Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Parteien haben mit Wahlplakat-Vandalen zu kämpfen



Kurz vor den Wahlen werden Plakate von Kandidatinnen und Kandidaten verunstaltet, angezündet und geklaut – davon betroffen sind alle Parteien. Einige Politiker haben Strafanzeige eingereicht. «Kapitalismus tötet» und «Egoist» steht auf dem Wahlplakat von Titus Meier von der FDP. Die Plakate der Partei wurden in Brugg AG systematisch mit schwarzer Farbe besprayt. «Das war eine geplante Aktion», sagte Meier. Die Täter hätten vorgefertigte Schablonen verwendet.

Die Plakate hat Meier unterdessen ersetzt und Strafanzeige eingereicht. «Eine solche Sachbeschädigung habe ich noch nie erlebt», sagt er. Das gehöre nicht zu einem «fairen politischen Austausch».

Ein ähnlicher Fall ereignete sich in Graubünden. Der SVP wurde eine grosse Plane, die fünf Meter lang ist, von einem offiziellen Standort geklaut. Die Partei machte eine Anzeige und setzte sogar eine Belohnung von 1000 Franken aus. «Wir haben auf solche Vorfälle bis jetzt nicht reagiert, aber diese Tat hat das Fass zum überlaufen gebracht», sagte Valérie Favre Accola von der SVP Graubünden. Von der Belohnung erhofft sie sich Hinweise, um den Fall aufzuklären.

SP Plakate verschwinden besonders in ländlichen Regionen

SVP und FDP sind nicht die Einzigen, die mit Vandalismus zu kämpfen haben. In den vergangenen drei Wochen sind 35 Plakate des Präsidenten der Luzerner SP, David Roth, verschwunden. «Besonders in ländlichen Regionen kommen meine Plakate weg», bestätigte Roth.

Eine Belohnung auszusetzen kommt für ihn nicht in Frage. Das sei reine Wahl-Propaganda. Er macht mindestens einmal pro Woche eine Kontrolltour und ersetzt die gestohlenen Plakate. Das sei die einzig wirkungsvolle Massnahme, um die Randalierer zu demotivieren.

Betroffen ist auch die CVP im Wallis. Sie hat Strafanzeige wegen Demolierung von Wahlplakaten eingereicht. Zudem kursieren gefälschte Wahlplakate von Nationalrat Christophe Darbellay. Dieser kandidiert jedoch gar nicht mehr für die nächste Amtszeit.

Parteien: «Armutszeugnis für Demokratie»

Die BDP meldete einen Vorfall im Kanton Bern. Im Oberaargau werden systematisch Plakate abgefackelt und umgefahren oder es werden die Köpfe rausgeschnitten. «Wir haben Anzeige gegen Unbekannt eingereicht», sagte Nina Zosso, Generalsekretärin der BDP.

Sie hätten die Aushänge neu aufgestellt und zwölf Stunden später, sei schon wieder alles demoliert gewesen. «Mich macht so etwas traurig. Das ist eine Frage des Anstandes und des Respekts», so Zosso. In diesem Punkt stimmen alle Parteien zumindest für einmal überein: Der Vandalismus ist ein Armutszeugnis für die Demokratie. «Anscheinend haben gewisse Leute kein Unrechtsempfinden mehr», sagt Roth von der SP.

Nicht mehr zu plakatieren, sei jedoch keine Lösung. Mit Plakaten würden die Wählerinnen und Wähler immer noch am effizientesten erreicht. Auch Accola von der SVP sagt: «Das käme einer Kapitulation gleich.» Für die nächste Wahlperiode überlegt sich die BDP, allenfalls mit Überwachungskameras zu arbeiten. (sda)

Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

11
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • maxi 05.10.2015 20:10
    Highlight Highlight 😂😂yuo
    Benutzer Bild
  • koks 03.10.2015 22:05
    Highlight Highlight Naja, die Plakate können auch durch Vandalen nicht schlechter werden, als sie es bereits sind.
  • #10 03.10.2015 17:20
    Highlight Highlight Manchmal entstehen dann aber auch überraschend sinnstiftende Parolen ;-)
    Benutzer Bild
    • maxi 05.10.2015 20:09
      Highlight Highlight super momol sachschade guetheisse?
  • wololowarlord 03.10.2015 17:08
    Highlight Highlight es zeigt doch einfach, dass viele leute keine propaganda mehr sehen wollen.
    ich wär für eine initiative, die politische werbung verbietet. dann wären die parteien dazu gezwungen, mit taten anstatt mit worten für ihre wiederwahl zu kämpfen.
    • Tropfnase 03.10.2015 17:13
      Highlight Highlight Du meinst wie die SP mit ihrem Telefonterror?
    • wololowarlord 03.10.2015 17:19
      Highlight Highlight Nein, das würde ich jetzt spontan auch als Werbung bezeichnen.
    • #10 03.10.2015 17:36
      Highlight Highlight Politische Werbung ist trotzdem zulässig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Teslaner 03.10.2015 16:34
    Highlight Highlight Einfach nur kindisch! Egal auf welcher Seite.

Die SVP kommt in der Romandie nicht vom Fleck – und spannt jetzt mit der GLP zusammen

Die SVP des Kantons Waadt spannt für den zweiten Wahlgang der Staatsratswahlen vom 21. Mai mit den Grünliberalen zusammen. Das hat die Partei am Montagabend entschieden. Unterstützung erhält die rechtsbürgerliche Allianz auch von der FDP.

110 SVP-Delegierte stimmten für das Ticket mit der GLP, zwei dagegen und 17 enthielten sich. Es sei ein Entscheid der Vernunft, nicht des Herzens, hiess es aus Parteikreisen. Mit dieser Allianz, zu der auch die FDP gehört und welche die SVP noch im Dezember …

Artikel lesen
Link zum Artikel