Schweiz
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Die Party ist im vollem Gange mit Musik von den Partyhelden beim mittschaukeln anlaesslich des Parteifests und Wahlauftakts der SVP Schweiz vom Samstag, 31. August 2019 in Sattel. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Hochstimmung am SVP-Parteifest am Samstag in Sattel. Bild: KEYSTONE

Die SVP macht EU-Wahlkampf und wird von den eigenen Bundesräten sabotiert

Widerstand bis zum Äussersten, vor allem gegen die EU: Mit dieser Botschaft zieht die SVP in die heisse Phase des Wahlkampfs. Ihre eigenen Bundesräte sind dabei gar keine Hilfe.



Wer das Parteifest der SVP am Samstag in Sattel (SZ) suchte, musste nur seinen Ohren folgen. Auf die inbrünstig gesungene Nationalhymne folgte der dröhnende Sound von Treicheln, mit denen die Volkspartei die heisse Phase des Wahlkampfs im wahrsten Sinne einläutete. An der Spitze marschierte Partei-Übervater Christoph Blocher, mit Brissago im Mundwinkel.

Es war eine Szene mit Symbolwert. Im EWR-Abstimmungskampf 1992 hatte Blocher einen praktisch identischen Auftritt, der fotografisch dokumentiert ist und noch heute häufig gezeigt wird. Die Botschaft war eindeutig: Der damalige Feind ist auch der heutige. Es ist die Europäische Union, nur dass nicht mehr der EWR bekämpft wird, sondern das institutionelle Abkommen.

Blocher mit Treicheln damals und heute. bilder: Keystone

Der «Unterwerfungsvertrag» bildete so etwas wie den roten Faden der Reden und Einspielungen im prallvollen Festzelt. Die Laune bei den rund 800 Parteimitgliedern war gut, teilweise ausgelassen. Es herrschte eine Art trotzige «Jetzt erst recht!»-Stimmung, denn die Umfragen verheissen der SVP für die Wahlen am 20. Oktober kein schönes Ergebnis. Sie muss mit Verlusten rechnen.

Treffer mit der Wurm-Kampagne

Der Einsatz der Basis beim Motivieren und Mobilisieren sei deshalb besonders wichtig, mahnte Parteipräsident Albert Rösti: «Es geht uns allen sehr gut, das macht träge!» Einen ersten Treffer hat die SVP mit ihrer umstrittenen Wurm-Kampagne bereits gelandet. Es gelang ihr, verschüttet geglaubte Empörungs-Reflexe wiederzubeleben. Sogar aus den eigenen Reihen gab es Kritik.

Genüsslich zählte Rösti auf, was aus seiner Sicht wirklich unanständig und respektlos sei: Eine neue Überbrückungsrente, um die Begrenzungsinitiative zu bodigen. Der Bau von E-Tankstellen ohne Ausbau des Autobahnnetzes. Und natürlich die angeblichen Bemühungen, die Entscheide über Rahmenvertrag und Kohäsionsmilliarde bis nach den Wahlen zu verschieben.

Die SVP braucht eine knallige Botschaft, denn der Zeitgeist meint es nicht gut mit ihr. Ihren Kernthemen Asyl und Zuwanderung fehlt die Zugkraft ausserhalb des «harten Kerns» ihrer Wählerschaft. Mit anderen Themen tut sie sich schwer. Das SVP-Schiff befindet sich nicht in einem perfekten Sturm, sondern in einer totalen Flaute. Ihm fehlt der Rückenwind für die Wahlen.

Aepfel und Suesssauerwuermer liegen fuer die SVP Delegierten bereit anlaesslich des Parteifests und Wahlauftakts der SVP Schweiz vom Samstag, 31. August 2019 in Sattel. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Fürs Parteivolk gab es Äpfel mit Gummiwürmern. Bild: KEYSTONE

Also beschwört man den Zusammenhalt. Und trifft sich in Sattel, das Christoph Blocher als «Kraftort» bezeichnete. In keinem Kanton ist die SVP mächtiger als in Schwyz, und unterhalb von Sattel befindet sich jener Ort, an dem 1315 die Schlacht am Morgarten gegen die Habsburger stattgefunden haben soll. Blocher stellte sie ins Zentrum seiner Rede.

