, in Zurich, Switzerland. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

[gestellte Aufnahme] Ein Mann posiert am 6. Januar 2010 in Zuerich mit der Ordonnanzpistole 75 der Schweizer Armee, dem Modell SIG P220 des Herstellers SIG Sauer. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Nachdem der SVP-Hardliner Jean-Luc Addor mehr Waffen für die Schweizer fordert, hagelt es Kritik. Bild: KEYSTONE

«Schweizer an die Waffe!» Das meint der watson-User zu dieser Forderung

Der SVP-Nationalrat Jean-Luc Addor fordert eine Lockerung des Waffenrechts zur seiner Meinung nach besseren Verteidigung der Bürger. Studien zeigen, dass Addors Meinung Humbug ist. Auch die watson-User kritisieren den Walliser Hardliner scharf.



Nach der jüngsten Terrorwelle wird der Ruf nach Waffen immer lauter. Am Sonntag machte der «SonntagsBlick» bereits publik, dass schweizweit im letzten Jahr 29'146 Gesuche für einen Waffenerwerbsschein eingingen. Das sind 17 Prozent mehr als 2014. Am stärksten stieg die Nachfrage in Obwalden (49 %), Luzern (34 %) und Zug (33 %).

Und jetzt fordert auch noch der Walliser SVP-Nationalrat Jean-Luc Addor eine Liberalisierung des Schweizer Waffenrechts. Die mörderischen Ereignisse der letzten Wochen hätten gezeigt, dass «die Staaten die Sicherheit ihrer Bürger nicht mehr gewährleisten können – so auch die Schweiz.» Addor glaubt also, dass der einzelne Bürger in brenzligen Situationen viel mehr ausrichten kann, als der Staat. Er fordert eine Lockerung des Waffenrechts, die eine Waffen-Ausbildung der Bürger ermöglicht.

Auf Facebook bekräftigt der Nationalrat seine Meinung ... 

... und erntet prompt Häme.

Bild

Studien sprechen gegen Addors These

Inwiefern das Humbug ist, zeigt ein Blick in die USA. Dort ist die Meinung «The only thing that stops a bad guy with a gun is a good guy with a gun» weit verbreitet – zu deutsch: Das einzige, was einen üblen Typen mit einer Waffe aufhält, ist ein guter Bürger mit einer Waffe. Diese Einstellung führt dazu, dass auf 100 Bürger fast 90 Schusswaffen in Privatbesitz kommen. Eine vom FBI durchgeführte Studie zeigt aber, dass bei Schiessereien bewaffnete Zivilisten wenig ausrichten können. Nur 3 Prozent der Angreifer werden durch diese gestoppt. Hingegen in 13 Prozent der Fälle bezwangen unbewaffnete Zivilisten die Täter erfolgreich. Das spricht klar gegen Addors Forderung.

Experten gehen aber noch weiter. Risikoforscher an der Universität Stuttgart, Ortwin Renn, sagt: «Sich selber zu bewaffnen, bringt nicht mehr Sicherheit. Im Gegenteil, es bringt mehr Gewalt und mehr Tote.» 

Das meinen die watson-User

Was meinen nun die watson-User? Unsere Umfrage zeigt: Für drei Viertel der 2893 User, die mitgemacht haben, kommt eine Waffe nicht in Frage.

Bild

In den Kommentaren zum Addor-Artikel überwiegen entsprechend jene Stimmen, die die Forderung nach mehr Bewaffnung klar ablehnen:

Doch gibt es auch watson-User, die Addors Forderung befürworten:

(rwy)