«Wurmstichiges Manöver»

Was damals die Habsburger waren, seien heute die Eurokraten in Brüssel. Und die «Linken und Netten» im Land, die es letztlich auf den EU-Beitritt abgesehen hätten. Sein «Ziehsohn» Roger Köppel attackierte die Parteispitzen von FDP, CVP und SP, die sich in einem «wurmstichigen Manöver» darauf geeinigt hätten, «das wichtigste Geschäft hinter die Wahlen zu verschieben».

Der bald 80-jährige, aber nicht nur beim Treicheln bemerkenswert fitte Blocher wurde mit einer Standing Ovation gefeiert, und auch Köppel erhielt viel Applaus, etwa als er die SVP als «letzte politische Verteidigungslinie in Bern» bezeichnete. Tags darauf aber könnte dem einen oder anderen SVP-Politiker beim Zmorge das Gipfeli im Hals stecken geblieben sein.

Maurer erklärt Rahmenvertrag für tot

Ausgerechnet die beiden Bundesräte der Partei schossen via Sonntagspresse einige kräftige Breschen in den Verteidigungswall. Wirtschaftsminister Guy Parmelin, der das Parteivolk in Sattel mit seiner auf Französisch gehaltenen Rede gelangweilt hatte, ging im Interview mit der «SonntagsZeitung» von einem Abschluss des Rahmenvertrags «frühestens im nächsten Jahr» aus.

Der neu gewaehlte SVP Bundesrat Guy Parmelin, links, unterhaelt sich mit SVP Bundesrat Ueli Maurer am Freitag, 11. Dezember 2015, vor einer Medienkonferenz in Bern. Parmelin wird Verteidigungsminister. Sein Parteikollege Ueli Maurer, der das Departement fuer Verteidigung, Bevoelkerungsschutz und Sport (VBS) seit 2009 fuehrt, wechselt ins Finanzdepartement. Die uebrigen Bundesraete behalten ihre Departemente. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Guy Parmelin und Ueli Maurer fuhren ihrer Partei in die Parade. Bild: KEYSTONE

Damit stellte sich der Waadtländer hinter das «wurmstichige Manöver» von FDP, CVP und SP. Noch weiter ging Bundespräsident Ueli Maurer. An der jährlichen Botschafter-Konferenz soll er das Rahmenabkommen letzte Woche gemäss Sonntagsblick und NZZ am Sonntag für gescheitert erklärt haben. Der Vertrag werde ohnehin nicht unterzeichnet, es müssten Alternativen gesucht werden.

Nekrophiler Wahlkampf

Mag sein, dass der Finanzminister damit in erster Linie die Diplomaten provozieren und seinem Bundesratskollegen Ignazio Cassis eins auswischen wollte. Die via Sonntagsmedien verbreitete Botschaft könnte für seine Partei aber zu keinem dümmeren Zeitpunkt kommen. Wie soll man den SVP-Wahlkampf bezeichnen, wenn der Rahmenvertrag angeblich tot ist? Als Nekrophilie?

Oder anders gesagt: Wozu braucht man «linke und nette» Feinde, wenn man solche Bundesräte hat?

Der SVP steht ein schwieriger Herbst bevor. Mit Altersvorsorge und Krankenkassenprämien tut sie sich traditionell schwer. Ausgerechnet bei diesen wichtigen «Sorgenthemen» ist die Partei, die gerne gegen die Classe politique polemisiert, mit einem (h)ausgemachten Elite-Basis-Konflikt konfrontiert. Hier die neoliberalen Taktgeber, dort eine tendenziell staatsgläubige Wählerschaft.

Beim Klimathema von der Rolle

Und beim Topthema Klimawandel wirkt die SVP wie von der Rolle. Einerseits versucht sie, jenen Teil der Bevölkerung anzusprechen, der sich seinen hedonistischen Lebensstil nicht durch rotgrüne «Miesmacherei» verderben lassen will. Gleichzeitig muss sie Rücksicht auf ihre bäuerliche Basis nehmen, die den Klimawandel wesentlich direkter erfährt als die Anzugträger an der Spitze.

SVP Parteipraesiedent Albert Roesti bei seiner Rede anlaesslich des Parteifests und Wahlauftakts der SVP Schweiz vom Samstag, 31. August 2019 in Sattel. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Parteichef Albert Rösti rief zum Motivieren und Mobilisieren auf. Bild: KEYSTONE

Die Zeiten sind vorbei, in denen die SVP als disruptive Kraft die Schweizer Politlandschaft umgepflügt hat. In den letzten Jahren war sie primär eine Stimmungspartei. Vor vier Jahren profitierte sie von der Flüchtlingskrise, seither aber läuft es nicht mehr rund. Und wenig deutet darauf hin, dass sich dies bis zum 20. Oktober ändern wird, trotz flotter Stimmung in Sattel.

In den letzten Wochen sei ein Ruck durch die SVP gegangen, meinte Christoph Blocher im Gespräch mit Journalisten. Gleichzeitig räumte er ein, dass die Partei eine Niederlage einkalkulieren müsse. Entscheidend sei, dass man glaubwürdig bleibe. Was nicht ganz einfach ist, wenn man aus den eigenen Reihen sabotiert wird.

SVP-Abstimmungsplakate

Blocher: «Wir haben der Klima-Walze nichts entgegenzusetzen»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Liselote Meier 04.09.2019 12:59
    Highlight Highlight Hmm tragen die in Brüssel alle weisse Socken?
    Oder woher weiss der Chrigi, dass dies alles Aargauer sind?

  • Raudrhar 03.09.2019 11:37
    Highlight Highlight Hach ja, Morgarten... könnte den SVP- Typen bei Gelegenheit mal jemand erklären, dass es die Schwyzer waren, die das Ganze angezettelt haben? Wenn man ungefragt Aäauf fremdem Boden (Kloster Einsiedeln) siedelt und dann das Kloster plündert, muss man sich nicht wundern, wenn die Schirmherrschaft des Klosters vorbeikommt. Also, selbst wenn die Schlacht so stattgefunden hat (was eh unklar ist), waren die Schwyzer die Rüpel, nicht umgekehrt ^^
    • Glenn Quagmire 03.09.2019 11:57
      Highlight Highlight Blochers Vorfahren waren doch eh auf der anderen Seite....
  • MarGo 03.09.2019 08:10
    Highlight Highlight Rösti... luäg e chli uf dini Gestik... oder winkle dä Arm hald chli a, heinomol...
    Ansonsten nix neues... noch schlimmer sogar, es wird die Vergangenheit kopiert... wie zu erwarten...
  • FITO 03.09.2019 07:36
    Highlight Highlight Der einstige Einpeitscher der rechtsverdrehten ist alterszahm geworden und wirft heute höchstens noch mit verbalen Wattebäuschchen um sich.
    Einer mehr von dieser Sekte der den rechtzeitigen Abgang verpasst hat bevor es peinlich für ihn wurde.
    Benutzer Bild
  • Rochade 03.09.2019 05:33
    Highlight Highlight Der Fisch stinkt vom Kopf her und die SVP hat neben Blocher viele andere Köpfe die stinken. Die Wahlen 2019 sollen dafür sorgen ein besseres Schweizer Politklima zu schaffen.
    • 7000lt. 04.09.2019 13:20
      Highlight Highlight Mal sehen wie es dann aussieht. Sprechen wir dan mal in 2 Jahren darüber ob die. schweiz nun besser geworden ist. Freue mich daruaf
  • Schneider Alex 03.09.2019 01:48
    Highlight Highlight Und warum sind EU und Migration keine Kernthemen mehr im Wahlkampf? Weil die dominierenden Mainstream-Medien inkl SRF die Probleme bis zu den Wahlen in der Berichterstattung unterdrücken oder Themen mit wenig Einfluss der Schweiz, wie die Klimadebatte, aufbauschen! Auch kann man Differenzen zwischen den Parteien bei Nebenthemen, z. B. bei den immergleichen Gender-Diskussionen, hochspielen.
    • α Virginis 03.09.2019 03:42
      Highlight Highlight Aha, ich wusste gar nicht, dass der Klimawandel, eines der wichtigsten Themen, da es die gesamte Welt betrifft, einen Bogen um die Schweiz macht. Auf welchem Planeten bitteschön leben die Leute, die das verharmlosen?
    • Amboss 03.09.2019 10:32
      Highlight Highlight @Schneider: Die Strategie, sich als Opfer einer Verschwörung der linken Mainstream-Medien darzustellen, geht nicht auf, begreif das doch.