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52
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52Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • leu84 26.07.2016 21:57
    Highlight Highlight Wie erkennt man den Terrorist, der aus dem Hinterhalt angreift oder im Null-Komma-Nix sich in die Luft sprengt? So schnell zückt nicht einmal Addor seinen Revolver...
    • Gaspadin 26.07.2016 23:52
      Highlight Highlight Ein Kondom nützt nichts gegen Scheidenpilz, darum machst Du es grundsätzlich ohne, stimmt's?
      Der Motorradhelm ist wirkungslos gegen Glatteis, darum fährst Du immer ohne Helm, stimmt's?
      Ein russischer Profihacker kann Deinen PC innert Minuten knacken, darum verzichtest Die gleich ganz auf das Login-Passwort, stimmt's?
  • Psychonaut1934 26.07.2016 21:45
    Highlight Highlight Habe schon 31 Waffen. Sollte reichen.
  • Ratchet 26.07.2016 16:19
    Highlight Highlight Obama hat es mal gesagt und ist auch eine Tatsache, in der USA sterben viel mehr durh Waffengewalt als durch Terroranschläge.
    Verglichen mit den möglichen Waffengewalt Problem ist mir die Terror- Amoklaufgefahr zu harmlos.
  • PuRpLE_KusH 26.07.2016 11:38
    Highlight Highlight Sagen wir es mal so, wenn in einem Kaufhaus, in dem ich mich aufhalte einer Amokläuft, würde ich natürlich davon rennen/mich verstecken (mit oder ohne Waffe). Aber wenn der Amokläufer mich einholt/findet hätte ich gerne eine Waffe um mich zu verteidigen, ohne Waffe bliebe mir nur noch der Tod.
    • V-REX 26.07.2016 15:50
      Highlight Highlight Ja, klar! Du nimmst eine Waffe mit zum shoppen, macht doch jeder.....
    • Ratchet 26.07.2016 16:31
      Highlight Highlight Denk aber an die Folgen, wenn dann jeder anfängt, bewaffnet rumzulaufen.
      Jeder kleiner Streit kann in einer Schiesserei enden. Die Polizei verliert deutlich ihre Machtstellung und beginnt paranoid zu werden. Die USA ist doch das perfekte Beispiel dafür. Die Anzahl Amoklauf Opfer ist dort trotzdem nicht tiefer.
      Die Wahrscheinlichkeit, dass A) ein Amoklauf in deiner Umgebung stattfindet, B) du in einer Situation hineingerätst, wo eine Waffe dir helfen könnte und C) die Waffe tatsächlich auch den Unterschied macht, ist doch viel zu klein, um all diese Waffengewaltprobleme zu riskieren.
    • Gaspadin 26.07.2016 21:03
      Highlight Highlight @Aeton: Wenn hingegen alle bewaffnet wären, dann wäre es 100 % sicher, dass bei einem Amoklauf der Täter niedergeschossen wird, bevor er viele Dutzend wehrloser Menschen abschlachten kann.
      Dein Argument der Wahrscheinlichkeit hier führt zum Schluss, dass alle jederzeit mindestens eine Feuerwaffe auf sich tragen müssen.
      Wenn Du das Leben Unschuldiger schützenswert findest, dann müsstest Du gemäs Deinem Argument der allgemeinen Waffentragpflicht zustimmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rabautax 26.07.2016 10:39
    Highlight Highlight Bin seit 10 Jahren im Bewaffneten Dienst. Ich muss ehrlich sein mir wurde es fast schlecht als ich gelesen habe das sich so viele Leute in den Letzten Jahren eine Schusswaffe gekauft haben. Kauft eine gute Alarmanlage. Und hört auf mit der Einstellung ich hab jetzt eine Waffe ich fülle mich sicher. Wenn es hart auf hart kommt und ihr zieht eure Schusswaffe ich wette mit euch ihr macht sicher Fehler.....
  • reaper54 26.07.2016 10:35
    Highlight Highlight Unser Waffengesetz ist hervorragend so wie es ist. Es sollte weder verschärft noch gelockert werden.
  • Felynx 26.07.2016 09:30
    Highlight Highlight Für alle die das Video Good Guy with a Gun noch nicht gesehen haben, hier der Link :

    Play Icon


    Ich als Sportschütze und nur es bitzeli Waffen angefressen, finde dieses Video bringt es auf den Punkt! Wenn man eine Waffe hat aber nicht damit umgehen kann , wäre es besser wenn man gar keine besitzt. Das Ende des Videos ist auch gut, da sieht man wie man als good guy with a gun der Polizei das Leben schwer macht! Wie unterscheiden die Behörden dann die guten von den bösen?
  • Madison Pierce 26.07.2016 09:06
    Highlight Highlight Die Waffe allein reicht nicht, man muss auch damit umgehen können. Schon daran scheitert es, weil logischerweise nicht die ganze Bevölkerung bereit ist, regelmässig ins Schiesstraining zu gehen. Von daher ist die Idee nicht zu Ende gedacht. Man kann sich aber sicher überlegen, ob an der Waffe ausgebildete Personen wie Polizisten und Grenzwächter ihre Waffe nicht auch in der Freizeit tragen dürfen. Da hätte ich kein Problem damit.
    • Gaspadin 26.07.2016 14:27
      Highlight Highlight Was hälst Du von Freiwilligen, gleich gut oder besser trainiert, wie Polizisten?
  • Vortex86 26.07.2016 08:38
    Highlight Highlight Liebes Watson...
    Dass der letzte Kommentar diese abstruse Forderung des Walliser Nationalrats unterstützt ist schon bisschen an den Haaren herbeigezogen, nicht?
    Er befürwortet eigentlich nur unser Milizsystem und die sich daraus ergebende Tatsache dass jeder Wehrmann ein Waffe daheim hat und mit der, im normalfall, auch umzugehen weis.
  • Liv_i_am 26.07.2016 08:14
    Highlight Highlight Wenn dein Kind auf einem Spielplatz die anderen Kinder mit einem Stock schlägt, nimmst du ihm dann den Stock weg oder gibst du allen anderen Kindern auch einen Stock?
    Irgendwo im Internet gelesen, trifft es ziemlich auf den Punkt finde ich.
    • john waynee 26.07.2016 08:57
      Highlight Highlight Kommt also ein Attentäter auf dich und deine Familie zu. Axt schwingend mit der Erklärung, dass er euch ungläubigen Schweine abschlachten wird. Wirst du ihm entgegnen, dass er doch freundlicherweise die Axt weglegen sollte, da sonst die Gefahr besteht, dass jemand verletzt werden könnte?
    • Statler 26.07.2016 09:28
      Highlight Highlight @john - auch wenn Du eigentlich eher einen <°))< verdienst...
      Es geht darum, zu verhindern, dass der Attentäter überhaupt soweit kommt, eine Axt zu schwingen. Dazu müsste man sich aber vertieft mit den Mechanismen auseinandersetzen, die zu solchen Geschehnissen führen. Alles andere ist Symptombekämpfung und führt nur dazu, dass wir uns gegenseitig abschlachten.
    • john waynee 26.07.2016 09:40
      Highlight Highlight @Statler. Wie konnte es dann passieren, dass ein Jugendlicher, der perspektivlos aus Afghanistan hier Schutz, Sicherheit, Obdach, Ausbildung, Geld und selbst eine neue "Familie" und alles was er in Afghanistan nie hatte gefunden hat, trotzdem sich entscheidet seine Gastgeber wie er so schön selber trefflich formuliert hat "abzuschlachten"?
      Ihr denkt, es sei die Lösung, dass diese Attentäter mehr psychologische Hilfe, mehr Betreuung erhalten sollten um solche Taten verhindern zu können. Da täuscht ihr euch, diese Leute sind eventuell psyochologisch zum Teil angeschlagen.