      Denn man kann so keine neuen Wähleranteile gewinnen.
      Weil die potentiellen Wähler ja auch die Mainstream-Medien konsumieren und sich selbst ein Bild machen, ob die Berichterstattung tendenziös sei (und dies wohl nicht so empfinden).
      Und weil die potentiellen Wähler sich zu vielen Themen selbst ein Bild machen (zB zum Klimawandel: Jeder merkt die Auswirkungen davon wie sterbende Gletscher, heissere Sommer oder Probleme bei der Wasserversorgung)
    • JayPi 03.09.2019 11:23
      Highlight Highlight Die Schweiz ein Land voller Berge und Gletscher ist nicht vom Klimawandel betroffen. Ähm ja, klar.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Christian Fluri 02.09.2019 21:12
    Highlight Highlight Laut der Logik von Blocher bin ich also ein Habsburger.
    • Manuce 02.09.2019 23:49
      Highlight Highlight Die Habsburger sind ursprünglich Aargauer (heutiges Gebiet AG).
    • Hierundjetzt 03.09.2019 00:54
      Highlight Highlight Eher Deutscher (bis 1648 auf jeden Fall) 😉
    • α Virginis 03.09.2019 03:43
      Highlight Highlight Trotzdem waren es Aargauer 😉
    Weitere Antworten anzeigen
  • Triumvir 02.09.2019 20:15
    Highlight Highlight Die SVP, eine Partei von vorgestern🙄welche Probleme bearbeitet und lösen will, welche die junge Generation nicht mal ansatzweise berührt und beschäftigt🙄na dann gute Nacht🤪😂auf nimmer wieder-, oder überhaupt wählen😆
  • Pascal1917 02.09.2019 20:08
    Highlight Highlight Wenn er mir nicht so unsympathisch wäre, würde mir Blocher leid tun. Einer der Männer, die nicht wissen, wann sie abtreten sollen und noch lange vor sich hin gammeln nachdem sie den Zynit schon lange überschritten haben.
  • #Technium# 02.09.2019 19:48
    Highlight Highlight Immer wieder witzig wie Multi-Milliardär Blocher einen auf einfachen Mann des Volkes macht und uns irgendwelche Angstmärchen erzählt, während er in Saus und Braus in seiner Luxus-Villa in Zürich lebt. Ironischerweise verdankt er ja gerade der EU und Globalisierung all die Milliarden mit der Ems Chemie.
    • FrancoL 02.09.2019 23:14
      Highlight Highlight Ironischerweise ist sehr höflich ausgedrückt, denn gerade wer wie er sich an dem System bereichert sollte nicht auf dieses System spucken, aber seine Fans merken dies nicht.
    • karl_e 03.09.2019 00:20
      Highlight Highlight Er bereichterte sich an diesem System, das er bis an die Grenzen (und darüber hinaus) auszureizen pflegte. Er war in politisch und geschäftlich oft etwas skrupellos. Sonst wird man nicht Milliardär.
    • Resistance 03.09.2019 09:03
      Highlight Highlight Die EMS chemie gibt es seit 1936....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fanta20 02.09.2019 19:26
    Highlight Highlight "Die Linken und Netten..."

    Mir ist nicht klar, was die SVP mit dieser oft gehörten und stets in pejorativem Unterton gehaltenen Floskel zu erreichen gedenkt. Als wären alle Nicht-SVP-Wähler einfach per se komplette Volltrottel. Das macht es manchmal fast schwer, nicht grundsätzlich gegen SVP-Anliegen zu sein.
    • Luzifer Morgenstern 02.09.2019 21:22
      Highlight Highlight Das polemische Ziel ist erreicht, wenn die SVP es kann aussehen lassen, als wären alle anderen gleich.
    • Qui-Gon 04.09.2019 09:37
      Highlight Highlight Ich bin linker als die SVP und meistens nett. Habe also kein Problem mit dem Titel. ;-)
  • Elsässer 02.09.2019 19:12
    Highlight Highlight Die SVP stellt den Kanton Schwyz als den Behüter des Ur-Schweizertums dar. Die echten, wahren Eidgenossen. Fakt ist, dass die Schwyzer gegen ihren Willen in unseren Staat gepresst wurden. Das Stimmvolk dieses Kantons hat bis jetzt alle Schweizer Bundesverfassungen an der Urne abgelehnt, 1848, 1874 und 1999. Sie haben sich dem Schweizerischen Bundesstaat genau so widersetzt, wie jetzt die SVP jeglicher Zusammenarbeit mit der EU.
    Heil dir Helvetia!
    • Dominik Treier 02.09.2019 20:07
      Highlight Highlight Brotwürscht und Cervela...
      Es ist eben immer am einfachsten einen bösen, fremden und diktatorischen Sündenbock zu suchen gegen den man sich zusammenschliessen kann..
    • dho 02.09.2019 22:55
      Highlight Highlight Wo du recht hast, hast du recht:

      es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Bratwürscht und Cervelats dumm machen.

      Heiliges Pfadiehrenwort...
    • Victor Brunner 03.09.2019 11:33
      Highlight Highlight Elsässer sie haben recht. Blocher, Köppel, Mörgeli haben keine Ahnung über die Entstehung der Schweiz wie sie heute ist! Die Kantone haben sich auch gesträubt als es um die Einführung einer nationalen Währung des Franken ging! Aber Fakten sind für die SVP nicht interessant, sie wollen Emotionen, da sind sie ähnlich wie früher die Märchentante Trudi Gerster. Aber sie hat Märchen als Märchen deklariert und nicht als Fakten!
    Weitere Antworten anzeigen
  • T13 02.09.2019 18:57
    Highlight Highlight "Wie soll man den SVP-Wahlkampf bezeichnen, wenn der Rahmenvertrag angeblich tot ist? Als Nekrophilie?"
    Für die SVP kein problem die pimpern doch schon länger die gleichen toten themen in ihren parteiprogammen durch.
    🤷🏻‍♂️
  • Oberon 02.09.2019 18:30
    Highlight Highlight Naja, die SVP sollte mal endlich Inhalte und Realpolitik machen anstatt immer wieder die Zukunft der Schweiz zu gefährden.

    Das es weitere Verhandlungen mit der EU benötigt wird wohl auch niemand abstreiten wollen.
    So lange jedoch die Schweiz und die EU je einen Schritt aufeinander zu machen kann es klappen.

    Falls wir trotzdem den Weg wie UK gehen müssen, sollte jedem bewusst sein das wir dann trotzdem wieder mit der EU verhandeln müssen.

    Als 3. Staat werden wir dann definitiv nicht die gleichen Bedingungen haben wie heute.
    • Pisti 02.09.2019 18:47
      Highlight Highlight Wir sind im Gegensatz zu UK heute schon ein 3. Staat.
      Damit wir nicht mehr die gleichen Bedingungen haben müsste entweder die EU oder wir, die Bilateralen kündigen.
    • Oberon 02.09.2019 23:39
      Highlight Highlight @Pisti
      Durch die aktuellen Verträge haben wir eben keinen Status wie ein 3. Staat. Aber wie du schon sagst, ohne Verträge sind wir es bzw. starten wir die Verhandlungen als solches.

      Falls wir keine Einigung schaffen wird dies früher ober später eintreffen.