    Weitere Antworten anzeigen
  • strudel 26.07.2016 08:13
    Highlight Highlight Eine Lockerung der Waffengesetze führt dazu das der Zugang zu Waffen für alle, inkl. jenen die keine Waffe bekommen sollten, erleichtert wird. Soweit ich weiss ist es derzeit kein Ding der Unmöglichkeit in der Schweiz an eine Waffe zu kommen (Waffenschein, Militärdienst etc.). Der Grund dafür, dass sich der Schweizer nicht bewaffnet scheint mir vor allem die fehlende Nachfrage zu sein.
    Schlussendlich führen mehr Waffen immer zu mehr Gewalt, denn Gewalt mit Gegengewalt bekämpfen hat ja in der Vergangenheit auch jeweils so gut funktioniert (...nicht!)
    • ElendesPack 26.07.2016 12:22
      Highlight Highlight Stimmt, Gewalt mit Gegengewalt bekämpfen, ist Etwas enorm Schlechtes. Die Alliierten damals haben z.B. mit den Nazis einen Stuhlkreis gemacht, in dem jeder über seine Gefühlslage reflektierte und am Ende haben die Alliierten dann die besseren Argumente vorgebracht.
      Auch die Vietnamesen zogen es vor, mit den Khmer Rouge zusammen ein Familienstellen zu machen und voila: Die Khmer brachen weinend zusammen und streckten die Waffen.
      Give Peace a Chance!!!!!
    • john waynee 26.07.2016 13:00
      Highlight Highlight ElendesPack wordless, lasst uns die Islamisten mit Teddybären bewerfen! :)
    • ElendesPack 26.07.2016 13:27
      Highlight Highlight John waynee: Eine gute Idee. Haben sie doch damals in München am HB gemacht, wenn ich mich recht erinnere. Heute sieht man, dass Deutschland dadurch ein sichereres, reicheres und bunteres Land geworden ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • derBurch 26.07.2016 07:41
    Highlight Highlight Keinesfalls. Das Training und die Reaktion inkl. Beherrschung im Ernstfall fehlt!
  • Der Kritiker 26.07.2016 06:26
    Highlight Highlight Na klar doch. Wenn einer eine Bombe zündet, dann schiesse ich gleich noch mit meiner MP um mich. Oh liebe Schweiz, wie weit bist du mit diesem reaktionären Pack nur gekommen?
    • x4253 26.07.2016 07:43
      Highlight Highlight Nene, das hast du falsch verstanden. Im Falle eines Anschlages, rennen alle echten Schweizer™ nach Hause und schnappen sich ihre Waffe, und rasen via Autobahn zum Anschlagsort (es werden natürlich Fahrgemeinschaften angeboten, wir wollen ja nicht dass alle im Stau stecken bleiben) um der Polizei/Sonderkommando zu zeigen wie ein echter Schweizer™ die Terroristen bekämpft (die sich wahrscheinlich selbst in die Luft gejagt haben).

      Egal, hauptsache etwas mit Waffen und sich wie John Wayne fühlen!

      Wenn es nicht so traurig wäre könnte ich ja noch darüber lachen...
    • john waynee 26.07.2016 09:22
      Highlight Highlight Im zivilen Bereich gibt es sehr gute Lösungen für die Abwehr potentieller Gefahren. Über eine mögliche Waffentragmöglichkeit kann man sich streiten.- Missbrauch sähe ich weniger in der Hand des Eigentümers, als in der Möglichkeit der gewaltsamen Entwaffnung desselben durch kriminelle Banden, welche die Waffen anschliessend für kriminelle Zwecke verwenden.-
    • kurt3 26.07.2016 09:50
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