  • Berner_in 02.09.2019 18:14
    Highlight Highlight Was ist von einem zu erwarten, der nur noch auf eine Schlacht anno 1315 verweisen kann...
    • Dominik Treier 02.09.2019 20:06
      Highlight Highlight Eine, die so nicht einmal bewiesenermassen stattgefunden hat. Passt aber sehr gut zu all den Mythen, die die SVP immer rauslässt, wenn sie behauptet sie politisiere für das einfache Volk und stattdessen nur die Taschen einiger reicher füllt auf Kosten von Mittelstand und den Armen...
    • Eric Lang 02.09.2019 20:40
      Highlight Highlight Und auf was verweist Du?
      Auf Krawalle bei der Reitschule?
    • Der Kritiker 02.09.2019 20:50
      Highlight Highlight und dessen Väter die Eidgenossen bekämpften...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Artsens 02.09.2019 18:08
    Highlight Highlight Bin Partei los, aber wen die svp nicht wär, sind wir durch sp, fdp und gehänge längst, in der eu. Noch fragen
    • nJuice 02.09.2019 19:41
      Highlight Highlight Einige
    • Ass 02.09.2019 19:43
      Highlight Highlight Und wenn es die anderen Parteien nicht gäbe , dann gäbe es keine Krankenkasse, keine AHV, keine anderen Sozialwerke, 60 Stundenwoche, Stundenlohn von 5.- CHF, keine Ferien, .......
      Noch fragen
    • Artsens 02.09.2019 19:43
      Highlight Highlight Ach ir blitz liker, köstliche lala welt
    Weitere Antworten anzeigen
  • Yorik2010 02.09.2019 18:00
    Highlight Highlight Vielleicht könnte sich die SVP auch einmal wichtigere Themen auf ihre Schweizerfahne schreiben als EU, Einwanderung etc. Wie wäre es mit Senkung der Krankenkassenprämien, ach so geht nicht da sind ja zu viele ihrer Vordenker etc. in Verwaltungsräten oder als CEO von Krankenkassen tätig.
  • Denverclan 02.09.2019 17:38
    Highlight Highlight Die Weltprobleme sind so komplex geworden, dass es keine einfachen Lösungen mehr gibt. Wir haben uns da selbst hineingeritten....leider hat die Politik von ganz links bis ganz rechts nur die eigenen Interessen im Kopf und das wird uns denselben kosten! Es ist einfach nur noch tragisch wie man sich weltweit nur in Grabenkämpfen wiederfindet. Leute, das kann nicht gutgehen....Wir müssen nicht ständig neue und alte Feindbilder malen, das ist sehr destruktiv und dumm! Kaum zu glauben, dass die Intelligenz nur bis zu dieser Dummheit reicht. Russisches Roulette hoch 3 und bezahlen werden wir alle.
    • Der Kritiker 02.09.2019 21:06
      Highlight Highlight 6 Downvotes für ein wahres Wort? Links/Rechts ist tot, die Parteien sind tot, es lebe das Zufallsprinzip! Parlament wird durch den Zufall bestimmt! Fertig mit Wahlkampf. Lobbyismus wird verboten. Ziel ist, Probleme gemeinsam zu lösen, frei von jeglichen ideologischen Verblendungen. Dies traue ich dem Durchschnittsbürger besser zu als unseren Parteivertretern.
  • Kip_Organa 02.09.2019 17:30
    Highlight Highlight sorry, aber ich glaube ein Grossteil der SVP-Wähler wird die Bemerkungen der beiden Bundesräte eher als positiv für ihre Partei betrachten. Die SVP als Garant dafür, dass der Rahmenvertrag auch tot bleibt, sowohl innerhalb wie ausserhalb des Bundesrates... Die Aussagen von Parmelin und Maurer werden also eher noch zusätzlich mobilisieren.
  • banda69 02.09.2019 17:26
    Highlight Highlight Entscheidend sei, dass man glaubwürdig bleibe.

    Die selbsternannte "Partei des Volkes" ist in etwa so glaubwürdig wie ihr Idol Donald Trump.
  • Kari Baldi 02.09.2019 17:26
    Highlight Highlight Die SVP mach Anti-EU-Wahlkampf. Oder sehe ich das falsch?
    • Juliet Bravo 02.09.2019 19:35
      Highlight Highlight Nein alles so wie immer.
  • Lowend 02.09.2019 17:26
    Highlight Highlight Laut SVP sollen nicht Linke und Nette die Schweiz durch ihre Zusammenarbeit mit der EU zerstören, denn die Rechten und Bösen können das durch Zusammenarbeit mit Europas Rechtspopulisten viel besser und wenn nun schon die wirtschaftsliberale FDP für Blochers Partei als links und nett gilt, sollten sich die wenigen verbleibenden Fans mal überlegen, nach wie weit rechtsaussen eine Partei gedriftet sein muss, wenn alles und alle anderen nur noch links sind?
    • Dominik Treier 02.09.2019 20:15
      Highlight Highlight Eine unabhängige Analyse der New York Times räumt jetzt immerhin als erstes mit dem Mythos auf, dem sich viele SVP-Wähler hingeben, man sei ja gar nicht so rechtsextrem wie AfD, Lega und co.
      Danach ist die SVP sogar bei weitem die rechteste all dieser Parteien und noch etwas sticht heraus. Bei allen Gesellschaftlichen Themen, die nichts Kosten, aber Toleranz, Weitsicht und Verständnis erfordern würden ist man strammstens konservativ. Bei der neoliberalen Wirtschaft aber, stellt man Thatcher noch in den Schatten. Also nach unten schikanieren und oben machen lassen wie man will...
    • Sorbitolith 02.09.2019 20:59
      Highlight Highlight Man ist halt so konservativ, dass man sich die alte Ordnung mit Patriziern, Vögten und Unmündigen wieder wünscht. Das beste fürs Volk ist doch, wenn es endlich nichts mehr zu melden hat.
    • Triumvir 03.09.2019 09:02
      Highlight Highlight @Lowend: Meine Rede. Deshalb bezeichne ich die SVP schon seit geraumer Zeit - ganz bewusst - als ultra rechte Partei.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gonzolino_2017 02.09.2019 17:26
    Highlight Highlight Lieber Herr Blunschi ... selbst wenn die SVP 5% verlieren sollte, bleibt sie Wählerstärkste Partei - an der politischen „Machtverteilung“ im Parlament bleibt also alles beim Alten! Das eine 30% Partei auch wieder mal etwas abgibt, liegt in der Natur der Sache und wenn, dürfte es dich lediglich um ein Zwischentief handeln! Europa inkl Schweiz wird nach Rechts rutschen, und wenn Sie das noch so schlecht reden! Die SPD versinkt in der Bedeutungslosigkeit, da hilft auch die Koalition nicht ewig, in Italien und Frankreich wird dasselbe passieren! Die Wähler haben von den regierenden Parteien genug!
    • Juliet Bravo 02.09.2019 19:45
      Highlight Highlight Diese destruktive facebook-Denke drohte einst auch in der Schweiz überhand zu nehmen. Der Höhepunkt war ca. bei den letzten Wahlen 2015. Inzwischen ist doch einiges geschehen. Die Schweizer Bevölkerung gerät eben nicht so schnell in Wallung.
      Euch droht dieses Jahr eher ein Linksrutsch.
    • TJ Müller 02.09.2019 19:46
      Highlight Highlight Ich würde die Logik der rechten Wutbürger echt gerne verstehen, bitte hilf mir!

      "bleibt sie Wählerstärkste Partei - an der politischen „Machtverteilung“ im Parlament bleibt also alles beim Alten!" und dann
      "Die Wähler haben von den regierenden Parteien genug!"

      Wenn doch die SVP die wählerstärkste Partei ist, weshalb wählst du sie dann, wenn du von den regierenden Parteien genug hast? Kannst du mir das schlüssig erklären?

      Ich peil diese Logik echt nicht. Du fühlst dich von der Regierung verarscht, wählst aber weiterhin dieselben Parteien, welche seit langem an der Macht ist.
    • MAOAM 02.09.2019 20:34
      Highlight Highlight @Juliet Bravo
      Was heisst hier: "Euch droht dieses Jahr eher ein Linksrutsch."
      Die SVP droht dauernd. Von mit falschen Aussagen bis zu Initiativen. Sie droht uns aktuell wieder mit Freiheitsverlust bald jeden Kilometer der Strasse entlang.
      Mit dem Wort drohen wäre ich also vorsichtig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Tom 02.09.2019 17:25
    Highlight Highlight Die SVP kämpft auf der Titanic am 15. April 1912 um 00:30 Uhr dagegen, dass Passagiere der zweiten Klasse am Tag der Ankunft in New York in der ersten Klasse tanzen dürfen. Weil Schiffe gehen immer mal wieder unter. Das ist ganz normal und das gab es schon immer.
  • Makatitom 02.09.2019 17:16
    Highlight Highlight Braunfäule ist unwählbar
    Benutzer Bild
  • Triple A 02.09.2019 17:15
    Highlight Highlight Die SVP ist tot - es lebe ähhh. Das ist doch das Problem, niemand will heute mehr Parteien wählen. Dashalb haben Gruppierungen wie die Aktion Libero Erfolg: Ein Thema wählen, sich engagieren.
    • [Nickname] 02.09.2019 17:26
      Highlight Highlight Die sollten einfach noch ihren Namen anpassen, an denen ist nichts aber auch nichts freiheitlich oder libertär.
    • Makatitom 02.09.2019 19:34
      Highlight Highlight Dochdoch, neolibertär sind sie schon, und zwar kaiptalfaschistisch neolibertär.
      Schifffahrtsbetrieb schreibt man übrigens mit drei "F" ;)
    • Gonzolino_2017 02.09.2019 20:26
      Highlight Highlight Aktion Libero hat Erfolg? Volksinitiativen haben es in der Schweiz grundsätzlich schwer, solche zu bodigen hat mit Erfolg gar nichts zu tun! Abgesehen davon, wurden sie entsprechend unterstützt ... und jetzt wo es darum gehen würde, sich zu bestätigen und sich damit zu legitimieren stellt sich heraus: Nichts besser als alle anderen inkl. Skandal - Politiker ins Parlament wählen, um überleben zu können - geht gar nicht! Und übrigens: Die SVP tot? Ich lach mich krumm!
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  • Lowend 02.09.2019 17:12
    Highlight Highlight Mich würde wundernehmen, welcher Schneider diesem Milliardär solch schlecht sitzende Massanzüge schneidert, dass er in seinem feinen Zwirn so wirkt, als ob er immer noch ein Bauer wäre? Echt kunstvoll, diese Kostümierung!
    • Walter Sahli 02.09.2019 21:39
      Highlight Highlight So weit ich weiss, ist das tatsächlich Absicht.
    • D(r)ummer 03.09.2019 13:23
      Highlight Highlight Er kam wohl direkt von der Streetparade...
    • Qui-Gon 04.09.2019 10:03
      Highlight Highlight Der lässt doch nicht auf Mass schneidern. Bei den Reichen lernt man sparen.
  • qolume 02.09.2019 17:08
    Highlight Highlight Tja, da bringen dann wohl auch die tanzenden Sünnelis nichts mehr 🌞
  • Turicum04 02.09.2019 17:07
    Highlight Highlight Blocher kommt mir vor wie wenn ich in einer "Emil"-Vorstellung sässe. Da kann man lachen - und mehr nicht!
    • Juliet Bravo 02.09.2019 19:50
      Highlight Highlight Er gibt den bäuerlichen Mann des Volkes. Viele können sich halt damit identifizieren. Viele sehen den Volksnahen nicht den Milliardär.
    • Dominik Treier 03.09.2019 00:43
      Highlight Highlight Nur sollte man wissen, dass der Schein häufig trügt...

Scheinheilige Empörung über Operation Libero: Die ganze Schweizer Politik ist korrupt

Die Operation Libero wird angeprangert, weil sie Kandidierende für den Nationalrat auch finanziell unterstützen will. Dabei ist der Einfluss des Geldes in der Schweizer Politik generell eine trübe Angelegenheit.

Die Operation Libero hat in den letzten Jahren einiges erreicht. Sie hat kräftig mitgeholfen, wichtige Abstimmungen insbesondere gegen die SVP zu gewinnen. Auf nationaler Ebene ist ihre Bilanz makellos. Das bleibt nicht ohne Folgen: Die Libero-Aushängeschilder Flavia Kleiner und Laura Zimmermann sind zu veritablen Hassfiguren rechter Wutbürger geworden.

Nun kommt die Organisation auch von links unter Beschuss. Die «Wochenzeitung» hat ihr am Donnerstag «fragwürdige Methoden» im Wahlkampf …

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